Avatar

Eingreifen - ja oder nein? Wenn ja, wie?

  • ANZEIGE

    Hallo zusammen,


    diese Frage ist bei mir in letzter Zeit immer häufiger aufgetaucht und bin daher an einem Meinungsaustausch interessiert. Besonders, weil es in letzter Zeit öfter vorgekommen ist, dass ich dafür quasi vom anderen Hundehalter "gerügt" wurde, dass ich eingegriffen habe und nicht die Hunde "das unter sich regeln lasse".


    Vielleicht schildere ich mal konkret die Situationen. Alle fanden statt als die Hunde im Freilauf waren. Mein Bub ist ein 7 Monate alter Labbi.


    Situation 1:
    Ein größerer erwachsener Hund, der mit meinem Hund zunächst gespielt hat, fängt plötzlich knurrend an, ihn zu jagen und ihn zu stellen. Mein Hund zeigt dabei deutliche Vermeidung und sucht Schutz. Nachdem der Halter des knurrenden Hundes nicht eingriff, habe ich eingegriffen, indem ich seinem Hund entschieden entgegen getreten bin und ihn schließlich quasi verjagt habe, weil er immer wieder einen neuen Anlauf startete. Kommentar vom Halter: "Ihr Hund muss lernen sich zu behaupten. So lernt er das nicht und wird sicher bald zum Angstkläffer."


    Situation 2:
    Dieses Mal war meiner der "Übeltäter". Newton spielt mit Dobermann-Welpe, deutlich jünger und kleiner als Newton. Irgendwann wurde es dem Welpen zu grob und er suchte Schutz zwischen den Füßen des Halters. Daraufhin tritt der Halter zur Seite und fordert seinen Welpen auf weiter zu spielen. Ich habe meinem dann weiteres Spiel untersagt und bin mit ihm weiter gegangen. Kommentar des Halters: "Och, jetzt haben sie doch so schön gespielt."


    Situation 3:
    Hier war meiner nicht beteiligt, fand es aber krass und will es deshalb trotzdem schildern. Vor uns läuft ein Halter mit Yorkie. Ich kenne ihn. Sein Yorkie ist sehr verträglich und kein Kläffer oder so. Wir ein paar Schritte hinter ihm. Uns entgegen kommen mehrere HH mit vier großen Hunden. Die stürmen plötzlich pöbelnd auf uns zu und stürtzen sich förmlich auf den Yorkie. Der bekommt natürlich Angst und versucht sich so gut als möglich zu verteidigen. Eingegriffen hat keiner, trotz lautem Geknurre der größeren Hunde und lautem Gequieke seitens des Yorkies.


    Meine Meinung dazu ist die folgende: Ich bin für meinen Hund, sein Tun und sein Wohl verantwortlich. Daher greife ich ein, wenn das Spiel (egal in welche Richtung) aus dem Ruder läuft.


    So nun meine Frage an euch: Wie seht ihr das? Hättet ihr in diesen Situationen eingegriffen? Also wenn euer Hund in irgendeiner Form beteiligt ist. Wenn ja wie? Oder findet ihr das überzogen und würdet ihr eure Hunde es selbst regeln lassen?


    Bin gespannt auf eure Beiträge.


    Gruß,
    Rafaela

  • ANZEIGE
  • Zitat von "RafiLe1985"

    Ich bin für meinen Hund, sein Tun und sein Wohl verantwortlich. Daher greife ich ein, wenn das Spiel (egal in welche Richtung) aus dem Ruder läuft.


    Das sehe ich genauso wie du.
    Ich handhabe das so- wenn Bonnie zu mir kommt und sich deutlich bedrängt fühlt, regele ich das für sie. Rennt sie ihre Runden und lässt sich jagen ohne zu mir zu kommen, lass ich sie machen. Hinterher rennen um sie zu "beschützen" würde ich ihr jetzt nicht. Aber bei mir gibt es Schutz wenn sie das will. Warum auch nicht?

  • Also bei mir wird nichts selbst geregelt, das hat man vor 30 Jahren so gemacht, da war das grade "in".
    Ich gehe dazwischen, wenn mein Hund angegriffen oder gemobbt wird. Andersherum würde ich es auch nicht zulassen, daß mein Hund andere Hunde bedrängt oder angreift.
    Ich achte bei Hundebegegnungen immer auf mein Bauchgefühl, manche Hunde samt Halter sind mir so unsympathisch, daß ich meinen Hund da gar nicht erst hinlasse.

