Kastration, Rüde oder Hündin? Möglichkeiten?

  • Ich halte auch bei VDH-Zuchten nicht viel davon den eigenen Rüden zu nehmen, weil es meistens nur Bequemlichkeit ist. Aber abgesehen davon, hab ich "nicht unbedingt" geschrieben, weil es zwar die Möglichkeit gibt, dass es trotzdem eine seriöse Zucht ist, aber meistens eben nicht der Fall ist.

  • Joa, Bequemlichkeit. Kann man natürlich unterstellen.

    Oder man hat sich einen der Hunde einfach bewusst genetisch passend zum ersten Hund gekauft.

  • Weil die Spritze zur Unterdrückung der Läufigkeit bei der Hündin angesprochen wurde: das ist keine Alternative, weil man mit ganz erheblichen Nebenwirkungen rechnen muß, vor allem ein stark erhöhtes Risiko für eine Gebärmutterentzündung (Pyometra).

    Dagmar & Cara

  • Ich kenne einige Haushalte in denen problemlos mehrere intakte Rüden friedlich zusammenleben.

    Ja, ich auch: Meinen. ;) Mein Balou legt keinen Wert auf andere unkastrierte Rüden und reagiert bei größeren Rüden beim Gassigehen mit Leinenaggression wenn sie ihm zu nah kommen aber mit den eigenen Rüden im Haushalt hat er kein Problem. Die Hunde teilen sich ein Körbchen und sind beim Autofahren zusammen auf der Rückbank angeschnallt.

    Ich würde also auch einen erwachsenen Rüden in Erwägung ziehen.

    Und @Hummel hat absolut recht! Der Zwerg schaut sich ALLES vom Großen ab. ALLES. Positives wie Negatives.

    Und vor allem das negative auch schneller als das positive.

  • @Brizo Für einen einzigen Wurf kaufe ich nen Welpen, ziehe ihn als Deckrüden hoch, mache ihn fertig mit allen Untersuchungen und Titeln und lasse ihn genau einmal drauf? Oder bei sehr guter Begründung vielleicht auch zweimal?
    Da lebt es sich mit einem normal für 1x Decken bezahlten Rüden doch sehr viel einfacher... In der Regel sind das dann Züchter, die immer wieder dieselbe Verpaarung machen. Gibt's im VDH, da kenne ich einen Züchter, der das so macht und ist ja auch nicht verboten... Aber da würde ich halt keinen Hund holen, wenn da zB 1 Rüde und 2 Hündinnen sind und die Hündinnen beide je 4x vom selben Rüden gedeckt wurden. Meistens läuft es bei der Konstellation nämlich genau das Ergebnis hinaus...

  • @Brizo Für einen einzigen Wurf kaufe ich nen Welpen, ziehe ihn als Deckrüden hoch, mache ihn fertig mit allen Untersuchungen und Titeln und lasse ihn genau einmal drauf? Oder bei sehr guter Begründung vielleicht auch zweimal?
    Da lebt es sich mit einem normal für 1x Decken bezahlten Rüden doch sehr viel einfacher... In der Regel sind das dann Züchter, die immer wieder dieselbe Verpaarung machen. Gibt's im VDH, da kenne ich einen Züchter, der das so macht und ist ja auch nicht verboten... Aber da würde ich halt keinen Hund holen, wenn da zB 1 Rüde und 2 Hündinnen sind und die Hündinnen beide je 4x vom selben Rüden gedeckt wurden.

    Nur weil man den Deckrüden hat und auf seine eigene Hündin drauf lässt, heißt das noch längst nicht, dass der Rüde nicht auch außerhalb des eigenen Zwingers decken darf ;) Genauso wenig wie es heißt, dass man den Rüden immer und immer wieder für die eigenen Hündinnen nutzt.

    Ich kenne es übrigens in beide Richtung.
    Hündin schon da - Rüde zieht ein, weil man eh gern auch einen Deckrüden hätte - man nutzt ihn für die eigene Hündin einmalig.
    Rüde schon da - Hündin zieht ein, weil man über die Ausstellungen des Rüdens auch auf den Geschmack der Zucht gekommen ist - Hündin wird genetisch passend zum Rüden ausgesucht und wird ggbf. auch von diesem gedeckt, wenn es charakterlich passt.

  • Und beides ist der Fall. Es gibt Leute die sich gezielt passende Hunde (von der Abstammung her..ob die vom Wesen her und dem was sie vererben passen, ist ne ganz andere Geschichte) kaufen und es gibt Leute die den eigenen Rueden nehmen, weil es praktisch und umsonst ist....


    Spritze um die Hitze zu unterdruecken:
    Ich hatte das bei einer meiner Huendinnen ueberlegt (jede Laeufigkeit hat zum Ausbruch einer lebensgefaehrlichen Krankheit gefuehrt und das Predni (Ausbleiben der Hitze war eine Nebenwirkung) hatte zu starke Nebenwirkungen, weswegen wir es absetzen wollten). Meine TAe hat ganz klar gesagt, dass sie die Spritze nicht gibt. Die Nebenwirkungen sind einfach zu massiv/das Risiko zu hoch.

