Ehrliche Meinungen/Erfahrungen zum Malinois

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    Hallo liebes Forum :)


    Vielen Dank für die schnelle Freischaltung. Ich habe mich hier angemeldet, weil ich Erfahrungen von Benutzern hören möchte.


    Mein Freund und ich wollen endlich einen eigenen Hund. Wir haben beide etwas Vorerfahrung durch Familienhunde und Hunde im Bekanntenkreis, hatten jedoch beide noch nie einen richtig eigenen Hund.


    Die Lebensumstände sind geklärt. Wir haben genug Platz und auch genug Zeit für einen Hund, darum soll es also gar nicht gehen. Es geht, wie der Titel verrät, vielmehr um die Rasse.


    Seit etwa 1 Monat gehen wir regelmäßig Gassi mit einer Hündin aus dem Tierheim, wir haben uns total in sie verliebt. Das "Problem" ist nur, dass es sich um einen Malinois handelt. Nun findet man über den Mali ja viele, doch verschiedene Meinungen. Wir haben 2 Leute getroffen, die selbst Malis haben und die schwärmen darüber was für tolle Hunde es doch sind und dass sie gar nicht so schwer zu managen sind wie viele immer behaupten. Im Internet hingegen trifft man oft auch komplett gegenteilige Meinungen und manchmal bekommt man das Gefühl, dass man schon ein ganz besonderer Mensch sein muss um überhaupt einen Malinois halten zu können.


    Bei der "Kleinen" handelt es sich um eine 9 Monate alte Hündin, die von ihren Vorbesitzern wegen Überforderung vor 2 Monaten abgegeben wurde. Sie ist absolut liebenswert, sehr verschmust, klug, witzig, aber sehr sehr hibbelig und voller Energie. Das Tierheim würde sie an uns abgeben, da wir sie mittlerweile recht gut kennen und sie uns wirklich sehr mag. Aber wir sind etwas unsicher, weil man doch auch öfter negative Dinge über Malis hört. Dass sie aggressiv sind bzw. werden, wenn man auch nur die kleinsten Fehler macht und dass sie total viel Sport brauchen.


    Uns würde interessieren ob hier Malinois Halter sind und wie eure Meinung zu dieser Rasse ist? Ist es möglich für Anfänger oder sollten wir, auch wenn es schwer fällt, die Finger davon lassen?


    Wir freuen uns auf Antworten :)


    Liebe Grüße Amy

  • Nur kurz, weil ich keine Zeit hab:

    Auch wenn ich damit wieder der Arsch bin...fuer mich gehoeren Malis nicht in Haende von Anfaengern(*). Ausser da ist wirklich jemand mit Erfahrung und Wissen im Hintergrund. Und damit meine ich nicht Kontakt ueber FB oder sich 1x im Jahr treffen!


    (*) Anfaenger sind fuer mich entweder komplette Hundeanfaenger oder aber Leute, die zwar Hunde hatten, aber keine Erfahrung mit reaktiven Hunden haben, die ein deutlich erhoehtes Aggressionspotential haben und ebenso zaehlen fuer mich da Leute rein, die einfach auch keinerlei Ahnung haben, wie aufwaendig Hundesport (den die allermeisten Malis schlicht brauchen!) wirklich ist.

    Wir sind zusammen an Grenzen gegangen nur um diese um ein unendliches zu erweitern. (©Lockenwolf)


    Die Malis und der Pan

  • Vielleicht mögen Hummel oder Co_Co auch noch was dazu schreiben... =)


    Ich finde es super, dass ihr euch vorher informiert und nicht unüberlegt einen Hund anschafft aber ganz ehrlich? Ich finde das TH handelt da auch ziemlich fahrlässig.

    Ein Mali gehört meiner Meinung nach in erfahrene Hände und zu Menschen, die bereits Erfahrung im Hundesport und im Umgang mit solchen Hunden haben.


    Ich an eurer Stelle würde die Finger davon lassen. Es gibt so viele Rassen, die deutlich besser passen würden und euch das Leben vermutlich nicht so schwer machen werden.

