"Ansage" machen

  • Ich mache bei Amy soweit es geht keine Ansage ,das bringt bei ihr nichts, schon ein Nein stresst sie manchmal, ich versuche es soweit es geht auch zu vermeiden, dass sie ein falsches Verhalten zeigen muss.

  • Äh ja, Du hast ja auch geschickt zitiert und den eigentlich entscheidenden Nebensatz weg gelassen ;)Wenn Tritt heißt, das der Fuß gegen etwas anderes geschoben wird - dann trete ich meinen Hund - absolut korrekt. Dass das bei mir nicht der Alltag ist, habe ich extra aufgeführt und ansonsten habe ich weder was über Heftigkeit oder Häufigkeit geschrieben und insofern finde ich es schon etwas übertrieben gleich von No-Go und roter Karte zu schreiben. Als Mehrhundehalter gehören für mich die Füße zum ganz normalen Alltagshandling dazu. Ich stell mich auf Schleppleinen, ich blocke damit Hunde und ich (Achtung - korrekte Umschreibung fürs Treten^^) weisse meine Hündin taktil darauf hin, dass ich nicht mit ihrem Verhalten einverstanden bin. Jeder Leinenruck ist heftiger als meine Form des Tretens - auf die Flanke, mit vielleicht 1km/h ;)

    Es gibt halt solche und solche... und meine Hündin ist sowieso gerne körperbetont, die schmust heftig und die hat richtig Spaß am derben raufen mit Menschen - so körperlich wie ich mit der bin, bin ich mit keinem meiner anderen Hunde - für sie ist das aber voll okay und halt ihre Form von Kommunikation.

    Hallo Tamias,

    ich wollte dich nicht falsch aus dem Bezug zitieren, und dich dadurch ins falsche Licht rücken!

    Ich bin auch ganz bei dir, wenn du schreibst, dass es eben Hunde gibt, die mehr körperbetont unterwegs sind. Auch habe ich öfters mehrere Hunde (Pflege- und Gasthunde) bei mir daheim, wo es öfter zu neuen Rudelzusammensetzungen kommt und daraus auch öfters Stress entsteht. Ich benutze hier auch meine Füße, um Distanzen zwischen Hunden zu vergrößern und aufzuzeigen was erlaubt ist und was nicht. (besonders wenn manche Hunde meinen, sie müssten sich in fremde Konflikte einmischen)

    Auch ich benütze meinen Körper für die Kommunikation mit den Hunden, einfach weil ich meine, dass sich Hunde mit Körpersprache leichter tun.

    Jedoch würde ich nie einen meiner Hunde absichtlich weh tun. Und auch ich lasse mir von körperbetonten Hunden nicht weh tun - da gibt's sofort eine Auszeit für diesen Hund.

    Vielleicht kam deine Schreibweise bei mir auch nur falsch an, aber so wie ich es verstanden habe, ist es für mich ein absolutes No-Go!

    LG

  • Ansage machen? Nein.
    Ich tutter zwar zwischendurch rum, aber eher für mich.

    Wenn die Diva Emmy Kleinteil ihre morgendliche schlechte Laune hat, frage ich sie schon, ob Madame von Pups ihren Schönheitsschlaf noch nicht beendet hatte. Aber nicht böse, oder so.

    Ich versuche vorher zu intervenieren. Wird ein Signal nicht ausgeführt, ist es mein Fehler. -> zu nah am fremden Hund, zu spät reagiert, Selbstbelohnung ist in dem Augenblick höherwertiger als das, was ich biete, Löffelchen aufgebraucht, usw.

    Klar, gibt es hier auch ein Nein, aber das ist positiv aufgebaut und ich zeige den Damen, was ich stattdessen möchte. Wird dies ausgeführt, jibbet Party.

