Was sollte ein Hund wann können?

  • Was ein Hund können muss ist sicherlich eine Ansichtssache.


    Ich würde dir empfehlen gerade bei Kommandos die schon gut klappen nicht ständig mit Leckerlis zu belohnen, nette Worte und Streichelei heizen oder spielen ist ebenfalls Lob, hin und wieder natürlich auch Leckerli geben... Nur nicht immer weil der Hund dann tatsächlich irgendwann nur für Leckerlis arbeiten würde.


    Bein Rückruf würde ich dir auch dazu raten nicht sofort ein Leckerli zu geben, sondern das Kommando Sitz dran hängen und erst dann loben.


    So erhält du mehr aufmerksam und der Hund kann nicht sofort wegrennen.

    Ich würde dir auch raten den Hund mit einem Spiel mit dir etliches abzulenken ehe du ihn anleinst.


    Weitere Empfehlung wäre das Kommando bleib zu üben... Das wäre auch hilfreich für die Zukunft.

  • Bein Rückruf würde ich dir auch dazu raten nicht sofort ein Leckerli zu geben, sondern das Kommando Sitz dran hängen und erst dann loben.

    Das finde ich nicht gut.

    Der Welpe soll freudig kommen, er soll erleben, dass der Besitzer sich freut, und dass es schön ist, beim Besitzer zu sein. Für einen Welpen finde ich es demotivierend, dann gleich ins Sitz beordert zu werden. Zumal dann, wenn er sitzt, das "Sitz!" belohnt wird und nicht der Rückruf. Rankommen und Sitzen sind zwei verschiedene Sachen und sollten einzeln geübt werden.

    Klar, die Absicht ist, dass er nicht ranstürmt und hochspringt, aber das muss auch nicht sein.

    -s-

  • Beim Border in erster Linie kein Junkie werden. Es bringt dem Hund überhaupt nichts wenn er mit 4 Monaten drei Tonnen an Tricks abspulen kann - aber hast du dir nen Junkie gezüchtet hast du damit ein Hundeleben lang deine "Freude" . Alltag, Alltag, Alltag :winken:

    Meine Sheltiehündin aus dem Tierheim kam mit fast 12 Monaten zu mir und kannte kein einziges Kommando (angeblich hatten ihre Vorbesitzer einen Kurs gemacht . Ich frag mich nur wo). Selbst ohne bewusstes Training hat dieser Hund nur wenig später die Begleithundeprüfung bestanden :ka:

    Oder Lucca. Der hat auf Grund persönlicher Umstände hier sein erstes Kommando mit 7 Monaten gelernt und lief vorher nur mit. Hat es ihm geschadet? Nö. :ka:

  • spannendes Thema


    Rudi ist jetzt 18 Wochen alt.

    Wichtig ist mir Ruhe halten und Alltag kennen lernen.


    Habe trotzdem das Gefühl, zu wenig zu machen.


    Wobei der Kleine schon viel kann wenn ich so darüber nachdenke:

    Er ist fast stubenrein, kann Ruhe halten und nicht beachtet werden, nervt die erwachsene Hündin nicht (zu sehr).

    Kann im Spiel schon das Kommando "Aus" und kann kurz warten bis er wieder ans Spielzeug darf.

    Beißhemmung hat er schon mitgebracht.

    Er läuft frei draußen überall , wo es geht.

    Rückruf klappt meistens, aber er schaut immer wo wir sind und bleibt bei der Gruppe.

    Kennt viele verschiedene Hunde aus dem Park.

    Läuft recht brav an der Leine u kann da auch an anderen Hunden vorbei gehen.

    Fährt brav Auto.

    Sitzt brav im Fahrradkorb.

    Ist nett zu Besuch und ist entspannt (genug) wenn wir woanders zu Besuch sind.


    Kennt Pferde u ist schon im Freilauf seinen 1. Mini Ausritt super brav mitgekommen.



    Finde ich schon ganz gut star-struck-dog-face

  • Bein Rückruf würde ich dir auch dazu raten nicht sofort ein Leckerli zu geben, sondern das Kommando Sitz dran hängen und erst dann loben.

    Das finde ich nicht gut.

    Der Welpe soll freudig kommen, er soll erleben, dass der Besitzer sich freut, und dass es schön ist, beim Besitzer zu sein. Für einen Welpen finde ich es demotivierend, dann gleich ins Sitz beordert zu werden. Zumal dann, wenn er sitzt, das "Sitz!" belohnt wird und nicht der Rückruf. Rankommen und Sitzen sind zwei verschiedene Sachen und sollten einzeln geübt werden.

    Klar, die Absicht ist, dass er nicht ranstürmt und hochspringt, aber das muss auch nicht sein.

    -s-

    Man kann einen Hund auch ohne Leckerli loben, mit Worten, Streicheln etl.


    Das Sitz dann hinzufügen mit Leckerli.


    Es geht ja darum das der Hund nach der Belohnung nicht gleich wegrennt sondern durch positive lernt das es sich lohnt zu bleiben.

    Das Kommando das er weiterspielen usw darf, sollte vom Menschen kommen.

