Beiträge von Dächsin

    Mein Handy bellt auch - ist oft witzig wie die Leute gucken :D


    Ich hab's im Qz- Faden schon gelesen, dass hier Viele so Wanderapps, Tracking, Schrittzähler oder die SmartWatch haben und benutzen.

    Da bin ich eher altmodisch, mein Handy ist zwar meistens dabei, Standort ist aber immer ausgeschaltet. Und erst seitdem mir Dachs mal in eine Synkope gefallen ist (allerdings im Auto) ist das Handy immer mit, vorher blieb es oft zu Hause.

    Es sind nur wirklich notwendige Apps auf dem Handy, alles andere finde ich persönlich völlig überflüssig und außerdem........ wie hat man das zu Zeiten vor Handy gelöst?


    Vielleicht bin ich da auch ein bissi paranoid, aber der Gedanke dass mich im Prinzip jeder über mein Handy finden kann macht mir eher Angst als dass es mich beruhigt......

    Mein Dachs war ja Anfangs auch so Marke Baku - der musste nicht hüten. Der darf einfach aufpassen (das liebt er und hier kommt niemand auf den Hof), als er jünger war hatte ich noch Ponies - mit denen zusammen haben wir getrickst und sowas. Auf die Hühner hat er auch immer aufgepasst, meistens hat er nachts "gearbeitet" (Füchse verjagt und sowas) und war dann tagsüber eh schon etwas ruhiger.

    Zusätzlich haben wir ein paar Jahre getrailt, 1-2 Mal pro Woche, er war ein echtes Talent!! Alles zusammen genommen war er schon ausgelastet, natürlich ist er auch mal am Rad gelaufen, war mit mir joggen oder sonst tägliche große Spaziergänge mit kleinen Aufgaben/ Übungen unterwegs oder einfach mal nur Strecke machen.


    Was mich wirklich interessieren würde ist, was AHH bei der Arbeit am Schaf so besonders und unersetzlich macht, im Vergleich zu gängigeren Hütehundrassen. Weiß das jemand? flying-paws sicherlich? |) Ich habe dunkel im Hinterkopf, dass sie schon anders arbeiten als ein BC aber ich würde gerne mehr wissen. Gerne auch Quellen zum selbst erlesen.

    AHH sind ursprünglich die Hunde der Wanderschäfer und unterwegs halten sie die Schafe aus den Feldern raus - nennt sich Furche laufen. Die können zig km pro Tag neben der Herde auf und ab laufen als lebender Zaun, nebenbei achten sie darauf daß sich kein Schaf davon macht und kein Räuber die Schafe klaut. Da sie ja durch ihre Geschichte bedingt auch immer wachsam sein mussten, ist das ein Teil ihrer Grundausstattung. Je nach Schlag waren sie auch bei Rindern eingesetzt, sind wehrhaft und echt hart im Nehmen. Ein Tritt von einem Rind oder ein massiver Stoß eines Schafbocks dürfen die nicht aus der Fassung bringen.......

    Eine wohltuende Abwechslung gegenüber Futterbeuteln oder Würgeleinen. Sie geht so schön auf den jeweiligen Hund ein und erklärt es immer passend für die Besitzer.


    Es sind keine schwierigen Fälle im Sinne von Aggressionen und hauptsächlich gestresste Hunde im Rüpelalter - aber mir persönlich fallen auf Anhieb 5 Leute mit Hund ein, denen ich Victoria Stilwell empfehlen kann und wo dann die Hunde davon profitieren können weil sie verstanden werden.....

    Kann grad nicht zitieren - zur Stressreduktion und alles auf 0:

    Dachs war ja anfangs total ähnlich und ich wohne absolut ländlich und in der Pampa. Nicht so wie Baku der ja in einer Siedlung gelebt hat.

    Weil sogar hier der Spaziergang in einen Kampf ausgeartet ist wenn er nur von weitem ein Auto gesehen hat, habe ich ihm aus schwarzem durchsichtigen Stoff eine Art Calming- Cap genäht. Dieses Ding hat uns den Einstieg ungemein erleichtert, da er nicht mehr alle Reize völlig ungefiltert wahrnehmen konnte. Er hat sie einfach nicht gesehen!

