Hundekontakte aufbauen - wie weiter?

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    Vespa hat ja etwas Mühe mit Hundekontakten. Sie löst das oft erst mit rennen und manchmal penetranten Spielaufforderungen. Je nach Hund gibt das Ärger oder blödes hochdrehen, weshalb wir unpassende Kontakte vermeiden. Wir hatten nun länger keine passenden souveränen Hundefreunde die regelmässig Zeit haben mehr und im Winter war auch die (gut geführte) Kontaktgruppe zu. Ich hab nun einen neuen Anlauf gestartet und wir machen Hundedating. Mögt ihr mitdenken?


    Heute Spaziergang mit Riesenschnauzer. Er anfangs aufgeregt, hübsches Riesenviech, wir hatten beide eher lang an der Leine und Kontakt vermieden, dann ab und an kurzes Kontaktaufnehmen zugelassen. Vespa meist voraus an der Schlepp, sehr entspannt. In kleinen Kontaktsituationen schafft es Vespa sich zu mir zurückzuziehen wenn sie unsicher ist statt zu rennen. Als beide im Freilauf waren, rannte Vespa nach einem Moment zu ihm, kriegte dann da einen Unsicherheitsanfall, rennt Kreise, er hinterher und massregelt sie ziemlich laut. Vespa daraufhin sehr ängstlich und klebte nur noch an mir für die nächste Stunde. Auch wenn er an der Leine war.


    Was denkt ihr? Potential? Oder lass ich es? Ich hatte kein so tolles Gefühl, aber denke, wenn sie etwas cooler ihm gegenüber wäre, wäre er ein netter und gelassener Kerl.


    Unser nächstes Date wird eine zwar junge und energiegeladene Vizslahündin, aber die ist sehr selbstsicher und bleibt im Zweifelsfall stehen. Kann mir vorstellen, dass es geht.


  • Kannst du deinen Hund rausholen, bevor sie einen "Rappel" bekommt?


    Geht der RS auch zu ihr hin? Wenn nicht, würde ich evtl. den erst frei lassen und deine an der Schlepp, damit sie ihm zwar folgen kann und mit ihm gemeinsam schnuppern, aber nicht "hohldrehen".


    (Ich kenne deinen Hund nicht, vielleicht war die Zurechtweisung auch gut und sie nähert sich jetzt höflicher wieder an. Das kannst nur du einschätzen, ob du das noch mal probieren magst, bzw. wie schlimm sowas für sie ist)

  • Puhhh,

    an und für sich finde ich den Ansatz nicht verkehrt, ABER sowas braucht Zeit. Sicherheit und Vertrauen brauchen Zeit, das merkst du ja an ihrer Reaktion, es war zuviel zu früh.


    Ich würde lieber auch gar keinen direkten Kontakt zulassen. Das heißt nicht, das sie dabei nix mitnimmt. Sie schaut wie der andere reagiert, es wird zusammen gelaufen, auch mal geschnüffelt, sie hat Zeit den anderen Hund und seine Reaktionen, Mimik,... zu beobachten. Das passiert ja ganz nebenbei. Und das schafft Sicherheit, weil man ganz nebenbei lernt das Gegenüber besser einzuschätzen und damit kommt automatisch mehr Ruhe rein. Und mit der Fülle solcher positiven Erfahrungen wächst auch die Sicherheit.


    Heute hat sie einfach nur eine doofe Situation mehr erlebt, das wird das sein, was hängen bleibt.


    Ob das Potenzial hat hängt von den beiden Haltern ab. Vespa sollte nicht in die Situation kommen den Konflikt mit hampeln lösen zu müssen und der andere hat dann natürlich nicht zu maßregeln, da bedarf es bei beiden Hunden Unterstützung.


    Aus sowas entsteht ja auch kein Spiel,... es ist Stress, den sie eben auf ihre Art löst.


    Ich würde dem und somit auch Vespa viel mehr Zeit geben, wenn sie freie Interaktion so überfordert, würde ich es bei Leinengassi belassen, damit sie sich dort in Ruhe mit ihrem Gegenüber auseinandersetzen kann und das am Ende auch für sich positiv verbuchen kann. Dafür braucht es keinen Freilauf, das kommt je nach Hund später.


