Mopsbaby dreht völlig am Rad!

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    Guten Morgen!


    Ich heiße Johanna, bin 25 Jahre alt und habe ein Mopsbaby namens Benji, er ist 12 Wochen alt.


    Benji macht mir so einige Probleme und ich weiß langsam nicht mehr weiter. Ich wollte einen Mops, weil die dafür bekannt sind, dass sie extrem gelassen, ruhig und eher faul sind. Nicht so mein Benji! Der ist eine wahre Rakete, er kommt gefühlt keine Sekunde zur Ruhe.


    Zuhause bellt er ständig, er läuft wie verrückt durch die Gegend, kaut alles an was er finden kann, auch mich und fiept viel. Ich packe ihn in diesen Momenten in die Box, aber darin beruhigt er sich auch nicht. Er heult dann die ganze Zeit, pinkelt sogar rein, obwohl ich dachte, dass Hunde ihr Nest nicht beschmutzen! Ich ignoriere ihn, aber es fällt mir schwer, weil er so leidend klingt und das geht oft eine Stunde, bis er endlich so erschöpft ist und einschläft.


    Welpen sollen viel schlafen, aber Benji kommt vielleicht auf 10 bis 12 Stunden täglich.


    Er schläft auch die Nächte nicht durch, er muss immer noch raus zum pinkeln, ist das mit 12 Wochen normal?


    Draußen ist er auch schwierig. Er knabbert ständig die Leine an, bellt alles an was uns über den Weg läuft und ich kann ihn nicht frei laufen lassen, weil er dann lossprintet wie ein Wahnsinniger und auf mein Rufen nicht reagiert. Wenn ich ihm aber eine Schleppleine ranmache ist das auch problematisch, weil er so extrem überdreht ist, dass er sich damit ständig verheddert und ich Angst habe, dass er sich weh tut. Deshalb gibt es nur wenig Freilauf, was ich schade finde.


    Er ist mein erster Hund, aber so habe ich mir das nicht vorgestellt. Ich wollte einen ruhigen, ausgeglichenen und einfachen Hund, aber Benji bringt mich regelmäßig zum heulen, ich weiß manchmal gar nicht mehr weiter.


    Was kann ich tun, damit Benji endlich ruhiger wird? Ist das noch normal wie er sich verhält? Geht das mit dem Älterwerden von selbst weg, wenn ja, wann??


    Ich freue mich auf eure Antworten und bedanke mich schonmal.

  • Hört sich so an als ob dein Hund massiv Stress hat und deswegen nicht zur Ruhe kommt.

    In der Box zur Ruhe kommen muss langsam aufgebaut und gelernt werden. Ihn einfach dort einzusperren bringt nichts - er weiß ja gar nicht warum er dort hinein muss. Noch was er dort drin soll. Deswegen jault und bellt er und dreht dort genauso auf wie draußen.


    Wie sieht denn euer Tagesablauf so aus? Was macht ihr und wie lange?


    Es ist übrigens nicht ungewöhnlich wenn der Welpe in diesem Alter nachts noch heraus muss.

  • Du hast die ein HundeBABY ins Haus geholt. Keinen erwachsenen, ruhigen, gelassenen Hund. Das was du von dem Kerlchen erwartest ist in etwa so als würdest du von einem 6 Monate alten Baby erwarten, sich in ganzen Sätzen auszudrücken ;)


    Woher kommt Benji denn? Ist er gut aufgewachsen?


    Du musst unbedingt mehrere Gänge runterschalten und beginnen, dich mit Welpenverhalten zu befassen.


    Es ist völlig normal, dass ein Welpe nachts noch rausmuss - das kann u.U. noch etliche Wochen dauern bis der Kleine nachts durchschläft.

    Außerdem sollte der Welpe nach jedem Schlafen, Fressen und Spielen tagsüber nach draußen gebracht werden um sich lösen zu können.


    Wie sieht denn euer Tagesablauf aus? Ist dir bewusst, dass man mit einem Welpen nicht so spazierengehen kann wie mit einem erwachsenen Hund? Gerade Laufen an der Leine ist mental sehr anstregend für so einen Jugspund. Ich würde das so halten: mehrmals täglich den Welpen nur kurz zum Lösen nach draußen bringen und 1x täglich raus in die Natur in ruhige Umgebung, wo er im eigenen Tempo die Umwelt erkunden kann, zB auf einer großen Wiese.


    Hat Benji sozialen Kontakt zu anderen Hunden? Andere Welpen, mit denen er auch mal rumtoben kann?


    Wie gehst du zuhause mit ihm um? Wie kommt er dort am besten zur Ruhe?



    Möpse gelten übrigens nur deshalb als so faul, weil sie meist ganz arge gesundheitliche Probleme haben, bedingt unter anderem durch die extrem kurze Schnauze. Im Welpenalter ist das oft noch nicht so problematisch, aber bei erwachsenen Möpsen leider schon.

    "and into the forest I go, to lose my mind and find my SOUL" (John Muir)

    Liebe Grüße von Lina &

    dem kleinen "Tyrannosaurus" Rex *29.10.2014, Langhaar-Chihuahua sowie Yorkie-Maus Jasmin, *03.12.2014

    Teilzeit-Fellnasen: Juli, *2010, Deutsch-Kurzhaar-Ballkönigin & Luna, *ca 2013, bulgarische Straßenhundprinzessin

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  • Ich denke das ist ganz normales welpenverhalten.

    Auch das er pinkenelt und nachts nicht einhalten kann ist normal der ist noch ein Baby.

