Beiträge von Panini

    Deja Vu. Der kleine 8kg-Wuschel meiner Eltern wurde letzte Woche ebenfalls von einer American Bulldog-Hündin in einem Wohngebiet (in NRW) auf fast dieselbe Weise angegriffen.


    Mein Vater ging mit ihm an der Leine an einem Haus vorbei, als plötzlich der andere aus einer offenen Garage rausgeschossen kam und sich ohne zu zögern auf seinen Hund gestürzt hat. Weder die Tritte meines Vaters noch des Besitzers haben den Hund beeindruckt, im Gegenteil, der Hund hat dabei auch einmal nach seinem Besitzer geschnappt. Erst eine große Ladung Wasser hat ihn kurz abgelenkt, so dass er dann weggezogen werden konnte.


    Resultat: Zwei Bisswunden an der Seite und eine sehr große am Bauch, Tierklinik, Not-OP, 5 Tage Klinikaufenthalt, seit Samstag ist er wieder zu Hause, bekommt immer noch AB und kann kaum sitzen vor Schmerzen, entsprechend rastlos ist er und frisst auch sehr schlecht.

    Der Bauch war komplett offen, der Darm hatte auch was abbekommen und die Blutwerte sind nach wie vor nicht berauschend.


    Beim Ordnungsamt war man überrascht, die Halter gelten wohl als sehr verantwortungsvoll, nehmen schon lange Listenhunde bei sich auf und erfüllen alle Auflagen. Dennoch hätte das nicht passieren dürfen, denn eine Auflage bei uns ist, dass das Grundstück komplett ausbruchsicher eingezäunt sein muss, und zum Grundstück zählt auch die Garage.

    Es hätte ja auch sein können, meiner ist komplett unverträglich mit Rüden..

    An sowas denken die Leute irgendwie nicht. Letzte Woche kam im Wald ein Berner Sennenrüde zu uns gelaufen geschlendert. Vom Halter nichts zu sehen, aber man hörte ein leises "meiner tut nichts!" von irgendwoher. Ich rief "meiner aber!". Wollte mal sehen, wie die Reaktion dann ist. Es kam nur ein "oh" und der erfolglose Versuch eines Abrufs. Immerhin war der Rüde wirklich nett, aber mich nerven solche Situationen einfach.

    Ungelogen fast 5 Minuten später kam ein schmächtiger, alter Mann mit Gehstock, der niemals in der Lage wäre, diesen Hund zu halten, auch mit Leine nicht.


    Ich denke, viele Leute verlassen sich einfach darauf, dass schon immer alles gutgehen wird. Und wenn nicht, ist im Zweifel halt der andere Schuld.

    Und mich hat extrem genervt dass sie beim spazieren gehen keine Leine dabei hatte.

    Ja, kann sein dass dort keine Leinenpflicht ist und die Hunde gut hören, aber dann hat man die Leine doch trotzdem zumindest dabei?

    Kann natürlich auch sein dass sie die zusammen geknittert in den Hosentaschen hatte, who knows?

    Sie hatte eine Leine dabei, anfangs waren die Hunde auch angeleint.

    In Dalmatiner wurden doch mal Setter eingekreuzt (LUA-Projekt war das?).

    Pointer waren das.

    Auf dieser Seite wird die Entstehung der verschiedenen möglichen Farben + Felllängen beim Dalmatiner erklärt:

    https://www.pro-dalmatian.de/i…h/fell-und-farbvarianten/

    Zitat: „Langhaarige Dalmatiner sind reinerbig für das rezessive Gen (l), kurzhaarige Dalmatiner können dagegen reinerbig Kurzhaar sein (LL) oder aber mischerbig (Ll) und somit Träger des Lanhaargens. Ob ein Hund Langhaarigkeit in seinen Genen trägt kann mittels eines einfachen Gentests bestimmt werden.

    Im Standard sind ausschließlich kurzhaarige Dalmatiner zur Zucht zugelassen, …“

    Man hätte das alles direkt zum 01.01. mit vernünftig ausarbeiten sollen, damit diese ganzen Schnellschüsse nicht gemacht werden müssen und vor allem, dass es einheitliche Regelungen hätte geben können. So kocht gerade wieder jeder sein eigenes Süppchen.

    Das ist aber immer so, man denke nur an die unterschiedlichen Corona-Schutzverordnungen. Es gibt vom Bund einen Rahmen, aber die genaue Ausgestaltung ist Ländersache und dort teilweise auch noch von Stadt zu Stadt unterschiedlich, je nachdem, wie das Gesetz eben ausgelegt wird. Es gibt nämlich immer einen Ermessensspielraum, wenn das Gesetz nicht total eindeutig bzw. sehr strikt formuliert ist.

    Soweit ich die jeweiligen Schreiben verstanden habe, werden die Ordnungs- und Veterinärmethoden tätig, sobald die Genehmigung einer Veranstaltung beantragt wird. Was ja auch Sinn ergibt, vorher haben die keine Handlungsgrundlage dafür, im Vorfeld tätig zu werden. Die Auflagen werden für die Genehmigung der Veranstaltung verhängt.

    Genau so ist es. Veranstalter X meldet Veranstaltung Y an, die vor der Genehmigung von Stadt/Veterinäramt Z geprüft und ggf. mit Auflagen versehen wird, über die bei Widerspruch/Klage ggf. neu entschieden wird.

    Die Tierschutzhundeverordnung gibt dabei nur den groben Rahmen vor, die genaue Auslegung kann unterschiedlich gestaltet werden. Im Gesetz werden ja nicht bis ins kleinste Detail Vorgaben gemacht (zum Glück, denn ein Gesetz ändert man nicht mal eben so wie jetzt die ursprünglichen Vorgaben der Vetämter, die ja schon deutlich gemildert wurden).

    Hier zahlt man 90€ für einen Hund, 108€ für jeden, wenn man zwei hält und 126€ für jeden, wenn man drei und mehr hält.

    Listenhunde kosten dasselbe. Hat man damals beschlossen, damit nicht noch ein Abgabegrund entsteht.