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  • Gerade bei einem Hund mit unbekannter Herkunft von irgendeinem Hobby oder Hinterhofvermehrer sollte man als Anfänger bei Gebrauchshunden generell die Finger davon lassen.

    Man unterschätzt das Potential dieser Rassen sehr schnell, vor allem weil viele im ersten Lebensjahr noch halbwegs handsam sind und erst mit dem erwachsen werden die ganze Palette auspacken. Wir haben hier im Forum dutzende Themen von Leuten, die dachten, das geht schon, ist auch nur ein Hund wieder jeder andere, gehört nur erzogen.


    Ich schließe mich Murmelchen an, ohne ein wirklich gutes Händchen und der Möglichkeit einen solchen Hund auch unter worst scenario Bedinungen behalten zu können (aggresiv gegen Fremde, aggressiv gegen Artgenossen) und einen wirklich guten Trainer, der Erfahrung mit der Rasse hat und nicht nur irgendeine Hundeschule im Dorf betreibt, würde ich als Anfänger die Finger davon lassen.

    Gebrauchshund ist einfach ein Thema für sich und leider hat man da im Tierschutz auch sehr oft de rosa Brille auf, was zu massiven Fehleinschätzungen und wirklich schlimmen Vermittlungsfehlern führt.


    Und ja, Malis brauchen Auslastung und damit ist nicht gemeint, dass man stundenlang spazierengeht oder Bällchen spielt. Sie brauchen eine strukturierte und kontrollierte Aufgabe und auch dazu braucht man gerade als Anfänger immer eine entsprechende Anleitung, Begeitung und Betreuung.

    LG Raphaela


    The problem is not the problem, the problem is your attitude about the problem - Cpt. Jack Sparrow

    She was not looking for a knight, she was looking for a sword. - atticus

  • Malis brauchen nicht "total viel Sport", aber sie brauchen eine Aufgabe. Gibt man ihnen keine, finden sie eben etwas zu tun. Oft ist das dann aber weniger im Sinne der Halter.

    Generell gehören viele Malis zu der Sorte Hund, der man im Alltag Entscheidungen abnehmen sollte. Wenn man damit kein Problem hat, sind Malis großartige Hunde.


    Folgende Fragen solltet ihr euch stellen:


    Wollt ihr Hundesport machen?

    Wie verhält sie sich Artgenossen gegenüber?

    Wäre es für euch okay, wenn sie andere Hunde, Leute, Tiere zum Fressen gern hat?


    Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, die Maus mal für ein paar Tage probewohnen zu lassen. Viele Malis neigen nämlich auch dazu, ihr Revier zu verteidigen. Bei einem Probelauf könntet ihr sehen, ob das der Fall ist und falls ja, wie ihr damit klar kommt.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hallo du,


    es werden sich sicher noch der ein oder andere äußern der aktuell einen Malinois hält.


    Ich liebe diese Rasse heiß und innig, mein Expartner hatte einen, ich habe inzwischen einen eigenen Hund seit 4 Jahren und es wurde kein Mali, obwohl es für mich ein Traum von Hund ist :herzen1:


    Fragen die ihr euch (auch generell) stellen solltet, wenn es unbedingt dieser Hund sein soll:

    - Seid ihr bereit zur permanenten Management? Mali sind i.d.R. keine Selbstläufer-Hunde, nachdem ihr sie bisher nur in der Tierheimumgebung erlebt hat kann es sein, dass sie zuhause anderes Verhalten zeigt. Seid ihr bereit das in Kauf zu nehmen und euch anzupassen, falls sie doch nicht so easy ist?

    - Müsst ihr mir natürlich nicht beantworten, aber euch selbst: Kinder geplant? Kinder in der Verwandschaft? Kann schwierig sein mit Malis, muss nicht. Die die ich kenne werden alle räumlich getrennt mit kleinen Kindern, einfach weil die schnellen unkontrollierten Kinderbewegungen für reizempfängliche Hunde schwierig sein können.

