Beiträge von KayaFlat

    Es gibt Hunde (von Bordern weiss ich es), die jagen Autoreifen. Aus Angst?

    es gibt auch Border Collies, die haben Angst vor Autos. Hatten wir neulich in eienr BC Facebookgruppe: Hunde, die wegrennen, sich verstecken vor Autos. Es gibt auch Hunde, die fallen aus Streß ins Jagdverhalten. Wie schon geschrieben wurde, sind die Motivationen unterschiedlich und auch Trainer sehen manchmal nur, was sie sehen wollen.

    Was wäre bei einem Jagdhund- Aussie- Mischling da jetzt so ungewöhnlich, dass er hetzen will, dass man es ausschließt?

    Die Motivation muss auf jeden Fall ordentlich abgeklärt werden.

    Ich kenne genau eine Hündin, die panische Angst vor Fahrrädern hat, weil sie als Junghündin richtig böse überrollt wurde.

    Die ist in Timbuktu, wenn sie das Fahrrad vor dir sieht. Wäre die naheliegende Reaktion bei Angst nicht Flucht?

    So viele Hunde, die Angst als erstes Mittel der Wahl nach vorne umsetzen, kenne ich nicht. Die muss man da schon ordentlich bedrängen.

    Das wollen auch die allermeisten Hunde nicht, wenn sie das erste Mal hinter dem Reh herhetzen.

    Manche hetzen, aber packen nie.

    Am Anfang triggert nur der Bewegungsreiz. Es gibt Hunde (von Bordern weiss ich es), die jagen Autoreifen. Aus Angst?

    Ich finde es eine steile These, dass du einfach ausschließt, dass es sich um Jagdverhalten handelt, weil er den Fahrradfahrer nicht fressen will.

    Jagdverhalten setzt sich (grob) aus folgenden Komponenten (Jagdsequenzen) zusammen:

    1. Orten

    2. Hetzen

    3. Packen

    4. Töten

    5. Fressen

    Dabei zeigen viele Hunde nicht das gesamte Spektrum, aber 1bis 3 reicht ja schon, ne. In hoher Erregungslage läuft der Hund da quasi auf Autopilot. Da ist es halt wahrscheinlich, dass er dann nicht mehr so genau überlegt, wo er reinpackt.

    Wie gesagt, sollte es unkontrollierte Jagdverhalten sein, dann heisst das ernsthafte Arbeit mit und am Hund. Ob da "Click für Blick" und "Zeigen und Benennen" was bringt, kann ich nicht beurteilen.

    Ich würde an der Basis anfangen.

    "Zeigen und Benennen" hab ich so nebenbei beim Fahrrad aufgebaut. Hab halt immer gesagt "Achtung, Fahrrad. Komm zurück." Und ihr dann ein Lecker reingeschoben. Jetzt sag ich "Achtung Fahrrad", sie schaut, wo es ist, dreht um und will ihr Lecker. Oder sieht es vor mir, dreht um und will erst recht ihr Lecker. Der Unterschied: die Erregungslage war niedrig, weil ihr Fahrräder echt Wumpe sind.

    Bei "Achtung Reh" würde sie wahrscheinlich denken: "Ach, wie nett. Sie weist mich darauf auch noch hin" und Gummi geben.

    Ich denke, bei hoher Eigenmotivarion gepaart mit ordentlich Adrenalin funktioniert es eher nicht so gut.

    Warum gehst du davon aus, dass Smartie Angst hat?

    Der Trainer, der den Hund live gesehen hat, meint, dass es sich un Jagdverhalten handelt.

    Dass der Hund nicht zupacken würde, halte ich für eine gewagte Prognose.

    Warum seid ihr euch da so sicher?

    Triebgesteuertes, unreguliertes Verhalten hat die Neigung sich zu verstärken.

    Ich denke, wie ja bereits einige andere geschrieben haben, dass ihr euch einen Trainer nach Hause holen solltet, der mit euch draufschaut, ob die Basics stimmen.

    Bei unkontrolliert hetzenden/ oder hetzen wollenden Hunden gehen bei mir sämtliche Alarmglocken an.

    Warum sollte er nicht zupacken? Weil er (zumindest teilweise) ein Retriever ist?

    Meine würde jedes Reh niederziehen und killen.

    Jagdverhalten - und um solches handelt es sich ja wohl hier - ist unreguliert sehr gefährlich. Und der Aussie, der auch mitgemischt hat, packt schon auch mal zu.

    Bitte nehmt das nicht auf die leichte Schulter.

    Ich bin auch bei wildsurf.

    Ich denke das unkontrollierte Jagen von allem, was rollt, ist ein Symptom von tieferliegenden Problemen.

    Ich schätze, dem Hund fehlt generell Führung. Ich werde ja immer hellhörig, wenn man Jungrüpelprobleme mit ignorieren und wegsperren löst.

