Akita und Shiba Inu - Hunde wie alle anderen?

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    Damit die Diskussion um Akitas und Shibas im "Richback, Tschiuaua & Co Part III" - Thread nicht den Rahmen sprengt, mache ich mal hier einen Extra-Thread auf.


    Zitat

    Man kann auch einen Akita führen. Diese Hunde wünschen sich auch angemessene Führung. Es sind Hunde.


    Wie soll denn diese Führung beim Akita aussehen? Würde mich echt mal interessieren. Bei anderen Rassen hätte ich noch einen gewissen Glauben an die Gehorsamkeit. Da gibt es Exemplare, die frei laufen können, auch wenn sie wenig Bock auf Artgenossen haben, aber einfach abrufbar sind.


    Akitas oder Shibas aber sind für mich verkleidete Katzen und ebenso wie diese haben sie nicht nur wenig Bock auf Artgenossen, sondern lassen sich auch nichts sagen.

  • Ich finde, man sollte wie bei allen anderen Hunden auch, wissen was man sich da ins Haus holt.


    Ich erinnere mich an Akita Halter, die mit ihren Hunden gut klar gekommen sind. Dort waren die Hunde unauffällig, allerdings hab ich ja selber erwähnt dass ich die nicht näher kenne, sondern nur vom sehen ohne Hund.

    Ich habe keine Erfahrungen bisher mit Aggro-Schredder Akitas gemacht, sowas treffe ich dafür ab und an in Shar-Pei Gestalt, wenn ich mal einen Shar Pei treffe.


    Shibas sehe ich ja hier recht häufig, und deutlich besser kennen gelernt als Akitas.

    Da hab ich immer den Eindruck, dass die meisten Halter dahinter nur ein niedliches, kleines, nettes Hündchen sehen, und dann irgendwann feststellen,, Oha, die sind ja doch ne Spur eigenständiger und weniger süß als ich dachte! ".

    Ich erinnere mich grad an eine Aussage einer Trainerin damals in der Welpen Stunde ( da waren unter Anderem ein Shiba und ein Eurasier Welpe dabei). Sie meinte sinngemäß, dass Allgemein Nordische und Asiatische Hunderassen, tendenziell ein hohes Maß an Eigenständigkeit und auch bspw im Freilauf einen großen Bewegungsradius haben. So a la, dass die meisten Hunderassen tendenziell doch ganz gern zumindest im Blickfeld ihrer Leute bleiben, und bspw ein Shiba sich dann eher daran orientiert ob er sie riechen oder hören kann und alleine seiner Wege geht, dabei recht entspannt bleibt, wisse er ja wo sich seine Dosenöffner befinden/wie ers sie wieder findet.


    Insgesamt hat man schon am Welpen gesehen dass er wesentlich Erwachsener wirkte als der Rest.



    Wobei halt auch bspw Thai Ridgebacks ein komplett anderer Typ Hund sind. Ich finde sie wahnsinnig interessant, aber zumindest bei dieser Rasse bin ich der Ansicht, dass sie schlicht nicht in die Zivilisation passt. Ich sehe sie etwa auf dem selben Level wie Wolfshunde, sie sind schlicht sehr urtypisch.



    Eigentlich geht's hier ja nur um Shiba und Akita. Aber im Grunde gehören da doch weitaus mehr Rassen dazu, und ich finde, wenn man mit diesem Typ Hund kann, und weiß was man tut, Verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll handelt und reagiert, warum nicht?


    Im Kleinanzeigen Thread kamen Vergleiche auf zu LZ DSH, Riesenschnauzer, Malis und Ähnliche.

    Ich finde, dieser Vergleich hinkt stark, weil es schlicht ein gänzlich anderer Typ Hund ist. Man kann sie finde ich nicht miteinander vergleichen.

    Aber in der Hinsicht, dass alle dieser Hunde ein großes Konfliktpotential haben, stimmt der Vergleich natürlich.

    Das Problem das ich allerdings sehe - solch spezielle Hunde, brauchen spezielle Menschen, locken jedoch die komplett falsche Breite Masse an, und kommen in Mode.


    Hier nehme ich mir mal den Riesenschnauzer raus ( Mali bspw wäre was Anderes, weil die gibt's ja leider auch immer häufiger in den falschesten Händen) :

    Ein Riesenschnauzer denkt zwar selbstständig, ist aber am Liebsten immer bei seinen Menschen, arbeitet gerne mit ihm zusammen, und ist vor allem kein Modehund. Die meisten Menschen die sich einen Riesenschnauzer holen, entscheiden sich nicht für diese Rasse, weil sie grad irgendein Youtuber gekauft hat, oder jeder beim Anblick in Entzückung gerät.

    Sie sind nicht Plüschig, haben Bärte und sind meist schwarz - das lockt eine ganz andere Kategorie Mensch an.

