Ich habe das Gefühl, dass meine Hündin mit jedem mitgehen würde

  • Hallo Leute,


    ich sehe, dass ich aktuell ein Problem mit meiner Hündin habe und würde von euch gerne erfahren, was ich dagegen unternehmen sollte.

    Es geht wie gesagt um meine Hündin, weißer Schäferhund, etwas über 2,5 Jahre alt. Erziehungsstand ist ok, die Hündin hängt auch relativ stark an mir. Will mit mir immer kuscheln. Rückruf auch aus größerer Entfernung und bei Ablenkung auch kein Problem. Und wenn ich mich irgendwo verstecke, dann sucht sie nach mir. Doch was ist jetzt ein Problem?

    Ich ziehe gerade um und in den letzten 3 Tagen waren meine beiden Hunde draußen auf der Straße unterwegs und haben dort mit einem dritten Hund gespielt. Heute kam ein DPD-Fahrer an. Und da wo ich wohne, sind weiße Schäferhunde eine absolute Seltenheit. Und so ging der DPD-Fahrer auf Heli zu, streichelte sie. Und schon ist Heli ihm "verfallen". Die haben mit einander gekuschelt, gespielt und dann ist Heli dem Typen in den Lieferwagen gesprungen. Und ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass Heli sich von dem Typen mitnehmen lassen würde. Übrigens auch wie der dritte Hund, der uns nicht kannte, aber nach 10 Minuten spielen mit meinen beiden uns beim Spaziergang verfolgte und nicht von der Seite weichen wollte.


    Wie bringe ich es also meiner Hündin bei, sich nicht von jedem streicheln zu lassen? Und auch im Freilauf immer wieder Kontakt zu mir aufzunehmen und bei mir die Führung zu suchen, statt wie wild mit anderen Artgenossen durch die Gegend zu toben?

  • Wie bringe ich es also meiner Hündin bei, sich nicht von jedem streicheln zu lassen? Und auch im Freilauf immer wieder Kontakt zu mir aufzunehmen und bei mir die Führung zu suchen, statt wie wild mit anderen Artgenossen durch die Gegend zu toben?

    1. indem Du es aktiv verhinderst. Das Wesen Deines Hundes solltest Du nicht ändern wollen, aber Du kannst ihr vermitteln dass es nicht erwünscht ist, dass sie Kontakt zu Fremden aufnimmt. Also Abruf bevor es zu einem Kontakt kommt und die interessierte Person darum bitten sie zu ignorieren bzw. zumindest nicht anzufassen.


    2. Indem Du gewünschtes Verhalten bestätigst. Ich würde kleinschrittig anfangen, z.B. zunächst schon den reinen Blickkontakt hochwertig belohnen. Dann das bewusste zu Dir umorientieren, wenn sie etwas spannendes sieht. Learning soll sein, sich an Dir zu orientieren, sich Dir zuzuwenden lohnt sich - immer.

    Und ich würde Spiel und Spaß mit Hunden nur noch verabredet und bewusst zulassen. Darüber hinaus gibt es keinen Hundekontakt. Sonst ist jeder Hund ein potenzieller Spielpartner und das zu ignorieren ist wahnsinnig anspruchsvoll für einen Hund.

  • Ich sehe darin jetzt nicht wirklich ein Problem.

    Ich würde mich eher freuen, dass ich einen Hund habe, der offen ist und der kaum (bis keine) Baustellen hat.


    Ansonsten aktiv verhindern, dass sie jemand streichelt.


    Ich denke, es ist absolutes Charakterding.

    Meine Hündin hat keine Angst, findet andere Menschen aber total unnötig.

    Deine Hündin ist halt offen für andere Menschen, was ich an sich nicht schlecht finde.


    Ich denke nicht, dass sich das ändern lasst, da es eine Charaktersache ist.


    Eventuell kannst Du nur trainieren, dass sie ein OK bekommt und sich dann erst streicheln lässt.