    Bei manchen reicht 10min Leinengassi und gut ist, aber anderen dauert es teils viele viele treffen, gerade wenn sie so unsicher ist. Und ein Hund, den Dynamik triggert erleichtert es ihr natürlich nicht, das kippt das sehr schnell in eine negative Erfahrung, die sie ja eben nicht haben sollte.

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  • Kannst du deinen Hund rausholen, bevor sie einen "Rappel" bekommt?


    Geht der RS auch zu ihr hin? Wenn nicht, würde ich evtl. den erst frei lassen und deine an der Schlepp, damit sie ihm zwar folgen kann und mit ihm gemeinsam schnuppern, aber nicht "hohldrehen".


    (Ich kenne deinen Hund nicht, vielleicht war die Zurechtweisung auch gut und sie nähert sich jetzt höflicher wieder an. Das kannst nur du einschätzen, ob du das noch mal probieren magst, bzw. wie schlimm sowas für sie ist)

    Wenn ich Kontakt an einer Leine zulasse (nur geplant), dann kann ich sie rausholen bevor sie wirklich hochdreht. So arbeiten wir ganz gern, vorallem anfangs. Das sah heute eigentlich auch gut aus, beide haben sich ab und an angenähert. Als er mal reklamierte, kam sie sofort zu mir. Ich hatte den Eindruck, sie hatte recht schnell ziemlich Respekt/Angst vor ihm, war aber durchaus interessiert. Nachdem sie so easy vorauslief und keine Kontaktversuche unternahm, hatte ich Freilauf gewagt.

    Im Verlauf des restlichen Spaziergangs war er teils frei und sie frei aber an meiner Seite klebend. Wenn er sich nähern wollte, bekam sie Angst und versteckte sich sofort. Ab und an, wenn er abgelenkt war, ging sie dann aber vorsichtig hinter ihm anriechen. Wenn er zu ihr wollte und sie Angst hatte und sich hinter mich stellte, habe ich ihn geblockt. Sie war auf dem Spaziergang nicht mehr aufzutauen.


    Er frei und sie an Leine ginge schon - aber nicht mit Kontakt, wenn sie so Angst hat. So kann ich sie ja schlecht im Stich lassen, wenn sie sich verstecken will hinter mir. (Was ich gut finde, sonst löste sie das jeweils mit rennen. Ich schätze, seine 75cm Schnauzpower haben sie beeindruckt.)


    Ich bin unsicher - quälen will ich sie nicht, aber ich denke, wenn sie cooler stehenbleiben würde, ginge das zwischen den zweien.

  • Das Blöde war, es sah wirklich super aus bis zu dem Zwischenfall, beide machten ihr Ding und Vespa war sehr entspannt vorneweg. Ich hatte auch von den Schilderungen der HH nicht den Eindruck, dass er sie so massregeln würde, sie meinte, er renne paar Runden mit und dann sei es ihm zu blöd und er bleibe normal einfach stehen. Das wäre ja auch gut gewesen.


    Ansonsten stimme ich dir zu.


    Einen Hund zu finden der sich nicht triggern lässt durch ihre Unsicherheit wäre das Ziel. Ich kann sie schon auch mit Pendeln davon abhalten und es managen, aber im Freilauf ist es dann halt an ihr. Wir hatten auch schon Kontakte, wo es halt am Anfang im Freilauf kurz schnell wurde, aber später beide ganz gelassen und zufrieden miteinander erkundet haben.


    Falls das weitergeht mit dem Schnauz, dann sicher wieder an der Leine, ja.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • wenn der andere Besitzer den RS zuverlässig daran hindern kann, sie zu dolle zu massregeln, und die sie zuverlässig abschirmst, wenn sie das sucht, könnte es gehen.


    An sich finde ich Leinenkontakt ja blöd, aber in dem Fall, damit deine nicht ins Rennen kommen kann, wäre ne Schlepp evtl. ganz gut. An der kurzen Leine würd ich nichts zulassen.

    Allerdings wäre mein Ziel NICHT, dass die Hunde auf Tuchfühlung gehen können, vor allem nicht mit der Leine dran, sondern dass sie ihm mit höflichem Abstand hinterher gehen kann, also quasi "synchron schnuppern".


    Ich würde mir sonst vielleicht nicht ganz so imposante Hunde zum Üben suchen - oder ist der HH des RS jemand, mit dem du gerne Gassi gehen willst, und ihr wollt die Hunde deshalb aneinander gewöhnen?

