Wie Labbiwelpen das "Aus" beibringen? Keine Ideen mehr

  • Der ballert eine Stunde mittags draußen mit anderen Hunden herum? Und drin? Auch dauerhaft wach? Training dann auch noch dazu?

    Das Futter würde ich mir auch noch mal ganz genau anschauen.

  • Ich hab mit meinem Welpen das gleiche Problem, vor allem Zigarettenstummeln habens ihm angetan. Ich war draußen dann immer schon soo angespannt weil ich so Angst um ihn hatte, das hat er natürlich auch gemerkt und das hat die Situation nicht gerade verbessert. Hab auch das Tauschen geübt, mit größeren Sachen klappt es auch schon halbwegs, aber wenn er was kleineres findet saugt er das einfach ein. So schnell kann ich gar nicht reagieren.

    Lage Rede kurzer Sinn: hab einen Maulkorb auftrainiert (ganz langsam mit viiiiel Leckerchen). Den hat er draußen jetzt immer oben (auch im Freilauf) und wir sind beide viel entspannter. Das Grundproblem löst das natürlich nicht und mein Ziel ist auch, dass er von selbst erst gar nichts aufnimmt. Aber soweit sind wir noch nicht.

  • Meinst du nicht das ein 16 Wochen alter Hund "etwas" zuviel Programm hat mit mehrfach Gassi davon mindestens 1x Tag 1 Stunde plus mehrere Kommandos göeichzeitig erlernen und das noch 5-7x hintereinander?

  • Junge Hunde haben eine Phase wie Kleinkinder, in der sie alles mit dem Maul untersuchen. Das kann schon beunruhigend sein, auch ich habe mir damals Sorgen gemacht, bei all dem Müll, der hier rumligt. Aber bei Cara war es so, daß sie zwar auf allem möglichen rumgegnabbelt hat, aber sie hat nichts runtergeschluckt, sondern nicht Fressbares auch wieder fallen gelassen. Bist du dir ganz sicher, daß dein Hund Kronkorken usw wirklich runterschlucken will?

    Die Frage stellt sich bei einem Retriever ja noch etwas anders als bei einem Pudel.


    Diese kindliche Phase geht aber von selbst vorbei. Es lohnt sich nicht, deshalb einen erzieherischen Kriegsschauplatz zu eröffnen. Bis man ein sicheres Aus in jeder Lage mit dem Junghund aufgebaut hat, ist diese orale Phase ohnehin vorbei.


    Kontrolle an der Leine hilft, damit der Hund nichts Gefährliches aufnehmen kann. Ansonsten muß der Hund seinem Untersuchungsbedürfnis bei harmlosen Dingen auch mal nachkommen dürfen, das gehört zu seiner Entwicklung dazu.


    Das Aus mit Spielzeug wird sinnvollerweise mit zwei genau gleichen Spielzeugen aufgebaut: mit dem einen wird gemeinsam gespielt, dann wird es dem Hund überlassen. Dieses Spieli interessiert uns jetzt überhaupt nicht mehr! Stattdessen ziehen wir das andere aus der Tasche und haben - ohne den Hund - den größten Spaß damit. In die Luft werfen, vor der Nase des Hundes animieren und wegziehen, das ist jetzt das tollste Spieli der Welt! Der Hund wird nun das neue Spieli haben wollen. In dem Moment, wenn er sein altes Spieli losläßt, um das neue zu schnappen, sagen wir "aus" und er bekommt das neue, mit dem wieder gespielt wird. Wir sammeln das alte unauffällig auf und das Ganze kann man mehrmals wiederholen.

    Dabei ist es wichtig, daß "unser" Spielzeug immer das begehrenswerte ist, wir animieren es und freuen uns so dolle drüber, daß der Hund nur neidisch werden kann. Das langweilige Ding, das der Hund im Maul hat, interessiert uns dagegen nicht die Bohne. Wir beachten es gar nicht und denken keinen Moment darüber nach, wie wir es dem Hund abluchsen können. Das geringste Interesse unsererseits macht es dem Hund nämlich wieder wertvoll.


    Wichtig ist, daß beide Spielzeuge genau gleich beschaffen sind und nicht eines in den Augen des Hundes höherwertig ist ans das andere. Also am besten zwei gleiche Zergelseile o. Ä. zusammen kaufen.


