Junghund(schreck) für die Nachbarn

Es gibt 56 Antworten in diesem Thema, welches 6.049 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von FrekisSchwester.

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    Liebe alle,

    wir haben einen jetzt sechs Monate alten Junghund (Mix aus allem und nichts, kniehoch), der leider immer mehr zum Nachbarschreck mutiert. Wir gehen davon aus, dass er dies aus Angst tut (er war kurzzeitig bei einem Besitzer der ihn angekettet und vielleicht auch geschlagen hat), sind uns allerdings nicht sicher. JEDES mal wenn er sie in unserem Hof sieht werden sie angebellt. Mittlerweile läuft er auch gezielt raus um sie anzubellen (er darf frei rein und raus, weil der Garten eine Mauer hat, allerdings auch eine Verbindung zum Hof, über den die Nachbarn kommen und gehen). Es sind auch nicht viele, insgesamt vier Erwachsene und ein Teenagerund alle sehr freundlich zu ihm, aber er gewöhnt sich kein bisschen. Er lässt sich zwar von uns zurückrufen, und wenn wir dabei sind, bellt er erst kurz aber bleibt nach Aufforderung auch bei uns und wufft nur leise vor sich hin. Trotzdem merken wir, dass unsere Nachbarn zunehmend genervt sind. Klar, wir könnten ihn ab jetzt nicht mehr frei in Garten lassen, aber das wäre schon sehr schade, und außerdem gibt es ja das gleiche Problem, wenn wir mit ihm zusammen auf die Nachbarn treffen. Und diese sollten und wollen einfach allgemein nicht mehr angebellt werden.

    Was können wir bloß tun?

    Danke!!

  • Wie reagiert er auf andere Menschen?


    Kommt er aus dem Ausland? Wenn ja von wo?


    Was bedeutet bzgl des Vorbesitzers "kurzzeitig"?


    Weiß man was drin stecken könnte? Würdest du ein Foto einstellen? :)


    Wie verhalten sich die Nachbarn genau ihm ggü? Wollen sie in streicheln oä?

  • Mittlerweile läuft er auch gezielt raus um sie anzubellen

    Klare Sache: Sowas darf nicht mehr vorkommen. Die Nachbarn haben das Recht, unbehelligt zu ihrer Wohnung und hinaus zu gelangen. Wenn der Hund angeleint ist und bellt, ist das zu tolerieren, dann ist er ja unter eurer direkten Kontrolle. Aber es geht nicht, daß euer Hund entscheidet, wer den von allen gemeinsam genutzen Bereich betreten darf und wer nicht.


    So etwa ab einem halben Jahr entdecken junge Hunde ihre Wachhundeigenschaften, falls sie genetisch so disponiert sind. Ich würde das Verhalten daher eher in diese Richtung interpretieren und nicht auf die Vergangenheit des Hundes schieben. Daß bedeutet aber, daß es zweifelhaft ist, ob der Hund sich an die Nachbarn "gewöhnt" in dem Sinne, daß er sie als dazugehörig und harmlos einstuft. Es kann nämlich sein, daß sein Wachen mit zunehmendem Alter immer ernsthafter wird und vom Bellen zum Beißen übergeht. Denn die Nachbarn gehören ja nicht zur Familie sondern sind eine Art hartnäckige Eindringlinge, die trotz Verweis des Hundes immer wieder kommen.


    Das bedeutet leider, daß euer Hund ab jetzt nicht mehr unbeaufsichtigt in den Garten kann. Und daß ihr unbedingt im Ansatz verhindern müßt, daß er zu den Nachbarn hinläuft - erst hinrennen lassen und dann zurückrufen ist nämlich zu spät.


    Dagmar & Cara

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  • Jetzt sieht man ihn :) er kommt aus Afrika... aufgrund seiner Erfahrungen ist er auch ein kleiner Rassist :/ weiße Freunde von uns akzeptiert er eigentlich ziemlich schnell.

