Second-Hand-Hund mit kleinen Problemchen
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Hallo, nach 8 Monaten ohne Hund soll nun wieder eine Hündin bei uns einziehen. Verliebt haben wir uns in eine ca. 11 Monate alte Labrador / Magyar Vizsla-Mixhündin.
Bisher haben wir uns einige Male mit den Noch-Besitzern getroffen und konnten uns gegenseitig "beschnuppern".
Beschrieben wurde sie uns als sehr kinderlieb, was wichtig für uns ist, da wir ja selber Kinder haben. Da unsere Kinder beim treffen immer mit dabei waren (nicht alle, sondern im Wechsel), konnten wir bisher nichts gegenteiliges feststellen.
Jetzt am Wochenende wollen wir uns erneut treffen und dann entscheiden.Allerdings hat die Hündin auch ein paar kleinere Probleme.
Sie wäre sehr bellfreudig, aber nur wenn sie sich freut bzw. auch wenn sie auf andere Hunde trifft. Allerdings nicht aggressiv.
Wie gehe ich das am Besten an? Sie beschwichtigen oder ihr bellen einfach ignorieren?Desweiteren kann sie zwar alleine bleiben, knabbert aber hin und wieder alles an. Deswegen wird sie dort mittlerweile in einen Kennel gesperrt oder bekommt einen Maulkorb wenn sie alleine bleiben muss.
Für mich persönlich kommt beides NICHT in Frage. Weder ein wegsperren, noch ein Maulkorb. Lange alleine muss sie bei uns theoretisch nicht sein. Ich gehe zwar arbeiten, aber mein Mann ist (bis auf ca. 1 Stunde die er braucht um unsere jüngste Tochter in die KiTa zu bringen) eigentlich zu Hause. Naja, er geht dann meist in unseren Garten, aber da kann Hund ja mit.
Trotzdem...wie gewöhne ich ihr das anknabbern ab? Gibt ja bestimmt die ein oder andere Situation wo Hund doch mal alleine bleiben muss.Ja und dann wäre noch das Problem mit der Leinenführigkeit. Die Hündin zieht sehr an der Leine. Aktuell bekommt sie wohl von den Nochbesitzern ein Kettenhalsband um, so eins was sich zusammenzieht und dann würgt
Möchte ich ebenfals nicht beibehalten und wäre auch hier über ein paar tipps dankbar wie man ihr das ziehen an der Leine abgewöhnt.Danke schon mal an euch.
LG, Antje
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Hallo,
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Hallo Antje und willkommen im DF!
Darf ich zuerst einmal fragen, wieso die Hündin abgegeben wird?Zum Bellen:
Bellt sie wenn sie an der Leine ist oder generell, sobald sie einen Hund sieht?Anknabbern von Sachen, ist vermutlich Langeweile.
Wenn der Hund genug Beschäftigung bekommt, hört das auch auf.Leinenführigkeit, sollte sie aber mit 11 Monaten schon einigermassen können. Dazu gibts hier im Forum Tipps.
Versuch es mit Richtungswechsel und vielleicht einem Geschirr. -
Zum Alleinesein.
Pack den Hund in der Wohnung in einen Bereich, in dem es auch nicht stört, wenn mal etwas Tapete fehlt, keine Schuhe stehen und keine Biedermeier Vitrinen.
Ich packe meine jungen Hunde die ersten anderthalb Jahre in den sehr (Hunde)- gemütlichen Flur und gut ist.
Leinenführigkeit würde ich dir empfehlen:
1. ein Geschirr woran der Hund ziehen darf, hin und her laufen darf, nur nicht "in die Leine springen".
2. Ein schönes breites weiches Halsband und mit dem Hund täglcih 2 -5 mal je eine Minute üben: Am Halsband darf ich nicht ziehen.
(Anleitungen gibts überall....such dir eine Methode aus und mach das dann....)
Bellen: ein bellfreudiger Hund bleibt bellfreudig. IMMER.
Bellen würde ich nicht verstärken, aber auch nicht überbewerten.
Eher daran denken, dass es eben auch ein Anzeiger für Aufgeregtheit sein kann und dem Hund helfen, etwas unaufgeregter die Lage zu betrachten.Beim Begrüssen geht das mit Zeit und Spucke.
Ich habe beim GEHEN und ANKOMMEN je ein Wortsignal, das sage ich immer und gut ist.
Wenn ich das Haus verlasse sage ich vollkommen unaufgerecgt: Komme gleich wieder. EINMAL.....aber immer...
Dann gehen meine Hunde nicht mal mit zur Tür, sondern legen sich irgendwo schlafen.
