Umgang mit magensensiblem Hund

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    Hallo liebe DFler

    Ich bräuchte mal wieder euer Schwarmwissen:winken:

    Und zwar geht es um meine 14 Monate alte Border Collie Hündin, welche seit jeher einen etwas sensiblen Magen-Darm-Trakt hat. Aktuell haben wir leider wieder zeitweise einige Probleme.

    Mittlerweile füttere ich sie morgens nass (1/2 Dose= 400g) und abends trocken (70-100g). Nach langem rumprobieren sind wir mittlerweile bei Select Gold Sensitive Lamm und Reis gelandet. Mir persönlich gefällt die Marke nicht soo gut und die Zusammensetzung finde ich nicht soo toll, aber vertretbar. Leider verträgt mein Hund keine hochwertigen/fleischlastigen Futtersorten, davon scheißt die sich die Rippen ab (egal ob Wolfsblut, Real Nature, Acana usw). Wir haben echt schon sehr viel probiert was Futter angeht von Mittelklasse bis Hochklassefutter. Um das soll es hier aber an sich auch nicht gehen.

    Mein Problem ist nun, dass sie zwischendurch immer wieder breiigen Kot absetzt und an diesen Tagen dann auch extreme Magengeräusche hat. Hat sie ein paar Tage ihren Rhythmus beim koten gefunden, wo auch die Konsistenz gut ist, kann es sein, dass sie auf einmal wieder Durchfall bekommt und ich am Morgen Häufchen in der Wohnung beseitigen muss, da sie sich nicht meldet über Nacht. Das passiert vielleicht so ein bis zwei Mal alle 14 Tage.

    Grundsätzlich glaube ich, dass sie das Futter verträgt und vor allem gut verwertet. Sie frisst es auch gut und gerne, was sonst bei vielen Marken nicht so der Fall ist.

    Meist fällt mir im Nachhinein auf, dass sie irgendetwas gefressen hat, was sie nicht sollte. An einem Tag ein Milchkaffeefleck auf der Terrasse, am anderen Tag einen Happen frische Pferdeäpfel. Natürlich schaue ich, dass sie unterwegs nichts aufnimmt, aber ab und zu passiert es halt trotzdem.

    Früher hat Looney immer am Morgen noch einen Teelöffel Olewo Karotten zum Futter erhalten. Allerdings musste ich diese weglassen, weil sich dadurch die Kotmenge extrem erhöht hat und sie super viel gross musste.

    Gesundheitlich ist sie fit. Giardien wurden vor kurzem untersucht und da war nichts. Entwurmen tue ich sie ungefähr drei bis viermal im Jahr, das letzte Mal im Mai.

    Sie verträgt kein Hühnchen und mittlerweile keine Milchprodukte mehr (welche sie als Welpe noch vertragen hat). Darauf nehme ich natürlich Rücksicht und das kriegt sie nicht mehr, da schaue ich extrem drauf. Leckerlies und Kauartikel kriegt sie nur selten und mit durchdachter Zusammensetzung (sehe da leider auch gar keinen Zusammenhang mit dem breiigen Kot). An zuviel/ zuwenig Ruhe oder Stress sollte es nicht liegen, da achte ich wirklich sehr drauf und sehe auch hier keinen direkten Zusammenhang mit aufregenden Situationen und der Verdauung. Sie ist sowieso ein sehr gechillter Rassevetreter, die von sich aus viel ruht mittlerweile.

    Mir geht es an sich darum, weichem Kot und somit auch Unfällen in der Wohnung vorbeugen zu können. Akuter, richtiger Durchfall hat sie selten, und wenn, ist der mit Morosuppe auch bald passé.

    Meine Frage an euch ist nun: Hat jemand von euch auch einen Hund der auf alles so extrem sensibel reagiert? Habt ihr irgendwelche Tipps für mich? Wie handhabt ihr diese Sensibilität im Alltag?

    Eine Bekannte hat mir Nux Vomica Tröpfchen empfohlen, hat wer Erfahrungen damit?

    Danke bereits im Voraus!

  • Mein Cooper (Dobermann-Mix) ist auch so ernährungs-sensibel. Das hat sich genau so geäußert wie bei Deinem, immer wieder breiiger Kot, dazwischen normal. Wir haben alles untersuchen lassen, Kotproben, großes Labor, Ultraschall vom Bauch - alles ohne Befund.

    Er hat sich mit Royal Canin, Gastro IntestinaTrockenfutter, super stabilisiert. Das Fell glänzt, er ist topfit, die Kotmenge gering und die Konsistenz optimal.