    Wie lange er beim Vorbesitzer war wissen wir leider nicht. Als wir ihn zu uns genommen haben war er zurück beim Mutterhund. Deren Besitzerin hat sich zwar genug gekümmert um ihn vom Vorbesitzer zurückzuholen, hat Mutterhund und ihn dann allerdings ziemlich sich selbst überlassen.

    Die Nachbarn rufen ihn normalerweise beim Namen, um ihn vom bellen abzuhalten, und haben anfangs vorsichtig die Hände zu ihm ausgestreckt. Wirklich versucht ihn zu streicheln hat allerdings keiner. Wir haben schon überlegt an jeden von ihnen Wurststückchen zu verteilen - das einzige womit er wirklich bestechlich ist.

  • Danke erstmal für die Antwort! Aber puh, das wäre ja ziemlich schade :/ da würde ihm viel Freiheit und auch Auslauf verloren gehen. Gäbe es nicht doch eine Möglichkeit, ihn an die Nachbarn zu gewöhnen? Gerade weil es ja doch eine sehr begrenzte Anzahl ist?

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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  • Könntest du noch Fotos in den Beitrag stellen?

    Im Avatar lässt sich ein Bild nicht ganz so gut erkennen ( zumindest wenn man keinen PC hat ^^).


    Vorerst schaut er aus meiner Sicht bissl aus wie ein Basenji. Wegen der Größe evtl mit R Ridgeback?

    Aber wie gesagt, lässt sich schlecht beurteilen, aber das wären zumindest beides afrikanische Hunderassen. Kann auch was Richtung Sennenhund drin sein, Kelpie oder ähnliches, aber rein von der Herkunft und der Optik, lacht mich der Basenji irgendwie an. Vermutlich mit was Größerem.

    Weißt du von wo genau aus Afrika er kommt?



    Afrika is nun was ganz Exotisches. Die meisten Tierschutz Hunde kommen eher aus Ost- oder Südeuropa.

    Nun ist es aber so dass Afrika ganz anders ist. Sowohl was die Umgebung, als auch die Kriminalitätsrate und Raubtiere anbelangt.

    Es kann also sein, dass er an der Kette gehalten wurde um zu schützen.

    Zusätzlich kann es sein dass er Hunderassen beinhaltet, die entweder wehrhaft sind, oder zumindest von Haus auf Fremden eher weniger zugetan sind.


    Die Vorgeschichte kann insofern relevant sein, dass ihm die ganze Zeit über beigebracht wurde :,, Fremde hältst du fern. "

    Und nun kommt er woanders hin, wo er das auf einmal nicht mehr darf.

    Nachbarn dürfen Nachbarn sein, und er hat nicht zu entscheiden ob sie leben dürfen, ist vielleicht das komplette Gegenteil von dem was er vorher gelernt hat.


    Aus dem Forum heraus, kann man praktisch nur dazu raten, nach einem guten Trainer zu schauen. Jemand, der sich mit so einem Verhalten auskennt.

    Er macht nix Anderes als :,, Hey ihr da! Verpisst euch! Ihr gehört hier nicht her! Wenn ich euch kriege...." ( dann, wissen wir a) nicht wie weit er gehen würde, und b) wollen wir das nicht testen, weshalb er c) nicht ohne Aufsicht und Leine raus darf)


    Hier in DE ist es so, dass es reicht wenn ein Hund einen Menschen" bedrohlich anspringt", um eine Einstufung zu kassieren.

    Der Hund ist noch jung, das Verhalten muss sich also nicht weiter festigen.

    Es kann aber sehr wohl sein dass er mit den älter werden ernster wird.

    Und deshalb, ist auf kurz oder lang aus meiner Sicht auch Maulkorbtraining sinnvoll.

    Falls mal jemand zu Besuch kommt und er beschließt dass er den auch doof findet, zB.