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Erst mal generell: Möchtest Du so einen Temperamentbolzen haben? Mittlerweile turnen solche Mischlinge ja oft durch die Welt und meiner Erfahrung nach sind das sehr reizempfindliche Hunde, die ein sehr ausgeklügeltes Maß an "Aufregung" ab können. Als unkomplizierten Familienbegleiter würde ich diese Mischung nicht anschaffen. Zumal ja auch die Arbeit dann nicht zu kurz kommen darf - was ist geplant an dieser Stelle? Du holst Dir ja einen Jagdhund ins Haus.
Das Bellen bei anderen Hunden kann verschiedene Ursachen haben. Das müsste man erst Mal herausfinden. Dabei könnte der Vizsla-Anteil eine maßgebliche Rolle spielen, denn diese Hunde neigen dazu andere Hunde über aggressives Verhalten bei Begegnungen abzublocken. Meist fängt das mit Bellen an...
Das Problem beim Alleinsein kann eine Folgeerscheinung ihrer Überforderung mit dem Leben sein (andere Hunde anbellen, nicht leinenführig... das sind sehr große Stressfaktoren, die sich nicht von heute auf morgen mal eben wegtrainieren lassen). Vielleicht hat er sie auch einfach nie gelernt. Dann musst Du komplett von vorne aufbauen - also die Möglichkeit haben, dass sie erst Mal überhaupt gar nicht alleinbleiben muss, außer zu Trainingszwecken.
Die "kleinen Problemchen" sind also welche, die Einfluss auf das komplette Leben haben. Es sind also eher ausgewachsene Probleme.
Viele Grüße
Corinna -
Ich möchte dir keine Angst machen oder dir den Hund ausreden, aber meine Gedanken sind folgende:
Ich kenne die Vorbesitzer des Hundes nicht aber Schilderungen wie "Hund würde ja nur aus Freude bellen" finde ich seltsam, denn ich kenne keinen Hund der aus Freude bellt. Bei meinem eigenen darf ich mir das auf der Hundewiese auch oft anhören aber er fängt erst an zu bellen im Spiel wenn es ihm zu viel wird und es ist für mich ein deutliches Zeichen, dass ich den Zeitpunkt zu gehen verpasst habe. Daher guck dir die Situation live an und entscheide selbst über das Verhalten. Ein "Ruhe"-Kommando ist relativ schnell etabliert, wenn sie aber dann in diesen Situationen nicht mehr Bellen darf wird sie sich ein anderes Ventil suchen. Daher ist es wichtig den Grund des Bellens zu finden und daran zu arbeiten, aber das kann viel Arbeit bedeuten.
Zum Thema Alleinesein: Erstmal finde ich einen Kennel nichts schlimmes wenn er geräumig ist, der Hund also ausreichend Platz hat, positiv verknüpft wurde und Wasser zur Verfügung steht. Ich habe eine Freundin deren Rottweilerhündin immer so Alleinebleibt. Anfangs hat sie geknabbert und deshalb der Kennel, heute fühlt sie sich dort einfach am wohlsten und geht da immer rein obwohl sie nicht müsste.
Ich würde mir das Geknabbere anschaun wollen, evtl auch im Beisein eines kompetenten Trainers. Wenn es einfach Langeweile ist ok, wenn es aber Stress ist und sie also NICHT alleine bleiben kann ist das eine Harausforderung die man ziemlich unterschätzt. Mein Hund kann nicht alleine bleiben und ich habe auch gesagt er muss ja eigentlich nicht. Wir üben seit 1 1/2 Jahren und sind erst bei 25 Minuten. Kurzum ich war seit 1 1/2 Jahren nicht mehr gemeinsam mit meinem Freund im Kino, Frei- oder Hallenbad, irgendwelche Konzerte oder Veranstaltungen, Kirmes, Theater, bei Freunden bei denen der Hund nicht mit darf. Wenn wir mal Zeit zu zweit haben möchten brauchen wir nen Hundesitter - spontan ist aber was anderes. Ich möchte dir damit keine Angst machen dir aber zeigen, dass ein Hund, der nicht Alleinebleiben kann eine rießen Einschränkung ist, die man zunächst aber gar nicht so wahr nimmt. Dazu kommt, dass einige Hunde immer Probleme mit dem Alleinebleiben haben werden. Muss nicht auf diese Hündin zutreffen aber auch das Training zum Alleinebleiben ist sehr aufwändig.
