Chronische Niereninsuffizienz

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    Es nimmt kein Ende ...


    Nachdem die Schilddrüse nun eingestellt scheint, haben wir die nächste Baustelle, damit uns nicht langweilig wird.


    Wie schon im Trockenfutterthread geschrieben waren bei Lucys Blutkontrolle die Nierenwerte "nicht so schön".

    SDMA 18 (Ref. bis 14)

    Krea 132,6 (Ref. bis 132,6)

    Harnstoff 7,8 (Ref. bis 10,5)

    Phosphat 1,3 (Ref. bis 1,7)


    Urin-Stix: kein Protein


    Wir haben also nach Rücksprache mit zwei Ärztinnen auf ein anderes Trockenfutter (Vet Concept Lamb Pack) umgestellt.


    Jetzt nach 6 Wochen war die Kontrolle im gleichen Labor:

    SDMA 20

    Krea 132,6

    Harnstoff 6,8

    Phosphat 1,5


    Urin-Stix: Protein leicht positiv

    Leukos bin ich nicht ganz sicher, würd aber sagen ja

    (Photo kriegt nachher die Ärztin)


    Wir sollen jetzt auf alle Fälle Nierendiät füttern, da Lucy ja erst 3 Jahre ist und ein Berner(-Mischling).

    Vor einem Jahr war der Krea noch 118 ...

    Ich werde jetzt gleich nochmal Urin sammeln und zum Tierarzt bringen und mir das Attest für das Diätfutter abholen.

    Irgendwie mache ich mir solche Vorwürfe, obwohl ich weiß, dass ich es nicht hätte verhindern können.

    Und vor mir steht gerade ein große Berg von: Wie wird das weiter gehen? Was brauche ich? Was braucht sie? Wie oft kontrolliere ich das?


    Plan ist gerade: Urinprobe auf UPC-Quotient untersuchen lassen, Blutwerte abholen, Schilddrüsenärztin anrufen. Nierenfutter natürlich und in 3 Monaten kontrollieren lassen. Meine Freundin rät zur SUC-Therapie und Silymarin.

    Wer hatte hier noch einen CNI Hund und kann mich ein bisschen beruhigen?


    Danke!

  • Wurde anhand dieser Werte tatsächlich die Diagnose CNI gestellt?


    Ich finde das ein wenig voreilig und würde eine Zweitmeinung in einer Klinik einholen.


    Alles Gute für euch.

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  • Danke Euch.


    Bisher anhand der Werte, aber ich hab schon mit drei Tierärzten gesprochen :(

    Ich hab noch ein bisschen Hoffnung, dass die Leukos im Urin auf "nur" Blasenentzündung schließen lassen ...

    Gut, das erklärt den SDMA nicht.


    Wenn ich gleich die Blutwerte abgeholt hab, kann ich sie hier mal rein stellen. Bisher hab ich das alles nur telefonisch.

    Wirklich Aufschluss gibt wohl die Urinuntersuchung, wie sehr (und ob) die Nieren geschädigt sind.

    Davor hab ich gerade ziemlich Angst :(

  • Freki hatte CNI. Sie hat damit - obwohl sie eine alte Hündin war und in der Zeit mehrere Tumor-OPs (die ja nicht gerade ideal sind bei einer chronischen Erkrankung) durchmachen musste - noch fast zwei Jahre mit guter Lebensqualität gelebt. Mit Nierendiät und irgendwann Medikamenten. Aber sie hatte noch viel Freude am Leben.


    Wenn ein Hund mit CNI Nierendiät hält und gut medikamentös eingestellt ist, sind oft noch so einige Jahre drin 😊


    Ich wünsche Lucy gute Besserung und dass ihr die Nierendiät schmeckt 😊

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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  • Danke ...

    Es fühlt sich einfach so falsch an.

    Sie ist munter, ein Clown und hat so einen Spaß am Unfug machen, dass mir einfach schwer fällt, zu wissen, dass sie so krank ist.

    Der Rüde meiner Freundin hatte die Diagnose mit fast 6 bekommen und ist nun 12.

    Eine Bekannte hatte die Diagnose für ihren Hund mit 2 Jahren und nun wird er 8.