  • ANZEIGE
  • ich kenne solche Situationen leider zu genüge und meistens kommen diese Sprüche von Großhund Besitzern oder von deutlich überlegende Hunde bzw deren Besitzer.
    Ich besitze einen kleine 5,3 kg Rüden der super sozialisiert ist - eher devot als Draufgänger - manchmal würde ich mir wünschen, dass er mal zurück kloppt und gut ist!
    Tja, ich gehe auch dazwischen und musste mir auch schon dumme Sprüche anhören, die mir mittlerweile egal sind.
    Am besten war mal ein Schäferhund Besitzer der meinte, dass sein Hund doch gar nix macht und sein Schäfer stand mitten auf der Wiese mit lauter weißen Haaren in der Schnauzte. Nachdem ich den Besitzer gefragt habe, wo die Haare den her kommen, bekam ich zur Antwort, dass mein Hund doch genug davon hätte......schon klar.....
    Grrr.......ich bin da jetzt abgestumpft, spätestens wenn mein Hund den Schwanz einzieht und Kreise zieht, weil er in meiner Nähe bleiben will, dann ist ABSOLUT Schluss mit lustig. Die Besitzer sollten in solchen Momenten auch besser den Mund halten, ansonsten kann ich auch mal meine gute Erziehung vergessen.
    Ich habe meinen Hund eigentlich immer so gut im Auge, das solche Situationen eigentlich nicht vorkommen, da ich vorher schon an meinen Hund merke, dass es jetzt nicht sein ist und gehe SOFORT dazwischen und hole meine Gurke daraus und ir ist egal, was der andere denkt!!!

    Liebe Grüße von Yvonne mit Ihrer Fellnäschen Bootsmann

  • Ich finde das sehr schwer pauschal zu sagen. Wenn mein Hund Schutz sucht dann greife ich ein, keine Frage.


    Wenn mein Hund von einem Welpen genervt wird und ihn zurecht weist greife ich nicht ein, denn der Welpe kann davon lernen. Wenn der Welpe weiter nervt greife ich irgendwann ein, weil ich nicht möchte, dass mein Hund ernsthaft böse werden muss.


    Wenn mein Hund andere mobbt greife ich sofort ein und rufe meinen Hund zu mir. Dann bekommt er eine Auszeit und dann noch mal eine Chance.


    Ich habe das Gefühl, dass viele Halter nicht sehen was Mobbing und was Spiel ist.


    Wenn mein Hund einen anderen anprollt und er bekommt eins auf den Deckel dann hat er Pech gehabt. Dann entschuldige ich mich dafür, dass mein Hund angefangen hat.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



    Anzeige
  • Zitat von "bootsi"

    ich kenne solche Situationen leider zu genüge und meistens kommen diese Sprüche von Großhund Besitzern oder von deutlich überlegende Hunde bzw deren Besitzer.
    Ich besitze einen kleine 5,3 kg Rüden der super sozialisiert ist - eher devot als Draufgänger - manchmal würde ich mir wünschen, dass er mal zurück kloppt und gut ist!
    Tja, ich gehe auch dazwischen und musste mir auch schon dumme Sprüche anhören, die mir mittlerweile egal sind.
    Am besten war mal ein Schäferhund Besitzer der meinte, dass sein Hund doch gar nix macht und sein Schäfer stand mitten auf der Wiese mit lauter weißen Haaren in der Schnauzte. Nachdem ich den Besitzer gefragt habe, wo die Haare den her kommen, bekam ich zur Antwort, dass mein Hund doch genug davon hätte......schon klar.....
    Grrr.......ich bin da jetzt abgestumpft, spätestens wenn mein Hund den Schwanz einzieht und Kreise zieht, weil er in meiner Nähe bleiben will, dann ist ABSOLUT Schluss mit lustig. Die Besitzer sollten in solchen Momenten auch besser den Mund halten, ansonsten kann ich auch mal meine gute Erziehung vergessen.