  • Kann auch sein, dass der RS ihre hampelige Energie blöd fand und sie durch die Massregelung runter regeln wollte. Manche Hunde nervt das Gehampel und sie grätschen dann rein, dass der andere das lässt und ruhiger bleibt. Gerade wenn der andere schon älter ist, kann es sein, dass er ihr damit eine Grenze setzen wollte.

    Aber das ist aus der Ferne nicht zu beurteilen.

    Wenn Kaya von älteren souveränen Althunden gemassregelt und eingegrenzt wurde, habe ich nicht eingegriffen. Ich wollte, dass sie lernt, sich da zurückzunehmen. Aber ich kannte die Hunde und die HH gut und wusste, dass die das auch können. Dass der Hund da erst einmal beeindruckt ist und den Ball flach hält ist eine normale Reaktion.

    Wenn der andere Hund nicht nachsetzt, sondern massregelt und dann ignoriert, läuft es doch gut. Wenn sie sich dann erneut vorsichtig annähert, passt es doch.

  • Ja, ich geh davon aus, dass der RS ihr Gehample gemassregelt hat. Das komische: bis jetzt kam das öfters mal vor und NIE hat Vespa derart verängstigt reagiert. Im Gegenteil, manchmal musste ich sie rausholen, weil sie es nicht verstanden hat. Eventuell ist die extreme Grösse des RS ein Faktor gewesen. So ein 50 Kilo Viech macht möglicherweise Eindruck. Im Prinzip will ich ja Gegenüber die klar sind - nur sollte das nicht in bleibende Angst ausarten. Ich hab auch ehrlich nicht mit Vespas Reaktion gerechnet - die läuft sonst nie neben mir freiwillig.


    Und nein, der Kontakt muss nicht sein. Ich hab sie per FB Inserat gefunden als expliziten Kontakt für Vespa. Hab noch 2-3 andere Kandidaten, allerdings hat sich der Kontakt hier am besten angehört. Noch ausstehend sind ein 3j Ridgeback und einen Berner Senn.


    Bereits gut gelaufen ist es mit einem 6jährigen UD der einfach gar nicht spielt und es ignoriert, wenn Vespa hampelt oder auffordert. Mit dem werden wir auf jeden Fall Kontakt halten. Auch Kontakg haben wir mit einem BC der zwar rennt und spielt und vorallem sexuell interessiert ist, aber die können auch recht ok normal miteinander wenn die Energie mal draussen ist.


    Leider haben wir ihren Schäfifreund wegen menschlichen Differenzen verloren und der coole unbeeindruckbare GP aus der Gegend hat nie mehr Zeit. Unfassbar wie schwierig es ist, passende Hunde zu finden.

  • Die Althunde, von denen Kaya viel gelernt hat, waren unter anderem auch die zwei Ridgebacks einer guten Freundin.

    Die hat Ahnung von Hunden und ich kannte die beiden schon, ehe ich Kaya hatte. Hab sie auch sechs Wochen lang als Gassigeherin betreut nach der schweren Geburt ihrer Tochter. Ich wusste also, dass das Top Hunde sind. Trotzdem muss man das erstmal aushalten, wenn ein 50 Kilo Ridgeback deine kleine Flatprinzessin anföhnt, weil sie in seinen Augen überdreht und respektlos ist.

    Man neigt da auch schon zum Überbehüten.

    Ich stelle mir das schwer vor, wenn man die Hunde nicht gut kennt und in deren Sozialkompetenz vertraut. Kennst du echt keine geeigneten Hunde besser, von denen du weißt, dass auch die Halter wissen, was sie tun?

  • Ich sehe da durchaus Potential. Sie war eingeschüchtert, aber möglicherweise wird sie dann beim nächsten Mal nicht so überdrehen, wenn sie mit ihm frei läuft. Maßregeln habe ich jetzt nicht als Verhauen mit Verletzungsabsicht verstanden, war das richtig? Ich kenne so etwas - also komplett Verletzungs- und schmerzfreie, ritualisierte „Maßregelung“, die gruselig aussieht aber höchstens Speichelspuren hinterlässt - unter Hunden als normales Verhalten, das meist nicht zu einem Kontaktabbruch auf Dauer führt sondern durchaus auch bei befreundeten Hunden vorkommt. Oder kennst du sie eher so, dass sie mit Maßregeln nicht klarkommt und den RS lieber nicht wieder treffen würde?

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