Hinlegen bei Hundebegegnungen

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    Hallo ihr lieben :winken:


    mein Golden Retriever Loki ist jetzt 9 Monate alt, ein Rüde und mein erster Hund.


    Vom Wesen her ist er ein sehr lieber, verschmuster, anhänglicher und sensibler Hund.

    Keineswegs Aggressiv ggü. fremden Hunden oder Menschen.

    Er denkt, dass alle seine Besten Freunde sind.


    Quasi von Anfang an hat er sich bei Hundebegegnungen flach auf den Boden gelegt, gewartet und sobald die Hunde auf unserer Höhe waren ist er losgesprungen.

    Wenn er dann losspringt, will er definitiv spielen. Er meint es auf jeden Fall nicht böse.


    Da er mein erster Hund ist und ich auch noch viel lernen muss(te), habe ich das als er ein Welpe war akzeptiert.

    Ich habe damals auch leider "spielen" an der Leine erlaubt und fremde Menschen duften ihn auch streicheln.


    Als er dann aber ca. 4 Monate war habe ich den Menschenkontakt und den Hundekontakt an der Leine komplett abgeschafft.

    Bis heute ist das auch so geblieben.

    Wenn wir zb. im Wald auf einen Hund treffen, kommt er direkt an die Leine.

    (Die Schleppleine lasse ich immer fallen, mache sie aber nie ganz weg)


    Leider kommt es aber fast jeden Tag dazu, dass freilaufende Hunde auf uns zu rennen.

    Er wurde auch schon öfter gezwickt. Vielleicht hat das auch damit etwas zu tun?


    Wenn uns Hunde an der Leine entgegen kommen versuche ich diese zu sehen bevor er sie sieht und lenke ihn dann ab.

    Mit Leckerli, mit Superleckerli, mit Stöcken (die liebt er), mit sprechen, Kommandos, einfach weiterlaufen und gar nichts sagen, alles Mögliche habe ich versucht.

    Nichts hilft. Er lässt sich einfach nicht ablenken und legt sich hin, egal ob wir 500 oder 1m entfernt sind.


    Wenn er sich dann hingelegt hat, ist es unmöglich ihn wieder zum Aufstehen zu bringen.

    Manchmal klappt es ihn ein bisschen am Geschirr hoch zu „ziehen“. Natürlich nicht stark.

    Aber zu 98% bleibt er solange liegen bis die Hunde bei uns ankommen und springt dann los.

    Mir bleibt dann nichts anderes übrig als zu warten.


    Mit ziehen kommt man bei einem 37 kg Hund der sehr stur ist auch nicht weiter.

    Er legt sich dann einfach auf die Seite und chillt ne Runde ;)

    Ihm es unbequem zu machen habe ich auch versucht.

    Es interessiert ihn null.


    An manchen Tagen hat er dann aber wieder gar kein Interesse.

    Er will dann schon hin, aber ist noch ansprechbar und lässt sich ablenken.


    Den Hunden aus dem Weg gehen, in die andere Richtung laufen oder ähnliches, will ich nicht.

    Da ich der Situation nicht aus dem Weg gehen will. Ich will mit ihm daran ja arbeiten.


    Vielleicht habt ihr mir Tipps was ich noch alles versuchen kann

  • Quasi von Anfang an hat er sich bei Hundebegegnungen flach auf den Boden gelegt, gewartet und sobald die Hunde auf unserer Höhe waren ist er losgesprungen.

    Das ist ein extrem unhöfliches Verhalten, das du ihm wirklich dringend abgewöhnen solltest, bevor er mal an den falschen Hund gerät.

    Manchmal klappt es ihn ein bisschen am Geschirr hoch zu „ziehen“. Natürlich nicht stark

    Wenn es mit "nicht stark" ziehen nicht funktioniert, müsstest du eben doch mal "stark" versuchen - es kann ja nicht angehen, dass dein Hund sowas einfach aussitzt und du nichts dagegen tust. Hier würde ich wirklich mehr als deutlich werden. Idealerweise solltest du diese Situation aber einfach vermeiden:

    Den Hunden aus dem Weg gehen, in die andere Richtung laufen oder ähnliches, will ich nicht.