    Zusätzlich hatten wir eine Beißwurst, die ich ihm in jeder kritischen Situation vor die Schnauze gehalten habe, damit mein Arm oder auch meine Waden davon verschont blieben.


    Ehrlich gesagt, hatte ich anfangs auch Schwierigkeiten, so gar nichts mit dem Hund zu unternehmen. Ich habe einen großen Garten, und wir waren manchmal nur dreimal täglich für 10 Minuten oder so draußen. Viel Struktur und absolute Ruhe, anfangs sogar ein Kalender wann ich was mit ihm gemacht habe um ihn nicht zu überfordern.

    Dachs war mit anderen Hunden gut verträglich, dafür ließ er sich aber weder bürsten, noch untersuchen, noch sonst wie an ihm rum manipulieren.


    Stress zu reduzieren, egal was für ein Stress das auch war, war unser erstes Ziel nachdem ich eben festgestellt hatte dass er so gestresst war.

    Grundsätzlich wäre es doch gut, wenn eine Möglichkeit gefunden würde den unkontrolliert züchtenden Vermehrern das Handwerk zu legen. Das wäre meiner Meinung nach ein Punkt an dem man ansetzen könnte, damit sich erst gar nicht so viele Knallköppe einfach einen Mali, Border oder sonst einen "triebstarken" Hund zulegen. Sind die Vermehrer raus, wird es hoffentlich für die Klientel "will-haben" schwieriger und teurer.......

    Aber das ist ja ein oft angesprochenes und viel diskutiertes Thema, mMn aber der der einzige Hebel das Leute sich nicht mal eben einen Hund in der gewünschten Optik oder dem gewünschten Image zulegen.

    Es gibt ja sehr viele altdeutsche Hütehunde, die wegen ihrer Optik angeschafft werden. Viele Leute glauben, sie kriegen sowas wie einen Border mit weniger "Fachidiotie". Hier klick kann man wunderbar sehen, dass gerade Harzer Füchse hoch im Kurs stehen und die Halter schnell überfordert sind.


    Sollten sich Interessenten tatsächlich mal die Rassebeschreibung durchlesen, dann wird m.E. völlig unterschätzt, was zwischen den Zeilen zu lesen ist - eigentlich sollte es eine Art Standard für Rassebeschreibungen geben, die meisten sind ja nur was für Eingeweihte......


    Gerade während Corona waren Harzer Fuchs Welpen vermehrt in Angebot, gerne mit Border Collies gemixt!

    Da es nicht mehr so viele Betriebe gibt auf denen du ein Hund wirklich eingesetzt werden kann - und eigentlich sind es ja die Hunde der Wanderschäfer - geben Schäfereien ihren hündischen Nachwuchs eben in Privathände. Schäfer können ja noch viel weniger als normale Züchter die Leute bzw Interessenten einschätzen und möchten gerne , dass die Gene ihrer Hunde nicht verloren gehen.


    Dazu kommt noch, dass ganz viele Tierheime eventuelle altdeutsche Hütehunde nicht als solche erkennen und als Schäferhundmix weitergeben.


    Habe oben ja schon mal geschrieben, dass man Baku alles Spielzeug wegnehmen sollte. So ein Hund ist ganz schnell ein Spielzeugjunkie und man befördert ihn dadurch in eine Stressspirale aus der der Hund alleine nicht mehr rauskommt. So ein gestresster Hund hat dann im Zweifelsfalle nur die Möglichkeit, sich umzudrehen und gegen seinen Halter zu gehen.

    Mein Dachs hat das am Anfang ebenso gemacht, es war einfach fürchterlich als mir dieser große schwarze - mir noch relativ fremde - Hund bei Stress auf einmal in der Jacke hing.


    Der Rütter hat ja sowieso ein Problem mit triebstarken Hunden. Auch in seinem Podcast, wo es mal um Malinois ging, hat er ja Malis und andere Schäferhunde als triebstarke Beißmaschinen bezeichnet. Seiner Meinung nach sollten so triebstarke Tiere, besonders mit Beutetrieb, überhaupt nicht mehr gezüchtet werden, weil sie in der heutigen Gesellschaft total überflüssig seien.