Hund abgewöhnen zu anderen Hunden zu ziehen

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    Guten Tag allerseits,


    wir haben folgendes Problem:


    Unsere Hündin zieht bei Hundebegegnungen immer extrem zu dem Hund der uns entgegen kommt. Sie wirft sich regelrecht in die Leine. (Sie versteht sich leider nicht gut mit Hunden deswegen lasse ich sie nicht mehr zu ihnen bis das Problem sich geklärt hat)


    Könnt ihr mir helfen wie ich trainieren kann das sie ruhig an anderen Hunden vorbei geht?


    Wenn wir an Hunden vorbeigehen die hinter einem Zaun oder auf einem Balkon sind interessiert sie das garnicht. Nur wenn sie uns beim spazieren gehen entgegen kommen.


    Danke für eure Hilfe und liebe Grüße

  • Kennst du „Click für Blick“? Ich würde es damit versuchen, erstmal auf einer Entfernung, wo sie noch nicht aufdreht. Also ruhiges Hinschauen mit Markerwort oder Clicker belohnen plus Leckerli. Nach und nach immer weiter herantasten.


    In einer Situation wo der andere Hund schon zu nah ist, muss man erstmal managen. Ablenkung (wenn es geht), Bogen gehen, oder Hund eben festhalten bis der andere vorbei ist.


    Ich hab bei meiner älteren Hündin noch so Sachen gemacht wie Geschirrgriff positiv antrainieren (=> führt dann zu Beruhigung), so dass das Festhalten nicht mehr negativ wahrgenommen wurde. Und in eine Richtung schauen (dem Fingerzeig nach, Leckerli in der Hand dabei), also sich abwenden und weitergehen. Das sind aber Managementmethoden. Bei ihr hatte Click für Blick nicht so gut funktioniert, weil sie da ihre Vorerfahrungen mitgebracht hatte die ihr sagten, dass Eindringlinge im Revier entweder weg müssen oder ins eigene „Rudel“ (Strassenhund, vorher Wachhund).


    Edit: ich trainiere selbst gerade mit Geri mit „Markerwort für Blick“, er zieht nämlich auch zu jedem Hund - aber weil er sie alle liebt. Geht trotzdem nicht.

  • Unser Problem war ähnlich. Nach einer Beissattacke hat sich unsere Franzi bei praktisch jeder Hundesichtung mit Wucht in die Leine geworfen und laut bellend wohl dem entgegenkommenden Hund klar gemacht, dass er ihr vom Leib bleiben soll.


    Wir haben das mit "Schau" und Superleckerli ( hier ein kleines Stück Käse) ganz langsam trainiert. Es hat einige Monate gedauert, aber inzwischen kommen wir an so ziemlich allen Hunden ohne riesen Theater vorbei :bindafür:


    Sicher gibt es noch andere Methoden und evtl könnte euch auch ein guter Trainer helfen. Wir haben es ohne Trainer geschafft, weil wir unsere Franzi inzwischen doch recht gut lesen können ( Ausnahmen bestätigen die Regel :smile: ).

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  • Hi, zu Anfang würde ich einen Abstand wählen, bei dem der Hund noch ruhig bleiben kann und dann Schau und Leckerli etablieren. Also nicht zum Üben ständig den Hund in eine für ihn stressige Situation bringen, sondern erstmal anderen Hunden weiträumig ausweichen, vielleicht den Hund absitzen lassen und Leckerli, so dass der Hund verknüpft, wenn ein fremder Hund sichtbar ist, konzentriere ich mich besser auf meinen Menschen, weil dann gibt's was Feines.


    Nach und nach kannst den Abstand dann reduzieren, solange dein Hund ansprechbar bleibt und zu dir gucken kann, wenn du ihn ansprichst. Geht das nicht mehr, war es zu nah.


    Wichtig finde ich, dass der Hund kein Erfolgserlebnis hat mit dem Hinziehen.

    Also nicht hinziehen lassen und den Hund ableinen zum Spielen, wenn er sich so aufführt, das würde sein Verhalten bestätigen.

    Spiel oder Hundekontakt gibt es erst, wenn der Hund ruhig ist. So mache ich das jedenfalls.

  • Nach außen nehmen und nicht vorbeidrängeln lassen (mit dem Bein aufhalten). Zügig gehen.


    Ich nehme mal an, dass sie es schafft, euch immer ein bisschen hinzuziehen. Und wenn es nur ein Zentimeter ist, ist es ein Erfolg und verstärkt das Verhalten.