    Und dann, hab ich bisher die Erfahrung gemacht, dass wenn sie in den falschen Händen sind, es doch trotzdem oft relativ gut läuft. Warum? Weil die meisten durchaus von einem vernünftigen Züchter stammen dürften, und diese schon lange Richtung Alltagstauglichkeit umgedacht haben.

    Beim Shiba und Akita is das nicht so. Da gibt's ne Tonne Vermehrer, weil schön, und süß, und flauschig, und die will ja jeder haben.

    Allein hier ums Eck gibt's nen recht bekannten Shiba Vermehrer.



    Also wie gesagt - Ich sehe es kritisch und es ist nicht mein Fall Hund, aber ich finde nicht, dass die Haltung solcher Hunde hier nicht möglich ist. Schlussendlich sind es doch nur Hunde, und brauchen das Selbe wie alle Anderen auch ( nämlich einen passenden Besitzer).

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  • Zitat

    Hier nehme ich mir mal den Riesenschnauzer raus ( Mali bspw wäre was Anderes, weil die gibt's ja leider auch immer häufiger in den falschesten Händen) :

    Ein Riesenschnauzer denkt zwar selbstständig, ist aber am Liebsten immer bei seinen Menschen, arbeitet gerne mit ihm zusammen, und ist vor allem kein Modehund. Die meisten Menschen die sich einen Riesenschnauzer holen, entscheiden sich nicht für diese Rasse, weil sie grad irgendein Youtuber gekauft hat, oder jeder beim Anblick in Entzückung gerät.

    Sie sind nicht Plüschig, haben Bärte und sind meist schwarz - das lockt eine ganz andere Kategorie Mensch an.

    Und dann, hab ich bisher die Erfahrung gemacht, dass wenn sie in den falschen Händen sind, es doch trotzdem oft relativ gut läuft. Warum? Weil die meisten durchaus von einem vernünftigen Züchter stammen dürften, und diese schon lange Richtung Alltagstauglichkeit umgedacht haben.

    Der beste Kumpel meiner Hündin war ein Riesenschnauzer. Ich fand den toll, denn er hatte richtig Power, war superfröhlich und sah trotz seiner Größe niedlich aus mit seinem Bärtchen und den buschigen Augenbrauen. Leider starb er an Knochenkrebs (wohl nicht selten für die Rasse).


    Zitat

    Beim Shiba und Akita is das nicht so. Da gibt's ne Tonne Vermehrer, weil schön, und süß, und flauschig, und die will ja jeder haben.

    Ich finde die Gesichter ziemlich ausdruckslos. Aber das ist ja Geschmackssache.

    Aber dieses "Fremdeln", wenn nicht Einzelgängertum, und den fehlenden WTP will man doch nicht wegzüchten, das ist ja so gewollt. Also für mich ist diese Unverträglichkeit und schwere Erziehbarkeit nicht nur ein Zufall, sondern Rassebestandteil.

  • Ich kenne nur zwei Shibas vom Sehen, wobei der eine durchaus gerne Kontakt mit unseren Möpsen aufnimmt und auch recht freundlich erscheint. Der andere ist schlicht desinteressiert.

    Mir gefallen die vom Aussehen richtig gut, aber sind für uns wohl nicht die richtigen Hunde. Nicht wegen fehlendem "Will to please", das bin ich ja von unserer Katze gewohnt, aber weil sie in der Regel eben doch gut auf andere Hunde verzichten können und das bedeutet viel Management. Wenn man Hunde gewohnt ist, die alles und Jeden lieben, ist das schon eine heftige Umstellung.

    Übrigens gibt es tatsächlich (gewollte) Kreuzungen zwischen Shiba und Mops und da frage ich mich ernsthaft, was man sich bei sowas denkt

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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    Hier nehme ich mir mal den Riesenschnauzer raus ( Mali bspw wäre was Anderes, weil die gibt's ja leider auch immer häufiger in den falschesten Händen) :

    Ein Riesenschnauzer denkt zwar selbstständig, ist aber am Liebsten immer bei seinen Menschen, arbeitet gerne mit ihm zusammen, und ist vor allem kein Modehund. Die meisten Menschen die sich einen Riesenschnauzer holen, entscheiden sich nicht für diese Rasse, weil sie grad irgendein Youtuber gekauft hat, oder jeder beim Anblick in Entzückung gerät.

    Sie sind nicht Plüschig, haben Bärte und sind meist schwarz - das lockt eine ganz andere Kategorie Mensch an.

    Und dann, hab ich bisher die Erfahrung gemacht, dass wenn sie in den falschen Händen sind, es doch trotzdem oft relativ gut läuft. Warum? Weil die meisten durchaus von einem vernünftigen Züchter stammen dürften, und diese schon lange Richtung Alltagstauglichkeit umgedacht haben.

    Der beste Kumpel meiner Hündin war ein Riesenschnauzer. Ich fand den toll, denn er hatte richtig Power, war superfröhlich und sah trotz seiner Größe niedlich aus mit seinem Bärtchen und den buschigen Augenbrauen. Leider starb er an Knochenkrebs (wohl nicht selten für die Rasse).