    Auch in die Box macht er weil er nicht anders kann, wenn er muss dann läuft es ob er will oder nicht, wenn du ihn einsperrst und nicht auf sein fiepen hörst zwingst du ihn in sein Nest zu pinkeln, das ist schlimm für ihn damit bringst du im höchstens Unsauberkeit bei.

    Das in die Box sperren ist Quälerei das solltest du lassen. Wenn er nicht zur Ruhe kommt, hast du mal versucht die rein Buch oder so zu schnappen und dich zusammen mit ihm hinzulegen?

    Damit ein Hund ein netter unkomplizierter Begleiter wird muss er erzogen werden, das passiert meistens nicht von selber.


    Ist dir eigentlich klar das Möpse nur als so ruhig und unkompliziert gelten, weil sie wenn sie älter werden häufig nicht mehr anständig Luft bekommen? Die sind dann häufig kurz vorm ersticken und mögen sich deswegen kaum noch bewegen.

    Du solltest das im Blick haben und ihn regelmäßig tierärztlich untersuchen lassen, Amnestien bei einem Spezialisten . Wenn es zu schlimm wird kannst du ihm mit einer OP etwas Hilfe verschafften, das repariert bei weitem nicht alles aber lindert etwas die Atemnot.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ein Hund, der mit 12 Wochen nur "gelassen, ruhig und faul" ist, mit dem würde was massiv nicht stimmen.


    Das is ein Hundekleinkind, das mit den Zähnen die Welt kennen lernt, organisch seine Blase noch nicht voll unter Kontrolle haben kann, keinen erwachsenen Schlafrythmus hat, sondern tagsüber "Aktivitätsausbrüche" gefolgt von 1,2, 3 stündigen Schlafphasen usw., nicht jeder Hund findet da selbst schon rein.


    Deiner schläft trotzdem zuwenig und ist drüber. Kann an zuviel Eindrücke liegen.


    Der eigene Stress, die eigene Fahrigkeit kann, bin ich sicher, auch mit rein spielen.

  • Danke für eure Antworten!


    Unser Tagesablauf ist nie vollkommen gleich aber im Schnitt sieht er so aus


    6 Uhr: Aufstehen und kurz raus, ca. 10 Minuten

    6:30 Uhr: Frühstück

    6:45 Uhr: Morgenrunde ca. 25 Minuten

    7:15 Uhr: Spielen und Kommandos üben ca. 30 Minuten

    8:00 Uhr: nochmal kurz raus ca. 5 Minuten

    8:00 Uhr: Ab da sollte er schlafen, was er aber im Normalfall nicht wirklich macht

    10:30 Uhr: Kurz raus ca. 10 Minuten

    10:40 Uhr: Hier sollte er wieder schlafen

    13:00 Uhr: Große Runde mit Freilauf bzw. Schleppleine ca. 60 Minuten

    14:00 Uhr: Mittagessen

    14:15 Uhr: Kurz raus ca. 5 Minuten

    14:20 Uhr: Hier sollte er wieder schlafen

    16:30 Uhr: Kurze Runde ca. 20 Minuten

    17;00 Uhr: Wieder Schlafen

    19:00 Uhr: Abendessen

    19:15 Uhr: Abendrunde ca. 20 Minuten

    Ab 19:45: Schlafen


    Das sieht wahrscheinlich nach mehr aus als es ist. Ich bin ein extrem organisierter Mensch, habe Gassipläne, Futterpläne usw. Aber der Hund hält sich eben nicht dran. Außerdem sollen wir laut Züchter viel Spazierengehen wegen der Atmung. Ein Mops muss sich früh daran gewöhnen, dass er lange und viel raus muss, damit er später keine Probleme damit hat.


    Benji kommt vom Züchter, er ist dort in der Stadt in einer Familie mit 3 Kindern aufgewachsen und durfte bereits sehr viel kennenlernen.


    Zuhause versuche ich ihn bestmöglich zu ignorieren, damit er weiß, dass er nicht der Mittelpunkt der Welt ist. Aber das klappt nicht, weil er ständig nur aufgedreht ist.


    Er findet am besten in der Box zur Ruhe, aber erst nach teilweise einer Stunde. Aber ohne Box schläft er überhaupt nicht.

  • Mit 2, 3 Jahren sind Hunde "fertig".


    Das Welpenverhalten, das Beißen und nagen hört viel früher auf - wenn die Beißhemmung gelernt ist und die zweiten Zähne da ist, meistens. Bisschen Unsinn kann ihnen länger einfallen.

    Aufräumen und weg räumen, umräumen ist eine der effektivsten Methoden gegen Annagen. Und dem Welpen was geben, das er zerlegen kann.


    Stubenreinheit nachts ist, auch über die fehlende körperliche Aktivität und den Biorythmus nachts oft leichter, 7, 8 Stunden einhalten geht früher, als tagsüber. Tagsüber kann Monate dauern, bis mehrere Stunden einhalten gut gehen und keine Zwischendurchunfälle mehr passieren.

  • Okay, bei dem Pensum würden Dir sogar meine erwachsenen Collies aufs Dach steigen |)


    Falls es Dich beruhigt: ob ein Mops mehr Probleme bekommt oder weniger hängt nicht von Gewöhnung ab. Du kannst also 6 bis 9 Gänge runterschalten und Deinen Welpen Mal zur Ruhe kommen lassen, ob er später schwere oder leichte rassetypische Krankheitssymptome hat kannst Du mit nichts beeinflussen.

    Liebe Grüße
    Ann-Kathrin

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