Wie denken Hunde? Können Hunde denken?

  • Seit einiger Zeit denke ich öfter darüber nach, wie Hunde denken. Ich glaube, das ist eine echt interessante Frage, die zu einem Austausch einlädt, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es dazu sehr viele verschiedene Meinungen gibt. Ich bin nicht auf dem neusten Stand, was die Forschung zu dieser Frage sagt, aber ich glaube wir Hundehalter haben da auch so unsere Beobachtungen gemacht.

    Mir persönlich geht es in diesem Thread darum, in einen Austausch über dieses Thema zu treten, um dazu zu lernen und weil mich interessiert, wie ihr über das Denken von Hunden denkt. Sicherlich hat das ja auch einen Einfluss darauf, wie ihr mit euren Hunden kommuniziert und sie erzieht.

    Ich finde das wahnsinnig interessant und hoffe, dass es vielen ähnlich geht.

    Worüber habt ihr gestaunt, weil euer Hund etwas getan hat, was eine komplexe Denkleistung voraussetzt? Oder wann habt ihr gedacht, dass euer Hund dumm ist wie Weißbrot, weil er anscheinend nicht mal einfachste Denkvorgänge gebacken kriegt?

    Ich weiß, Hunde sind keine Menschen, aber höhere Säugetiere und denken müssen sie dann ja wohl...nur was? Und wie?

  • Ich glaube, dass Denken von Tieren unterscheidet sich zu dem von Menschen in der Gewichtung der Bedürfnisse.


    Ich bin nicht sicher, ob Tiere so abstrakte Themen erleben wie Menschen. Sowas wie Religion, Ethik oder Philosophie.

  • Hunde wie fast alle Säugetiere haben das gleiche Gefühlsleben wie wir. Der einzige Unterschied ist dass sie nicht über sich selbst nachdenken können. Was eigentlich auch ein Segen für sie ist.

  • Ich hab ja zwei Hunde und kann feststellen das beide unterschiedliche Begabungen haben.

    Ich würde sagen Abby ist eher sprach und Social begabt.

    Sie ist sehr gut darin andere einzuschätzen und Wege der Kommunikation zu finden. Außerdem kann sie Handlungsketten oder Ereignisketten besser generalisieren als Luthien.

    Dafür hat Luthien einen besseren Orientierungsinn und kann sich Dinge besser merken/ besser auswendig lernen.


    PS. Ich hab das Gefühl das Hunde in gewisser Weise Empathie empfinden können auf jeden Fall kümmern sie sich umeinander wenn der andere etwas hat.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Hunde können denken, ja, definitiv. Sonst könnten sie ja nichts lernen, keine Erziehung beeinflussen, keine Situationen einschätzen, ect...


    Aber sie denken in vieler Hinsicht eben anders als wir.

    Sie denken zB nicht,, Wenn ich vors Auto renne, könnte ich sterben. ".

    Aber dafür sehr wohl sowas wie:,, Wenn ein Mensch sich umdreht, kann er mich nicht sehen. Das bedeutet ich könnte versuchen, ihm das Käsebrot vom Tisch zu klauen."

  • ich würde behaupten sie denken in Mustern, sprich nach erfolgter Konditionierung. Pawlow hat dazu ja auch den Versuch mit dem Hund aufgezeichnet

    Das ist mir, ehrlich gesagt, zu wenig. Hunde sind dich keine simplen Reiz- Reaktionsmaschinen. Natürlich können Handlungen konditioniert werden, aber sie werden doch nicht roboterhaft ausgeführt. Ein Hund kann sich dagegen entscheiden, das konditionierte Verhalten zu zeigen, oder nicht?

  • Hunde wie fast alle Säugetiere haben das gleiche Gefühlsleben wie wir. Der einzige Unterschied ist dass sie nicht über sich selbst nachdenken können. Was eigentlich auch ein Segen für sie ist.

    Haben Sie dann deiner Meinung nach auch kein Selbstbewusstsein? Irgendwie müssen sie doch ein Ich- Gefühl haben, oder nicht? Sie haben einen Selbsterhaltungstrieb und Eigeninteressen, die sie durchzusetzen versuchen. Klar denken Sie nicht abstrakt über Ihr Leben und Ihre Zukunft nach, aber eine Vorstellung vom Selbst müssen Sie doch haben, sonst könnten sie uns Menschen (und Hunde)doch nicht als Gegenüber wahrnehmen und zu verstehen versuchen.

  • Ich denke, dass Hund nicht dazu neigen, sich über solche Fragen den Kopf zu zerbrechen - und genau das mag ich an ihnen. Mit ihnen kann ich, sobald die Verständigung aufgebaut ist, sprachlos, unmittelbar und im Augenblick kommunizieren und brauch nicht viel zu zergliedern.


    „Denken“ ist ja kein statischer Begriff und auch beim Menschen etwas, was sowohl individueller biologischer Entwicklung als auch gesellschaftlicher Entwicklung unterworfen ist.


    In unserem Kulturkreis ist bewußtes Denken etwas, das in Sprache stattfindet und Sprache etwas, dass aus zergliederten Bedeutungseinheiten nach bestimmten Regeln und Gesetzen - unserer Logik - zusammengesetzt ist. Ohne im Kopf des Hunds zu stecken, würde ich behaupten, dass diese Art des Denkens nicht die seine ist. Was aber nicht heißt, dass er nicht denkt. Eben auf seine Art. Die brauche ich nicht analysieren, um sie lieben zu können :smile:

  • Um sie zu lieben, muss man nicht wissen, wie sie denken, da hast du recht.

    Aber es ist noch nicht so lange her, da hat man Hunden (und anderen Tieren) das Denken generell abgesprochen. Das finde ich, naja, irgendwie arrogant von uns Menschen. Da findet etwa seit 20 oder 30 Jahren ein Umdenken in der Wissenschaft statt. Ich finde schon, dass es helfen kann, Hunde besser zu verstehen, wenn man versucht nachzuvollziehen, wie sie denken. Aber es ist schwierig, eben weil sie keine Sprache haben, in der sie Dinge abstrakt ausdrücken können.

    Grade hab ich meinen Kater Remus und Kaya beobachtet, wie sie Zärtlichkeiten ausgetauscht haben. Remus ist ihr schnurrend um die Beine unter den Bauch und sie hat ihn sachte beleckt. Sie weiß, dass er zu uns gehört. Aber auf welcher Ebene weiß sie das? Nur wegen eines Gefühls der Vertrautheit oder versteht sie ein Konzept der Zusammengehörigkeit? Auf welcher Ebene betrachten Hunde ihre Familien? Wen betrachten sie als zugehörig und warum?

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