    Das "Aus" sagen wir vorerst nur dann, wenn der Hund das Spielzeug von selbst losläßt. Sobald er den Ablauf schon gut kennt, kann man das Aus im Sekundenbruchteil vor dem Auslassen sagen und es so allmählich vom Begleitwort zur Aufforderung werden lassen.


    Hat man nur ein einzelnes Spielzeug und will das Aus über passives Festhalten erreichen, ist das für den Hund sehr viel schwerer zu erlernen. Auch passives Festhalten ist wie ein Tauziehen, bei dem keiner nachgeben will.


    Dagmar & Cara

  • Draußen nichts fressen ist für mich was anderes als Aus. Also Aus ist für mich: las los und die Konsequenz ist was gutes für dich, aber da kann man sich rantasten. Draußen nichts vom Boden nehmen ist ein Tabu. Ich bin generell sehr nett mit meinen Hunden und habe sehr wenig Tabus. Aber wenn etwas so rein gar nicht geht (weil es z.B. um deren Leben(!) geht, dann lernen die das so deutlich wie nötig.

    Ich versuche ja auch immer so gut es geht die Situation vorauszusehen. Wenn er zb an der Leine ist und er geht schon mit gesenkter schnüffelnder Schnauze auf ein Kaugummi zu dann breche ich halt sofort ab, was auch meistens funktioniert.

    Das Aus ist definitiv nicht die Lösung für die Situation dass er grundsätzlich nichts vom Boden essen soll, aber aktuell wohl noch einfacher zu lernen.

    Der ballert eine Stunde mittags draußen mit anderen Hunden herum? Und drin? Auch dauerhaft wach? Training dann auch noch dazu?

    Das Futter würde ich mir auch noch mal ganz genau anschauen.

    Nein, er ist insgesamt eine Stunde draußen, wo er etwa 20 Minuten mit anderen Hunden spielt. Der Rest darf er schnüffeln, rennen und mal mit uns ein Spiel machen.

    Drinnen wie schon geschrieben, außer ruhen und Training nichts. Training vielleicht 2-3 Mal am Tag für 5 Minuten.

    Futter ist ein TroFu von Wildborn ohne Getreide.

    Meinst du nicht das ein 16 Wochen alter Hund "etwas" zuviel Programm hat mit mehrfach Gassi davon mindestens 1x Tag 1 Stunde plus mehrere Kommandos göeichzeitig erlernen und das noch 5-7x hintereinander?

    Wir gehen nicht mehrfach am Tag Gassi. Wir haben eine Dachterasse mit Grünstreifen, wenn er muss gehen wir da drauf, und direkt danach wieder rein. Klassische Gassirunden an der Leine machen wir gar nicht.

    Mittags geht es eine Stunde etwa raus, kurze Autofahrt, dann kurz an der Leine zur Wiese und dann wie oben geschrieben.

    Dass das Tagesprogramm zu viel ist, kann ich mir wirklich nicht vorstellen. Wie gesagt, Training maximal 5 Minuten am Stück.

  • Ich versuche ja auch immer so gut es geht die Situation vorauszusehen. Wenn er zb an der Leine ist und er geht schon mit gesenkter schnüffelnder Schnauze auf ein Kaugummi zu dann breche ich halt sofort ab, was auch meistens funktioniert.

    Übst du denn aktiv Tabus? Das kann man ja wunderbar stellen

  • Übst du denn aktiv Tabus? Das kann man ja wunderbar stellen

    Wie sieht so etwas aus?

    Bisher haben wir nur "nein" als Abbruch geübt, was manchmal sehr gut, manchmal aber auch noch nicht so ganz klappt. Im großen und ganzen hört er in 80% der Fälle darauf, auch wenn es manchmal etwas schärfer gesagt werden muss. Ich versuche es der Situation anzupassen.

  • Ich kann dir halt nur empfehlen etwas mit Bedacht an sie Sache zu gehen. Hier im Forum gibt es zig Threads von Hundebesitzern die sich (auch wenns 3x gut gemeint war) einen Junkie gezüchtet haben der dann als er "wacher" wurde so richtig für Probleme gesorgt hat.


    Ich wiederhole es ja immer. Bedingt durch die schlimmen Umstände bei Luccas Einzug damals hatte ich überhaupt keinen Kopf dafür mich gross um seine "Ausbildung" zu kümmern. Wenn ich ihn nicht gerade herumgeschleppt habe lief er halt so mit. Sein erstes richtiges Kommando haben wir geübt da war er 7 Monate alt. Geschadet hat es ihm nichts aber unsere Bindung zueinander ist tiefer wie alles andere

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