"Ansage" machen

  • Bei mir gibt es häufiger mal Ansagen, weil ich einfach unentspannt bin oder mir zwei Hunde, Ponys, Baby, Katze, Hasen einfach doch zu viel werden.

    Wenn ich ganz ehrlich bin bringen diese Ansagen bei den Hunden jedoch überhaupt nix. Im Gegenteil. Wenn ich entspannt bin und die Sache mit Humor nehme und ruhig bleibe hören die Hunde viel besser und lassen Blödsinn genau so schnell oder sogar noch schneller bleiben als wenn ich laut werde.

    Ich sollte meditieren.

    :headbash:

  • Die Olle Wutz hat uns um die Pfote gewickelt und es gibt kaum Ansagen.
    Außer, sie findet A-A oder hat sonst was aufgenommen draußen.
    Dann versuche ich ihr Maul zu öffnen und rede mit ihr, als sei ich ein Räuber, der gerade jemanden überfällt. "Los, spuck es aus, mach´s Maul auf, Chili ich warne dich, mach jetzt dein Maul auf"!
    Schreie aber nicht, sondern bin dann nachdrücklich. Und wenn sie es dann geöffnet hat, folgt "Boah, Chili, irgendwann wird dir das mal zum Verhängnis, das ist gefährlich! Du glaubst gar nicht, was es für böse Menschen gibt, die Hunden böse Sachen hinlegen. Man. Lass den Scheiß".
    Oder "Du bist ekelig" :( (bei A-A)


    Sonst nix :ka:

    Ob sie steht, sitzt oder liegt ist uns egal. Sie verhält sich ruhig und gut ist.
    Bellen darf sie auch.
    Zurück (!) pöbeln darf sie auch.
    Beide male steigert sie sich aber nicht rein, nur deshalb ist es ok.

    Ok Leute anspringen darf sie nicht. Das wusste sie mal, aber wenn alle Leute immer sagen "Hoooooch, ist doch nicht schlimm, ist eh eine alte Hose" und ich noch fast dafür einen auf den Sack kriege, dass ich sie dafür schimpfe, ja schön, dann spring halt und versaue den Leuten die Hose.

    Wenn sie wirklich etwas machen MUSS, dann macht sie es auch, bleibe aber selbst trotzdem aufmerksam und korrigiere freundlich, sollte sie sich unerwünscht verhalten. Dieses unerwünschte Verhalten kommt aber auch nicht plötzlich, sondern eher schleichend - nach dem Motto: "Ok ich bewege mich jetzt mal gaaaaaaanz langsam Richtung liegengelassenes Brot von dem Menschenkind , lalala und Frauchen macht mal schön weiter, was sie gerade tut...lalala - Mist :muede: sie hat geguckt"

    "ÄH weg da, bist eh schon dick genug"

    "Gleich versuche ich es nochmal lalala :xmas_kilroy: Mist, sie hat es weggeräumt" :muede: *seufz*

  • bei uns gibt es auch Ansagen. Ein "Feierabend" reicht aber im Normalfall aus. Allerdings werden die beiden mit zunehmenden Alter störrischer und wahrscheinlich auch etwas schwerhörig, so das ne Ansage vielleicht etwas öfter kommt als früher

  • Was meint ihr denn zu dem Thema? Wie haltet ihr es mit Ansagen? Seid ihr komplett dagegen? Oder nutzt ihr auch mal eine? Wenn ja, in welchen Situationen?

    Bei mir hilft das wenn er an der Leine den anderen Hund anpöbeln will. Er holt dann so laut schon Luft, will sich aufplustern und das ist der Moment wo ich mich runterbeuge mit dem böse-böse-Finger vor sein Gesicht fahre und "Nein" (Meistens Nein, was soll das?) sage. Dann ist auch sofort wieder gut. Ist bei uns das Äquivalent wie wenn man bei einem großen Hund den Hund mit dem Bein abdrängt wenn er zur Seite ausbrechen will. Das kann ich ja bei 20cm schlecht machen, deswegen stoppe ich das mit dem Finger/ der Hand.
    Bei uns ist es auch erst richtig gut geworden, seit dem ich das Verhalten abbreche. Man kann sich ewig die Situation schön clickern, aber manchen Hunden hilft das auch, wenn man sie abbricht, bevor sie in Rage kommen.
    Wenn Sammy richtig hysterisch kläfft, dann hilft es auch nur ihn wirklich laut abzubrechen. Er ist dann in seiner Welt gefangen und da könntest du freundlich mit ihm sprechen oder ihn wegzerren, er würde noch 100m weiter und wenn der Reiz schon weg ist schreien/kläffen.