    Solange du diese Situationen nicht händeln kannst, solltest du das aber. Je öfter er mit diesem Verhalten durch kommt, desto mehr manifestiert sich das ja. Es ist auch dem Hund gegenüber nur fair, wenn du mit zunächst mit ausreichend Abstand trainierst und ihm ein Alternativverhalten zeigst, bevor er überhaupt in Versuchung kommt sich hinzulegen. Kennt er ein Markerwort oder einen Clicker? Du kannst mal "Zeigen & Benennen" in der Forensuche eingeben, das wäre zum Beispiel eine Möglichkeit, sich der Sache zu nähern.


    Mit ziehen kommt man bei einem 37 kg Hund der sehr stur ist auch nicht weiter.

    Nichts für ungut, aber hast du dich hier vielleicht vertippt? Das scheint mir ganz schön viel für einen gerade mal 9 Monate alten Junghund - unsere ausgewachsenen Hovawarte haben ja weniger! (Das könnte dann auch ein Punkt sein, wo man noch ansetzen könnte... ;-) Nicht bös gemeint!)

  • Ich würde das Hinlegen unterbinden, notfalls auch sehr nachdrücklich. (Eine Möglichkeit ist z.B., den Schuh unter den Hund zu schieben und ihn so 'hochzuhebeln'.)


    Dieses Hinlegen und Anstarren des anderen Hundes ist arg, arg unhöflich bei innerartlicher Hundekommunikation und kommt bei sehr vielen fremden Hunden nicht nett oder als Spielbedürfnis an, sondern als Bedrohung bzw. Belauern. Das ist zum einen für deinen Hund nicht schön, wenn er unhöfliches Verhalten weiter verfestigt, und kann zum anderen auch zu wirklich doofen Situationen führen, wenn ein anderer Hund, der in dem Moment nicht gut unter Kontrolle steht, darauf entsprechend 'antwortet'...


    Gleichzeitig würde ich aber Hundekontakte grundsätzlich etwas anders angehen – entweder du blockst mehr Hunde weg, damit nicht ständig freilaufende Hunde zu deinem kommen und der gar nicht erst in der Situation landet, dass er glaubt, er müsse dieses Hinlegen als Konfliktvermeidungsstrategie zeigen, oder du weichst weiter aus/kommunizierst deutlicher mit den anderen Haltern. Was davon bei dir umsetzbar ist, weißt du selbst am besten :smile:, aber so generell würde ich an a) ausgewählte, gute Kontakte, b) Ansprechbarkeit des eigenen Hundes bei Sichtung von anderen Hunden, c) höflich-neutrales Verhalten und kontrollierbare Aufregung arbeiten.

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  • Ich würde ihm schon vorher helfen. Er wird sich schon so früh angewöhnt haben sich platt abzulegen und zu starren, aus Unsicherheit. Tatsächlich ist das super unhöflich und provokant aus Hundesicht.


    Du musst also in die Lage kommen die Situation und Deinen Hund zu überblicken, bevor er sich hinschmeißt. Wähle Distanzen größer, laufe Bögen, fordere ihn viel früher auf zu Dir in Kontakt zu gehen. Du siehst die Situationen nicht kommen, sondern auf Euch zukommen und gibst ihm dadurch wenig Sicherheit und wenig Angebote, wir er sich stattdessen verhalten kann.


    Hast Du denn eine Idee, wie Hunde sich in Begegnungen verhalten, wenn sie sie gut lösen können? Wie sie nett sagen "bleib weg!" oder "komm ruhig näher!" und die Momente dazwischen? Was tut Dein Hund bevor er sich hinlegt?


    Hilf ihm jetzt sich angemessen in Hundebegegnungen zu verhalten, sonst wird er eher früher als später richtig blöde Erfahrungen machen und die Goldies sind ja eh nicht so sehr für Souveränität, sondern eher für Unsicherheit anderen Hunden gegenüber bekannt.

  • Den Hunden aus dem Weg gehen, in die andere Richtung laufen oder ähnliches, will ich nicht.

    Da ich der Situation nicht aus dem Weg gehen will. Ich will mit ihm daran ja arbeiten.

    Training funktioniert vor allem dann gut, wenn der Hund nicht ständig Fehler machen muss (also, nicht ständig das Verhalten zeigen muss, dass du nicht haben willst).

    Das heißt, wenn euch jemand auf einem engen Weg entgegen kommt und du weißt, dass du nicht genug Abstand halten kannst, damit dein Hund ansprechbar bleibt, dann ist es absolut sinnvoll, umzudrehen und die Situation zu vermeiden.

