Welche Rassen würdet Ihr mir empfehlen? - Teil 2
-
-
Ich weiß aber nicht, ob der Umstieg vom Border Collie nicht doch zu heftig wäre. Zumal ernsthaft nicht wirklich die Eigenschaft ist, die mir bei meinen Border Collies in den Sinn kommen würde. Gerade mein Rüde ist ein ziemlicher Quatschkopf

Mir persönlich sind Hütehunde zu sensibel. Ich hatte eine Woche die Cattle-Mix-Hündin einer Freundin zu Besuch und so gern ich sie habe - ich war doch ganz froh, als sie wieder abgeholt wurde. Wobei die Cattle-Hündin immer noch robuster als die Borders ist. Ich glaube, der Border-Rüde der Freundin würde mit mir dir Krise bekommen - ich bin einfach zu schusselig und er für meine kleine Wohnung dann doch zu geräuschsensibel.
Ich finde das immer witzig, dass Borders als so sensibel gelten. Meine haben da irgendwie ihre Rassebeschreibung nicht gelesen. Oder ich habe eine falsche Vorstellung von sensibel.
Aber genau deshalb habe ich die Befürchtung, dass mir Silken zu sensibel sind. Ich muss die einfach mal kennenlernen, um mir ein Bild zu machen.
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Welche Rassen würdet Ihr mir empfehlen? - Teil 2*
Dort wird jeder fündig!-
-
Oder ich habe eine falsche Vorstellung von sensibel.
So würde ich das nicht nennen.
Mal ganz davon abgesehen davon, daß jeder Hund ja noch einmal ein Individium ist, so daß sich dies auch mal stärker, schwächer ausgeprägt zeigt, so ist das andere einfach das persönliche Empfinden, wie man das alles so wahrnimmt.
Entweder paßt es zu einem, und man kommt prima damit klar. Oder es klappt halt nicht

Ich erlebe die Whippets teilweise auch als "sensibel". Ich denke mir schon, daß sie das auch sind. Wenn halt auch anders, als meine Shelties.
Aber genau deshalb habe ich die Befürchtung, dass mir Silken zu sensibel sind. Ich muss die einfach mal kennenlernen, um mir ein Bild zu machen.
Ich habe nur ein paar Vertreter kennen gelernt. Das Frauchen sagte mir mal, daß sie so sehr von meinen Shelties schwärmt, sich diese Rasse aber (noch) nicht zutraut. Sie befürchtet wohl eben diese Sensibilität, vielleicht noch ein paar andere Dinge. Doch ihre Silken sind weitaus sensibler, als mein bis dahin empfindlicher Sheltie.
Und sie konnte sehen, wie meine Shelties immer noch mit mir mitarbeiten, auch in Bereichen, wo ihre Hunde sich schon zurückziehen.Ich denke mir mal, auch da wird es etwas empfindlichere Hunde geben, und andere, die nicht so sensibel wirken, auch wenn andere Menschen da wieder was anderes sehen.
Rest wird das Ergebnis entsprechender Paarung sein, und die Aufzucht tut ihr übriges.Optisch finde ich das echt schöne Hunde!
-
Der Silken, der hier immer wieder wohnt, ist für mich der Inbegriff von sensibel.
Ich bin auch schusselig, mir fällt öfter was runter oder ich quietsche "Huch!" weil mir irgendwas fast runter fällt und der Silken bekommt regelmäßig die Krise bei sowas. Ich bemühe mich dann immer sehr aber sowas geht halt nur begrenzt