    Ach ja, da ja einige schrieben, ihre Hunde sind resistent. Ja, das ist so. Emmy Kleinteil hat genauso reagiert. Sie stumpfte ab. Mich nervte es irgendwann, dass ich lauter werden musste. So zeigte mir Emmy, das schimpfen und motzen genau nichts bringt. Ich fing an, mich mit positiver Verstärkung zu beschäftigen und habe noch mal von vorne angefangen. Was uns weitaus mehr gebracht hat, und immer noch bringt, im alltäglichen Leben.
    Und, es gibt einfach gewisse Verhaltensweisen die kann ich akzeptieren und versuche nicht ewig dran rumzudoktern, da es eh nichts bringt. Und diese "Macken" sollen die Damen behalten.

  • "Böse" Ansagen gibt es bei uns nur, wenn es wirklich "gefährlich" für den Hund werden kann (z.B. über die Straße rennen wenn Hund auf anderer Seite und der Reiz einfach zu groß ist und Herr Hund wieder nur bunte Knete im Hirn hat) oder er wirklich "mit Absicht" (aus Menschensicht), was macht, was er partout nicht soll. Und das vor allem halt weiß. :headbash:

    Die Ansage ist dann sein Name tief mit Nachdruck gerufen. Er reagiert aber auch auf die entsprechende Körperhaltung, Mimik, Gestik. Da reicht teilweise schon groß machen und er beschwichtigt uns.

    Mehr bringen tut aber eine ruhige Ansage. Und wenn er kurz danach positives Verhalten zeigt, genau das belohnen.

    Mal den Weg abschneiden, wegdrängen oder Berührungen setzen wir auch ein. Aber sanft und nicht mit Gewalt.

    Trotzdem gibt es Momente, wo wir ihn manchmal am liebsten irgendwo hinkicken würden :ugly:
    Das machen wir dann in unseren Gedanken und gut ist. xD

  • Wird ein Signal nicht ausgeführt, ist es mein Fehler.

    Stellvertretend für die unzähligen Male, die ich dieses Statement schon gelesen habe, möchte ich es mal zitieren und etwas dazu sagen.

    Dem kann ich leider gar nicht zustimmen. Wenn mein Hund ein Signal beherrscht, ist es NICHT mein Fehler, wenn er es nicht befolgt! Mit "beherrschen" meine ich, dass es bei jedem Ablenkungsgrad funktioniert.

    Wenn das Signal nicht befolgt wird, obwohl ich weiß, dass er es beherrscht, ignoriert er es bewusst. Und ja, das ist dann sein Fehler und ja, dann gibt es eine Ansage.

    Ich denke, man muss hier unterscheiden zwischen Training und funktionierendem Gehorsam. Wenn ich mit meinem Hund noch im Training bin, d.h. Signale noch nicht 100%ig beherrscht werden... Ja, dann ist es MEIN FEHLER, wenn er das Signal nicht befolgt. Aber wenn das Training abgeschlossen ist, und ich einen (eigentlich) funktionierenden Gehorsam aufgebaut habe, erwarte ich, dass die Signale befolgt werden!

    Es kann auch nicht Sinn der Sache sein, dass man die Signale mit dem Hund zeitlebens trainiert. Newton ist jetzt gute zwei Jahre alt und beherrscht den Rückruf, das Abbruchsignal, Sitz, Platz und Bleib. Mehr brauche ich im Alltag nicht. Und von diesen wenigen Signalen, erwarte ich auch, dass sie zuverlässig ausgeführt werden.

  • Hi Mücke,
    zu Deiner Frage 1: ich gehe davon aus, dass mein Hund sowieso schon weiß, dass das gezeigte Verhalten unerwünscht ist. Er hat es trotzdem gezeigt (wie auch ich manchmal unerwünschtes Verhalten zeige, wenn ich z.B. mit 50 durch eine 30-Zone fahre... oder im Auto pupse). Ja, und vielleicht wird es auch mal wieder passieren, die Welt ist so. Selbst wenn man wie ich sehr gut auf ein harmonisches Miteinander von Hund und Katz achtet.

    zu Deiner Frage 2: mein Hund lernt natürlich ständig (wie ich auch), also auch dadurch;-) Aber: eine Ansage wie die oben beschriebene ist für mich nicht dazu da, um etwas zu "trainieren", sondern ein Verhalten abzubrechen, den Hund aus seinem "Film" herauszuholen, um dann ein (gewünschtes) Alternativverhalten belohnen zu können.

