6 Monate alter Jack Russell Terrier kennt das Alleinsein nicht

  • Hallo in die Runde,


    ich habe seit 4 Monate meinen süßen kleinen Oskar (mittlerweile 6 Monate alt), den ich mit zwei Freund*innen co-parente. Ursprünglich wohnten wir alle zusammen (in einer noch größeren WG). Mittlerweile bin ich ausgezogen und wohne alleine. Oskar ist die Hälfte der Woche bei mir. Er hat sich gut eingelebt, ist hier bei mir viel ruhiger als sonst. Stubenreinheit klappt auch. Nun zum eigentlichen Problem. Wir haben Oskar bis jetzt eigentlich nie alleine gelassen :flushed_face: . In der WG ist/war das auch kaum möglich, da ist immer jemand da. Irgendwo hatte ich auch mal gelesen, dass man Welpen/Junghunde bis zu einem Alter von 6 Monaten gar nicht alleine lassen soll. Gleichzeitig lese ich, dass man das Alleinbleiben von Beginn an üben soll. Na ja, das haben wir dann also vergeigt.


    Wie auch immer, ich fange seit geraumer Zeit an, Türen hinter mir zu schließen, denn Oskar folgt mir (wer hätte es gedacht) wirklich überall hin. Das klappt mal besser, mal schlechter. Wenn ich ihn allein im Zimmer lasse (z.B wenn er schon dösig ist und auf dem Sofa, aktuell sein Lieblingschillplatz, ist), klappt es ganze 20 Sekunden, dann springt er runter, läuft zur Tür und will zu mir. Er winselt, gibt hohe Fiepgeräusche von sich und ist hörbar gestresst. Na super! Ich hab Angst, dass wir uns einen Hund mit Trenungsangst herangezüchtet haben :pleading_face: .

    Heute habe ich versucht, ihn 5 Minuten allein im Wohnzimmer zu lassen. Dasselbe Spiel: Nach wenigen Sekunden springt er vom Sofa, läuft zur Tür und winselt, fiept, nach etwa 3 Minuten fing er an mit bellen und hat an der Tür gekratzt. Ich hab dann noch abgewartet, bis er etwas ruhiger wurde und nach 5 Minuten bin ich dann wieder rein, natürlich ohne viel Tamtam.


    Was mache ich denn jetzt? Wirlich bei 20 Sekunden alleinsein starten und dann peu-a-peu steigern? Das wird ewig dauern und irgendwie kann ich mir noch gar nicht vorstellen, dass das mal besser wird. Er kennt das Alleinsein eben einfach überhaupt nicht. Oder soll ich bei den 5 Minuten bleiben und das so oft machen, bis er eben nicht mehr winselt/bellt...?


    Habt ihr Tipps, was ich machen kann? Oskar ist allgemein sehr reizanfällig (JRT eben), eher unruhig und immer ready loszuspringen o.ä. falls irgendwo action ist.

  • Puh, ich persönlich bin auch der Meinung, wenn man einen Hund von Welpe an hat, sollte man das Alleinbleiben ebenfalls gleich von Beginn an üben. Mal kurz die Post holen gehen, Türen schließen, Müll raustragen - all das sind ja Dinge, die man relativ gut unaufgeregt in den Alltag integrieren kann.

    Gut, das ist jetzt eben passiert, von daher würde ich eben wirklich peu a peu mit Oskar trainieren, indem du zB Türgitter besorgst, hinter dir öfter mal die Türen schließt (macht man ja eigentlich ohnehin, wenn man aufs WC geht, oder?) etc. Ob das so klappt, kann natürlich keiner garantieren. Wichtig ist, da selbst möglichst gelassen dranzugehen und dem Hund Struktur und Routine zu bieten, sodass er sich gewöhnt. Es kann hilfreich sein, zB immer zur gleichen Zeit eine Art "Pausenzeit- zu etablieren, in der der Hund komplett in Ruhe gelassen wird und auch das Alleinsein verknüpfen Hunde zeitlich und ortlich.

    Ganz wichtig ist es also in eurem Fall, dass ihr "Co-Halter" alle an einem Strang zieht, denn Alleinebleiben muss Oskar an beiden Orten lernen. Und negative Erfahrungen mit dem Alleinesein sollten natürlich tunlichst nicht passieren, damit Oskar gar nicht erst in den Trennungsstress gerãt.