Wie gesagt ich möchte dir keine Angst machen, aber lass dir das einfach mal durch den Kopf gehen -
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. Dabei könnte der Vizsla-Anteil eine maßgebliche Rolle spielen, denn diese Hunde neigen dazu andere Hunde über aggressives Verhalten bei Begegnungen abzublocken. Meist fängt das mit Bellen an...
Also ich möchte hier niemandem zu nahe treten.
Da ich aber zufällig zwei Vizsla-Züchterinnen kenne und fast alle Welpen von denen, da sie alle im Bekanntenkreis sind
kann ich Behaupten, dass ich keinen Vizsla kenne, der aggressiv auf fremde Hunde reagiert. ALLE die ich kenne sind
total lieb und verspielt und gehen einfach, wenn sie keinen Bock mehr haben. Ich denke das hängt mit der Sozialisation und
dem Umgang ab. Es gibt aber bei uns selbst unerfahrene Leute, die mit ihrem Vizsla einfach super gut zurecht kommen und
das sind alles total soziale liebe Hunde.Meine Hündin bellt tatsächlich auch aus Freude manchmal während eines Spazierganges fängt sie einfach so an zu bellen und rennt dann los und freut sich ihres Lebens ohne das ein Mensch oder ein anderes Tier in der Nähe wäre.
Und das Bellen klingt auch anders als gewöhnliches Bellen. Sie freut sich halt einfach.
Zu Hause ist sie allerdings ruhig.
Sie ist 12 Jahre alt und macht sich schon bemerkbar, wenn sie nicht genügend Spaß in der Freizeit hatte. -
Wenn die Hündin bisher mit Kettenwürger gehalten wurde, ist das ein Indiz auf eine Erziehung mit starken Druck.
Das was ihr jetzt seht, könnte zu hause also ganz anders aussehen.
Wenn das Verhalten durch Druck derzeit maßgeblich beschränkt wird, könnte ohne Kettenwürger und ohne Druck erstmal der ganze Frust rauskommen, den es abzuarbeiten gilt.
Es kann also möglich sein, dass nach ein paar Wochen Angstaggressionen durchkommen, wenn sie bislang für solch ein Verhalten gedeckelt worden ist.
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Vizlas gelten doch als sehr sensibel, oder? Labradore nun nicht gerade, aber da ich hier einen ultrasensiblen Labrador aus zweiter Hand habe, kommt mir einiges aus Euren Beschreibungen bekannt vor.
Mit hat das Tierheim damals auch gesagt, dass mein Hund viel bellt. Ich hatte das fast vergessen, weil sie in der ersten Zeit bei mir fast gar nichts gesagt hat. Aber später dann aus Unsicherheit... So ein gelegentliches Bellen ist ja nun nichts, was einen belasten würde, aber Unsicherheit und Freude werden ja oft verwechselt. Nur mal so als Gedankenanstoß.
Auch das Leineziehen kenne ich bestens und habe es nach 5 Jahren immer noch nicht richtig raus. Wenn mein Hund mit einer Situation überfordert ist, zieht sie. Das ist am Halsband viel schlimmer als am Geschirr, weil der Zug den Hund natürlich auch stört und sie teilweise massiv dagegen anrennt.
Bei der Knabberei habe ich Glück gehabt und mein Hund hat noch nie irgendwas von meinen Sachen zerstört. Aber wenn ihr alles zu viel wird, muss sie was zerbeißen - das ist auch gar nicht schlimm, denn Kauen baut Stress ab. Dafür liegt hier immer ein Knotentau für sie rum, das anfangs wöchentlich ersetzt werden musste.
Kann sein, dass ich mit meiner Einschätzung total daneben liege und es kann auch einen Menge anderer Ursachen haben, dass dieser Hund sich so "wild" darstellt. Vielleicht ist er auch einfach unerzogen und unausgelastet, gut möglich. Aber es kann auch gut sein, dass andere Ursachen dahinterstecken - und die sind manchmal etwas langwieriger in der Behandlung als "Ungezogenheit".
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Schade, dass sich die TS nicht mehr meldet!
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Vizlas gelten doch als sehr sensibel, oder?
Nach meiner Erfahrung sind meist nur die in Deutschland gezüchteten Vizsla sensibel. Die aus Ungarn sowas von überhaupt nicht, ich kenne zum Beispiel eine die könntest du an die Wand schmeißen sie würde aufstehen sich schütteln und weitermachen wo sie aufgehört hat. Warum das so ist weiß ich auch nicht, ist aber so.
Meine Hündin mit Kettenwürger, würde nur noch an meinem Fuß kleben, die andere die ich kenne würde weiterziehen.
Es ist einfach auch charaktersache, man kann nicht alle über einen Kamm scheren. - Vor einem Moment
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