    Ich hoffe, ich habe Deine Fragen zu Deiner Zufriedenheit beantwortet, Dein Unterton schien mir ein wenig vorwurfsvoll zu sein.

    Hi Mücke,
    zu Deiner Frage 1: ich gehe davon aus, dass mein Hund sowieso schon weiß, dass das gezeigte Verhalten unerwünscht ist. Er hat es trotzdem gezeigt (wie auch ich manchmal unerwünschtes Verhalten zeige, wenn ich z.B. mit 50 durch eine 30-Zone fahre... oder im Auto pupse). Ja, und vielleicht wird es auch mal wieder passieren, die Welt ist so. Selbst wenn man wie ich sehr gut auf ein harmonisches Miteinander von Hund und Katz achtet.

    zu Deiner Frage 2: mein Hund lernt natürlich ständig (wie ich auch), also auch dadurch;-) Aber: eine Ansage wie die oben beschriebene ist für mich nicht dazu da, um etwas zu "trainieren", sondern ein Verhalten abzubrechen, den Hund aus seinem "Film" herauszuholen, um dann ein (gewünschtes) Alternativverhalten belohnen zu können.

    Ich hoffe, ich habe Deine Fragen zu Deiner Zufriedenheit beantwortet, Dein Unterton schien mir ein wenig vorwurfsvoll zu sein.

    Wieso sollte ich die Vorwürfe machen wollen? Was hätte ich davon?

    Das war eine Frage. Nicht mehr
    Nicht weniger.

  • Ansage ja, aber sehr selten. Eigentlich reicht eine bei einem bestimmten Fehlverhalten um dieses dauerhaft auszumerzen. Hat funktioniert bei einem angekauten Teppich und einem paar zerlegter Croqs. Am Mülleimer habe ich sie einmal erwischt, kurzes lautes "Pfui ist das" und der Eimer hat jetzt seit 2 Jahren seine Ruhe, egal was in ihm steckt. :smile:
    Liegt wahrscheinlich daran das meine Maus ein recht gelassener und entspannter DSH ist.
    Die kann das auch ab ohne gleich einen seelischen Schaden zu nehmen. :pfeif:
    Im Beisein der kleinen Mix-Hündin meiner Tochter dürfte ich das aber nicht machen.
    Meine beiden verstorbenen Spanier haben nie eine Ansage bekommen, weil ich Angst hatte das sie so das gewonnene Vertrauen schnell verloren hätten. Da habe ich höchstens mal die Stimme leicht erhoben.

    LG Terrortöle

  • "Pia nein"

    Find ich nicht mal eine Ansage, sondern ist für mich einfache, verbale Korrektur. Und ja, gehört für mich definitiv dazu. Fehlverhalten definieren wir als Mensch, Hund realisiert Fehlverhalten eher weniger, folgt seinen Trieben und Instinkten. Er kann zwar viel lernen, trotzdem glaube ich, dass Lernen und Korrektur ein ganzes Hundeleben nötig sein kann (je nach Hund und Anspruch des HH an seinen Hund).

    Meine Ansprüche an meinen Hund sind nicht hoch. Der Rückruf soll verlässlich sein und ich will entspanntes Leinen laufen, es wird kein Blödsinn gefressen und das wars dann eigentlich schon. Und meint Madame auf Grund ihrer Hormone oder ihrer schlechten Laune nicht hören zu müssen, reicht ein "Ey" oft aus.

    Ansage gibt es also, immer dann, wenn sie über die Stränge schlägt und meint, sie müsste mal wieder was neues ausprobieren, was Frauchen missfällt.

  • Zitat

    Dem kann ich leider gar nicht zustimmen. Wenn mein Hund ein Signal beherrscht, ist es NICHT mein Fehler, wenn er es nicht befolgt! Mit "beherrschen" meine ich, dass es bei jedem Ablenkungsgrad funktioniert.

    A tritt folglich nicht auf, weil B der Fall ist. Folglich sind Überlegungen zwecks Ansage für Dich rein fiktiv?

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