Kastration, Rüde oder Hündin? Möglichkeiten?

  • Gut dann fällt die Kastration von Shezza schon mal weg. Danke dafür.

    Ich stimme natürlich zu, dass sich ein Welpe so einiges vom erwachsenen Hund abschaut, aber weshalb denn nur das Fehlverhalten? Alles andere doch dann bitte auch.

    Nein, ehrlich. Natürlich orientiert sich die Kleine an ihm und klar werden da wohl auch mal Sprünge nachgemacht die unerwünscht sind.

    Aber ganz so einfach ist das dann auch wieder nicht. Sonst wäre jeder Zweithund, der mit einem tollen Ersthund aufwächst ein super Dog. Ist aber leider bei weitem nicht det Fall...

    Dann wegen dem Geschlecht. Ich weiss wie er auf Rüden reagiert. Es soll nicht ohne Grund eine Hündin sein. Und ja, es wäre schön wenn ich keinen der beiden kastrieren lassen müsste, denn ich bin auch nicht unbedingt dafür Hunde zu operieren wenn es nicht nötig ist.

    Aber dann lieber eine Kastration als ungewollte Welpen. Denn das verursacht bei weitem mehr Schaden. Zumindest ist das meine Ansicht.

    Ich danke dir, und auch allen anderen für die guten und gutgemeinten Ratschlägen. Ich habe mich sehr ausführlich mit diesen Risiken befasst und habe auch einen Trainer in der Rückhand der das alles mitsteuert.

    Hier wird nicht einfach ein Welpe geholt und dann wird gehofft, dass es funktioniert. Es wird viel Arbeit, Zeit, Nerven und auch Geld investiert, damit es kein Schuss nach hinten gibt.

    Und mein Rüde ist nunmal wirklich ein Spiegel, er achtet sogar auf das Verhalten der Junghunde mit 6 Monaten und orientiert sich an denen.

    Und nochmal, danke für deine Antwort

  • Dann wegen dem Geschlecht. Ich weiss wie er auf Rüden reagiert. Es soll nicht ohne Grund eine Hündin sein. Und ja, es wäre schön wenn ich keinen der beiden kastrieren lassen müsste, denn ich bin auch nicht unbedingt dafür Hunde zu operieren wenn es nicht nötig ist.

    Aber dann lieber eine Kastration als ungewollte Welpen. Denn das verursacht bei weitem mehr Schaden. Zumindest ist das meine Ansicht.

    Ich schliesse mich Hummel an. Ein Welpe zu einem unsicheren erwachsenem Hund ist eine ganz schlechte Idee.
    Aber das ist ja schon beschlossene Sache.

    Einen unsicheren Rüden zu kastrieren ist auch nicht wirklich gut.
    Eine Hündin in der Grösse eines Labbis ist nach Kastration oft inkontinent.

    Ein intaktes Paar zu halten, ohne dieses trennen zu können ist nicht wirklich einfach. Und es kann für den Rüden richtig doof werden immer eine evt. alle 6 Monate läufige Hündin vor der Nase zu haben.

    Und Labradore sind perfekt, weil sie sicher auftreten?

    Was sagt denn der Züchter dazu, dass ihr evt. die Hündin möglichst relativ früh kastrieren lassen müsst?
    Ein weiterer nicht unerheblicher Nachteil bei Hündinnenkastration ist die nicht so seltene sich entwickelnde Abneigung gegen Geschlechtsgenossinnen.
    Alle kann, muss nicht....aber wenn, dann habt ihr ein Päärchen und einer ist Rüden"eklig" und die andere mag keine Hündinnen. und wenns ganz blöd läuft, wird der kastrierte Rüde als Hündin von Geschlechtsgenossen wahrgenommen und oft belästigt.

    Aber das ist nicht, was du hören wolltest.

    Also die einzig wirklich machbare Löseung ist, den unsicheren Rüden mit allen wahrscheinlichen Nachteilen kastrieren zu lassen.
    Und das zeitnah. Also im nächsten halben Jahr.

  • Dann fällt die Kstration der Hündin erst recht weg.
    Ihr wißt ja noch gar nicht, welche Kontraindikationen sich bei ihr ergeben, NEBEN den faktischen des vierfach erhöhten Risikos für ein Hämangiosarkom und anderer sehr schwer therapierbare Krebsarten.
    Das Risiko für Mammatumoren , das 2% durchschnittlich beträgt, was im Vergleich z.B. zum Lymphom und Milztumor u.a. bei dieser Rasse ein Witz ist, wird durch Kastration auf 0,5% gesenkt. Einziger "Vorteil" wäre die Pyometraprävention. Aber das Risiko läßt sich sehr gut durch genaues Beobachten nach der Läufigkeit kompensieren.