  • Ich erziehe hier also grad vier Kinder, die Oma und den Welpen

    :lachtot: Sorry, ich lache Dich nicht aus, aber ich muss sehr über Deinen Beitrag schmunzeln, vor allem, weil es nicht einfach ist, 4 Kinder und einen Welpen zu erziehen. Aber dann auch noch die Oma! :gott:


    Und Kira idt mit Rudi zusammen deutlich entspannter beim Alleine bleiben

    Ist doch klar, sie ist nicht mehr alleine ;)


    Es gibt bei einem Welpen, was er können sollte oder nicht, kein richtig und kein falsch.

    Es gibt allerdings Empfehlungen von welpenerfahrenen Hundehaltern/Züchtern/Trainer, die Dir sagen können, worauf Du achten solltest, damit Dein Hund ein entspanntes Hundetier wird/bleibt.

    So ist es durchaus kontraproduktiv, wenn Du anfangs - weil der Welpe so süß und aufmerksam und wissbegierig und gelehrig und und und ist - zu schnell zu viel zu machen willst und teilweise auch dann zu schnell zu viel erwartest.

    Ganz egal, ob der Hund eines Bekannten dies oder das schon kann oder schnell konnte.

    Vergleiche Hinken- immer!


    Ein Kind im Kindergarten kann schon von 1-10 zählen, das andere ist gerade mal soweit, dass es nicht mehr in die Hose macht. So ist es mit Hunden auch. Natürlich fördert man Hunde mit einem höheren "will to please" mehr als welche, die einem bei der dritten Wiederholung des "gib Pfote" eben diese eher zeigen.


    Aber ist das der richtige Weg?

    Eher nicht.


    Welpen sollten zunächst Welpen bleiben.

    Ich spreche hier aus eigener Erfahrung, denn ich habe am Anfang auch zu schnell zu viel gemacht und zu viel erwartet. Und Gott sei's gedankt, gepfiffen und getrommelt, habe ich rechtzeitig die "Kurve" bekommen und einen Gang zurück geschaltet.


    Tricks üben ist eine tolle Sache, aber im Moment nicht notwendig.

    Auch wenn Du von Bekannten/Freunden/Verwandten dann hören solltest: "Der kann ja noch nichts".

    Muss er das können?


    Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, dass der Hund von Anfang an


    - weiß, wie er heißt und auf seinen Namen reagiert

    - nicht alles vom Boden frisst, wenn man draußen ist (Giftködergefahr usw.)

    - ich dem Hund alles aus dem Fang (Maul) holen kann, wenn doch mal was drin gelandet ist

    - stubenrein wird

    - sich bürsten/kämmen lässt

    - sich in den Fang schauen lässt

    - sich die Ohren untersuchen lässt

    - sich alle Pfoten anfassen und untersuchen lässt

    - der Rückruf immer besser klappt (der Hund also nicht "stiften" geht)

    - lernt, auch mal alleine zu bleiben


    Und wie Du bereits gelesen hast, bei einem Border (Hütehund) ist es wichtig, dass er nicht anfängt, weil er überdreht ist, Sachen/Personen zu hüten, andere Hunde tackern will, nur weil sie SEINE LUFT schnaufen usw.

    Aber wenn Du die Sachen langsam angehst und dafür sorgst, dass er viel Ruhezeiten weiterhin hat, lernst, dass es Tage gibt, an denen er auch mal "drüber" sein kann, weil ungewollt oder unbewusst, zu viele Reize waren, dann gibt es eben mehrere langweilige Tage, um das Köpfchen wieder auf Normalniveau zu bringen. Denn so ein Hund muss lernen, dass nicht immer Action ist. Du bist vielleicht auch mal verhindert oder krank und kannst ein paar Tage nur das Nötigste mit ihm verrichten (Pipi-Kaka-fertig). Auch das müssen sie abhaben.


    Wenn ein Border (oder ein Aussie) zum Hüten eingesetzt wird, also so richtige Arbeitshunde sind, dann ist da auch nicht immer Action. Sie sind nämlich nicht 24/7 im Einsatz. Im Gegenteil. Sie sollten dann, wenn es notwendig ist, ihren Job machen - gut machen - und dann wird wieder entspannt. ;)


    Sitzen tut er von selbst. Wenn Du immer wieder, wenn er sitzt "Sitz" oder "fein Sitzt" dazu sagst, lernst Du ihm so ganz nebenbei, dass er das Kommando "Sitz" mit dem, was er gerade tut verknüpft. Spielerisch und ohne Mehraufwand.


    Der Rest kommt mit der Zeit.

    Für Tricks, Hundesport usw. ist noch genug Zeit.

    Nicht umsonst kann man die Begleithundeprüfung frühenstens mit einem 15 Monate alten Hund laufen ;)


    Viel Freude mit Deinem Welpen und viel Spaß. Es wäre schön, wenn wir auch ein paar Bilder sehen könnten :)

  • Hier BC 6 Monate alt. Ist stubenrein, bleibt 6 Stunden in der Gruppe und 4 Stunden alleine problemlos alleine, fährt super im Auto mit, läuft ok an der Leine, übt den Abruf jeden Tag (von können spreche ich noch nicht, zu jung), kann die hundesprache, ist cool in Tierläden, kann mit mir zergeln, schreddert Badezimmer pömpel |):ugly::headbash::roll:, und lernt gerade Sitz, grundstellung und futtertreiben. Ach, ihren Namen kennt sie noch.

    Mehr braucht sie noch nicht. Schlafen und fressen kann sie auch.


    Lg

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