    - Der Hunde wurde schon mal wegen Überforderung abgegeben. ist schon mal ein Indiz, dass da ordentlich was los sein wird zuhause. Zeit und Bereitschaft mit dem Hund effektiv zu arbeiten?

    - Was wenn der Hund extrem reagiert auf Reize wie Bewegung, Lärm, etc? Wäre es ein Problem den Hund nicht überall mithinnehmen zu können? Ist ein Problem wenn er mit anderen Hunden nicht kann? Ist es ein Problem ihn Fremdbetreuen zu lassen?


    Das sind jetzt so Fragen die generell bei jedem Hund in meinen Augen geklärt werden sollten. Bei dieser Rasse aber nochmal eine tragendere Rolle spielen.

    Die Malis die ich kenne, sind alle zuhause auf dem Sofa absolute Knutschkugeln, toll zum Arbeiten, ein optischer Traum (für mich), aber alle eher unverträglich bzw. finden andere Hunde generell überflüssig, nicht mit kleineren Kindern vereinbar, mussten gesichert oder räumlich getrennt werden. Für mich spielt Fremdbetreuung während ich arbeite eine wichtige Rolle. Große Hunde sind da oft schwieriger, Schäferhunde noch mehr, Malis nochmal mehr nach meinen Erfahrungen.

    Da ich auf die Fremdbetreuung angewiesen bin und es dieser nicht zumuten kann den Hund zu arbeiten, habe ich mich dagegen entschieden, einfach weil es auch mal sein kann, dass mein Hund mit weniger Ansprache klar kommen muss einen Tag lang, der es ab kann mal zu faulenzen.


    Für mich nach wie vor ein Traumhund, aber nicht das was ich in meinem aktuellen Lebensalltag führen kann :( : Das nur mal als Denkanstoss, jetzt dürfen die Profis ran =P

    Milou *01.04.2016

  • Wir haben in unserer Staffel einige Malis. Alle arbeiten top! Ansonsten kommt es echt auf den Hundeführer an. Manche bekommen‘s gut hin im Alltag, Andere halt eher weniger.


    Ich würde es auch von dem eigenen Alltag abhängig machen. Ich könnte schon allein deswegen gar keinen Mali halten, weil in meiner Gegend x unerzogene Tutnixe rumlaufen, die meinen, jeder Hund mag ihnen Hallo sagen.


    Mit einem Labbi und einem Springer ist das kein Thema, aber ein Mali macht da halt unter Umständen Hackfleisch draus...

  • vor allem weil viele im ersten Lebensjahr noch halbwegs handsam sind und erst mit dem erwachsen werden die ganze Palette auspacken.

    Das kann ich für keinen meiner Hunde bestätigen. Die, die alles und jeden scheiße finden, waren schon als Welpen so, und die netteren sind auch genau so geblieben, wie sie als Welpen waren. Natürlich gibt es zwischenzeitlich Angstphasen etc. aber ich denke schon, dass ein erfahrener Hundehalter/-züchter einen Hund recht zuverlässig einschätzen kann.


    Ob das im Tierheim gegeben ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.

  • Meine Schäferhunde fingen alle so um den 11. Monat rum an, dass sie ihr Standing klar gemacht haben.

    Mr E war bis zur Pubertät relativ universal verträglich, das änderte sich schlagartig mit 13 Monaten. Die kleine Kackbratze konnte andere Hunde noch nie leiden, das Thema mit fremden Personen machte er aber erst mit rund einem Jahr deutlich sichtbar, dass er absolut bereit war, da bis zum Äußersten zu gehen.


    Auch würde ich mich einfach nicht drauf verlassen, dass die Einschätzung des Hundes richtig ist und da nicht jetzt schon die ersten Anzeichen einfach missinterpretiert werden und letztlich in eine Richtung führen werden, mit der ein Anfänger grandios überfordert sein wird.

    LG Raphaela


    The problem is not the problem, the problem is your attitude about the problem - Cpt. Jack Sparrow

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