    Auf der Packung steht zwar, daß man das Futter nicht ohne tierärztlichen Rat über längere Zeit geben soll, aber lt. der sehr guten Fachtierarzt-Praxis, in der wir waren, kann man das auch lebenslang füttern.


    LG,Gisela

  • Nix Vormica ist wirklich sehr gut und kannst du ruhig mal ausprobieren.


    Aber ich glaube ich würde dennoch mit dem TA besprechen, was du tun kannst. Vermutlich wäre mal ein tierärztliches Futter besser. Denn klar, sie frisst das Select Gold, aber anscheinend hat sie ja Verdauungstechnisch trotzdem Probleme.


    Hat sie das denn mehrmals die Woche, also die Symptome?


    Kannst du evtl feststellen, ob sie Stress hat?

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  • - Mein magensensibler Hund bekommt täglich drei bis vier Mahlzeiten, damit die nicht so groß sind. 400 g Nafu "am Stück" kommt mir sehr viel vor. Aber wenn sie damit nur selten Probleme hat, wird es daran auch nicht liegen, oder?


    - Meine ist jetzt ca. acht Jahre alt und endlich so weit, dass sie nichts mehr frisst, was sie nicht fressen soll. :/
    Da hilft nur gute Überwachung.


    - Placebos helfen nur dir, nicht dem Hund. Kann man machen, solange es dem Hund nicht weiter schadet.


    - Wenn es ein bis zwei mal in 14 Tagen auftritt, könnte es an Veränderungen liegen wie beispielsweise Arbeitstage vs. Wochenende? Meine hat immer auf kleinste Änderungen in der Routine reagiert.

  • Also ich würde mich meinen Vorpostern anschliessen, vll. doch mal so ein TA Futter, auch wenn einem die Zusammensetzung nicht wirklich gefällt. Für manche Hunde, bzw für ihren Verdauungstrakt ist es offensichtlich das beste.


    Entwurmen tue ich sie ungefähr drei bis viermal im Jahr, das letzte Mal im Mai.

    :shocked:


    Finde ich enorm viel, ausgerechnet für einen magen-darmsensiblen Hund. Mag nicht bei jedem Hund relevant sein, aber diese Wurmkuren (jede einzelne) gehen schon zu Lasten der Darmflora (und jedes mal aufs Neue). Eine stabile Darmflora wird sich sicherlich weniger stark angegriffen und stabilisiert sich schneller. Aber wenn sie eh schon so angegriffen ist, würde ich Wurmkur nur dann verabreichen, wenn sie nötig ist.


    Das vll. mal mit Deinem TA besprechen, das ist - so meine These - häufig sehr gebietsabhängig. Im ländlichen Raum, mit viel Wild und vielen halbwilden oder verwilderten Katzen, kann man kaum darauf verzichten. Aber im städtischen Raum würde ich es etwas anders sehen. Also ich lebe hier inmitten der Landwirtschaft- und Naturschutzzone. 2 x im Jahr bekommen meine eine Wurmkur. Allerdings funktioniert hier die Verdauung auch normal. Merke davon kaum etwas, weil die Darmflora wohl stabil ist.

    Früher hat Looney immer am Morgen noch einen Teelöffel Olewo Karotten zum Futter erhalten. Allerdings musste ich diese weglassen, weil sich dadurch die Kotmenge extrem erhöht hat und sie super viel gross musste.

    Das hätte mich jetzt nicht wirklich gestört, wenn es denn geholfen hat :ka: Vll. versucht auf die Hälfte zu reduzieren oder vll. 1/3 zu reduzieren und dann zu schauen, obs immer noch hilft. Dass es zu mehr Kot führt, ist eigentlich gewollt ... sind Balaststoffe. Und diese Balaststoffe wirken den Durchfällen entgegen.

    "Warum er immer so vergnügt? Weil er die anderen für dümmer hält als sich selbst."
    Wilhelm Busch ( 1832 - 1908)
    - Quelle: Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Sprikker -

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich habe das irgendwo auch in einem anderen thread schon mal geschrieben, ich will auch nicht nerven damit, dass ich es hier auch wieder schreibe ( wenn es sein sollte, dann bitte löschen).


