Hund hat unauffindbare innere Blutung

Es gibt 12 Antworten in diesem Thema, welches 2.573 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von LovelyLabiMix.

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    Hallo.


    Mein 6 jähriger Labrador Beagle Mix wurde vor 3 Tagen unglücklicherweise von einer Kuh attakiert, er war freilaufend mit meiner Mutter am Hof meiner Tante,, und keiner sah genau wo sie ihn getreten hat, äußerlich sahen "nur" die Augen etwas mitgenommen aus, die Augenlider hängten. Ihrer Aufsichtspflicht ist sie an dem Nachmittag leider nicht ganz nachgegangen, er meidet normalerweise jede Kuh(herde), wie es dazu kam ist mir ein Rätsel, es war einfach nur ein riesiges Pech für ihn und alle.. Deswegen bin ich dann noch am selben Abend zu einem Tierarzt der in 30 Sekunden "untersuchte" mit Röntgenaugendiagnose "Orbitafraktur", und er gab ihm eine Spritze gegen Schmerzen.


    Danach bin ich gleich zur nächsten Tierärztin, die untersuchte seine Augen genauer, Pupillenreflex etc, was er nur widerwillig zulies. Er bekam antibiotische Augentropfen mit Atropin. Augen waren somit eigentlich ok. Am nächsten Tag schon sahen sie wieder aus wie vor dem Unfall


    Dann merkte man aber das die Schmerzspritze anscheinend nachlies, in der Nacht hatte er 2 mal große Haufen erbrochen, er lag den ganzen Tag nur rum, trank kaum, fraß nichts, kam etwas krumm daher wenn er mal kurz aufstand


    An diesem Abend setzte er einen Teerartigen Kot ab, pechschwarz, glänzend, ich wusste sofort dass er eine innere Blutung haben musste. So rief ich den Bereitschafts Tierarzt an, wieder der 30 Sekunden Untersuchungs "Tierarzt", ich musste um einen Ultraschall am selbrigen Abend bitten(!!). Der dauerte auch nur ein paar Minuten, er sah ein Hämatom im Bauchraum, keine freie Flüssigkeit (Blut), meinte das würde womöglich in den Darm bluten, spritzte etwas Krampflösendes und was gegen dieses "Hämatom". In der folgenden Nacht setzte er zwei weitere Male Teerstuhl ab,ziemlich durchfallartig.


    Da ich so schon so schlechte Erfahrungen mit Tierärzten hatte, unter anderem mit diesem, fuhr ich heute gleich in die nächste Tierklinik. Die nahmen gleich Blut ab, er bekam eine Vitamininfusion, einen Bauchultraschall und ein Thorax Röntgen. Die Tierärztin fand keine Blutung, aber auch kein Hämatom im Bauchraum?! Das Labor zeigte jedoch verherrende Werte, gesunkene Erythrotzyten, HB im Keller.. Also irgendwo musste das verdaute Blut doch herkommen, aber nichts! Da sie in der Klinik selber nicht weiter wussten, bekam er gleich Vitamin K injiziert dass die Blutung stoppen sollte, und noch so einiges. Ich bekam Vitamin K Tropfen mit nachhause, etwas krampflösendes für den Darm, Schmerzstillendes nur für den Bedarf. Ich war am Boden zerstört und bin es immer noch.


    Er frisst, hat Appetit bekommt hochwertiges Dosenfutter, er trinkt viel, uriniert klaren Harn, und hat bereits wieder etwas festeren aber noch immer schwarzen Kot abgesetzt. Er geht mit nach draussen um das nötigste zu erledigen, dann aber gleich wieder rein und legt sich zum dösen hin. Klar ist er schlapp bei den Werten, aber ich mache mir noch immer extreme Sorgen, dass er mir hier zuhause nicht still innerlich richtig verblutet.. Er wäre mir schon einmal während seiner Kastration noch am OP Tisch verblutet.. Dieses ganze Tierarztgelaufe weil niemand sich richtig kümmert, ausser heute in der Tierklinik, macht mich auch schon so kaputt.. Ich vertraue denen in der Klinik, sie waren wirklich sehr genau beim Ultraschall etc, aber sie behielten ihn auch nicht eine Nacht zur Beobachtung bei ihnen oder so..


    Sollte es nicht akut viel schlechter gehen mit seinem Allgemeinzustand, reiche eine Blutbildkontrolle in ein paar Tagen.. Sie vermuten dass die Darmschleimhäute irgendwie bluten...


    Hat den jemand von euch Hundefreunden schonmal von sowas gehört.. Bin schon sehr geschädigt von den Tierärzten hier, ich habe durch meinen Beruf in der Medizinischen Pflege schon etwas Ahnung von dem ganzen, deswegen auch meine Skepsis bei allem was sie tun.

    Die Tierklinik ist so weit weg und wenn sein Zustand so bleibt wie jetzt mit Fressen, trinken, bisschen umhergehen, warte ich halt auf die nächste Blutbildkontrolle zu, habe aber einfach Angst dass er mir plötzlich für immer einschläft.. Könnte das passieren?


    Vielen Dank fürs Durchlesen und an alle die sich die Zeit nehmen um mir auch etwas zu antworten.. Mein Hund ist wie mein erstes Kind, ihn jetzt schon zu verlieren wegen eines so blöden Vorfalles, wäre doch viel zu früh..

  • Teerstuhl spricht ja ansich eher für obere Verdauungswege oder Blut schlucken, nicht für Darm, die Schwarzfärbung kommt von der Magensäure. Und wenn er ne Fraktur am Auge hat, lässt das den Schluss zu, dass er (auch oder nur) gegen den Kopf getreten wurde.


