Warum ist es so schwierig, dass Tierschutz und Hundezucht friedlich koexistieren?

  • Ich sehe das Problem einfach nicht. Für mich IST vernünftiges Züchten (also sicherstellen ,dass es den Hunden lebenslang so gut geht wie eben menschenmöglich) ein besonders nachhaltiger Tierschutz. Und wenn auch die Hunde, die weniger Glück haben, Hilfe und am Ende ihre Menschen finden, ist das super - so what?

  • @Cindychill im Prinzip kann ich dir da zustimmen. Ich empfinde das Forum auch als Pro VDH.

    Antitierschutz würde ich so aber nicht unterschrieben. Ich denke hier sind viele kompetente Leute unterwegs, die auch teilweise sehr strikt ihre Meinung vertreten. Das finde ich im Grunde richtig, würde mir allerdings auch manchmal ein wenig mehr Toleranz wünschen.

    Allgemein diskutiere ich aber sehr gerne und lasse mich auch gerne von anderen Meinungen überzeugen.

    Im Endeffekt ist es hier aber auch nur ein Internetforum, in dem jeder Hanswurst seine Meinung rumplärren kann. Da muss man halt auch differenzieren können.

  • terriers4me


    Wie du das schreibst, habe ich auch viele Jahre gedacht.

    Aber inzwischen habe ich einfach so viele Schlechtes oder zumindest Zweifelhaftes im Bereich Zucht gesehen oder erlebt, dass ich da doch nicht mehr so ganz konform gehe.

  • Ich hatte schon Hunde vom Züchter, jetzt Hunde aus dem Tierschutz. Ich bin Pflegestelle a.d. und aktiv im Tierschutz tätig. Ich habe Freunde mit Hunden vom Züchter und finde die genauso toll wie meine Mixe. Ja warum sollte sich das denn ausschließen :ka:


    Im realen Leben , außerhalb meines näheren Bekanntenkreises, habe ich keine Ahnung woher die Hunde kommen. Ist mir auch schnurze. Es weiss auch keiner das ich im Tierschutz helfe. Ich werde öfters gefragt zu welcher Rasse meine Hunde gehören, da nehme ich mir die Freiheit und denke mir jedesmal was anderes aus xD


    Es gibt schon mal Züchter, die sich mir gegenüber gegen Auslandstierschutz aussprechen. Das ist halt eine andere Meinung und gut. Ich mag auch keine Qualzuchten, aber versuche auch nicht die Halter zu missionieren - habe aber schon mal auf Facebook einen Beitrag in dieser Form geteilt. Das hat aber nichts damit zu tun, das ich gegen vernünftige Zucht bin. Gute Zucht ist für mich auch eine Form von Tierschutz. Es gibt ja auch Familien für die keiner meiner Tierschutzhunde in Frage kommt, dann sollen sie sich lieber einen guten Züchter suchen. Ob Züchter das umgekehrt genauso machen, kann ich nicht sagen.


    Vor kurzem rief mir einer mit einem Dackel, der natürlich nicht hörte und auf meine angeleinten Hunde zuraste, zu ich solle gefälligst mit meinen Dorfkötern den Wald verlassen , sein Hund wäre reinrassig und ein Jagdhund im Dienst und kann so komische Hunde nicht ab. Oder Herr Pinscher, der zu mir sagte, ich hätte wohl keine Ahnung, sein Zuchtrüde brauche wohl mehr Auslauf und müsste deshalb hinter dem Auto herlaufen, mein Huskymix sei ja für nix gut. :headbash: Das finde ich amüsant. Waren bisher auch die einzigsten negativen Erfahrungen die ich hatte.

  • Für mich ist der wichtigste TS-Faktor, dass ein Hund ausgewählt wird, der zu einem passt. Und da hat Beides seine absolute Berechtigung, der Rassehund mit vorhersehbaren Eigenschaften, aber auch der TS-Hund. IRL kenne ich keine "Grabenkämpfe", da hat Beides seinen Platz. :ka:

  • Ich finde beides hat seine Berechtigung wenn es gut und informativ ausgeführt wird. Beides hat vor- und Nachteile. Denn nicht jeder Hund passt zu jedem Haushalt.


    Eine gute, qualifizierte Zucht kann genauso zum Tier- und Artenschutz beitragen.

    Dagegen kann ein unqualifizierter, schlecht ausgeführter Auslandstierschutz (hier denke ich zb an die ad-hoc-aktionen bei denen dutzende Hunde einfach an Rastplätzen an neue Besitzer übergeben werden ohne Infos über die Tiere oder weitere Unterstützung) auch nicht immer als gut abgesehen werden, da sie dem Tierschutz auch Schaden können.