  • Nur weil man den Deckrüden hat und auf seine eigene Hündin drauf lässt, heißt das noch längst nicht, dass der Rüde nicht auch außerhalb des eigenen Zwingers decken darf ;) Genauso wenig wie es heißt, dass man den Rüden immer und immer wieder für die eigenen Hündinnen nutzt.
    Ich kenne es übrigens in beide Richtung.
    Hündin schon da - Rüde zieht ein, weil man eh gern auch einen Deckrüden hätte - man nutzt ihn für die eigene Hündin einmalig.
    Rüde schon da - Hündin zieht ein, weil man über die Ausstellungen des Rüdens auch auf den Geschmack der Zucht gekommen ist - Hündin wird genetisch passend zum Rüden ausgesucht und wird ggbf. auch von diesem gedeckt, wenn es charakterlich passt.

    Weiterhin kann es auch einfach so sein, dass es ein Rüde aus dem Ausland ist und dass er zeitweilig im Haushalt der Züchterin lebt solange er in Deutschland als Deckrüde eingesetzt wird.

    Das ist bei Hunters Vater so. Er ist eigentlich Däne. Bei Newtons Vater war es ähnlich. Er lebt allerdings heute noch in Deutschland.

  • Liebe Themenstarterin,

    auch wenn jetzt hier mehr Gegenwind kommt, als du vermutlich dachtest - vielleicht macht es doch Sinn, noch einmal ne Runde zu warten und zu schauen, dass ihr Hund 1 erstmal helft. Ihr könnt ihm tausend Mal mehr helfen als ein Welpe!

    Dann zu deinem Spruch, warum sollte sich der Welpe nur das Negative abschauen, das Positive doch bitteschön auch... Das kann ich dir verraten, warum deutlich mehr Negatives abgeschaut wird. Weil Aufregung ansteckend ist. Du wirst feststellen, dass alle Fehlverhalten mit hoher Aufregung gekoppelt sind. Wohingegen deutlich weniger "mitreißend" ist, wenn ein Hund in der Ecke ruhig chillt, Welpi gerade aber total lustig findet, die Gardinen zu jagen.

    Verständlich?

    Wenn ihr einen so guten Trainer habt im Hintergrund, frag ihn doch noch mal, ob er euren Plan für gut hält.

    Und wegen der Kastra der Hündin: Wenn ihr die Hündin so früh kastrieren lasst, nehmt ihr ihr weiterhin die Chance, erwachsen und damit cool zu werden. Man sollte einer Hündin wenigstens 3, besser 4 Läufigkeiten lassen, damit sie zu dem Hund reifen kann, der sie ist und nicht in einem kindlichen Verhalten stecken bleibt.

    Zumal die meisten Labbis die ich kenne tatsächlich sehr unsichere Gesellen sind. Nur leider sind sie sehr missverstanden weil sie immer wedeln und sich (angeblich) freuen und zu Menschen und Hunden hinlaufen und keine Individualdistanz kennen. Aber die meisten haben züchterisch eben alles so weggezüchtet, dass Fiddeln die einzige Konfliktlösungsstrategie bleibt. Ist sozusagen ein Genfehler - ein züchterisch gewollter. Aber sicher und cool sind die Hunde deswegen nicht und werden sowas auch nicht einem anderen Hund vermitteln können.

    Ich möchte euch das alles noch mal dringend zum Überdenken mit auf den Weg geben. Es wäre doch viel schöner, wenn ihr mit eurem guten Trainer, erstmal Hund 1 in ein ruhigeres, entspanntes Leben schickt und wenn ihr euch um ihn nicht mehr sorgen müsst, alle Aufmerksamkeit auf den Welpen richten könnt. Damit bleibt das alles auch positiver Stress.

  • Als erstes danke ich euch für die zahlreichen Antworten.

    Der Rüde wohnt im selben Haushalt und war das erste mal Deckrüde für die eigene Hündin.

    Ja die Welpen werden auch einzeln gut sozialisiert, auch von uns, denn wir können sie jederzeit besuchen und nehmen sie dann auch mal mit für einen Ausflug. Dabei wird ihr immer irgendetwas neues gezeigt.

    Dann zur Spätpupertät von Shezza.
    Es ist keine Bequiemlichkeit oder Ausrede. Er hatte die letzten Jahre nie wirklich eine Flegelphase. Ein bisschen aufmüpfig mal aber nie auffallend. Hündinnen haben ihn bis dato auch nicht interessiert. Erst jetzt reagiert er überhaupt auf den Geruch einer läufigen Hündin.

    Bei ihm sah man auch nie seine Hoden, erst jetzt hängen sie etwas tiefer und scheinen auch stärker durchblutet.

    Und ja die Hündin selbst ist beschlossene Sache. Nicht aber ob wir sie kastrieren lassen.

    Natürlich würden wir auch mit zwei unkastraten zurecht kommen, dann müsste man eben wegen der Trennung schauen.

    Es geht mir hier um Ratschläge bezüglich der Kastration, da ich mit dem Thema bei Hunden nicht sonderlich gut vertraut bin.

    Und sowiso, die Hündin erwachsen werden zu lassen hätten wir eh vorgehabt. Aber wir werden das nochmal genau durchdenken. An Zeit und Mühe haben wir noch nie gespart, da sollte auch das mit der Trennung funktionieren ;)

    Mal eine kurze Zwischenfrage.
    Wie ich etwas weiter oben bereits erwähnt habe haben sich seine Hoden verändert. Weiter unten, etwas gerötet(sieht die Adern) und er leckt auch viel mehr dran. Wir haben morgen deshalb auch vorsichtshalber einen Termin beim TA gemacht, aber vielleicht habt ja ihr schon ein paar Ideen diesbezüglich?

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