    Und an die Gegenbeispiele will ich einfach nicht denken.

  • Meine Hündin hat selbst von der CNI nichts bemerkt, solange es nicht richtig schlimm wurde. Sie war aktiv und lebensfroh. Es geht dem Hund bei entsprechender Ernährung und evtl. Medis tatsächlich ja auch gut. Außerdem ist Lucy viel jünger und vermutlich auch fitter als meine alte Madame war, denke ich, also drücken wir euch einfach mal alle Daumen und Daumenkrallen dass sie noch eine lange schöne Zeit bei dir hat 😊


    Und noch als kleiner Trost und Hoffungsschimmer - ich hab in Foren auch schon von Hunden gelesen die über 10 Jahre mit der CNI weiter gelebt haben!

  • Seit wann wird die Schilddrüse eingestellt?


    Habt ihr darüber gesprochen, dass Schilddrüse und Nieren ein sehr komplexes Zusammenspiel haben und sich gegenseitig beeinflussen?


    Versteh mich nicht falsch. Ich bin keine Tierärztin.

    Ich hatte selbst einen 3-jährigen Berner in Pflege, bei dem die Niereninsuffizienz erst bei der Obduktion ans Licht kam. Ich halte eine CNI in dem Alter keineswegs für ausgeschlossen, aber ich nach meinen leidlichen Erfahrungen mit Ebby bin ich überzeugt davon, dass viele niedergelassene Tierärzte sich nach ihrem Studium nicht mehr viel Zeit nehmen (können?) für neuere Erkenntnisse und gerade den Einfluss der SDU auf die Werte würde ich schon nochmal mit jemandem besprechen, der da wirklich die neuesten Erkenntnisse kennt.


    Ebby hatte übrigens über Jahre hinweg einen Kreatininwert genau im obersten Grenzbereich. Gesunken ist der bei ihr (früher muskulös und durchtrainiert) erst im Alter.


    Ich würde die Werte vollständig an die Ärztin übermitteln, die die Schilddrüse eingestellt hat und da nochmal um Rücksprache bitten.


    Ich drücke euch fest die Daumen, dass die Urinuntersuchung euch weiterbringt.


    Bitte mach dir keine Vorwürfe, egal ob CNI oder nicht.

  • An der Schilddrüse bin ich seit letzten März dran. Da waren die Werte aber noch so grenzwertig, dass erst bei einer Kontrolle im Frühsommer dann die Diagnose SDU gestellt werden konnte. Mit Forthyron ging es ihr schnell besser, aber der T4 zog nicht an, daher immer wieder Dosiserhöhungen.

    Im Mai 20 hatten wir da erstmalig den Krea mitbestimmen lassen und er war 118.

    Seit April 21 (da waren wir bei der TÄ für Schilddrüse und Verhalten) bekommt sie Leventa 0,35ml (entspricht 350mg zwei mal tgl.)

    Das 1. Blutbild wurde am 23. April gemacht (also 14 Tage nach der Umstellung auf Leventa).

    Die Schilddrüsen-TÄ riet daraufhin auch zu dem proteinreduzierten LambPack.

    Jetzt bei der Kontrolle hatten wir gehofft, dass sich was an den Werten tut ...

    Ich geb ja gleich Urin ab und wenn ich das Ergebnis habe, dann schicke ich ihr alle Werte zusammen. Das macht vermutlich am meisten Sinn.

    Das Gute ist, dass sie mit meiner Praxis zusammen arbeitet. Die haben schon mal wegen Lucy telefoniert, das gibt mir ein gutes Gefühl bei der Sache.

  • Über das Zusammenspiel der Blutwerte und die Aussagekraft und die Diagnosen möchte ich nichts mutmassen!

    Ich würde bei einem so jungen Hund allerdings einen echten Spezialisten aufsuchen. Das ist ja nichts, was morgen sein muss.

    Wir sollen jetzt auf alle Fälle Nierendiät füttern, da Lucy ja erst 3 Jahre ist und ein Berner(-Mischling).

    Vor einem Jahr war der Krea noch 118 ...