Auch bei Gefühlen natürlich, als ich zB etwas gestresst alle ins Auto einladen wollte hat er einfach verweigert und sich zurück gezogen, obwohl ich nach aussen hin ruhig agiert habe (also keinen großen raudau gemacht habe oder so), aber alleine mein leichter Stress war ihm schon zu viel.
Und er hatte einmal einen halben Nervenzusammenbruch, weil mein Pferd neben ihm geschnaubt hat. Also dass sich ein Hund, der das nicht kennt, erschrickt - völlig logisch. Aber wenn er sich davon gar nicht mehr erholt ewig - puh.
Meine Hütehunde (2 Aussies und ein Kurzhaarcollie) hatten mit sowas alles keine Probleme.
Also ich muss gestehen, dass ich das im Alltag immer als sehr anstrengend empfinde, da man ihm ständig mit einem "du schaffst das!" den Rücken stärken muss fürs völlig normale Leben. Er ist aber laut den Besitzern auch ein besonders sensibles Exemplar. Da würde ich also echt sehr genau hinschauen...
-
Ja, ich denke, dass die Sensibilität von Border/Hütehund und Whippet sich unterscheidet - beide Rasse(gruppen) sind sensibel, aber jede auf seine Weise. Je nachdem, wie Mensch ist, kommt er mit dem einen oder andren besser klar (oder merkt es gar nicht) bzw. manche Menschen können auch mit beidem.
Paar Beispiele aus meinem Erleben:
Gruppenfoto. Border, Cattle und Whippet, alle sollen Sitz machen. Whippet (meine Jin) steht auf, weil sie keinen Bock hat. Ich wiederhole "Sitz!", normale Lautstärke, aber mit etwas Nachdruck in der Stimme. Border duckt sich etwas "Ich sitz doch? Ich mach doch alles richtig?", Cattle war's egal, er wusste, dass er nicht gemeint war, und Jin hat sich gefühlt schulterzuckend wieder hin gesetzt "Wenn's denn sein muss..."
Bei den meisten Hütehunden muss man nach meiner Erfahrung die Strafe deutlich sensibler dosieren - da reicht eine hochgezogene Augenbraue oder etwas mehr Nachdruck beim Sprechen. Bei den Whippets fängt die Strafe eher beim Nachdruck in der Stimme langsam mal an.
Border, Cattle, Sheltie, die nach einem blöden/schmerzhaften Erlebnis mit einem Agi-Hindernis dieses deutlich vorsichtiger anlaufen/nutzen (in einem Fall auch erstmal stark meiden - schieb ich hier aber eher auf die Herkunft (TS), als auf die Rasse). Meinen Whippets ist sowas idR egal, die brettern trotzdem weiter drüber/durch. Nur einmal hat Jin sich bei der Wippe rein durch's Zuschauen beim Mitbewohner-Hund, der diese gruselig fand, davon überzeugen lassen, dass die Wippe gruselig ist

Bei (unbewusstem) Druck seitens des Hundeführers oder unklaren Anweisungen neigen Whippets eher dazu, einfach nichts mehr zu machen, derweil Border eher dazu neigen, einfach irgendwas zu machen. Der Sheltie im Verein fängt eher an, sein Frauchen zu maßregeln (durch Ankläffen - natürlich), weiß aber nicht, ob das für Shelties allgemein gültig ist. Die Cattles sind da eher stoisch, ignorieren den Druck oder warten einfach ab, was sie machen sollen.
Auch kann das "Außen" beim Whippet meiner Erfahrung nach im Agi-Parcours etwas mehr Einfluss auf den Lauf haben, als bei Bordern - der Border ist eher mit 95-100 % bei der Aufgabe, der Whippet eher mit so 90-95 %, beim Sheltie seh ich hier Schwankungen: entweder wie Border oder wie Whippets, die Cattles grundsätzlich eher wie Border.
Hütehunde tun sich im Generalisieren etwas leichter und finden's auch witzig, die gleiche Aufgabe 10x hintereinander zu machen (wenn die Belohnung stimmt). Der Whippet neigt bei Wiederholungen dazu, diese als Korrektur wahrzunehmen und fängt dann an, andre Lösungen zu suchen - egal, wie hochwertig man die vorherigen, richtigen Ausführungen belohnt hat.
Im Alltag hab ich das Gefühl: dem Border erklärt man 1-2x die Regeln und er hält sich dran (naja, nachdem die Junghundeflausen sich verwachsen haben), derweil Whippets ihr Leben lang immer mal nachfragen, ob die Regeln auch heute gelten.
-
Der Sheltie im Verein fängt eher an, sein Frauchen zu maßregeln (durch Ankläffen - natürlich), weiß aber nicht, ob das für Shelties allgemein gültig ist
Bei meiner Sheltie Hündin musste ich erst lernen, dass Druck nicht zum Erfolg führt, das hat sie sehr verunsichert, und das dieser auch überhaupt nicht notwendig war.
-
-
Ja, ich denke, dass die Sensibilität von Border/Hütehund und Whippet sich unterscheidet - beide Rasse(gruppen) sind sensibel, aber jede auf seine Weise. Je nachdem, wie Mensch ist, kommt er mit dem einen oder andren besser klar (oder merkt es gar nicht) bzw. manche Menschen können auch mit beidem.
Paar Beispiele aus meinem Erleben:
Gruppenfoto. Border, Cattle und Whippet, alle sollen Sitz machen. Whippet (meine Jin) steht auf, weil sie keinen Bock hat. Ich wiederhole "Sitz!", normale Lautstärke, aber mit etwas Nachdruck in der Stimme. Border duckt sich etwas "Ich sitz doch? Ich mach doch alles richtig?", Cattle war's egal, er wusste, dass er nicht gemeint war, und Jin hat sich gefühlt schulterzuckend wieder hin gesetzt "Wenn's denn sein muss..."
Bei den meisten Hütehunden muss man nach meiner Erfahrung die Strafe deutlich sensibler dosieren - da reicht eine hochgezogene Augenbraue oder etwas mehr Nachdruck beim Sprechen.
Border, Cattle, Sheltie, die nach einem blöden/schmerzhaften Erlebnis mit einem Agi-Hindernis dieses deutlich vorsichtiger anlaufen/nutzen (in einem Fall auch erstmal stark meiden - schieb ich hier aber eher auf die Herkunft (TS), als auf die Rasse). Meinen Whippets ist sowas idR egal, die brettern trotzdem weiter drüber/durch. Nur einmal hat Jin sich bei der Wippe rein durch's Zuschauen beim Mitbewohner-Hund, der diese gruselig fand, davon überzeugen lassen, dass die Wippe gruselig ist

