Beiträge von Panini

    „Diese Hunde" - egal ob jetzt HSH Mixe oder Strassenhund, kommunizieren tatsächlich extrem viel, sehr vielfältig, auf einer Skala, die den typischen deutschen Hunden verwehrt ist. Mir kommt das immer ein bisschen so vor, als ob die Züchterhunde in der Hinsicht bewusst ein bisschen "dümmer" gezüchtet sind (das ist keine Wertung nur eine Beobachtung über Jahre) , damit der Ottonormalhundehalter damit klar kommt und der Hund nicht völlig frustriert ist.

    Wie soll das denn bewusst gezüchtet werden :denker:?
    Ich habe eher den Eindruck, dass das daran liegt, dass „deutsche“ Hunde oft nur noch selten Gelegenheit bekommen, mit fremden Hunden zu kommunizieren und dadurch überhaupt keine Kommunikationsskills entwickeln können.

    Das fängt in den Welpengruppen an, wo die Welpen kaum Kontakt zueinander haben dürfen und mit Nachdruck erklärt wird, Kontakt zu fremden Hunden sei zu vermeiden, die hätten sich nichts zu sagen und freilaufende Hunde die auf einen zukommen müsse man vertreiben usw.
    (Gibt auch das andere Extrem, wo die Hunde unmoderiert toben dürfen, mein Eindruck ist allerdings, dass der „Trend“ eher dahin geht, den Leuten einzubläuen, überhaupt keine Kontakte zuzulassen.)

    Der typische Straßenhund der in seinen ersten Jahren von niemandem angeleitet/eingeschränkt wurde, hat vermutlich nach einem Jahr mehr Hundekontakte gehabt als der durchschnittliche deutsche Züchterhund in seinem ganzen Leben und dementsprechend bessere Fähigkeiten.

    Hier hat die Lassie bisher alles innerhalb von Minuten erstattet, egal ob Vorsorge/Impfungen oder Behandlungen. Bis auf eine Zahn-OP-Rechnung, da dauerte es eine knappe Woche weil ich erst die Krankenakte der letzten 2 Jahre einreichen musste.
    Die „Akte“ (ein digitaler Auszug) hat mir unsere TA-Praxis innerhalb weniger Minuten und kostenlos zugeschickt und anschließend wurde auch die Rechnung komplett übernommen.

    Wir waren heute Nacht beim Notdienst in der Tierklinik weil Alva Blut erbrochen hatte (Diagnose lautete dann zum Glück „nur“ Gastritis). Die Rechnung hab ich nachts dann noch bei Lassie eingereicht und 15 Minuten später war die Erstattung auf meinem Konto. Einzig das Probiotikum was wir mitbekommen haben wurde nicht übernommen.
    Ich hoffe, die halten sich, bin nämlich wirklich extrem zufrieden dort.

    ich wüsste nicht mal groß, was ich in so einem Junghundethread groß schreiben könnte ...

    Ich kann auch nichts beitragen außer Lobeshymnen. Allerdings finde ich das auch sehr gerecht, nachdem ihr Vater so gar nicht dem „typischen Collie“ (nach DF-Vorstellung) entspricht und die Zeit zwischen 6 Monaten und 3 Jahren wirklich nicht ohne war xD Damals habe ich deutlich häufiger hier berichtet bzw. mich ausgeheult.
    Wir hatten vor ihrem Einzug dann gesagt „schlimmer kann es nicht kommen und diesmal sind wir wenigstens vorbereitet“ aber sie ist komplett anders und es lief von Anfang an alles einfach glatt.
    Am Sonntag fahren wir zur ersten Ausstellung, bin super gespannt was sie für einen Bericht bekommt.

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    hab für den Sheltie 1000€ bezahlt, für Fiete ebenfalls und für Lucifer 1200€. Alle von Verbandszüchtern

    Wobei das heutzutage wahrscheinlich auch nicht mehr reichen würde. Wir haben vor 5 Jahren für einen KHC 1.800€ bezahlt, letztes Jahr 2.000€ und da nahmen einzelne Züchter schon 2.500€ (natürlich immer noch deutlich günstiger als 3.500€ für einen Mischling).

    Aber ist das jetzt ein Argument für das Aufsplitten oder eher für genaueres Hinschauen bei der Anpaarungsplanung?

    Das sollte nur aufzeigen, dass eine Zusammenführung der Varietäten zumindest bei der Rasse die Diversität nicht erhöhen würde.
    Um in die Zuchtplanung mit einbezogen zu werden müssten dieses Tests erst mal verpflichtend sein (sind sie nicht, und nur ein winziger Teil ist getestet).

    Würde es nicht schon helfen, wenn man nicht immer Rassen aufsplitten würde? Z. B. Langhaar- und Kurzhaar.

    Nicht unbedingt.
    Beim Collie zeigt sich zB, dass die genetische Diversität von Hunden aus Langhaar x Kurzhaar Verpaarungen nicht höher ist als die von „reinen“ KHCs.
    Die Tage erst gesehen: Mein KHC-Rüde hat einen genetischen COI von 5 Prozent, eine KHC-Hündin mit Langhaar-Vater einen von 14 Prozent. Bei der Heterozygotie ist sie nur minimal besser aufgestellt (32 zu 34 Prozent).
    Die Rassen gehen ja auch beide auf dieselben Ursprungstiere zurück.

    Sind solche Übungen (mit der Bank) sinnvoll? Wann sollte ich diese abbrechen? Ich dachte anfangs, das Fiepen ist der Frust und das er eben genau das jetzt aushalten muss.

    Wenn du Pech hast, trainierst du so genau das Gegenteil, nämlich dass er den Frust immer länger zeigt/hat.
    Wir haben - mit Traineranleitung - auch mal so trainiert, mit eben dem Ergebnis. Trauriger Rekord waren über 2 Stunden nach denen mein KHC immer noch gefiept hat und wo die Trainerin dann abgebrochen hat weil sie weg musste :ugly:   
    Lerneffekt für den Hund: Null.

    Wenn würde ich das so machen wie flying-paws gesagt hat. Wir konnten damit dann noch ein bisschen was retten und beim aktuellen Junghund üben wir sowas überhaupt nicht mehr gezielt.

    Das Problem können nur diese Länder lösen.

    Genau das. Der Anteil der Rassehunde an der weltweiten Hundepopulation ist eh gering bis verschwindend gering, je nach Land, und der Anteil der Rassehunde mit Papieren noch mal kleiner. In Deutschland haben ca. 7 Prozent aller Hunde FCI-Papiere.

    Ein Zuchtverbot würde also so gut wie nichts ändern, vor allem wenn es national begrenzt wäre, und dass weltweit keine Hunde mehr gezüchtet werden ist noch utopischer.