    Im aktuellen "SitzPlatzFuß"-Hundemagazin findet sich übrigens das Schwerpunktthema Alleinebleiben!

  • Mein Tipp wäre eine Art Welpenkennel, also ein kleiner Innenauslauf (keine Box) mit seinem Bett, einem Wassernapf, vielleicht einem Spielzeug und anfangs auch was zu kauen.

    Dann kann er mal lernen, dass er nicht immer auf dich zugreifen kann, nur weil du im gleichen Raum bist.

    Wenn du dich mal im Raum frei bewegen kannst OHNE dass er sich noch dafür interessiert, kannst du anfangen auch mal aus dem Zimmer zu gehen.


    Mein Pudel, der davor ständig nur Terror gemacht hat, wenn man ihn alleine gelassen hat, hat das so (und später mit weiteren Hilfsmitteln) wirklich gut gelernt und war da schon lange kein Junghund mehr :smiling_face:

  • Hilfreich kann es sein, wenn der Hund nicht jederzeit Zugriff auf dich hat. Also Türgitter, abgesperrter Bereich. So kann er dich sehen aber nicht zu dir hin. Auch würde ich den Hund draußen gut bewegen und danach alleine Räume wechseln. Vielleicht bekommt er noch etwas tolles zum nagen, dann bekommt er es durch aus mit, dass du den Raum verlässt, aber vielleicht ist das Teil zum nagen spannender und der Hund auch schon etwas müde. Da der Hund das alleine bleiben ja gar nicht kennt würde ich tatsächlich bei 0 anfangen, wie bei einem Welpen. Also häufige sehr kurze Momente. So wohl drinnen als auch mal kurz vor die Haustüre gehen (Schlüssel mitnehmen nicht vergessen :winking_face_with_tongue:) und gleich wieder rein kommen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Gehst du denn alleine aufs Klo und duschst du allein und wie verhält dein Hund sich dabei?


    Dagmar & Cara

    Ja, ich gehe alleine aufs Klo (ganz am Anfang war nichtmal das möglich). Auch duschen gehe ich ohne ihn ^^, allerdings folgt er mir dann bis zur Badtür, bleibt dann zwar im Flur, aber sucht sich dann derweile eine Beschäftigung wie Schuhe anschlabbern, auch nicht so toll.

  • sakari wollt nur sagen: ihr seid nicht allein, wir haben das auch verpennt und ich tu mich immernoch schwer damit.

    Daher les ich mal fleißig mit, hoffe ich kann so ein paar Tips abstauben und besser dran bleiben ... das find ich z.B. am schwersten.

  • Terrier neigen dazu ihre Menschen zu kontrollieren.

    Ich würde versuchen ihm anzugewöhnen in meiner Anwesenheit ruhig auf einem Platz/ Kennel zu sein. Und wenn er das kann, dann den Abstand vergrößern. Also von dir zum Hund. Du verlässt den Raum, der Hund ist mal in einem anderen Raum.


    Das ist die Vorstufe zu: du verlässt die Wohnung.

    Er muss in eurem zuhause zur Ruhe kommen.

    Du bist umgezogen?

    Wir sind dies Jahr mit unserem Haus fertig geworden und bewohnen jetzt tags die untere Etage und oben( wo wir vorher wohnten) , nutzen wir nur noch zum schlafen.

    Ich bin absolut erstaunt gewesen, wie meine Hunde auf diese Veränderung reagierten.

    Das war für die ein „Umzug“. Das hatte ich gar nicht vermutet.

    Es hat lange gedauert, bis die jetzt „unten“ als ihr neues Zuhause angenommen haben und sich wieder so verhalten, wie ich das kenne.

    Umzüge darf man nicht unterschätzen, das ist für Hunde oft schwer.

    Und ich kann mir vorstellen, dass dein Hund daran knabbert. Also behandelt ihn, als wäre er ein Welpe und muss alles lernen.

  • Hallo,


    ich würde auch als aller Erstes mit räumlicher Begrenzung starten. Türgitter, Zimmerkennels, Welpenausläufe, irgendetwas was er annimmt. Der erste Schritt wäre, dass er dir nicht mehr hinterher läuft. Erst wenn das funktioniert, kann man dran gehen, die Wohnung ohne ihn zu verlassen.

  • flying-paws

    Hat den Titel des Themas von „6-Monate Alter Jack Russell kennt das Alleinsein nicht“ zu „6 Monate alter Jack Russell Terrier kennt das Alleinsein nicht“ geändert.

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