Ein treuer Begleiter - passen diese Rassen?

  • Vielleicht kann ja einer, der einen Finnischen Lapphund besitzt noch ein wenig über den Pflegeaufwand und den Charakter schreiben. Futterkosten und wie der Hund auf Fremde reagiert.

    Ich denke, dass es sinnvoller ist, da mit Züchtern zu reden. Denn vieles davon ist individuell. Tendenziell muss man Finnische Lapphunde regelmäßig bürsten, insbesondere im Fellwechsel. Sie sind lernwillig und freundlich und leicht zur Zusammenarbeit zu motivieren. Futterkosten kommen sehr auf Unvertröglichkeiten oder so an, das macht eher keinen Sinn hier aufzuschreiben. Man muss die ja nicht anders füttern als andere Hunde. Auf Fremde reagiert mein Hund neutral bis freundlich/fiddelig, je nach Situation.


    sind da nur größtenteils "normale" Hund bei gewesen, also mehr die Spitz Sorten

    Wenn Du einen "exotischen" Hund des Aussehens wegen willst, muss ich Dir da aber einen Zahn ziehen. 90% der Leute halten meinen Lappi einfach für einen Spitz (was optisch ja auch sehr sehr sehr nahe dran ist).

  • ...............Ich als ziemlich introvertierter Mensch und aktuell Couch Potato brauche halt wieder etwas, was mich antreibt und zur Bewegung zwingt. Meine Wanderkollegen sind mittlerweile weggezogen oder mit Familienplanung und Hausbau beschäftigt und ich gehe in der Regel gerne raus, was alleine halt so eine Sache ist.

    Da bist du aber eher bei "normalen" Hund gut aufgehoben und nicht bei Rassen wie einem Husky, der doch wesentlich mehr Bewegung und Beschäftigung braucht.


    Ich glaub, dass du unterschätzt, was "normale" Hunde leisten können und wollen.


    Du brauchst keinen Exoten sondern einen stinknormalen netten Begleithund.

  • Nordische Ja, aber nur Husky Mischlinge, die teilweise schon 7-9 Jahre alt gewesen sind.

    Ich bin nicht sicher, ob dazu schon was gesagt wurde, daher die Frage: Was spricht denn gegen einen erwachsenen Hund? Insbesondere wenn er Deinem Ideal nahe kommt? Möglicherweise hast Du Glück, und er kennt schon einiges. Landen ja nicht nur "Pflegefälle" im TH. Neulich gerade von einem - ich glaube 7 jährigem - Hund gelesen, dessen Besitzer gestorben ist und der ins Tierheim kam, weil die Familie in nicht aufnehmen konnte. Stubenrein, an Haus, Tiere, Menschen etc. gewöhnt und - das ist ja auch immer ein Punkt - gesund.

    (Nebenbei: Wegen solcher Anzeigen stöbere ich schon gar nicht mehr bei ebay & Co. Ich spule im Kopf immer sofort meine Kapazitäten ab und im Ergebnis siegt stets die Vernunft. Deprimierend.)

  • Was mir gefällt? Ich denke die quirlige und aktive Art der Hunde und natürlich muss ich auch gestehen, das mir ausnahmslos alle dieser Art auch optisch gut gefallen.

    :ka: quirlig und aktiv? Da fallen mir 20 andere Rassen ein, auf die diese Eigenschaften 10 Mal besser passen, bevor ich da einen Husky, einen Rasi, einen Shiba oder einen Akita sehe.


    Weisst du, wenn als Grund für einen Hund aus der Gruppe 5 folgendes kommt:

    Ich mag die eigenständige Art zu denken... ich will einen Hund, der Gehorsam als ungefähre Handlungsempfehlung sieht und mit dem ich mich auseinandersetzen muss...ich will unbedingt ZHS machen und hab schon ein Wochenendseminar bei einem Musher gemacht...irgend so was...dann gibt's da eine Basis für die Überlegung.


    Aber, und bitte nicht böse sein, ich will einen Hund, der schön ist, von dessen Art ich aber im Prinzip keine Ahnung habe und dieser Hund soll mich aus meiner Lethargie reissen und mich motivieren...sorry, das geht nicht gut.


    Dann lieber einen netten Begleiter aus dem TS (danke Bellchen !) ein alles-kann-nichts-muss-Hund, ein Hund, der locker 3-4 h Wanderungen mitmacht, wenn dir danach ist und der dir nicht um die Ohren fliegt, wenn du mal drei Tage die Füße nicht hochgriegst.

  • nur größtenteils "normale" Hund bei gewesen,

    1. Hast du falsche Vorstellungen.

    Auch unkomplizierte, normale, 0 8 15 Hunderassen sind außergewöhnliche und ganz individuelle Charaktere. Der langweilige Familienlabbi oder Omas Yorkie gehen mit ihren Menschen genauso enge und bereichernde Bindungen ein, wie der Husky oder Akita.


    2. Du hast ein stink normales Leben ...

    mit normalen Haltungsvorstellungen, normalen Ansprüchen und total normalen Voraussetzungen.