Ha, ich habe wohl eher einen Whippet hier sitzen. Meine ist es nämlich völlig egal, wie laut die Wippe knallt oder ob er irgendwo gegen rennt. Das stört ihn kein bisschen, auch nicht außerhalb von Agility.
Und auch bei Korrekturen ist er unempfindlich. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass seine Vorfahren an Rindern gearbeitet haben und dadurch etwas meinungsstärker sind.
Aber genau deshalb habe ich ja Bedenken, dass mir der Silken oder auch der Sheltie zu sensibel für mich sind.
Hilft ja nix, ich muss die Rassen einfach mal in Natura treffen.
-
ich muss die Rassen einfach mal in Natura treffen.
Was man hier meist liest sind eben meist nur persönliche Erfahrungen mit einer überschaubaren Anzahl Hunde.
Mein Collie ist mal vom Steg geflogen, große Schürfwunde (hab ich erst zu Hause gesehen), und direkt wieder drüber gerannt. Korrekturen und Geräuschen gegenüber auch nicht empfindlich.
Ich glaube die Schwierigkeit besteht darin dass es einfach X Interpretationen von Worten wie „sensibel“ gibt. Für mich bedeutet sensibel zB nicht, huschig und unsicher in der Reaktion zu sein, sondern reizoffen(er) und fein in der Wahrnehmung. -
Ich denk beim Silken kommt halt auch noch dazu dass die Bandbreite recht weit ist auch weil junge rasse.
Ich find die ja optisch superschön, mir sind aber viele davon zu hütehundig.
Kann also wirklich ganz gut passen.
Ich find aber whippets auch recht weit gestreut vom Wesen
-
Außerdem gibt's immer Individuen, die ein bisschen anders sind. Wenn man z.B. nur Jin als Whippet kennt, hat man einmal optisch ein etwas andres Bild: Jin ist eine Hündin, aber optisch maskuliner als mancher Rüde, der Rasse. Aber auch charakterlich. Whippets sind eigentlich stapelbar. Jin ist das nicht, sie ist für einen Whippet ungewöhnlich stark auf ihren Individualabstand bedacht.
Ich glaube die Schwierigkeit besteht darin dass es einfach X Interpretationen von Worten wie „sensibel“ gibt. Für mich bedeutet sensibel zB nicht, huschig und unsicher in der Reaktion zu sein, sondern reizoffen(er) und fein in der Wahrnehmung.
Ich denke, dass viele Interpretationen von sensibel stimmen - aber halt für jede Rasse immer ein bisschen anders.
Manches lässt sich auch relativ einfach auf den (ursprünglichen) Verwendungszweck zurückführen. Ein Border Collie z.B. muss aus seiner ursprünglichen Arbeit heraus sensibel auf den Hundeführer reagieren und sensibel auf die Umwelt achten, ein Whippet hingegen braucht sich für seine Arbeit gar nicht vom Menschen beeinflussen lassen, muss aber sehr sensibel auf die Umgebung reagieren. Wenn Whippets aber im Team eingesetzt werden (teils auch mit Frettchen oder (selten) Greifern) müssen sie aber durchaus auf ihren Teampartner achten und ggf. mit ihm interagieren (wir haben mal 6 Whippets ein Coursingtraining zusammen laufen lassen - es war schon spannend zu sehen, wie sie sich zur Hatz aufgeteilt und unterschiedliche Aufgaben übernommen haben), das ist dann aber eine Absprache zwischen Jagdpartnern und kein Ausführen von Kommandos wie bei Bordern.
-
Sensibel ist wirklich so eine komische Sache. Ich hab ja 3 (Langhaar) Collies hier und da ist jeder unterschiedlich sensibel.
Wir waren letzten Sonntag mit einem Aussie-Jungrüden und Familie Gassi. Die müssen öfter mal noch sein Verhalten korrigieren. Lani wollte dann nur noch meidig bei uns laufen und nicht mehr groß Schnuppern. Wolke findet fremde Hunde beim Gassi allgemein überflüssig und tüddelt mehr hinten rum, die blieb auch bei uns. Nur Amber... die lief munter fröhlich voran und fühlte sich gar nicht angesprochen.
Geräusche findet hingen Wolke am suspektesten, da ist Lani weniger anfällig für. Amber so dazwischen. Dafür kann Lani schlechte Laune halt so gar nicht ab.
Dafür mögen sie windhundige sehr gerne. Aussies weniger. Labbis geht so und Schäferhunde sind ein rotes Tuch für Lani. Wolke findet nur Familie gut (und kleine helle Wuschel).
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!