Welche Trainingsmethoden unterstützt ihr?

  • Für meine Hunde ist Leine in gewissen Situationen Strafe.

    Du mußt das immer aus der Perspektive des Mehrhundehalters sehen und bei welcher Gelegenheit an der Leine gegangen werden muß.

    Alle drei an der Leine, wir laufen los in den Wald. Alle drei dürfen in den Freilauf. Dann baut einer Mist und zwar gründlich, sonst wird wie gesagt nur angefaucht oder mal gebufft und muß nun als einziger an der Leine laufen.

    Das ist für den jeweiligen Übeltäter Strafe.

    Gaby und ihre schweren Jungs

  • Zitat

    Wie definiert ihr denn Strafe?
    Ich wüsste nicht, ob ich schonmal eine "Strafe" beim Hund angnewendet habe. Es waren eher der Situation angepasst Reaktionen, aber Strafe?
    So ein negativ behaftetes Wort..

    Springt mir der Hund auf den Tisch, dann wird er unsanft wieder nach unten befördert.
    Verprügelt der Junghund einen anderen Hund, dann wird er unsanft vom anderen Hund gepflückt, ins Fuß gerufen, etwas angefaucht und es wird weitergelaufen.
    Strafen? Für mich nicht. Einfach nur Reaktionen auf die Situation..


    Strafe ist eigentlich klar definiert in der Lerntheorie. Es ist alles, was ein der Aktion vorausgegangenes Verhalten hemmt. Wenn dein Hund nach dem unsanften Abflug vom Tisch künftig seltener auf den Tisch springt, dann war es eine Strafe. Deine "Reaktionen" sind strafende Reaktionen.

  • Zitat

    Wie definiert ihr denn Strafe?

    Rein theoretisch, meiner Meinung nach, ist Strafe alles was das momentane, selbst-initiierte, Verhalten des Hundes unterbricht. Leine ich den Hund an, ist es sogar Zwang! Leine ich ihn aufgrundessen an, weil er nicht zu anderen Hund darf, ist es Strafe. Schieb ich ihn vom Küchentisch weg, Strafe. Liegt er mir im Weg und muss mir somit ausweichen, Strafe. Pinkelt er an eine Hausecke und ich scheuch ihn weg, Strafe. Fixiert der nen anderen Hund und ich dreh ihn um, Strafe. Etc pp. Strafe erfolgt vielfach im Alltag, nur nehmen wir das gar nicht mehr wahr. Für manche ist Strafe erst Strafe wenn man selbst so richtig wütend ist.

  • Zitat

    Für meine Hunde ist Leine in gewissen Situationen Strafe.

    Du mußt das immer aus der Perspektive des Mehrhundehalters sehen und bei welcher Gelegenheit an der Leine gegangen werden muß.

    Alle drei an der Leine, wir laufen los in den Wald. Alle drei dürfen in den Freilauf. Dann baut einer Mist und zwar gründlich, sonst wird wie gesagt nur angefaucht oder mal gebufft und muß nun als einziger an der Leine laufen.

    Das ist für den jeweiligen Übeltäter Strafe.

    Gaby und ihre schweren Jungs

    Aber meinst du sie verknüpfen das anleinen mit dem vorangegangenen fehlerhaften Verhalten? Ich hätte da so meine Bedenken.

    Gut, für mich käme es eh nicht in Frage, weil ich mich dadurch auch bestraft fühlen würde. :D

  • Zitat


    Aber meinst du sie verknüpfen das anleinen mit dem vorangegangenen fehlerhaften Verhalten? Ich hätte da so meine Bedenken.

    Gut, für mich käme es eh nicht in Frage, weil ich mich dadurch auch bestraft fühlen würde. :D

    Aber selbstverständlich, da es sich ja immer nach dem gleichen Muster abspielt. Hund wird gerufen kommt nicht, ich hinterher und leine an. Was meinst Du wie oft sie doch lieber zu mir kommen, wenn sie sehen, ich mache mich auf den Weg zu ihnen.

    Bedenken kannst Du gerne haben, meine Erfahrung sagt mir etwas anderes.

    Gaby und ihre schweren Jungs

  • Zitat


    Strafe ist eigentlich klar definiert in der Lerntheorie. Es ist alles, was ein der Aktion vorausgegangenes Verhalten hemmt. Wenn dein Hund nach dem unsanften Abflug vom Tisch künftig seltener auf den Tisch springt, dann war es eine Strafe. Deine "Reaktionen" sind strafende Reaktionen.


    eben

    ich versteh nicht, wieso man "Strafe" immer neu definieren will ...
    oder immer anders nennen will, weils so negativ belegt ist

    natürlich belege ich etwas negativ bei einer "angepassten Reaktion"
    anderenfalls macht der Hund es genau so häufig weiter und meine Reaktion hätte ich mir sparen können

  • Also genauer gesagt...

    - ist Anleinen negative Strafe in der Lerntheorie, da Entzug von etwas Angenehmen: z.B. Jagen, verdreschen ... :pfeif: :D

    - Am Schlawittchen packen und anzischen ist positive Strafe, da hinzufügen von etwas Unangenehmen.

    http://www.hovawart-portal.de/index.php?cat=…rundlage_lernen

  • Ich habe von Hund zu Hund verschiedene Trainer und Methoden kennen- und schätzen gelernt.
    Mit meinem ersten Hund gab es keine Probleme, sie war einfach ein Goldstück. Mit Hündin Nr. 2 hatte ich dann einige "Differenzen". Petra Führmann von der Hundeschule Aschaffenburg konnte mir da sehr schnell weiterhelfen und auch Hund Nr. 3 habe ich so ganz gut hingekriegt (beide Hunde waren aus dem TH und als schwer vermittelbar eingestuft).
    Der Pudel ist ein Fall für sich, er darf auch mal Blödsinn machen, weil da kein Mensch oder Tier dabei zu Schaden kommt und ich erziehe ihn eher so "nebenher".
    Mein Moon, der seit Oktober 2010 bei uns wohnt (erst als Pflegehund und jetzt als Familienmitglied), bin ich mal wieder an meine "Grenzen" gestossen und habe einiges ausprobiert. Mittlerweile arbeite ich ihn nach der HarmonieLogie von Anne Krüger. Obwohl ich am Anfang ziemlich skeptisch war und auch immer noch viel falsch mache, merke ich, dass Moon jetzt versteht, was ich von ihm will und sich in seinen Panik-Aggro-Phasen viel schneller wieder auf mich konzentrieren kann. Auch der Spaziergang mit ihm macht wieder richtig Spaß.
    Nebenher mache ich allerdings auch Tricktraining mit dem Clicker, da arbeiten Moon und Evil so richtig mit Freude mit. Nur der Pudel findet clickern doof und lässt sich die Lösung lieber mit körperlichen Hilfen (wie schieben oder nach unten drücken) zeigen. Dann ist er eifrig dabei und kann das nach 2-3 mal zeigen auch ohne Hilfen.

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