    Und Ansage im Sinne von Brüllen mache ich eigentlich nie. Fred braucht sowas nicht und Sammy hat vielleicht 1-2 mal eine bekommen, aber da habe ich mich auch wirklich geärgert. Da ist er abgehauen und hat Mist gebaut und ich hab der kleinen Ratte hinterher gebrüllt, dass sie in den Kochtopf kommt. Hat aber auch nicht gebracht :mute:

  • Caruso kennt ein ruhiges, aber bestimmtes "Nein!" als Abbruchsignal. Das ist positiv konditioniert (wird bei Befolgen auch immer wieder belohnt) und funktioniert eigentlich immer. Außer in zwei bestimmten Situationen, aber da würde auch keine "Ansage" helfen. Wenn Caruso Kommandos ignoriert, wiederhole ich sie schon mal im strengeren Ton und evtl. strengerer Gestik/Mimik.
    Ein wirklicher Anschiss ist bei ihm aber nicht unbedingt zielführend. Er wird dann schnell unsicher und völlig neben der Spur. Er mag auch keinen Streit unter "seinen" Menschen, das stresst ihn nur. Kommt möglicherweise aus seiner Vergangenheit, er ist Tierschutzhund und kommt aus nicht so klasse Vorbedingungen.

    Manchmal werde ich trotzdem laut, weil ich einfach stinkig bin, z.B. weil er den Rückruf ignoriert in einer gefährlichen Situation. Wenn ich dann meckere, merke ich aber schnell, dass es gar nicht bringt und ich dann wieder drei Wochen brauch um den Hund auf Normalspur zurück zu holen. Das ist es nicht wert ;)

  • Heute gab es bei uns eine klare "Ansage". Situation: Unser 12 Jahre alter Kater döst vor der Terrassentür. Riesenschnauz liegt zunächst ganz friedlich da, geht dann zur Tür und springt von innen an die Scheibe.

    Die beiden kennen, d.h tolerieren (nicht mögen) sich nun seit Jahren. Und der Hund kennt die Regeln. Kater ist eher ängstlich , Schnauzer eher ungestüm. Da gab es also eine "Ansage", weil mir unser Kater und sein Wohlbefinden sehr wichtig ist: Schnauzer- Monster wurde von mir verbal angeschnauzt und dann räumlich nach hinten verfrachtet ( ohne Berührung, körpersprachlich). Das hat ausgereicht.

    Nach einer kleinen Weile wars dann aber auch wieder gut: Bertha beschwichtigt und wir versöhnen uns - das ist mir ganz wichtig!

    Für Angstreaktionen würde ich nie eine Ansage machen!

    gehst du davon aus, dass das jetzt nicht mehr passiert?
    Dass der Hund daraus gelernt hat?

  • Ich hab festgestellt dass Ansage machen bei uns gar nichts bringt.

    Klar gibt es auch mal eine verschärfte Nennung des Namens, das ist aber schon alles.
    Unsere Stellen dann einfach auf stur oder fangen an zu meiden, je nachdem wie heftig es war, bei der Hündin reicht schon ein lautes Nein mit Schritt auf sie zu wenn sie mal wieder Kot frass dass sie den Rest des Spaziergangs langsam hinter mir her latscht.

  • Ansage machen, hm, ich tu mich mit dieser Begrifflichkeit in der Tat auch schwer (ich mache meinen Kindern durchaus Ansagen, aber in ganzen Sätzen bzw. in einem Gespräch was mit einem Hund so ja gar nicht funktionieren würde)

    Hier unterbinde ich bestimmte Verhaltensweisen die im Moment nicht passend sind bzw. gar nicht gehen mit einem streng ausgesprochenen "Na" oder einem langgezogenen "Nein".
    Indem ich sie neben mir Sitz machen lasse und sie auffordere mich anzuschauen kann ich aber oft schon im Vorfeld recht gut Situationen unterbinden bei denen ich weiß, sie kann da eigentlich nicht widerstehen.
    Ich übe ihre Frustrationstoleranz über zeigen und benennen oder schlicht indem sie und ich ruhig nebeneinander sitzen und Hühner/Katzen/rascheln im Gebüsch beobachten.
    Das klappt super und dadurch sind die von mir ausgesprochenen "Na" und "Neins" eher selten und sitzen meist dann auch bzw. werden umgehend befolgt.
    Ich glaube da kann man durchaus auch mit Kindern vergleichen, zuviele "Ansagen" (Neins, Verbote) machen Hund wie Kind Nein-Taub.

  • Ich finde, das kommt immer auf den Hunde-Charakter an.

    Unser alter Opi Timmy (16 Jahre, Schäfermix) war relativ resistent gegen "Ansagen" - ich würde fast meinen, er war schon abgestumpft - Resultat von einem Tierheim-Hund, der zu oft "Ansagen" bekommen hat - ihm war es schnurz-piep-egal was der Mensch am anderen Ende der Leine zu schimpfen hatte - da half immer nur Gelassenheit! Relativ schwierig für uns Zweibeiner...

    Bei unserer Amy (1,5 Jahre, Border-Mix) ist es komplett anders. Sie reagiert auf jede Körpergeste von mir. Bei Fehlverhalten hilft bereits ein Blick von mir und sie reagiert.

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