    Ich weiss, dass ist immer das erste, was TÄ empfehlen und es ist ja auch "richtig". Leider aber auch falsch.

    Mein Hund hat nach einer Vergiftung in 2018 einen Nierenschaden (er musste reanimiert werden....ect...) Da war er 12,5 Jahre alt.

    Jetzt wird er im September 15 und "ausser alt" hat er keine Beschwerden, er ist lebensfroh und es geht ihm gut.


    Ich habe natürlich auch erstmal "Nierenfutter" gekauft und habe das IMMER hier. Von Vetconcept. Das finde ich wirlich auch richtig gut!


    ABER!, wenn ich meinen Hund ausschliesslich damit so füttere, dass er nicht abnimmt, dann erhält er mehr Protein als in seinem Stadium der CNI gesund wäre. Würde ich genau das füttern, was auf der Packung steht, dann wäre es zu wenig Protein.

    Ich habe dann nach Anweisung der TÄ mit Kartoffeln das Futter "gestreckt". Ansonsten hätte er die doppelte bis dreifache Menge erhalten müssen, um nicht abzumagern. Und damit wäre er mit mehr Protein versorgt worden als beim "normalen Barf" vorher...

    Adas Futter selbst zusammenzustellen.

    Also habe ich angefangen zu recherchieren, in Foren nachgefragt...das übliche halt. Und währenddessen, bekam der Hund das Fertigdiätfutter.

    Um da durchzusteigen, habe ich 10 Bücher gelesen, 100 Listen verglichen und und und....

    Letztlich, ist es, wie immer, einfach, wenn man weiss worauf es ankommt.


    Und worauf kommt es an?

    IMMER muss im ersten Schritt, der Phosphatgehalt der Nahrung gesenkt werden.

    -Also keine Knochen mehr und beim Supplement darauf achten, dass es Phosphat eher bindet.

    -Protein für den Hund ganz individuell errechnen (ist ähnlich anspruchsvoll, wie den BMI beim Menschen zu errechnen)

    -Protein NIE!!! unter der Mindestmenge füttern!

    -Immer auf den Fettgehalt achten, hier ist Schweinefleisch oft einfach sehr günstig, oder man fügt halt Fett zu magerem Fleisch zu.

    Ich bleibe da bei dem für Barf emfpohlenen mindestens 15% Fett bis 20%. Und ich muss eigentlich für alle Hunde fast immer Fett zufügen, weil ich fast nur mageres Fleisch zu kaufen bekomme...

    Getreide ect....gibt es hier Reis oder über nacht gewässerte Kartoffeln (um den Kaliumgehalt niedrig zu halten). Beim Obst und Gemüse habe ich mich an die Empfehlungen für Menschen gehalten, das ist oft etwas widersprüchlich zu dem was "Barfer" empfehlen, aber das ist nicht Rede wert. Das spielt keine Rolle bei der Futterzubereitung.


    Dann hatte ich immer ein Theater mit meiner wirklich fantastischen TÄ!

    Bei jeder BE- Schwankung war MEIN Futter schuld.

    Ich habe dann den Hund 6 Monate ausschliesslich mit dem gekauften Nierendiätfutter gefüttert, weil sie meinem Mann ins Gewissen geredet hat und ich nur das beste für meinen Hund will. Und gekauftes Futter mag er und verträgt er und ich finds zwar teuer, aber es ist auch einfacher.


    Die Blutwerte wurden NICHT besser! Sondern etwas schlechter...

    Ich habe nur noch das Nassfutter des gekauften Nierendiätfutters gefüttert um auszuschliessen, dass es am Trockenfutter liegt.

    Die Werte blieben "stabil" -NICHT SO GUT.


    Dann habe ich wieder umgestellt: und wirklich ausnahmslos das Diätfutter selbst hergestellt. Keine sonstige Veränderung.

    Die Blutwerte verbesserten sich auf die Ausgangswerte.

    Die TÄ hat sich gefreut wie bolle, ich mich auch.


    Ich meine nicht, dass man das so machen muss, aber ich empfehle: RECHNE nach!, was der Hund an Protein bekommen muss-darf und sollte, und was er mit dem Fertigfutter tatsächlich bekommt!

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