Junghund „rastet“ bei Hundebegegnungen aus

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    Mein 5,5 Monate alter Rüde flippt völlig aus sobald er andere Hunde sieht. Inzwischen löst das bei mir schon regelrecht Stress aus weil ich immer die Umgebung abscanne und Freilauf dadurch kaum möglich ist.


    Ich habe während der Welpenzeit nie Leinenkontakt zu anderen Hunden zugelassen. Durch die Corona-Situation gab es leider keine Spiel-/Sozialisierungsstunden in der Hundeschule, so dass er die ersten Wochen/Monate nur sehr reduziert Kontakt zu anderen Hunden hatte und dies gelegentliche private Treffs auf einer Wiese waren.

    Der Radius ab dem er für mich nicht mehr ansprechbar ist, ist m.E. extrem groß. Also nicht 10-15 m sondern schon deutlich früher.


    Jetzt frage ich mich ob das vielleicht sogar total falsch war weil er jetzt zu jedem Hund rennen will den er sieht oder zu wenig weil er seinen „Hundebedürfnissen“ nicht nachkommen konnte?


    Er fängt – sobald er einen anderen Hund erblickt - sofort an, an der Leine zu ziehen, stemmt sich ins Geschirr wie ein Schlittenhund und hüpft wie ein Flummi (wenn wir vorbei müssen.)


    Von unserer Trainerin habe ich den Tipp bekommen ihn um- bzw. abzulenken aber das klappt nur sehr mäßig und nicht immer kann ich den großen Radius einhalten bzw. manchmal geht es eben nicht anders und kann keinen anderen Weg einschlagen.

    Wenn der andere Hund noch sehr weit weg ist, schaffe ich es noch, dass er mich zumindest ganz kurz anschaut aber ich kann seine Aufmerksamkeit nicht bei mir behalten, der andere Hund übt einen so großen Reiz auf ihn aus, dass er sich sofort wieder abwendet und nach vorne preschen will.


    Ich weiß langsam nicht mehr weiter. Zum einen ist es totaler Stress für ihn und für mich ebenfalls. Auch ist einfach entspanntes Spazieren nicht möglich – inzwischen fahre ich immer an irgendwelche abgelegenen Orte wo die „Gefahr“ geringer ist, dass wir jemandem begegnen. Und er wird noch größer/schwerer und die 20 kg zwar noch zu halten aber es ist eben kein Zustand.

  • Da kannst du nur mit einem Trainer vor Ort dran arbeiten. Wenn die einzige Lösung deines Trainers lautet "ablenken", dann würde ich mir einen anderen Trainer suchen.

  • Ich habe während der Welpenzeit nie Leinenkontakt zu anderen Hunden zugelassen. Durch die Corona-Situation gab es leider keine Spiel-/Sozialisierungsstunden in der Hundeschule, so dass er die ersten Wochen/Monate nur sehr reduziert Kontakt zu anderen Hunden hatte und dies gelegentliche private Treffs auf einer Wiese waren.

    Der Radius ab dem er für mich nicht mehr ansprechbar ist, ist m.E. extrem groß. Also nicht 10-15 m sondern schon deutlich früher.


    Jetzt frage ich mich ob das vielleicht sogar total falsch war weil er jetzt zu jedem Hund rennen will den er sieht oder zu wenig weil er seinen „Hundebedürfnissen“ nicht nachkommen konnte?

    Ich lasse den Erstkontakt sogar nur an der Leine zu. Zum einen kann man schnell eingreifen, falls es nicht passt, zum anderen bin ich überhaupt kein Freund davon, wenn unangeleinte Hunde wie Kometen aufeinanderprallen. Ableinen kann man ja immer noch und gleichzeitig lernt der Hund die Leinenverträglichkeit.


