Beiträge von Panini

    Das sind die 10 Punkte:

    1. Keine Merle-Färbung.
    2. Glatte Haut ohne Falten.
    3. Fang lang genug für einfaches Atmen.
    4. Augenlider, die sich nicht einwärts/auswärts drehen oder hängen.
    5. Augen, die tief in der Höhle sitzen, ohne hervorzuquellen.
    6. Korrekt schließende Kiefer (kein Vor-/Rückbiss).
    7. Schwanz lang genug zum Wedeln.
    8. Gerade Beine ohne O-Beine.
    9. Natürliche Beinlänge (kein Zwergwuchs).
    10. Wirbelsäule, die sich beugen kann.

    Diese Vorgaben sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre in gesetzliche Zuchtvorschriften integriert werden.

    Ich hab mal gesucht was das konkret für den Collie bedeutet und gefunden, dass der Kennel Club für diesen April Treffen mit der APGAW, die diese Liste erarbeitet hat (wahrscheinlich vergleichbar mit der AGT in Deutschland), vereinbart hat. Ziel ist es, Lösungen zu finden, die Rassen nicht pauschal ausschließen.

    Der KC fordert zB, dass bei allen Merle-Rassen DNA-Tests statt bloß eine optische Beurteilung ausschlaggebend sein sollen. Da die APGAW wohl auch betont, dass es nicht darum geht, Rassen wie Collies zu verbieten, sondern die Zuchtpraktiken so zu verändern, dass gesundheitliche Risiken wie Taubheit durch Doppelmerle ausgeschlossen werden, bin ich mal sehr optimistisch, dass dieser Zeitungsartikel wie üblich bloß etwas reißerisch formuliert war.
    Man darf auch nicht vergessen, dass es in UK bisher kaum Zuchtvorgaben gab, beim Collie ist zB nicht mal HD-Röntgen vorgeschrieben.

    Irgendwie erschließen sich mir nicht was der Sheltie und der Border da auf der Liste zu suchen haben

    So wie ich das verstehe, geht es da nicht um Zuchtverbote, sondern um mögliche Änderungen in der Zucht anhand einer „Risikobewertung“.

    Zuchthunde sollen auf 10 Punkte hin geprüft werden und wenn sie mehr als 2 Punkte erfüllen, sollen diese Hunde nicht zur Zucht verwendet werden.

    Bei Collie und Sheltie geht es um Merle, wie immer wenn solche Listen rausgehauen werden :sleep:, die Kopfform und dadurch ggf. bedingte Kieferfehlstellungen und die Augenform, falls diese - zB bei zu tief liegenden Augen - Probleme verursacht. Ein Merle-Collie mit Scherengebiss (und ich kenne keinen einzigen Collie der kein Scherengebiss hat) und gesunden Augen würde von der Liste nur den Punkte „Merle“ erfüllen, erreicht also 9 von 10 Punkten und wäre somit nicht raus aus der Zucht.

    Es gibt auch schon eine Petition dagegen:

    https://www.change.org/p/protect-pedigree-dogs-in-the-uk-in-memory-of-her-late-majesty-queen-elizabeth-ii?recruited_by_id=39323c60-020d-11f1-8505-9505c6dd8c06ä

    Mir wurde erklärt das irgendein Vererber wohl die Ursache sei den man fast in jede Stammbau findet.

    Aber erklärt das, dass die Taubheit in mehreren Terrier-Rassen vorkommt? Bei den betroffenen Rassen (u.a. Fox, Parson Russell, Jack Russell, Bull - aufsteigend nach Häufigkeit) liegt es mW wie beim Dalmatiner an der Scheckung.

    Man siehts aber auch an den kleiner werdenden Murmeln.

    Ich weiß, da hat sich eben noch gar nichts getan. In 3 Wochen sind wir im Urlaub, wenn danach immer noch nichts passiert ist, wird so oder so ein Kastrationstermin gemacht.