  • Ich persönlich empfinde dieses Forum im Großen und Ganzen ein Pro-VDH-Forum und Antitierschutz.

    Das empfinde ich überhaupt nicht so. Ich empfinde das Forum als Pro VDH und Pro Tierschutz. Ich finde, das ist hier schon sehr ausgeglichen.




    Im realen Leben empfinde ich es so, das die tierschutzseite sehr gerne mal drauf haut, wenn es ums Thema zucht geht.


    Ich persönlich finde beides weder durchweg gut noch durchweg schlecht. Augen auf beim Hundekauf gilt für mich auf beiden Seiten. Qualzuchten und unseriöse Züchter auf der VDH Seite und unseriöse Vereine, falsche Beschreibungen der tiere und utopische Vorstellungen an den zukünftigen Halter auf der anderen Seite.


    Beides hat für mich also seine Vor und Nachteile und ich würde keines von beidem per se als besser oder schlechter betiteln.

  • Ich finde Spalterei auch Blödsinn und wundere mich, warum die Emotionen bei dem Thema so hochkochen und "leben und leben lassen" nicht funktioniert. Mir ist die Herkunft eines Hundes egal. Bei uns, als ganz persönliche Entscheidung, zieht kein Welpe vom Züchter mehr ein (durchaus denkbar aber immer erwachsene Rückläufer). Warum? Weil ein Welpe zu uns eh eher nicht passt und wir die Rahmenbedingungen für "Gebrauchte" auch mit Eigenheiten haben. "Gutmenschentum" spielt dabei weniger eine Rolle als eher tatsächlich die Passung. Halten tue ich die Hunde letztlich eh aus Egoismus, ich freue mich am Zusammenleben mit ihnen, egal wo wie herkommen. Anders als beim Überraschungspaket Welpe find ich aber großartig, dass meine Hunde schon fertig sind und ich weiß, was ich bekomme. Wie gesagt, sehr subjektives Entscheidungskriterium.

    Zucht und Tierschutz, wenn gut gemacht, find ich gleichwertig gut. Schlechten Tierschutz, Hinterhofvermehrung etc., damit hab ich ein Problem und würde mir wünschen, dass durch Aufklärung diese Quellen irgendwann austrocknen.

  • Ich habe da vom Prinzip keine Vorurteile.... Ich habe mich mit Moro für einen Züchterhund entschieden, da er mich zur Arbeit begleiten sollte und ich da am liebsten alle (Vor)Erfahrungen kennen wollte.

    Hinzu kommt dann, dass die Argumente zum eigenen Standpunkt - vor allem in sozialen Netzwerken - jeweils recht unerschütterlich und absolut formuliert werden. Da hätten wir zum Beispiel das Argument des immer gesunden Mischlings und den immer kranken Rassehunden. Oder das immer wiederkehrende "Adopt don't Shop", welches ja bereits impliziert, dass Menschen, die ihren Hund von einem Züchter haben, den Hund eher als "maßgeschneiderte Ware" ansehen, wohingegen der Mensch mit dem Tierschutz-Hund sich gern als völlig selbstlosen Retter sieht.

    Oder eben das Argument, dass es schon so viele tolle Hunde im Aus- und Inlandstierschutz gibt und man auf Tierschutzseite oft nicht verstehen kann, dass "neue Hunde produziert werden".

    Diese Argumente nerven mich auch und lassen mich dann in solche Diskussionen einsteigen. Dabei finde ich sowohl den TSH, als auch den passend ausgewählten Züchterhund für praktizierten Tierschutz.

    Störend finde ich dabei, dass Welpen vom Vermehrer, Ups Würfe, Welpenmaffia, Polenmarkt und VDH Welpen alle in einen Topf geworfen werden.

    Wenn sich dort die diskutierenden Seiten auf das wesentliche beschränken würden, wäre jedem geholfen. Auch das Freikaufen von Hunden, was einige TS betreiben, sehe ich sehr kritisch...... (emotional kann ich das verdammt noch mal verstehen, aber es potenziert nur noch mehr Leid)

    Für mich ist der wichtigste TS-Faktor, dass ein Hund ausgewählt wird, der zu einem passt. Und da hat Beides seine absolute Berechtigung, der Rassehund mit vorhersehbaren Eigenschaften, aber auch der TS-Hund. IRL kenne ich keine "Grabenkämpfe", da hat Beides seinen Platz. :ka:

    :bindafür:

  • Ich habe ja beides und würde mich nie auf eine Seite festlegen.


    Aber ich muss auch sagen, dass mir noch nie ein Züchter begegnet ist der schlecht über TS gesprochen hat bzw gegen vernünftigen TS war. Umgekehrt....joah....

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