    In Deiner jetzigen Situation würde ich - neben der Hundeschule - ganz aktiv in Gebiete gehen, wo Du sogar sehr viele angeleinte Hunde triffst (natürlich nur, wenn Du es Dir zutraust - vllt. auch mit menschlicher Begleitung, da fühlt man sich selbst oft schon etwas sicherer). Ich mache es bei den jungen Hunden oft so, dass ich an Hundeausläufen vorbei spaziere. Ich gehe aber nicht rein. Ich nutze sie um meinem Hund beizubringen, dass ich der Star der Runde bin und wir total viel Spaß haben ohne andere Hunde anzupöbeln. Da ergibt sich manchmal auch die ein oder andere Begegnung mit ruhigen Vertretern und verständnisvollen Menschen. Auch Spaziergänge durch die Stadt bringen eine Menge Souveränität. Oft sind die Hunde auch schon ein wenig ruhiger, wenn man sie vor dieser Art Kopftraining körperlich ein wenig fördert. Leckerli in der Tasche hab ich auch immer dabei. Und Halsband statt Geschirr.


    Gibt bestimmt viele andere Meinungen, aber bei uns funktioniert es jedenfalls gut.

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  • Wir haben ab kommender Woche endlich mal Gruppentraining (in einer anderen Hundeschule – nicht bei besagter Trainerin) und hoffe, dass wir auch da endlich aktiv an dem Thema arbeiten können.

    Ich war dort schon auch 2x zum Einzeltraining weil mir die andere Trainerin in manchen Bereichen eben auch nicht zusagt bzw. ich mit ihrer Einstellung nicht klar komme und anderer Meinung bin.


    Ich war vor wenigen Wochen mal in einer anderen Hundeschule. Dort war es aber auch reines Training und das war überhaupt nichts für uns. Es war eine Welpenstunde und die Hunde durften überhaupt nicht frei laufen und zu keiner Zeit Kontakt miteinander haben, die Situation hat meinen total überfordert. Er hat sich hingelegt, gefiepst um dann gleich wieder wie eine Rakete in die Leine zu sprinen. War 0 ansprechbar. Es war überhaupt nicht daran zu denken, dass er irgendwelche „Übungen“ macht. Ich war nach der Stunde völlig durch.


    Hundebegegnungen beim Gassi sind oft schwierig – hier bräuchte es m.E. einen souveränen Hund und Halter als Partner, die ruhig bleiben.

    Nicht irgendwelche Hunde an der Flexi, oder Kläffer oder welche die ihn auch total fixieren.

  • Ich lasse den Erstkontakt sogar nur an der Leine zu. Zum einen kann man schnell eingreifen, falls es nicht passt, zum anderen bin ich überhaupt kein Freund davon, wenn unangeleinte Hunde wie Kometen aufeinanderprallen. Ableinen kann man ja immer noch und gleichzeitig lernt der Hund die Leinenverträglichkeit.

    Das widerspricht so völlig allem was man so hört, liest etc.
    Nicht böse gemeint!

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • ch war vor wenigen Wochen mal in einer anderen Hundeschule. Dort war es aber auch reines Training und das war überhaupt nichts für uns. Es war eine Welpenstunde und die Hunde durften überhaupt nicht frei laufen und zu keiner Zeit Kontakt miteinander haben, die Situation hat meinen total überfordert. Er hat sich hingelegt, gefiepst um dann gleich wieder wie eine Rakete in die Leine zu sprinen. War 0 ansprechbar. Es war überhaupt nicht daran zu denken, dass er irgendwelche „Übungen“ macht. Ich war nach der Stunde völlig durch.

    Ich würde überhaupt kein Gruppentraining aktuell machen, das überfordert deinen Hund. Ihr braucht Einzeltraining.

  • Das widerspricht so völlig allem was man so hört, liest etc.
    Nicht böse gemeint!

    ;) Ja ich weiß. Ein großer Wandel in den letzten Jahren. Das bekomm ich vor allem bei mir zu Hause mit (hab ich mich bereits in einem anderen Thread schon ausgeheult - viele unangeleinte Hunde und Besitzer die sich und ihren Hund beim Thema kontrollierte Begegnungen an der Leine in ihrer persönlichen Freiheit beschnitten sehen).