    Gerade kastrierte Labbis neigen zu Übergewicht und Gelenkproblemen, erst recht frühkastrierte. Und da ihr nicht trennen wollt, käme nur Frühkastration in Frage.

    Einen Welpen würde ich auch erst nehmen, wenn der Rüde keine Baustelle mehr ist und dann auch wirklich lieber den Rüden.
    Ehrlich. Die Kritik hier macht ganz viel Sinn, bitte disponiert noch einmal um.

    @Mehrhund Inkontinenz ist trotz Größe weniger ein Problem bei Labbihündinnen, das Risiko ist statistisch relativ gering im Vergleich zum Rottweiler, Ridgeback oder Dobermann z.B., wo das sehr oft dann später vorkommt. Das mehrfach erhöhte Krebsrisiko ist dagegen deutlich erhöht.

  • Ich frage mich gerade, wozu dieser Thread gestartet wurde, wenn eh schon alles feststeht und so gemacht wird? Zum Beifall-Klatschen?

    Mein erwachsener Rüde findet andere Rüden auch überflüssig. Trotzdem habe ich ihm einen männlichen Welpen als Zweithund vor die Nase gesetzt. Absolut kein Problem für ihn.

    Und @Hummel hat absolut recht! Der Zwerg schaut sich ALLES vom Großen ab. ALLES. Positives wie Negatives. Deswegen zog hier auch erst der Welpe ein als der Ersrhund vollständig fertig war.

    Aber ist eh vergebene Liebesmüh hier...

  • Hündinnen in der Größe werden gerne inkontinent nach Kastra.

    Ich sehe bei euch ehrlich gesagt keinen Zweithund.

    Ich habe hier auch einen unsicheren Rüden, da würde ich auch keinen Welpen zupacken.

  • Ausserdem werden sie schon gut sozialisiert, wachsen auf einem Hof mit anderen Tieren und Kindern auf.

    Das ist vielleicht Sozialisation, aber wo ist die Habituation?

    Wenn der Züchter bis dahin nicht schon seit mindestens vier Wochen regelmäßig (=täglich) einzeln mit jedem Hund losfährt und mit ihm in unterschiedlichen Umgebungen spazieren geht, fremde Wohnungen aufsucht, für regelmäßig Kontakte mit fremden, gut sozialisierten Hunden sorgt, dann ist das traumhafte Leben auf dem Hof gelinde gesagt für den Hintern.

    Du wirst dann genau das Gegenteil von dem bekommen, was Du suchst. Einen unsicheren Hund, der auf Umweltreize mit aufgedrehtem Labbi-Geballer reagiert.

    Ich erlebe übrigens gerade Labrador Retriever als überdurchschnittlich unsicher. Vor allem, wenn bei den Eltern nicht genau hingeschaut wurde und in der Welpenzeit beim Züchter nicht vernünftig dran gearbeitet wurde. Ihr mangelndes Aggressionsverahlten macht ihnen besonders im Umgang mit Artgenossen zusätzlich das Leben schwer. Wenn Du einen Hund hast, der pingelig ist in der Kommunikation, wird er mit so einem "Trampel" eher nicht glücklich werden. Gut, arrangieren werden die Hunde sich irgendwie. Ob's schön wird, ist dann was anderes.

    Ansonsten kann ich auch nur sagen: Gesunde Organe herauszuoperieren, weil man Hunde in eine Haltung zwingen möchte, die man sich so im Kopf zurechtgelegt hat. Abgesehen davon, dass das gegen das Tierschutzgesetz ist, sagt mir schon der gesunde Menschenverstand, dass das nichts mit Tierliebe zu tun hat. Zumal es Alternativen gibt.

  • Ich hab zu meinem unsicheren Ersthund, der aggressiv auf unkastrierte Rüden reagiert (selber ist er kastriert) einen Welpen dazu genommen. Ich wollte nicht wieder einen Hund mit ungewisser/problematischer Vorgeschichte, sondern einen gut sozialisierten Hund, der rassetypisch und von einem guten Züchter ist. So dass der Grundstein für einen wesensfesten und verträglichen Hund so gut wie möglich gelegt ist.
    Janosch (mein Ersthund) mochte im Freilauf nie unkastrierte Retrieverrüden, schon gar keine Welpen, aber Leo (Curly Coated Retriever) wurde von Tag 1 angenommen. Zwar auf strenge Janosch-Art, d.h. Leo durfte sich nicht viel erlauben, aber das war perfekt für den ungestümen Kleinen. Durch Leos Rasse und die Erziehbarkeit, habe ich mit ihm einen Hund, der nicht mitpöbelt und der verträglich ist. Leo gibt Janosch Sicherheit, obwohl er bei einem unsicheren Hund groß geworden ist.
    Allerdings ist Janosch auch kein komplett unsicherer Hund. Er weiß oft was er will und ist mit anderen Lebewesen nicht ängstlich. Eher bei Umweltgeräuschen, was der Retriever halt gar nicht hat (haben sollte).

    Also ich find das nicht bedenklich zu einem unsicheren Ersthund einen Welpen zu nehmen, vorausgesetzt, man passt auf, dass der Welpe auch seine eigenen Erfahrungen macht.
    Eine Hündin würde ich allerdings nicht dazu nehmen. Das Trennen und dann passiert doch mal ein Fehler, wär mir zu heikel. Die Hündin kann erst kastriert werden, wenn sie ca. 2 Jahre ist. Bis dahin hattet ihr dann schon ein paar mal die kritischen Situationen. Den Rüden kastrieren wär auch doof. Also selbst wenn sich deiner normalerweise nicht so gut mit Rüden versteht, dann ist das höchstwahrscheinlich ganz anders bei einem zweiten im Haushalt lebenden Hund.

    Stutzig werd ich allerdings bei der Herkunft des Hundes. Beide Elterntiere vor Ort spricht erstmal nicht unbedingt für was seriöses. Gerade wenn du einen sicheren, wesensfesten Hund brauchst, würde ich doch möglichst von einem guten Züchter einen Hund nehmen. Außerdem gibt es eine Vielzahl an Krankheiten die diese Moderasse mit sich bringen kann, wenn nicht mit Sinn und Verstand gezüchtet wird. Deswegen würde ich dir einen Züchter vom DRC oder LCD ans Herz legen.

  • Eigentlich ist doch schon alles gesagt.
    Einem unsicheren Rüden seine Hormone zu nehmen, ist nicht sinnvoll, weil er diese braucht, um zu reifen. Männliche Hormone tragen zum Selbstbewusstsein bei.

    Kann man zwei Hunde nicht gut trennen oder für die kritische Zeit abgeben oder in Betreuung bringen, dann holt man sich einen gleichgeschlechtlichen Zweithund (habe ich auch so gemacht).

    Die Hündin könntest du eh erst mit mindestens 2, eher 3 Jahren kastrieren lassen, wenn sie sowohl körperlich als auch im Kopf erwachsen ist. Dh bis dato hättet ihr sowieso 2-5 Läufigkeiten zu händeln. Und dann besteht bei der Größe eben die Möglichkeit der Inkontinenz der Hündin, zumal dieser Eingriff medizinisch nicht so richtig zu rechtfertigen wäre.

    Vorsichtig wäre ich mit der Aussage, dass euer 3,5 jähriger Hund nochmal in die Pubertät rutscht. Ne sorry - so langsam sollte man spätestens in diesem Alter davon abkommen, alles mit Pubertät zu entschuldigen... Sind bis dato immer noch große Baustellen da, solltet ihr euch mal zusammensetzen und überlegen, woran das liegt, dass der Hund manchmal so, manchmal so drauf ist. Sprich, fasst euch an eure eigene Nase und bessert erstmal das Verhalten des Hundes.

    Ich persönlich kann zwei Dinge nicht verstehen: 1. Wieso holt man sich einen Zweithund für den Ersten? Ist das die richtige Entscheidung für einen weiteren Hund?
    Und 2. Wieso will man sich die doppelte Arbeit antun? Als ich mir den zweiten Hund geholt habe, hatte ich genau eine einzige Baustelle mit dem Ersthund: das Bellen und die Aufregung an der Tür.. Dreimal darf man raten, wer in den Wochen nach Welpeneinzug immer mehr vorn mitgemacht hat und heute genauso an der Tür bellt ;)
    Ich bin echt froh, dass sich Nr. 2 nicht noch großartig weiteren Mist abschauen konnte, weil es da nicht so viel gab. Im Gegenteil, draußen konnte ich mich voll dem Welpi mit seinen eigenen Macken und dem erwachenden Jagdinstinkt widmen, während die Alte ganz cool ihr Ding machte, ohne Mist zu bauen. Ich hab nämlich auch nur zwei Augen und zwei Arme.

  • Beide Elterntiere vor Ort spricht erstmal nicht unbedingt für was seriöses.

    Das kann man so pauschal allerdings nicht sagen. Hunters Eltern leben auch im selben Haushalt und er ist aus einer seriösen VdH-Zucht.

    Ansonsten nimmt man einen Labrador-Welpen sicher nur aus LCD- oder DRC-Zucht, wobei DRC für Deutscher Retriever Club steht. Mit der Rasse wird so viel Schindluder getrieben derzeit... Wenn man einen gesunden, wesensfesten Labrador haben möchte... Den gibt's nur im LCD oder DRC!

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