    Das kannst du natürlich auch von der Tagesform abhängig machen.

    Hast du irgendwo Orte, an denen du großzügig Abstand halten kannst?

    Quasi von Anfang an hat er sich bei Hundebegegnungen flach auf den Boden gelegt, gewartet und sobald die Hunde auf unserer Höhe waren ist er losgesprungen.

    Wenn er dann losspringt, will er definitiv spielen. Er meint es auf jeden Fall nicht böse.

    "Böse" ist es sicher nicht. Respektlos und rüpelhaft aber schon, zumindest wird es bei den meisten Hunden so ankommen.

    Wenn uns Hunde an der Leine entgegen kommen versuche ich diese zu sehen bevor er sie sieht und lenke ihn dann ab.

    Mit Leckerli, mit Superleckerli, mit Stöcken (die liebt er), mit sprechen, Kommandos, einfach weiterlaufen und gar nichts sagen, alles Mögliche habe ich versucht.

    Dinge vor ihm sehen und ihn ablenken ist kein wirkliches Training, sondern Management der Situation. Management kann auch mal sinnvoll sein (wenn du der Situation zB nicht ausweichen kannst und weißt, er zeigt das Hinlegen+Losspringen sonst auf jeden Fall). Aber dauerhaft was ändern wird es nicht, wenn er den Reiz wegen Ablenkung gar nicht wahrnimmt. Das hat keinen Lerneffekt für inn.

    Nichts hilft. Er lässt sich einfach nicht ablenken und legt sich hin, egal ob wir 500 oder 1m entfernt sind.


    Wenn er sich dann hingelegt hat, ist es unmöglich ihn wieder zum Aufstehen zu bringen.

    Ich würde den Fokus darauf legen, das Ablegen im Voraus zu verhindern. Also zB Griff ins Geschirr und zügig weitergehen. Wenn er dann mitkommt -> Loben.


    Was auch immer hilfreich sein kann, ist sich Trainingspartner dazuzuholen, die dann so reagieren, wie es für euch hilfreich ist. Zum Beispiel erstmal nur rumstehen mit ihrem Hund, damit du in genügend Abstand mit ihm üben kannst.

    Der Prozess wird so oder so sicher nicht ganz einfach, weil er das Verhalten jetzt lange festigen konnte.


    Das:

    Leider kommt es aber fast jeden Tag dazu, dass freilaufende Hunde auf uns zu rennen.

    Er wurde auch schon öfter gezwickt. Vielleicht hat das auch damit etwas zu tun?

    Ist natürlich richtig blöd und wird bestimmt nicht helfen bei eurer Problematik. Was man da tun kann (blocken etc) können bestimmt andere hier besser erklären. Als eine Lösung bietet sich aber immer an, den anderen HH zu sagen, dass deiner ansteckend ist. Zwingerhusten, Flöhe, such dir was aus :D Einige rücksichtslose HH können dann auf einmal doch ihre Hunde einsammeln.


    Viel Erfolg beim Training wünsche ich dir/euch auf jeden Fall! :)


    Edit: Jetzt kamen in der Zwischenzeit einige Antworten dazu. Sorry, falls was doppelt ist :headbash:

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • wenn es erstmal als Übergangslösung nur darum geht das hinlegen zu vermeiden

    Hilft vermutlich Hund rechtzeitig ins Sitz zu schicken und am Halsband gut festhalten

    Im Prinzip müsste deine Kraft reichen das hinlegen nicht mehr geht


    Bei meinem Hund hat gegen "festlegen" und da wiegt man spontan mindestens 100kg Zement

    Die sehr gemeine Lösung geholfen sehr sanft so zu "stubsen" das er fast denkt ich kugele ihn auf

    Den Rücken. ;)



    Diese derart liegenden Hunde signalisieren für die meisten "Angriff"

    Ob das dann ernst gemeint oder nur ein "spielangriff" ist liegt im ermessen des Empfängers


    Meide solche Situationen möglichst

    Such dir trainingsunterstützung

    Und lass deinen Hund lernen und üben es "richtig" zu machen


    Auf keinen Fall eine verhaltensoption abtrainieren

    Ohne gleichzeitig eine entsprechende Alternative aufzubauen

    Nichts ist schlimmer als ein planloser Hund


    Hm,doch, einer mit nem schlechten Plan ;)

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