    Dafür hab ich keinen Leinenpöbler und hatte mit dieser Methode auch noch keine Beißereien. :ka: (Soll sich keiner angegriffen fühlen, deswegen kurze Ergänzung: Kenne auch coole Hunde, die ohne Leine an uns vorüber schlendern, aber das weiß man ja erst hinterher)


    Also es gibt sicherlich viele Wege, die nach Rom führen, aber - wie schon gesagt - ich bin damit bisher gut gefahren. Hängt aber natürlich auch immer von dem Charakter des Hundes und natürlich auch dem des Besitzers ab.

  • ch war vor wenigen Wochen mal in einer anderen Hundeschule. Dort war es aber auch reines Training und das war überhaupt nichts für uns. Es war eine Welpenstunde und die Hunde durften überhaupt nicht frei laufen und zu keiner Zeit Kontakt miteinander haben, die Situation hat meinen total überfordert. Er hat sich hingelegt, gefiepst um dann gleich wieder wie eine Rakete in die Leine zu sprinen. War 0 ansprechbar. Es war überhaupt nicht daran zu denken, dass er irgendwelche „Übungen“ macht. Ich war nach der Stunde völlig durch.

    Ich würde überhaupt kein Gruppentraining aktuell machen, das überfordert deinen Hund. Ihr braucht Einzeltraining.

    Danke, sehe ich auch so...


    Wenn mein Hund mit der Anwesenheit anderer Hunde überhaupt gar nicht klarkommt schleppe ich ihn nicht in eine Gruppenstunde.

    Wie soll das denn funktionieren? Wenn du schon ein Problem hast in großer Distanz an einem anderen Hund vorbeizugehen, wie soll dein Junghund dann mit mehreren gleichaltrigen Hunden (die häufig auch sehr aufgeregt sind) auf einem Hundeplatz "funktionieren"?


    Ich denke auch, dass Einzeltraining erstmal klasse wäre und am besten wenn der Trainer selbst einen souveränen Althund organisieren kann, der deinen Junghund gelassen nimmt und nicht auf seine Unruhe eingeht.


    Du musst ja erstmal einen Fuß in die Tür bekommen und nicht direkt mit der Tür in's Haus fallen ;)

  • Liebe @Splitterherz , ich möchte Dir ein bisschen den Druck nehmen, dass Du etwas versäumt oder falsch gemacht hast bei dem Thema.

    Unsere "Kleine" etwas über 6 Monate alt lebte als Übriggebliebene bis zur 13. Woche im Rudel mit 3 erwachsenen, noch 2 Geschwistern und mit regelmäßigem Besuch von erwachsenen Hunden.

    Kam dann zu uns zu 2 erwachsenen Hündinnen. Es gab also quasi keinen Tag ohne zahlreiche Hundekontakte.

    Und trotzdem findet sie fremde Hunde mega spannend, ist schwer ansprechbar und sieht die potenziellen Spielkameraden schon auf ewig weite Entfernung. Gut, sie ist kontrollierbar, aber nur an der Leine und die ist bei weitem noch nicht locker. Freilauf bei Hundesichtung traue ich uns auch nicht zu.

    Es sind halt junge Hunde, für die die Welt an allen Ecken Spannung und Abenteuer bereit hält.

    Lange Rede, wenig Sinn: der "Fehler" liegt glaube ich nicht an zu wenig Kontakten, sondern an der coronabedingten fehlenden Anleitung in den letzten Wochen bei Euch. Und eine reine Spielstunde, wie Du sie Dir für Euch wünschst, würde die Sache meiner Meinung nach nur noch verschlimmern. Dann sind Hunde für Deinen Drops nicht nur aufregend, sondern generell Spielkameraden, mit denen man herrlich zocken kann.

    Ich gehe mit unserer in eine Junghundestunde in der nur in Ausnahmefällen gespielt wird. Mir geht es rein darum, daß sie sich auch unter Hundeablenkung auf mich konzentriert.

    Grüßle Kirsten

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