    ( am besten bei Chic und Scharf beraten lassen)

  • Es ist von hier aus letzendlich nicht zu klären, warum genau euer Hund sich so verhält, wie er es tut. Aber eins ist sicher: ihr bekommt nur dann einen Fuß in die Tür, wenn ihr ihn nicht weiter so machen laßt wie bisher. Das ist ganz unabhängig von der Ursache und Motivation des Verbellens.


    Ich habe einen Hund sogar ganz ohne Gartenzugang - auch das geht. Ihr habt ja weiterhin euren Garten zur Verfügung, aber für den Hund gilt dort erstmal Leinenpflicht.


    Und, noch eine vielleicht dumme Frage, müsste er nicht verstehen dass wir entschieden haben dass sie harmlos sind?

    Euer Problem ist das altbekannte Postbotendilemma: diese Mistkerle dringen täglich aufs Neue ins Revier des Hundes ein, und viele Hunde sehen es als ihre Aufgabe, die dreisten Wiederholungstäter zu vertreiben. Obwohl sämtliche Besitzer Postboten als harmlos ansehen, lassen längst nicht alle Hunde sich davon überzeugen.


    Schönfüttern durch die Personen kann funktionieren, es kann den Hund aber auch stärker in den Konflikt treiben: er muß sich den gruseligen Personen ja gezwungenermaßen annähern. Eigentlich wollen wir aber, daß er Abstand zu ihnen hält und ihnen kein besonderes Interesse entgegenbringt.

    Besser und sicherer ist es daher, wenn ihr euren Hund immer tolle Leckerli gebt, sobald die Nachbarn sich zeigen. So daß er sich zu euch umorientiert und nicht zu ihnen läuft.

    Aber nicht zuerst hinlaufen und bellen lassen, dann erst abrufen und belohnen. Denn damit belohnt ihr auch das hinlaufen und bellen mit, was ihr ja nicht wollt.


    Das nur so ganz im Groben, ein guter Trainer wird euch da eingehender beraten können. Es macht auch einen großen Unterschied, ob euer Hund eher aus Unsicherheit pöbelt oder wirklich einen ausgeprägten Wachtrieb entwickelt. Je nachdem wird man das Training und das weitere Management gestalten.


    Dagmar & Cara

  • Gäbe es nicht doch eine Möglichkeit, ihn an die Nachbarn zu gewöhnen? Gerade weil es ja doch eine sehr begrenzte Anzahl ist?

    Du kannst aber doch nicht davon ausgehen, dass es nur die Nachbarn sind. Die werden ja auch mal Besuch bekommen, d.h. auch andere Menschen werden durch den Hof laufen.

    Fotos und Geschichten von meiner WG mit zwei Katern:

    Nico und der kleine Quatschkopf Poldi


    Ruht in Frieden, meine lieben Wurfbrüder-Kater, Hektor (*3.8.2010 + 5.10.2015) und Iason (*3.8.2010 + 13.12.2019)

  • Wir haben schon überlegt an jeden von ihnen Wurststückchen zu verteilen - das einzige womit er wirklich bestechlich ist.

    Und dann?



    Er bellt.

    Bekommt von den Nachbarn die Wurst, damit er "brav" ist und mit dem Bellen aufhört, weil sie ja "liebe Leute" sind.


    Hund wurde fürs Bellen / Verbellen belohnt!

    Ergebnis: er wird sich noch viel mehr anstrengen, diese Leute zu verbellen! :ka:





    Seid Ihr denn immer dabei? Regelt Ihr das?

    Oder kann der Hund viel alleine "entscheiden", und ist sich im Garten selbst überlassen?

    Und die Nachbarn müssen dies dann "alleine regeln" - also mit dem Hund?

    Schöne Grüße noch SheltiePower

    In ewiger Erinnerung: Cheyene


    Fehler sind hervorragende Lehrer, wenn man ehrlich genug ist, sie sich einzugestehen, und gewillt, aus ihnen zu lernen.        Alexander Solschenizyn

    Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.        Jupp Müller

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