    Ich glaub den Schäferhund samt Besitzer kenn ich. :D Oder die sind alle so beklo.... Das ist mir vor paar Tagen nämlich ähnlich gegangen: Schäferhündin hatte schon die Zähne im Rücken von meinem Hund, Herrchen stand in 20 Meter Entfernung und meinte, es sei doch gar nichts passiert. :headbash:
    Klar ist nix passiert, weil ich dem Schäfertier eine verpaßt habe. :lol:

  • wir haben eine echt brenzlige Situation an der Ostsee am Hundestrand gehabt. Da war ein relativ junges Mädel mit einem bildhübschen Langhaarschäfertier. Alles spielt, sonnt, chillt und so weiter....
    Irgendwann stand mein Zwuck vor mir mit seinem Ball und hat mir klar gemacht, dass ich jetzt lang genug hier faul rumgelegen habe und wir jetzt zum Wasser gehen und spielen. Okay......wir runter, mein Mann und meine Mutter mit. Der Schäfer spielte auch am Wasser. Beim runtergehen guck ich so und wunder mich einen Augenblick, warum alle andere Hunde gerade am "chillen" sind und nur der Schäfer am Wasser spielt und die Besitzerin ne Kette in der Hand hält. Mein Zwuck rennt los ich wollte gerade brüllen und da war der Schäfer schon auf meinen 5,3kg Riesen. Besitzerin schmeist ihren Hund die Kette in Rücken, meiner brüllt wie Irre und ich hab den Schäfer mit meinem Schuh auf Kopf und Schnautze gekloppt und meinen Zwuck mir geschnappt. Kommentar von der Besitzerin, ob ich nicht ganz dicht bin. Ihr Rambo mag es nicht, wenn andere Hunde im Wasser sind, wenn er spielt. Ich meinen Hund untersucht und festgestellt, dass alles gut gegangen ist. Dann mit Hund und meiner geschockten Mutter zurück zum Strandkorb und Muschel. Hund und Mutter dort gelassen und wieder runter zum Wasser. Mein Mann diskutierte gerade mit ihr und ich bin nur dazwischen und habe ihr - Entschuldigung - einen auf die Schnautze gehauen. UNGLAUBLICH.
    Etliche Hundebesitzer sind dazu gekommen und haben sich beschwert, dass es in den letzte Tagen viele ähnliche Vorfälle gegeben hat und das es so nicht mehr geht. Ich dachte ich höre nicht richtig.
    Tja, ende vom Lied.......ich hatte Anzeige am Hals, aber Besitzerin war mit Ihrem Hund nicht mehr gesehen am Strand.

    Liebe Grüße von Yvonne mit Ihrer Fellnäschen Bootsmann

  • Das schlimme an der Geschichte ist, dass wenn wir Probleme mit anderen Hunden haben, dass es meistens Schäfertiere sind und ich mag doch so gerne Schäfer. Mein Zwuck mag schon von Haus aus keine Schäfer mehr und geht diese jetzt schon aus dem Weg und der Schäfer vom Strand war ein Prachtexemplar.
    Warum knallen so viele Schäfer durch oder haben sie einfach zu oft den falschen Besitzer???

    Liebe Grüße von Yvonne mit Ihrer Fellnäschen Bootsmann

  • Kann man nicht pauschal sagen. Es ist sehr wohl ein Unterschied ob ich ein HH von einem kleinen 5-kg-Hund bin oder ein 40-kg-Hund. So ein kleiner wird eher mal in die Situation kommen wo er Hilfe und Schutz sucht bei seinem Besitzer, und die soll er auch bekommen. Meine 1. Hundetrainerin meinte man sollte nicht beschützen, weil man die Angst des Hundes bestätigen würde. Ich habe die Trainerin gewechselt, weil ich der Ansicht bin wenn mein jetziger Hund (40 cm) Schutz bei mir sucht, dann soll er den auch von mir bekommen. Musste schon öfters dazwischen gehen, weil ein Spiel eskalierte. Vorher hatte ich einen SH, der bekam keinen Schutz von mir und eingreifen war nur einmal in 13 Jahren nötig (Eskalation ging vom anderen Hund aus).

  • Sagen wirs mal so: "Schäferhunde sind etwas eigenartig". Sorry an alle Schäferhundbesitzer. :gott:
    Aber ich glaube, ich kann mir dieses Urteil erlauben, ich bin mit Schäferhunden aufgewachsen. Darum hab ich ja auch jetzt seit 30 Jahren Terrier. :lol:

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!