Benni ist auf die Reise gegangen...

  • Die meisten haben es sicher schon im Altenpflegerthread gelesen.

    Unser geliebter Benni ist von uns gegangen. 2 Tage nach seinem 15. Geburtstag. Stur bis an sein Lebensende. Er wollte es allen noch einmal zeigen, vor allem dem doofen Kardiologen, der ihm im Juni noch ein paar Tage gegeben hat.

    Die letzten Wochen waren anstregend für uns alle und Benni hat sich mehr und mehr zurück gezogen. Seit vielen Monaten hat er schon nicht mehr im Schlafzimmer geschlafen, seit Wochen blieb er häufiger im Arbeitszimmer statt abends mit auf der Couch zu schlafen und zu kuscheln. Er hat einfach so tief geschlafen, dass er überhaupt nicht mehr gehört hat, wenn man den Raum verlassen hat und ins Wohnzimmer ist.

    Als er vor kurzem durch diesen blöden Hornhautulkus so gut wie erblindet ist, war es dann richtig schlimm für ein paar Tage mit anecken überall. Aber nach 3, 4 Tagen besserte sich das und Benni ist doch mal langsamer in der Wohnung unterwegs gewesen. Ab diesem Zeitpunkt kam er dann auch nicht mehr auf die Couch und wenn man ihn hochhob, wollte er gleich wieder runter und hat sich lieber vor der Couch auf seine Decken und Kissen gelegt.

    Kuscheln und Schmusen ging natürlich immer, aber dann eben auf dem Fußboden oder im Körbchen.

    Am letzten Sonntag gab es zum 15. Geburtstag dann eine Gurken-Möhren-Torte in den Futternapf und seit langem gab es nach dem Fressen mal wieder einen herzhaften Sattrülpser. Montag ging es dann für seine Verhältnisse richtig gut. Wir sind im Hellen unseren Weg gelaufen und er lief ohne Leine umher, schnüffelte, fraß ein Stück zertrampelte Futterrübe vom Feld und freute sich seines Lebens.

    Am Dienstag ahnte mein Mann irgendwie etwas. Wir hatten mit der Tierärztin schon gesprochen, dass sie sich bereit halten soll, da wir unsicher sind, wie lange es für Benni noch ok ist. Ich musste Dienstag ins Büro und mein Mann schrieb mir Mittags, dass er gerade bei Benni saß und das Körbchen und den Hund ganz nass geheult hat.

    Als ich heim kam, hat mich Benni seit langem mal wieder richtig freudig schwanzwedelnd begrüßt und wir sind gleich raus. Da hatte er dann aber (es war schon dunkel) dieses Mal richtig schlimme Orientierungsprobleme. Die letzte Zeit ging es eigentlich ganz gut. Wir sind also nur die 800m durchs Dorf geschlendert und wieder heim. Es war ja sowieso kein Bullterrierwetter. Kalt, nass und eklig.

    Nach dem Abendbrot ist Benni wie immer zufrieden ins Körbchen und hat geschlafen. Unüblicherweise stand er gegen 21 Uhr dann auf und lief nervös durchs Wohnzimmer. Nach ein bisschen Beruhigungsstreicheln ging er wieder ins Körbchen, döste eine Weile und fing dann an, wie verrückt den Körbchenrand abzulecken, richtig hektisch. Dann sprang er wieder auf, lief wieder ins Wohnzimmer und war ganz unruhig.

    Da ich dachte, dass er vielleicht mal muss (Zuckerrübe...) hab ich ihn mir geschnappt und da sah ich, dass seine ganze rechte Wange nass war. Alleine, dass ich mit der Hand über die Wange ging, hat ihn vor Schmerz zittern lassen und er wollte nur weg.

    Uns war sofort klar, was das bedeutet (Hornhaut kaputt, Augenflüssigkeit läuft aus) und mein Mann rief schnell unsere Tierärztin an und ich habe in der Zeit Benni beruhigt. Er hat sich dann an mich dran gelehnt und mit geschlossenen Augen dagelegen.

    Durch Corona konnte die Tierärztin nicht zu uns und wir auch nicht in die Praxis, also sind wir zur ihr auf den Parkplatz gefahren. Mein Mann ist gefahren und ich habe mich mit Benni auf den Rücksitz gesetzt, ich wollte ihn nicht in den Kofferraum packen. Benni hat sich im Auto ganz entspannt hingelegt und hat sich streicheln und beruhigen lassen.

    Bei der Tierärztin haben wir dann Benni in den Kofferaum getan, da dann für 3 Leute einfach mehr Platz ist. Unsere Tierärztin kam schon mit einer Morphiumspritze raus und hat die ihm schnell verpasst und Benni ist dann schon innerhalb von Sekunden eingeschlafen und hat nicht mehr reagiert. Die Betäubungsspritze und die Erlösungsspritze haben kurz darauf Bennis Weg endgültig beendet. Er ist sehr schnell und friedlich gegangen.


    Er hatte ein tolles langes Leben, wir sind unglaublich dankbar, dass wir so einen tollen Begleiter an unserer Seite hatten. Aber er fehlt einfach an jeder Ecke. Benni gab es schon, als ich meinen Mann kennen lernte, seine Tochter war 3 Jahre alt und kennt mich ohne Benni nicht. Für sie war es auch unglaublich schwer, den pelzigen Kumpel gehen zu sehen. Auch die letzten Wochen schon. Und ich plane immernoch alles um Benni drum herum. Arbeit, Gassi, Einkaufen. Man erwartet ständig, dass er durch die Tür kommt (bzw. sie lautstark mit seinem Betonschädel aufdongst), einem auf den Schoß springt und um Streicheleinheiten oder Futter bettelt. Wenn ich überlege, dass ich 5 Jahre nach dem Tod der Meerschweinchen als Kind noch einen Bogen um die Küchentür gelaufen bin (daneben saßen sie immer und haben Gurken gefressen, wenn es Abendbrot gab) mag ich mir gar nicht vorstellen, wie lange ich nun bei Benni brauche, bis mein Kopf tatsächlich realisiert, dass er nicht mehr da ist.

    Ohne ihn wäre ich nie da, wo ich jetzt bin. Er war in jeder schweren Zeit ein Anker und in jeder leichten Zeit der beste und verückteste Hund, den man sich nur wünschen kann. Ich vermisse jede einzelne Marotte, jedes einzelne Haar, jeden Pups und jeden blauen Fleck verursacht durch seine Rumsbirne.


    Danke für jede einzelne Minute, kleiner Stinker. Du bleibst für immer unvergessen.














    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Das tut mir sehr leid!

    So ein hübscher Kerl war der Benni - und er hatte so ein tolles Leben bei dir.


    Wünsche dir alles erdenklich Gute für die nächste Zeit.

  • Das tut mir sehr leid für euch, die schöne gemeinsame lange Zeit wird euch für immer erhalten bleiben.

    Ich werde den Hund mit der Ohrenmütze hier vermissen, dir wünsche ich Kraft in dieser Zeit, du hast alles richtig gemacht.

    L. G.

  • Tut mir leid für Euch...... ;-(


    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit und das Lernen, wo Du nicht mehr außenrumzulaufen brauchst.... Ich bin mir sicher, der Kerle sitzt am andren Ende des Regenbogens und wird jedesmal frech grinsen, wenn er sieht, wie Du drumherumläufst - und sich freuen, daß Du nach wie vor in Gedanken bei ihm bist und ihn liebst... :smiling_face_with_heart_eyes:

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