    Zitat

    Beim Shiba und Akita is das nicht so. Da gibt's ne Tonne Vermehrer, weil schön, und süß, und flauschig, und die will ja jeder haben.

    Ich finde die Gesichter ziemlich ausdruckslos. Aber das ist ja Geschmackssache.

    Aber dieses "Fremdeln", wenn nicht Einzelgängertum, und den fehlenden WTP will man doch nicht wegzüchten, das ist ja so gewollt. Also für mich ist diese Unverträglichkeit und schwere Erziehbarkeit nicht nur ein Zufall, sondern Rassebestandteil.

    Naja, es gibt einige Rassen bei denen sind gewisse Dinge immernoch drin, werden aber abgemildert, so dass die Hunde noch halbwegs alltagstauglich werden.

    Beim Irish Terrier bspw gab's Probleme mit unerträglichen Hunden, die züchtet man wohl vermehrt wieder Artgenossen täglicher. Dennoch lassen sie sich von anderen Hunden nicht die Butter vom Brot nehmen wenns drauf ankommt.


    Im Bezug auf Shiba und Co würde das bedeuten, dass man mehr auf Erziehbarkeit und Verträglichkeit achtet. Dann hat man allerdings trotzdem lange keinen Labbi oder Bolonkas draus gemacht, sondern eher einen Hund der sich für Fremde Hunde schlicht recht wenig interessiert, und sich vielleicht besser dazu motivieren lässt, mal auf den Menschen zu achten.

    Daraus wird kein alles Liebender Hund mit viel Will to please, aber einer der sich zumindest etwas besser einfügt.

    Wenn man allerdings zum Vermehrer geht, der nur auf Optik achtet, kann man keine Alltagstauglichkeit erwarten.

    Ansonsten braucht man meiner Meinung nach für Solche Hunde einfach das gewisse Händchen.

  • Ich finde die Gesichter ziemlich ausdruckslos. Aber das ist ja Geschmackssache.

    Aber dieses "Fremdeln", wenn nicht Einzelgängertum, und den fehlenden WTP will man doch nicht wegzüchten, das ist ja so gewollt. Also für mich ist diese Unverträglichkeit und schwere Erziehbarkeit nicht nur ein Zufall, sondern Rassebestandteil.

    Ausdruckslos? Die können mimisch mehr als die meisten anderen Hunde, dürften ähnlich wie andere Rassen auf niedriger Domestikationsstufe auch noch mehr Gesichtsmuskeln haben. Ich finde die körpersprachlich ja sehr klar und deutlich.


    Allerdings sind das häufig winzige Veränderungen im Ausdruck, die viele Hundehalter und oft auch Hunde nicht wahrnehmen. Würde vermuten, daß da auch ein Grund für die "Unverträglichkeit" liegen könnte. Und das Gros der Halter ist für diese Hunde wohl nicht geeignet. Liegt dann aber am Menschen, nicht an der Rasse.

  • Allerdings sind das häufig winzige Veränderungen im Ausdruck, die viele Hundehalter und oft auch Hunde nicht wahrnehmen. Würde vermuten, daß da auch ein Grund für die "Unverträglichkeit" liegen könnte.

    Zum Teil liegt es sicher daran, ja. Auch in deinem Video zeigt der Akita in meinen Augen übrigens schon sehr deutlich, dass er das Verhalten deines Hundes in dem Moment mindestens unangenehm bis unverschämt findet. Mit meinem Rüden (halber Shiba) hätte es da schon geknallt,


    Ich erlebe es mit meinem Hund oft, dass sowohl Hunde als auch Halter seine Kommunikation deutlich zu naiv und optimistisch lesen. Da gibt es einige Hunde, die sich wohl denken "ach was guckst du denn so grummelig, bist doch ein Süßer, hihi".


    Aber es sind eben, abgesehen von hohen Ansprüchen an Höflichkeit, auch stark territoriale und jagende Tiere und das muss man einfach handeln können und/oder entsprechend wohnen.

  • Zum Teil liegt es sicher daran, ja. Auch in deinem Video zeigt der Akita in meinen Augen übrigens schon sehr deutlich, dass er das Verhalten deines Hundes in dem Moment mindestens unangenehm bis unverschämt findet. Mit meinem Rüden (halber Shiba) hätte es da schon geknallt,

    Das war, nachdem sie sich schon ausführlich und sehr geduldig vorgestellt hatte, deswegen durfte sie sich das rausnehmen. Und sie reagiert ja auch drauf.

    Der Aktia hat sich tatsächlich (für Akitaverhältnisse zumindest) gefreut, wenn wir uns mal getroffen haben, sind dem leider schon länger nicht mehr begegnet. Ein netter Kerl, eigen, aber nett, wenn man sich an die Regeln hält.

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