    Warum also muss es ein Exot sein?


    Ich kanns verstehen wenn man dafür wirklich der Typ ist und der "Rasse" verfallen ist.

    Das kann ich aber hier nicht heraus lesen ... Du kennst keinen Husky, Akita, Eurasier persönlich. Hast dich bisher vermutlich kaum für die Rasse interessiert, Rassebücher gelesen, Ausstellungen oder ähnliches besucht.

    Bei anderen Vorschlägen schwenkst du innerhalb weniger Stunden komplett um ...


    Hauptsache der Hund sieht nach nordisch und Exot aus ...

    Wenn das weiterhin deine einzige Prämisse bleibt, wird die Hundehaltung für euch beide total in die Hose gehen ...


    Bitte gehe noch einmal in dich. Reflektiere genau was du möchtest.

    Ob es wirklich Gründe gibt wieso eine ursprüngliche Hunderasse genau dein Typ Hund ist.


    Oder ob es doch eher der (sehr menschliche) Wunsch ist, sein ganz normales Durchschnittsleben aufzuwerten. Z.B. mit einer exotischen Hunderasse ....

  • Oje. Du bist also ein ganz normaler Typ, gehst normal arbeiten und willst einen Begleithund der quirlig und nett ist und alles mitmacht. Suchen tust du aber nicht einen normalen, quirligen, netten und unkomplizierten Begleithund, sondern etwas möglichst exotisches nach Optik (quirlige Nordische? Eher nein!) und nach schnell und einfach bekommen. Ich versteh den Weg null, wirklich.


    Glaub mir, von der exotischen Optik wirst du nicht glücklich. Wichtig ist der Alltag und ob der Hund passt. Klar, du kannst dich verbiegen dann. Aber das macht eher nicht sooo viel Laune. Was dir bewusst sein muss, der Hund kann keine Kompromisse machen. Der passt sich nur bedingt entgegen seiner Genetik dir an.


    Ich denke, du bist einen Schritt zu weit wenn du am Hunde suchen bist. Ich würde dir raten, einen Schritt zurück zu treten und dich erst auf Hundebasisverständnis zu konzentrieren. Es gibt geniale Bücher und auch gute Threads hier. Wenn du da bisschen breiter Wissen sammelst, kannst du auch viel besser einschätzen, was zu dir passt, womit du leben kannst und womit nicht. Davon abgesehen wirst du das Wissen auch brauchen…


    Der Tip mit dem TH war ja nicht: such da einen nordischen. Sondern lerne Hunde kennen damit du ein Gespür für Charaktere und Wesen bekommst. Das bekommt man eben am leichtesten in echt und nicht am Screen oder auf einer Hundeshow.


    Gutes Buch für zukünftige Hundehalter:

    Das andere Ende der Leine


    Vielleicht bekommst du ja noch mehr Input?


    Ich wollte übrigens mal einen Saarloos. Ich war sehr überzeugt, dass das klappt. Habs mir brutal schön geredet. Der Züchter hätte mir einen gegeben, kein Problem. Es hat zum Glück wegen meinem Job nicht geklappt. Retrospektiv betrachtet wäre das eine Katastrophe geworden. Ich hatte ein unrealistisches Bild von der Rasse und hätte es sicher verkackt. Heute habe ich eine andere Rasse, ähnlich elegant, ganz anderer Typ. Ich bin sehr froh, hab ich mir den Hund vernünftiger ausgesucht.

  • Lieber TE, ich finde es gut, dass du die ganzen Postings, die ganzen Informationen erstmal sacken lassen willst.


    Eine Frage die mich selber interessiert:

    Eher oft ernst, so No-Nonsense-Hunde und mit deutlichen genetischen Anlagen für ihre spätere Aufgabe, die sie schon im jungen Alter überraschend gezielt verfolgen.

    Was versteht man unter ernst, No-Nonsens-Hund? Also wie kann man sich das im Alltag vorstellen?

  • Lieber TE, ich finde es gut, dass du die ganzen Postings, die ganzen Informationen erstmal sacken lassen willst.


    Eine Frage die mich selber interessiert:

    Eher oft ernst, so No-Nonsense-Hunde und mit deutlichen genetischen Anlagen für ihre spätere Aufgabe, die sie schon im jungen Alter überraschend gezielt verfolgen.

    Was versteht man unter ernst, No-Nonsens-Hund? Also wie kann man sich das im Alltag vorstellen?

    Hier bei uns heißt das: Wenig verspielt, weiß, was er will, nein heißt nein. Kein Gefiddel, und wenn er was macht oder kommuniziert, dann meint er das definitiv so. Die Eskalationsleiter wird konsequent beschritten, wenn es dafür Anlass gibt. Alles was er macht, hat einen für ihn sehr guten Grund, und wenn man ihn davon abbringen will, dann sollte man selber einen guten Grund oder einen guten Stand beim Hund haben.


    Er ist natürlich auch mal fröhlich, albern... aber das Grundgemüt ist eben ernst.

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