    Ich vermute, dass Erbrechen auch bei Hunden nach ner schweren Gehirnerschütterung zb vorkommt.


    Ist das Maul kontrolliert worden? Theoretisch denkbar, dass er sich zb massiv auf die Zunge gebissen hat beim Tritt, Zähne oder Kiefer verletzt wurden o. ä. Bei Nassfutter fallen Fressprobleme durch Schmerzen beim kauen weg bzw ev. nicht richtig auf.


    So wie ich es lese, ist nur Abdomen geschallt/geröntgt, nicht Kopf, Kiefer, Hals und ev. Speiseröhre usw. angesehen worden.

  • Ich hätte auch als erstes auf eine Gehirnerschütterung getippt.

    Am besten du bestehst darauf auch noch einmal den Kopf zu röntgen, vor allem die Speiseröhre, diese könnte gequetscht sein oder sogar bluten.


    Woher kommst du, vielleicht kann jemand eine gute Klinik in deiner Nähe empfehlen.


    Gute Besserung für deinen Hund und streichel ihn von mir. :streichel:

    "Soweit die Annalen der Menschheit reichen, ist der Hund an unserer Seite wie jetzt. Wir brauchen weder sein Vertrauen noch seine Freundschaft zu erwerben. Er wird als unser Freund geboren und glaubt schon an uns, wenn seine Augen noch geschlossen sind."


    Maurice Maeterlinck

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  • Mir fehlt in der Aufzählung auch das Kopfröntgen, da würde ich noch drauf bestehen.


    Grundsätzlich dauert es eine Weile bis der Darm ein Mal passiert ist, dh es wird noch schwarzer Kot kommen obwohl es vielleicht schon gar nicht mehr blutet. Er hat Medikamente bekommen und Schleimhäute heilen schnell, ich würde mich wegen des verblutens nicht verrückt machen.


    Die Untersuchung von Kopf und Hals würde ich dennoch heute durchführen lassen.

  • Teerstuhl spricht ja ansich eher für obere Verdauungswege oder Blut schlucken, nicht für Darm, die Schwarzfärbung kommt von der Magensäure. Und wenn er ne Fraktur am Auge hat, lässt das den Schluss zu, dass er (auch oder nur) gegen den Kopf getreten wurde.


    Ich vermute, dass Erbrechen auch bei Hunden nach ner schweren Gehirnerschütterung zb vorkommt.

    Das sehe ich auch so!


    Ich würde ein CT veranlassen. Zumindest vom Kopf.

    Wege zu gehen, die steinig sind. Berge zu ersteigen, die niemals enden wollen.
    Erfahrungen zu machen, die Wunden hinterlassen und trotzdem aufstehen und lachen.
    Ich bin ich, werde nie ein anderer sein.
    Dies ist meine Zeit, dies ist mein Leben!

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • die hängenden Augenlider haben mich auch gleich an eine Gehirnerschütterung oder Verletzung im Hirn denken lassen- dazu passt das Erbrechen.

    Loslassen heißt finden


    Sammy *04.2008 pflichtbewusster Dackel-Westie- Mix

    Jack *12.2020 neugieriger Irish Soft Coated Wheaten Terrier

    In ewiger Erinnerung und für immer in meinem Herzen: Locke•Kyra•Rocco•Charlie•Toni•Cäsar

  • Dazu passt eigentlich alles. Durchfall, Erbrechen, Lethargie. Durchaus möglich das er in den Magenbereich eingeblutet hat. Vielleicht ist im Nasenbereich eine Ader geplatzt und er hat nach innen geblutet, nicht nach Aussen.


    Hund Ruhe geben und beobachten. Wird er somnolent, sofort zum Tierarzt.

  • Teerstuhl spricht ja ansich eher für obere Verdauungswege oder Blut schlucken, nicht für Darm, die Schwarzfärbung kommt von der Magensäure. Und wenn er ne Fraktur am Auge hat, lässt das den Schluss zu, dass er (auch oder nur) gegen den Kopf getreten wurde.


    Ich vermute, dass Erbrechen auch bei Hunden nach ner schweren Gehirnerschütterung zb vorkommt.

    Das sehe ich auch so!


    Ich würde ein CT veranlassen. Zumindest vom Kopf.

    Warum?



    Würde man beim Menschen auch nur machen wenn Neurologisch auffällig :ka:

  • Würde man beim Menschen auch nur machen wenn Neurologisch auffällig

    Ich komme aus dem medizinischen Bereich und da ist zumindest das Röntgen ein Muss. MRT/CT wird immer gemacht, wenn neurologische Ausfallerscheinungen sichtbar sind. Und so weit ich das mittlerweile verfolgt habe, gab es ja Auffälligkeiten im Augenbereich und eine zumindest vermutete Fraktur.

    Wege zu gehen, die steinig sind. Berge zu ersteigen, die niemals enden wollen.
    Erfahrungen zu machen, die Wunden hinterlassen und trotzdem aufstehen und lachen.
    Ich bin ich, werde nie ein anderer sein.
    Dies ist meine Zeit, dies ist mein Leben!

  • Würde man beim Menschen auch nur machen wenn Neurologisch auffällig

    Ich komme aus dem medizinischen Bereich und da ist zumindest das Röntgen ein Muss. MRT/CT wird immer gemacht, wenn neurologische Ausfallerscheinungen sichtbar sind. Und so weit ich das mittlerweile verfolgt habe, gab es ja Auffälligkeiten im Augenbereich und eine zumindest vermutete Fraktur.

    Ich ebenfalls ;)



    Ich hab jetzt extra noch mal den Startbeitrag gelesen ,finde nichts was auf Fraktur oder neurologisches Defizit hindeutet:ka:

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