    Erste Massnahme MUSS also sein: Kein Erfolg mehr. Ihr lasst euch nicht ziehen - auch nicht nur den Arm ein bisschen oder sowas. Gar nicht. Daher Hund nach außen - sonst merkst du das gar nicht. Wenn sie vorbeidrängelt, merkst du es dagegen deutlich und kannst es verhindern.


    Auf der Grundlage gibts dann viele Möglichkeiten - Blickkontakt fordern und belohnen ist eine davon.


    Aber solange zerren zu Erfolg führt, nützt alles nix. Also: Leinenführigkeit üben.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hi, zu Anfang würde ich einen Abstand wählen, bei dem der Hund noch ruhig bleiben kann und dann Schau und Leckerli etablieren.

    Den Abstand zum anderen Hund möchte ich nochmal betonen, da ich bei mir selbst die Erfahrung gemacht habe, dass ich meinen Hund da schnell mal mit zu viel Enge überfordere.


    Folgender Gedanke hat mir geholfen:

    Antijagdtraining mach ich auch nicht zu Beginn mit einem Reh, das zwei Meter neben mir steht, sondern da ist ordentlich Distanz dazwischen. Wenn zwei Meter nicht klappen, werfe ich nicht das Handtuch und denke mir, klappt eh nicht.


    Seitdem ich das verstanden habe, gönne ich mir und dem Hund noch mehr Abstand, laufe meine Bögen viel größer und sammele so Erfolgserlebnisse, in denen es funktioniert. :smile:

  • Unsere Hündin zieht bei Hundebegegnungen immer extrem zu dem Hund der uns entgegen kommt. Sie wirft sich regelrecht in die Leine. (Sie versteht sich leider nicht gut mit Hunden deswegen lasse ich sie nicht mehr zu ihnen bis das Problem sich geklärt hat)

    Hallo Christoph, schade das du bei deinem letzten Thread nicht mehr geantwortet hattest, da hattest du schon gefragt wie man sich anderen Hunden nähern sollte. :???:


    Es ist doch die OEB Hündin geworden und schon im November sagte man dir, das dieser Rassenmix eine Artgenossen Unverträglichkeiten entwickeln kann.


    Bevor es richtige Schwierigkeiten geben kann, würde ich sie an ein Maulkorb gewöhnen. Ansonsten Abstand zu anderen Hunden, Bögen laufen, Straßenseite wechseln. Sie dabei ansprechen, ihre Aufmerksamkeit auf dich ziehen und bei dir behalten und fürs gute Mitmachen kurz loben / belohnen. Das wird erstmal dauern, doch das kannst auch zwischendurch als Trockenübung draußen trainieren.


    Ansonsten suche dir einen Trainer für ein paar Stunden der sich mit diesen Rassen (und deren Mixe) auskennt und dich anleiten kann. ;)

  • Warum kann denn genau dieser rassenmix eine „Artgenossen Unverträglichkeit“ entwickeln? Das kann doch bei jeder rasse der Fall sein oder?


    Ja es ist ein OEB geworden und wir lieben sie total und sie liebt uns. Es war quasi liebe auf den ersten Blick


    Eine hundetrainerin, die sich speziell auf Problemhunde spezialisiert hat ist bereits kontaktiert und der erste Termin findet Anfang August statt. Wir hoffen sehr das das Training dann Früchte trägt.


    Denn sie liebt Menschen und vor allem Kinder und würde uns nie etwas tun. Nur Hunde kann sie meistens nicht leiden und daran möchten wir arbeiten

  • Du hast dich doch bestimmt über die Rasse vorher gut informiert, oder? Das heißt du weißt auch, welche Hunderassen bei der Erschaffung der OEB mitgespielt und dadurch auch ihre Züge mitgegeben haben? Spätestens beim Erwachsenwerden finden die OEB zumindest gleichgeschlechtliche Artgenossen nicht so super. Gibt natürlich Ausnahmen und es ist auch der Erziehung geschuldet. Aber es ist da eben mehr Erziehung notwendig als bei „typisch verträglicheren“ Hunderassen.


    Aber nicht die Hoffnung verlieren! Wir haben hier in der Gegend einen OEB-Zuchtrüden leben, der sehr verträglich ist und sogar unsere beiden Jungrüden cool findet. Mit dem richtigen Training kommst du da bestimmt weiter 😊

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