    Ich würde da einen Trainer kommen lassen, der mal den Umgang zu Hause und die Alltagsroutinen in den Blick nimmt. Ich würde sogar für einen Canis-Trainer plädieren.

    Wenn sie nachts 8-10 Stunden einhalten kann, dürfte es ja nichts Organisches sein, oder?

    Wenn Sie sich tagsüber erleichtert, wo sie geht und und steht, sobald es nur minimal drückt, würde ich schätzen, dass der Hund nie wirklich stubenrein wurde.

    Nachts schläft sie halt und hält ein, aber anscheinend hat ihr die Vorbesitzerin nicht verständlich gemacht, dass man tagsüber in der Wohnung einhält und sich draußen auf regelmäßigen Gassigängen löst.

    Das hört sich für mich echt alles seltsam an. Wenn ich Pipi unter Kommando stelle, sollte sie sich ja auf Kommando lösen können, aber ich schick den Hund doch nicht jede Stunde pinkeln.

    Ich kenne das Pipi auf Kommando so, dass der Hund halt auch auf Kommando macht, wenn es gerade nicht sooo dringend ist, weil man halt jetzt länger Auto fährt oder wegmuss und der Hund vorher nochmal machen soll.

    Bin irgendwie verwirrt.

    Wenn keine Blasenentzündung vorliegt und organisch alles o.k ist, werdet ihr wohl die Stubenreinheit ganz neu aufbauen müssen.

    Oder sie ist durch die Umstellung so nervös und gestresst, dass sie Urin und Kot nicht halten kann.

    Wahrscheinlich würde ich noch mal ein längliches Telefonat mit der Vorbesitzerin führen, um der Sache näher auf den Grund zu gehen.

    Kaya ist im Prinzip easy beim Tierarzt, aber sie hat definitiv ein Problem mit Seitenlage unter Kommando oder gar Zwang.

    Ich weiß echt nicht, woran das liegt. Ansonsten kann ich sie überall anfassen, Zähne, Ohren, Augen, Pfoten...alles kein Problem, aber auf die Seite hinlegen und stillhalten, will sie nicht.

    Wird sie hibbelig, spult alles mögliche ab, damit ich halt damit zufrieden bin.

    Keine Ahnung, was und wie ich da was verbockt hab.

    Also ich versteh schon, dass manches halt nicht so einfach funzt.

    Und diese unterschwelligen Vorwürfe finde ich dann auch...naja.

    Ich finde gut, dass du da dranbleiben und ordentliche Diagnostik machen lassen willst, RafiLe1985 . Grad bei auffälligen Verhaltensänderungen, für die man keine Erklärung hat, wäre ich auch besorgt.

    Du hast doch oft Dummies im Wald ausgelegt oder verwechsle ich dich da mit Hundundmehr?

    Ist Mojito dort da in seinen acht Jahren noch nie über Wild "gestolpert"?

    War das wirklich seine erste ernsthafte Hatz?

    Sachen draußen nicht aufzunehmen kann ich üben in dem ich Sachen anzeigen übe. Hat Anirac erst so süß beschrieben wie ihr Hund ihr alle Pommes einzeln angezeigt hat, find ich zehn Mal beeindruckender als wenn jetzt jemand sagt "und dann hab ich mich einmal so richtig schreiend auf den Hund geworfen und dann war Ruhe".

    Klar kannste üben alles einzeln anzuzeigen. Verbietet dir ja keiner.

    Aber es hat auch wenig mit "schreiend auf den Hund werfen" (macht eh keiner, aber klingt so schön brachial, ja?) oder "innerer Dominatrix" zu tun wenn halt jemand eben nicht diesen Weg geht.

    Ich persönlich finde das einzeln anzeigen lassen einfach super nervig. Will ich nicht haben. Sehe ich keinen Sinn darin, auf jedenfall nicht für meine Hunde. Ich will schlicht das sie draußen nix fressen und das geht am einfachsten indem ich nicht noch ihre Aufmerksamkeit auf alles lenke und dann ne Verhaltenskette aufbaue die ich garnicht brauche wenn ich einfach klar mache das eh alles liegenzubleiben hat. Damits beeindruckender wirkt?

    Vielleicht hab ich irgendwann einen Hund bei dem es besser ist erst diese Kette aufzubauen. Bisher hatte ich nur Hunde an der Hand bei denen es für die Hunde viel einfacher war da ein Verbot aufzustellen. So muss sich der Hund garnicht weiter damit auseinandersetzen sondern kann sich anderem widmen beim Gassi.

    Ich denke, das sind auch völlig verschiedene Ansätze.

    Wenn man das Anzeigen von allem Essbaren trainiert, macht man das quasi zum "Job". Man löst das über Arbeit für den Hund sozusagen. Der Hund macht seinen erlernten Job und wird dann dafür belohnt.

    Wenn ich es verbiete/ abbreche löse ich das über soziale Kommunikation/ Erziehung. Da mach ich dann grade keinen Job für den Hund draus.