    Märchen Wir haben uns da extrem viel mit beschäftigt. Als so im 3. Lebensjahr klar wurde, dass das nicht nur „pubertätsbedingt“ und auch nicht „alles nur Erziehungssache“ (mein Lieblingsspruch) war, hatte er schon 4 Würfe. Danach wurde er gechippt.
    Ich kenne aber seine Nachzucht, ob durch persönliche Treffen, Insta-Accounts, WhatsApp Gruppen etc. - nicht ein einziger Rüde ist mW was Hündinnen angeht wie er. Wir haben auch mit Züchtern und Tierärzten gesprochen und uns viel belesen. „Hormonell drüber sein“ ist nach unserem Kenntnisstand nicht vererbbar.
    Und da er davon ab arbeitsfreudig, offen, freundlich, extrem selbstbewusst und stabil im Wesen ist, was beim Collie leider absolut nicht selbstverständlich ist (außerdem ist er genetisch und gesundheitlich extrem gut aufgestellt), haben wir letztes Jahr als der Chip nicht wirkte, beschlossen, ihn noch nicht aus der Zucht zu nehmen. Und natürlich waren wir immer komplett transparent, auch den Züchtern, die dann angefragt hatten, gegenüber. Die wussten also auch über den Chip Bescheid. Ein Wurf letztes Jahr war sogar eine Wurfwiederholung und aus dieser Wurfwiederholung haben wir dann auch eine Hündin genommen - eben u.a. aufgrund all seiner Vorzüge und weil der erste Wurf extrem ausgeglichene Hunde hervorgebracht hat. Es gibt weitere Welpenkäufer, die auch gerade wegen seines Wesens einen Welpen von ihm haben wollten. Bspw. Leute die ihn bei einer großen Ausstellung gesehen und uns dann angesprochen hatten oder Leute die uns - und ihn - privat kennen oder eine Züchterin, die einen seiner Söhne behalten hat (der übrigens eher zurückhaltend gegenüber Hündinnen ist).
    Also man kann uns glaube ich nichts vorwerfen, gerade weil wir immer ehrlich alles offengelegt haben. Über die allermeisten Deckrüden dürfte weniger bekannt sein.

    Woher weißt Du eigentlich, dass es immer eine Hündin ist, wegen der er wegläuft?

    Hier wird dann tatsächlich zu Hündinnen gelaufen gerannt. Auch bergauf, durch Unterholz, auf einen Spazierweg zwei Wege weiter oben. Also auch wenn weit und breit eigentlich kein anderer Hund zu sehen ist. Auch zu Hündinnen die nicht läufig sind. (Den Deckmeldungen der Zuchtvereine nach sind aktuell aber sehr viele Hündinnen läufig Jetset )

    Deshalb wird er fast gar nicht mehr abgeleint und wir haben zum zweiten Mal nen Chip setzen lassen. Der erste Chip letztes Jahr hat so gut wie gar nicht gewirkt (offiziell durch Blutuntersuchung und inoffiziell durch - gewollte - 2 Würfe bestätigt), der zweite Chip ist jetzt seit 7 Wochen drin und bisher ist wieder noch nichts zu merken.. hoffe da tut sich noch was. Ohne „Testlauf“ wollten wir eigentlich nicht kastrieren lassen, sind allerdings inzwischen so weit, dass wir ihn so oder so dieses Jahr definitiv kastrieren lassen werden.

    Von rechts kommt ein angeleinter Hund auf die Kreuzung und steht so drei Meter vor Loki. Der schaut den Hund an, bleibt ganz ruhig völlig ohne Spannung im Körper stehen und schaut mich an, als wolle er sagen „da ist ein Hund“. Kein Versuch, da hin zu gehen, gar nichts.

    Genau so eine Situation hatten wir auch gestern. Alva lief (wie fast immer) frei und von rechts kam an einer Kreuzung ein angeleinter junger Labrador und stand dann bloß ein paar Meter vor ihr. Und sie schaut ihn einfach nur kurz an, dreht um und trabt zu mir. Ganz unaufgeregt und ohne Spannung. Ihr Vater macht sich mit 5 Jahren noch groß und wird spannig, wenn irgendwo ein fremder Hund auftaucht.
    Ach, es ist einfach so wunderbar einfach mit ihr :herzen1: