Wenn der Mann der Blitzableiter des Hundes ist...

  • Sorry, das las sich für mich so als wenn dein Mann schon seit ein paar Monaten beim Durchgestruwwelt werden von Balou angeknurrt wird.

    Und das liest sich für mich so als wenn du ihn nicht weiter bedrängst sondern wegschickst wenn er dich anknurrt oder schnappt und daher ging ich davon aus, dass das bereits mehrmals vorkam.

    Zum ersten: Deswegen habe ich ja die Gesprächigkeit betont. Balou brummt, er knurrt nicht. Das ist mehr so ein Elchgestöhne, genießerisch.
    Und ja, das geht schon länger so, dass er abschnappt - ohne Knurren. Und jedes Mal wird dann abgebrochen und er wird rausgeworfen. Mein Mann hat beim ersten und zweiten Mal nicht so schnell geschaltet, deswegen wissen wir, dass Lou sich wieder an ihn drückt, wenn er mit dem Kraulen aufhört.

    Zum Zweiten: das war an diejenigen gerichtet, die meinen, wir sollten dann nicht abbrechen, sondern der Hund hätte die Situation zu ertragen. ;)

  • Das sind für mich zwei paar Schuhe. Aber vielleicht sehe ich das ja falsch?
    Wenn Balou durch etwas durch muss, muss er da bei uns ebenfalls durch. Da würde er auch nicht knurren dürfen und gut ist.
    Aber wenn er gekrault wird und keine Lust mehr hat, dann schnauzen wir ihn doch nicht an und kraulen dann weiter?

    Weiterkraulen würde ich in dem Fall sicher auch nicht. Aber wer nicht mehr gekrault werden will, kann auf jeden Fall einen vernünftigen Weg wählen. Ich lasse mich nicht abschnappen dafür, dass ich nicht hellsehen kann. Wer zu mir kommt und kuscheln will, kann doch einfach wieder gehen, wenn er nicht mehr will. Für seine Art und Weise hätte Balou hier also auf jeden Fall Mecker bekommen.
    Flying Paws Weg ist jetzt sicher gut und hilfreich. Vielleicht wärs aber gar nicht nötig gewesen, wenn man mal gleich aus dem Bauch heraus fürs Abschnappen ehrlich geblafft hätte.

  • Retriever sind für ihn irgendwie schwer zu verstehen. Die biedern sich ja auch oft so an, obwohl sie eigentlich Abstand wollen.

    Genau das ist das Problem. Sie sind in dieser Hinsicht wirklich schizophren. Sie wollen eigentlich Distanz, drängen sich aber auf und können sich selbst nicht davon frei machen. Sie brauchen deswegen dabei viel "Betreuung" in dem Sinne, dass man sie davon entbindet und es ganz klar strukturiert.

  • Der Fin hat in jungen Jahren die Fellpflege nicht besonders gemocht. Fand er so überflüssig, wie mancher Teenie das Duschen.Da hat er mal geknurrt, mal in die Bürste gebissen und auch in den Arm, der die Bürste hält.
    Wenn ich das einfach so respektiert hätte und ihn weggeschickt hätte, wäre der heute ein Hund mit Filzplatten. Und natürlich: sein Ziel hätte er damit erreicht gehabt.
    Der hat dafür Ansagen bekommen a la: Tickst du noch ganz sauber!? Und dann habe ich selbstverständlich weiter gekämmt. Wer sich benimmt, bekommt Lob und Leckerchen. Wer den Zwergenaufstand probt, der bekommt höchstens auf den Deckel.


    ist hier ganz genau so...

    Ares mag es zb nicht, an den Pfoten angefasst zu werden. Beine sind ok, alles andere auch. Nur Pfoten findet er doof.

    Tja, muss er halt durch. :ka: Ja, ich verlange da schlicht und ergreifend, dass er das duldet. (Hat gerade beim Tierarzt zb auch wunderbar funktioniert. 'Fremnde' Menschen, er hat Schmerzen an der Pfote und dennoch schnappt er nicht ab (war aber zur Beruhigung aller mit Maulkorb gesichert))

    Da war ich von Anfang an ziemlich klar. Ich glaube, sonst hätte er das auch sehr schnell ausgeweitet auf alles andere was nicht so läuft, wie Mali das gerne hätte.
    Hätte ich bei Ares bei jedem Knurren nachgegeben und dem Hund seinen Willen gelassen, könnte ich wohl froh sein, wenn ich überhaupt noch meine Wohnung betreten dürfte. :hust:

  • Genau das ist das Problem. Sie sind in dieser Hinsicht wirklich schizophren. Sie wollen eigentlich Distanz, drängen sich aber auf und können sich selbst nicht davon frei machen. Sie brauchen deswegen dabei viel "Betreuung" in dem Sinne, dass man sie davon entbindet und es ganz klar strukturiert.

    Da hast du recht.
    Ich wundere mich immer, wieso das bei so vielen so lange gut geht - oder auch für immer. Alle, die ich persönlich kenne, können ihren Retriever gar nicht deuten und lassen ihn immer hilflos rumfiddeln. Der freut sich ja so. Und trotzdem passiert da nix. Nicht Fremden gegenüber und auch nicht innerhalb des Hauses. Oder da fällt einfach nicht auf, wenn der Hund einschränkt etc., weil er dabei so freundlich ist :???:

  • für mich gäbe es ganz klare Regeln bei diesem Hund. Dem würde ich fast jeden schritt entweder erlauben oder auch nicht. Was das kommt auf die häusliche Situation und euch an. Kontaktaufnahme sollte auf jeden Fall nur von euch ausgehen. Kommt er an, wird er weggeschickt. Möchtet ihr Kontakt dann nur kurz und dabei würde ich den kerl auch nicht zu hochfahren. Daneben würde ich mir einmal am Tag wirklich Zeit für ihn nehmen und mal 10 Minuten wirklich schön mit im üben. sitz, Platz Fuss mit toller Belohnung (nicht streicheln sondern was wirklich hochwertiges wie tolles Essen oder Spielies). Warum ich das machen würde? Um dem Hund zu zeigen dass sich die Kooperation mit mir lohnt.

  • Ich denke, ich würde auch das Streicheln einstellen, wenn er ankommt, bzw. wenn gestreichelt wird - es so kurz machen, dass es nicht weiter zum Abschnappen kommt. Dann aufhören, wenn es am Schönsten ist.
    Vielleicht möchte er auch gar nicht gestreichelt werden.

    Es ist aber sicher Abschnappen und kein "Spielschnappen"?
    Zoey hat es z.B. mal, dass man sie durchschrubbelt, dann macht man Pause, dann fängt sie an so sich rumzuflätzen auf dem Rücken und den Kopf in ein Kissen/an die Lehne zu reiben und so wild zu 'schnappen' - wenn sie dann ne Hand von uns freiwillig 'bekommt' leckt sie dran herum oder knabbert GANZ zart(hält sie eigentlich nur).

    Aber Lou schätze ich nicht so verspielt ein... - diesbezüglich.

    Zoey hat uns ja zum Glück noch nie angeknurrt oder abgeschnappft.(Nur ab und an ging das Haifischgebiss zu, wenn wir falsch was aus der Schnauze geholt haben).

    Die Signale 'übergehen' würde ich aber auch nicht, denn evtl. schnappt er dann einfach mal so zu, ohne vorheriges Signal.

  • Hey, :winken:

    Ich kann dir sagen, was ich tun würde, wäre dein Hund mein Hund, weil du so explizit nach konkreten Ratschlägen gefragt hast.

    Erstens, ich würde den Hund einschränken. Alles Spielzeug weg, jeden Kauknochen, alle Bälle. Hund geht nicht auf die Couch, Hund geht nicht ins Bett. Hund liegt nicht in der Tür oder im Kücheneingang, um diesen zu kontrollieren.
    Zweitens, ich würde deinem Mann den Rat geben, den Hund in der nächsten Zeit konsequent zu ignorieren, wenn von Hundeseite Forderungen kommen. Also nicht ansprechen, nicht anschauen, nicht berühren. Kein kraulen, kein durchwuscheln. Der Hund liegt nicht im Weg herum (Dann muss er aufstehen, wenn dein Mann da vorbei will), er darf sich nicht an ihn drandrücken, da wird er bestimmt und deutlich von ihm weggeschickt.
    Der Hund wird wahrscheinlich seine Anstrengungen verdoppeln, deinen Mann zu kontrollieren und einzuschränken. Wenn er es aber konsequent durchzieht, den Hund zu ignorieren im Alltag , und ihn immer wegschickt, wenn der Hund ihn anrempelt, um Streicheleinheiten einzufordern, dann wird der Hund irgendwann aufhören.
    Und dann kann er anfangen, den Hund mal zu sich einzuladen, indem er ihn lockt und dann bestimmt dein Mann, wann und wie lange gestreichelt wird. Wird der Hund wieder aufdringlich, wird er weggeschickt. Beginn und Ende der Interaktion bestimmt dein Mann.

    Was sich euer Hund bei deinem Mann herausnimmt, ist eine große Frechheit im Hundereich, um es deutlich zu sagen. Hund könnte alles ja mal ausprobieren, und huch, es hat bei deinem Mann geklappt. Dann wird das natürlich ausgebaut... :smile: Trial and Error. Oder Trial and success, in diesem Fall mit deinem Mann... ;)

    Ach ja, und ich würde mich in diesem Zustand, in dem sich euer Hund momentan befindet, nicht vor ihn auf den Boden setzen. Kein Balgen, kein Zergeln. Abstand und den Herrn souverän ignorieren und dadurch Grenzen setzen, bis er von seinem Egotrip wieder runtergekommen ist.

    Ein Hund, der seine Grenzen kennt, darf bei mir fast alles, aber ein Hund, der meint, alles müsste nach seinem Kopf gehen und er könne hier das Heft in der Hand halten, muss sich bei mir gaaaaaanz hinten anstellen. :roll: :D

  • für mich gäbe es ganz klare Regeln bei diesem Hund. Dem würde ich fast jeden schritt entweder erlauben oder auch nicht. Was das kommt auf die häusliche Situation und euch an. Kontaktaufnahme sollte auf jeden Fall nur von euch ausgehen. Kommt er an, wird er weggeschickt. Möchtet ihr Kontakt dann nur kurz und dabei würde ich den kerl auch nicht zu hochfahren. Daneben würde ich mir einmal am Tag wirklich Zeit für ihn nehmen und mal 10 Minuten wirklich schön mit im üben. sitz, Platz Fuss mit toller Belohnung (nicht streicheln sondern was wirklich hochwertiges wie tolles Essen oder Spielies). Warum ich das machen würde? Um dem Hund zu zeigen dass sich die Kooperation mit mir lohnt.

    Ganz genauso läuft es hier auch - zwischen Balou und mir. Ich beachte ihn recht selten, wenn er ankommt.
    Aber ja, mein Mann sollte das auch so machen, dass er den Kontakt bestimmt.
    Streicheln war hier übrigens noch nie Belohnung! Balou wird recht wenig angefasst.
    Oder meinst du, dass mein Mann mit Balou jeden Tag üben sollte? Das wird bei uns leider unmöglich sein, wenn ich Herrn Hund nicht abends um neun nochmal hochdrehen will.

    Ich denke, ich würde auch das Streicheln einstellen, wenn er ankommt, bzw. wenn gestreichelt wird - es so kurz machen, dass es nicht weiter zum Abschnappen kommt. Dann aufhören, wenn es am Schönsten ist.
    Vielleicht möchte er auch gar nicht gestreichelt werden.

    Es ist aber sicher Abschnappen und kein "Spielschnappen"?
    Zoey hat es z.B. mal, dass man sie durchschrubbelt, dann macht man Pause, dann fängt sie an so sich rumzuflätzen auf dem Rücken und den Kopf in ein Kissen/an die Lehne zu reiben und so wild zu 'schnappen' - wenn sie dann ne Hand von uns freiwillig 'bekommt' leckt sie dran herum oder knabbert GANZ zart(hält sie eigentlich nur).

    Aber Lou schätze ich nicht so verspielt ein... - diesbezüglich.

    Zoey hat uns ja zum Glück noch nie angeknurrt oder abgeschnappft.(Nur ab und an ging das Haifischgebiss zu, wenn wir falsch was aus der Schnauze geholt haben).

    Die Signale 'übergehen' würde ich aber auch nicht, denn evtl. schnappt er dann einfach mal so zu, ohne vorheriges Signal.

    Balou ist mit uns schon recht verspielt. Aber beim Spielschnappen bleibt es nicht bei einem Schnapper, sondern dann würde er mit Geräuschen mehrfach schnappen. Deswegen denke ich, dass es ein echtes Schnappen ist.

    Benimmt Balou sich auch so, wenn er mit deinem Mann alleine ist oder immer nur, wenn du ins Spiel kommst und dabei bist ?

    Mein Mann hängt meistens vor der Playstation und ignoriert den Hund, wenn ich nicht da bin. Also kann ich darauf leider keine Antwort geben.

    Hi. Das meiste davon läuft hier auch so. Nur dass er aufs Sofa und ins Bett darf - was er eh nur bei mir tut. Wir steigen nicht über ihn drüber oder ähnliches, das wäre ja noch schöner :ugly:
    Aber ja, da sind wir einer Meinung: mein Mann muss Balou ignorieren und wenn es Kontakt gibt, dann nach seiner Aufforderung und nicht, weil Balou Trampeltier spielt.

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