Mein bester Freund ist gegangen.

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    Hallo zusammen,am 02.01.21 musste ich meinen besten Freund Pixel , unerwartet ziehen lassen. Pixel war ein Mischling (Rüde) und wurde 12 Jahre alt.


    Ich fasse kurz zusammen, was passiert ist. Pixel war vor gut 3-4 Wochen, in eine Scherbe getreten. Er bekam daraufhin Antibiotika, erst sah es so aus als würde die Pfote gut heilen. Die Antibiotika Therapie wurde durchgezogen und ihm und seiner Pfote ging es deutlich besser. Vor 12 Tagen, fing er plötzlich wieder zu humpeln an. Die Pfote wurde geröntgt und zur Kontrolle (er musste ja ein synthetisches Hormon nehmen, da er unter Diabetes Insipidus litt. Zusätzlich noch Herztabletten nehmen musste) auch sein Bauchraum. Auf den Bildern zeigte sich eine starke Entzündung der Pfote und der Bauchraum war, bis auf eine leichte Fettleber unauffällig. Pixel bekam daraufhin ein anderes Antibiotika + Schmerztabletten.
    Nach 4 Tagen wurde Pixel ruhiger, er schien müde und kraftlos zu sein. Ich informierte unsere Tierärztin und sie meinte "Unter Antibiotika kommt das schon mal vor, verschwindet aber nach Ende der Antibiotika Therapie". Mit jedem zusätzlichen Tag Antibiotika wurde Pixel weiter ruhiger, er wirkte neben müde und kraftlos nun zusätzlich lustlos. Er ging Gassi nur sehr, sehr langsam und ihn interessierte gar nichts mehr außer Fressen. Vor 2 Tagen fing es an, das er keine Treppen mehr hoch oder runterwollte. Besser gesagt er wollte jedoch schien es als ob ihm, durch das starke Antibiotika die Kraft fehlt und er zusätzlich Bauchschmerzen hat. Trotz Feiertag informierte ich unsere Tierärztin und wir machten für Montag, einen Termin aus. Leider sollte es so weit nicht mehr kommen. Pixel weckte mich am 02.01.21 gegen 04 Uhr und deutete an, das er mal Gassi müsste. Mit Mühe ging er die Treppen runter, der Gang war dann sehr, sehr langsam. Er erledigte alle seine Geschäfte und wir gingen nach Hause. Er ging zu seinem Napf und trank, plötzlich ging er rückwärts und torkelte auf seine Decke. Es schien als habe er unglaubliche Schmerzen. Als er auf seiner Decke lag, fing er an stark und angestrengt zu Hechel. Es war kein schöner Anblick und es wurde deutlich "Hier stimmt etwas gewaltig nicht". Ich habe den tierärztlichen Notdienst angerufen und wir wurden sofort einbestellt. Pixel wurde abgetastet, Schleimhäute begutachtet und er bekam Fieber gemessen. Der Ärztin fiel auf, dass er am Hals und unter den Achseln stark geschwollene Lymphknoten hat, zusätzlich sei er ziemlich schmerzempfindlich am Bauch.
    Sie sagte, dass sie ein Ultraschall machen muss um Blutungen, Tumore auszuschließen. Was sie dann im Ultraschall sah, war alles andere als schön. Die Leber sehr stark vergrößert (angeschwollen), mit der Milz das gleiche Problem. Leber und Milz waren so groß, dass sie das Zwerchfell gegen die Lungen pressten, Teile vom Darm verschoben haben. Vom Ultraschall ging es zurück in den Behandlungsraum. Sie sagte ganz klar "Ich kann ihm was gegen die Schmerzen spritzen aber sie kann nicht garantieren, dass es ihm weiter hilft. Es deutet alles daraufhin, das ein Organversagen im Gange ist und er keinen Monat mehr hat, vielleicht nicht mal mehr eine Woche". Nach einem ausführlichen Gespräch, entschied ich mich dafür ihn gehen zu lassen, ihm die Schmerzen zu nehmen, ihm seinen Frieden zugeben.
    Pixel war 11.5 Jahre alt und seit 10 Jahren an meiner Seite. Er kam aus einer Tötungsstation in Ungarn, dort war er gelandet, nachdem er aus einem Haus voller Tiere befreit wurde (Animal Hoarding). Pixel war sehr ängstlich und kannte aus der Umwelt rein gar nichts. Ich sah damals seine Augen und mir war sofort klar "Du bist ein feiner Kerl, du bekommst deine Chance auf ein schönes Leben". So steigerten wir von Tag zu Tag seine Fähigkeiten und bauten ohne Druck, die Ängste ab. Wir hatten unendlich viel Spaß zusammen, wir gingen zusammen durch dick und dünn. Er gab mir oft Kraft und ich ihm. Nun ist er für immer weg, es ist so furchtbar ruhig, dass es schon wieder laut ist. Irgendwie fühle ich mich als hätte ich ihn im Stich gelassen, mir geht ständig durch den Kopf "Was habe ich übersehen, was habe ich falsch gemacht". Ich war bis zum Schluss bei ihm, hielt seine Pfote, graulte ihn und bedankte mich für die Zeit mit ihm. Nun liegt er beim Bestatter und wird heute oder morgen eingeäschert. Es tut einfach nur weh, so verdammt weh. Es ist quasi der erste Tag ohne ihn gewesen und ich kann mir nicht vorstellen, das dieser Schmerz, dieses innerliche frieren aufhört.


    Nun gut, ich wünsche euch allen und euren liebsten ein gesundes, neues Jahr.
    Liebe Grüße Markus

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Mein herzliches Beileid. Es ist furchtbar, wenn ein Jahr so anfängt. Mein Seppi ging voriges Jahr am 7. Januar mit nur 6,5 Jahren. Dein Pixel ist ordentlich alt geworden bei Dir, insoweit hast Du gar nichts falsch gemacht. Zerstör die Erinnerungen nicht mit Vorwürfen, Du kannst nichts ändern. Der Schmerz wird nur noch grösser. Dein Pixel ist nicht fort, er wohnt bei Dir im Herzen und da wird er bleiben, bis zu zu ihm gehst.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, Dein Bub wird jede Deiner Tränen wert sein und wenn Du Trost brauchst - hier findest Du immer ein offenes Ohr.

    Das Dreierrudel Bondi. Teddy und Louis - und Ali, Gusti und mein Sternchen Seppi im RBL

  • "Du bist ein feiner Kerl, du bekommst deine Chance auf ein schönes Leben".

    Und dieses Versprechen hast Du gehalten.

    Dein Pixel hatte ein wunderbares Leben bei und mit Dir und Du hast ihm zuliebe diese Entscheidung getroffen, ihn gehen zu lassen.


    Du hast nichts übersehen - so, wie Du es schilderst, war das Ganze ein sehr fulminanter Verlauf, es gibt nichts, was das hätte stoppen können.


    Ganz viel Kraft für Dich.

    Mach es gut, Pixel!

  • Es tut mir so leid, dass du deinen Pixel gehen lassen musstest. Wie schön, dass er so viele gute Jahre an deiner Seite verbringen durfte. Er hat deine Liebe ganz sicher bis zum Schluss deutlich gespürt. Ich wünsche dir viel Kraft und Pixel eine gute Reise.

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