    Unsere Hündin verträgt ja auch so einiges nicht. Als wir das alles rausgefunden hatten und weggelassen haben, ging es ihr erst mal gut. Wir hatten zu der Zeit allerdings kein TF da, das ohne die unverträglichen Zutaten war. Als wir da dann eines gefunden hatten und es wieder abends gefüttert haben, fingen die Magenprobleme (Bauchschmerzen, Blähungen) und auch das mit dem weichen Kot (bis zu Durchfall) vor allem Abends und nachts wieder an. Es hat sich dann herausgestellt, dass sie keinerlei Trockenfutter verträgt (das hatten wir anfangs auch Abends gefüttert).

    Seit wir das nun auch komplett weglassen und auch Abends Nassfutter geben, ist alles gut.


    Vielleicht mögt ihr ja einfach mal ausprobieren was passiert, wenn ihr mal ein paar Tage das TF konsequent weglasst? Das ist ja kein großer Aufriss, aber wenn es bei euch auch daran liegen sollte, dann wäre das Problem ja ganz einfach gelöst.

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    Liebe Grüße

    Ingrid mit

    Franzi, Hündin aus dem Tierschutz, geb. Mitte 2013, seit August 2019 bei uns, Bodeguero-Mix

  • Vielen lieben Dank euch allen für eure Antworten, tipps und Tricks.


    PicoCooper

    Dogs-with-Soul

    Danke für deine Erfahrungen mit dem Spezialfutter. Bisher dachte ich auch, dass dieselbe nur für eine kurze Zeit geeignet ist. Ich werde das aber sicherlich beim nächsten Tierarztbesuch mal ansprechen. Ich denke auch dass wenn die Beschwerden schlimmer werden, ich auf ein Tierarzt Futter umstellen muss. Die Symptome hat sie manchmal mehrmals pro Woche, in meinen Augen eben auch abhängig vom aufgenommenen Zeug draußen.

    @Ixabel

    Es könnte eben durchaus am Nassfutter resp. an der Mischfütterung liegen. Ich habe mich heute Morgen noch etwas durchs Netz gewälzt, und es wurde öfters erwähnt, das Mischfütterung bei Hunden mit sensiblen Magen-Darm-Trakt nicht optimal sei. Dabei dachte ich, ich tue ihr so etwas Gutes, damit sie zumindest ein bisschen Abwechslung hat. Aber das werde ich wohl überdenken.

    Ich habe wirklich akribisch Buch geführt und nichts herausgefunden, was auf Stress, Veränderungen und so weiter hindeuten würde im Zusammenhang mit dem weichen Kot. Ausser, dass sie am WE etwas später ihr Frühstück kriegt und am Abend entsprechend später koten muss.

    Das Rosilein

    Die Entwurmungsfrequenz ergab sich unter anderem deswegen, weil mir unser Tierarzt dazu geraten hat, nach den Ferien in südlichen Gebieten zweimal im Abstand von je drei Wochen zu entwurmen (milbemax). So kommt man dann halt schnell auf die drei bis viermal pro Jahr. Das sei dafür gut, dass man einen potenziellen Herzwurmbefall von vornherein stoppen kann, so wie drei Wochen später deren Larven abtöten würde.

    Wie handhabst denn wenn du mit den Hunden weg fährst (südlich)?

    Grundsätzlich würde ich natürlich das Entwurmen schon weniger öfters machen wenn es irgendwie machbar ist.

    Mit den Olewo Karotten hast du natürlich recht, die sind toll für sensible hunde. Ich werde die wohl wieder dazu nehmen, allerdings in viel kleiner dosierte Menge. Weil Looney musste leider so oft koten mit einem Teelöffel, dass sie nachts wieder nicht durchhalten konnte. Allerdings war die Konsistenz hier schon viel viel besser.


    Eulili

    auch dir lieben Dank für deine Tipps!


    Ich werde jetzt erstmal ein paar Tage trockenfutter füttern, am morgen mit ein paar wenigen Olewo Karotten aufgeweicht, und dann mal schauen was passiert. Vielleicht liegt es ja wirklich an der Mischfütterung, dass sie so absolut keine stabile Verdauung hat, so dass sie dann das Kleinste aus der Bahn wirft.


    Werde das jetzt ungefähr eine halbe Woche bis eine Woche probieren, und sonst noch mal mit dem Tierarzt über ein Spezialfutter reden.

    Nux Vomica werde ich heute kaufen in einem akut Fall mal ausprobieren.

    Ich berichte, wie es weitergeht:ventilator:

  • Ja das stimmt. Es gibt hier ja "leider" genug User mit Magensensiblen Hunde. Daher bin ich sehr gespannt, wie es bei dir weitergehen wird.


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