  • Erziehungstechnisch gut.

    Kommt, wenn du rufst

    Orientiert sich aber nicht an dir und macht was sie will?

    Passt irgendwie nicht.

    Menschenfreundlichkeit kann man schwer abgewöhnen.

    Wüsst ich auch nicht wie und auch nicht warum.


    Sie ist ja nich jung, die wird nicht etwas reservierter, aber wahrscheinlich immer nett bleiben.

    Eigentlich ein Träumchen…

  • Ich wünschte, meine Hündin wäre nur ansatzweise so offen wie deine. :)


    Ich würde da jetzt auch nicht groß versuchen, deine Hündin zu ändern. Lauf vorausschauender und unterbrich solche Situationen, bevor sie entstehen. Rede vor allem auch mit den Menschen, dass du nicht möchtest, dass sie mit deiner Hündin interagieren.


    Und freu dich, dass du so einen freundlichen Hund hast. Das kann nämlich auch wahnsinnig viele Vorteile haben. =)

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Mein Pudelrüde ist auch so. Der findet zwar nicht jeden Menschen toll, aber viele und würde auch zu Fremden ins Auto steigen, wenn er die toll findet und mag.


    Was man dagegen tut? Den Hund so erziehen, dass er das halt nicht macht. Frodo hat gelernt, dass er nicht ohne meine Freigabe zu anderen Menschen (oder Hunden) laufen darf und hält sich da auch dran. Er merkt aber auch gut, wenn ich ihn zB auf einer kleinen Feier mithabe, er frei rumlaufen darf und ich im "Mach ruhig, wenn du willst" Modus bin. Dann entscheidet er halt alleine, wen er näher kennenlernen will und wen nicht.


    Ich finde es ehrlich gesagt schön, dass zumindest einer meiner Hunde fremde Menschen nicht per se für den Todfeind Nummer 1 hält, sondern offen und freundlich durch die Welt geht =)

  • Ruf den Hund doch einfach eher zu Dir und lass sie nicht unbeaufsichtigt irgendwo hinlaufen, schon gar nicht auf die Straße, dann passieren solche Dinge erst nicht.


    Menschenfreundlichkeit abzugewöhnen würde vermutlich nur mit sehr aversiven Mitteln funktionieren und wer weiß mit welchem Ergebnis. Sei froh, dass sie so ist und pass einfach besser auf sie auf.

  • Wenn du nicht was nicht willst, dann verhindere es halt?


    Also ruf sie zurück, lass sie nicht frei rumlaufen etc.


    Ich finde das nicht schlimm, einen freundlichen Hund zu haben macht das Leben doch viel einfacher. Meiner ist zwar auch freundlich, aber will mit gar niemandem mitgehen oder bei jemandem bleiben - das bedeutet, dass Fremdbetreuung für ihn nicht schön ist (egal wie gut er die Leute kennt) und ihn niemand für mich zum Gassigehen aus der Wohnung holen kann, wenn ich nicht da bin. Finde ich unpraktisch.

    Also sei froh, würde ich sagen. Und hab halt ein auge drauf was dein Hund treibt.

  • Ich hab mich immer gefreut, daß meine alte Hündin mit jedem mitgegangen wäre, den sie mag. Zeigte mir, daß sie ein Urvertrauen hat und ich habe mich auch für sie gefreut, wenn sie jemanden mag.


    Ist doch toll, wenn der Hund mit anderen Hunden tobt, solange er abrufbar ist. Ich würde da gar nichts dran ändern, so ziehst du euch im schlimmsten Fall noch ne Frustaggression an Land, wenn sie plötzlich komplett nicht mehr hindarf. Klar, muß ein Hund auch lernen, nicht ständig und jederzeit zu allen Hunden hinzudürfen, aber so allumfassend, wie du das jetzt möchtest, sehe ich da eher Gefahren, daß der Hund massiv frustriert wird. Und ich sehe keinen Sinn darin in Bezug auf deine Ängste.

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