Welche Trainingsmethoden unterstützt ihr?

  • Ich muss sagen, bei mir gibt es keine "Strafe"
    Es gibt unterricht und mit körperlichem Einsatz, und wenn es nur ein antippen ist, wird nur korrigiert wenn der Hund ein "schwerwiegendes Vergehen" durchgezogen hat bei dem er seit Jahren weiß: DAS nicht (weil zb. gefährlich

  • Zitat

    Also,
    aus gegebenem Anlass habe ich mich gefragt, ob ihr einen Trainer kennt/Bücher gelesen habt/im Fernsehen gesehen habt, dessen Methoden ihr unterstützt?

    Also, was funktioniert für euch am besten, was findet ihr gut?

    also ich mag persönlich die anita balser sehr gern ... eine klasse frau und ihre ansichten gefallen mir gut ;)

    man kann die welt nicht nur in schwarz und weiß sehen und manchmal ist ein bisschen input von außen sehr sehr gut .. damit man auch mal seine eigenen eingefahrenen strukturen überdenken kann

    ich unterstütze alle trainingsmethoden, die zu einer stabilen beziehung zwischen hund und mensch führen, das ist immer individuell und muss jeder mit sich und seinem hund ausmachen ... du musst auch das wesen des hundes sehen ... ist er sehr agil und braucht viel bewegung, ist er eher gemütlich und braucht was für den kopf, reicht es ihm aus einfach "mit dabei" zu sein ....

    für den einen hundi ist es schon schlimm wenn er einen wattebausch an den kopf geworfen bekommt, für den anderen ist es super wenn er ab und zu ein leckerchen bekommt und der andere der nimmt nur streicheleinheiten an

    ich finde man muss den hund sehen ...

    klar, starkstrom, schläge, stachelhalsband usw. gehen gar nicht, das sind methoden um den hund zu brechen, das lehne ich ab!

    aber ich finde du hast recht: CM hat recht wenn er sagt, dass die innere einstellung alles ausmacht ... bin ich nervös, ist es mein hund auch... denke ich die ganze zeit "oh gott bitte flipp nicht aus bei dem hund" dann flippt der hund aus

    die anita balser hat mal ein schönes experiment gemacht (ich bin eine verfechterin :lol: ) sie sagte nimm mal die leine und und mache nur den kleinen finger starr .... sofort versteift sich die ganze hand und das überträgt sich auf die leine und den hund ... und wenn du dir das überlegst und versuchst entspannt zu bleiben dann wird es dein hund über kurz oder lang auch

    also kurz gesagt: entspannung finde ich eine tolle trainingsmethode ... das leben/training leicht nehmen

  • Zitat

    Ich muss sagen, bei mir gibt es keine "Strafe"
    Es gibt unterricht und mit körperlichem Einsatz, und wenn es nur ein antippen ist, wird nur korrigiert wenn der Hund ein "schwerwiegendes Vergehen" durchgezogen hat bei dem er seit Jahren weiß: DAS nicht (weil zb. gefährlich

    und den Rest weil zu früh abgeschickt:

    Ein Beispiel ist z.B der unerzogene Maliois einer Bekannten, die wirklich meiner Meinung nach sch....lecht erzieht, a la "Ich ziehe ihm an den Ohren, damit er lernt, dass er sich von uns alles gefallen lassen muss!" :???:
    Natürlich versuche ich in erster Linie auf den Mensch einzuwirken, aber wenn mich ein Ausgebildeter Polizeihund in Privathand packt, und zwar so, dass es durch die erste Hautschicht geht, dann gibt es schonmal einen Stoß auf die Nase oder einen beherzten Griff in den Nacken oder die Schnauze, denn das geht nicht an. 1. Möchte ich nicht verletzt werden und 2. Landet dieser Hund im Tierheim, wenn es bei den falschen Menschen passiert und Aussicht auf Vermittlung hätte er kaum.

    Aber: Im Normalfall ist sowas nicht nötig, zum Glück kenne ich wenig Hunde, deren Besitzer so... :hust: sind.

    Bei meiner alten Hündin habe ich in 8 Jahren gemeinsamen Lebens nicht einmal mit Körperkontakt disziplinieren müssen.
    Das passiert halt eben wirklich nur, wenn der Hund sich oder Andere ernsthaft gefährdet und es muss JETZT Schluss sein.

  • Zitat

    Ich muss sagen, bei mir gibt es keine "Strafe"
    Es gibt unterricht und mit körperlichem Einsatz, und wenn es nur ein antippen ist, wird nur korrigiert wenn der Hund ein "schwerwiegendes Vergehen" durchgezogen hat bei dem er seit Jahren weiß: DAS nicht (weil zb. gefährlich

    diese korrekturen sind aber trotzdem eine strafe, und die nennt sich positive strafe, auch wenns nur n antippen ist. das is keine auslegungssache, sondern ein fachterminus. ob die korrekturen erfolg haben, is dann die nächste sache. wenn leute ihre hunde immer wieder kicken, stupsen etc müssen oder immer wieder einschüchtern müssen, und ich mein jetzt keine "hach den will ich fressen und danach die da gern beglücken situationen der normalen art", dann is sinn und zweck der pos strafe iwie verfehlt worden, und es hapert in den allermeisten fällen noch an ganz andren ecken.

    sinn und zweck pos strafe: verhalten soll nich nur unterbrochen werden, sondern sofort danach oder nach wenigen korrekturen dieser art gar nich mehr vorkommen!

    wenn du also n hund mitm antippen oder anstupsen oder auch mit nem ordentlichen rempler von was abbringst oder ma die "leichten" kicks in den bauchraum zb nimmst, das is alles eindeutig als positive strafe zu verstehen, auch wenn manche dat reaktion, impuls, korrektur, abbruchverhalten :lol: nennen.

    schläge, wenns timing denn perfekt wär, wärn auch ne positive strafe, aber eine mit physischer gewalt. mental üben wir ja fast alle gewalt aus, indem wir von hunden verlangen, unserem willen zu folgen, auch wenn hund grad wat ganz andres will. das is zwang, auch wenns dazu gehört und viel netter is als starkzwang. ;)

    immer, aber auch wirklich immer, also schon bei nem nein - ganz egal ob sanft oder scharf ausgesprochen - wenn du was unangenehmes hinzufügst, um ein verhalten abzubrechen und es vor allem nachhaltig loszuwerdn, auch wenn du nur was sagst, is das positive strafe.

    wenn n leinenpöbler so richtig abgeht, er das verhalten aber sofort abbricht, wennde antippst oder whatever, dann war das antippen unangenehm genug oder einfach nur irritation ;) genug, um ihn innehalten zu lassen. hast du was getan, damit er aufhört, und zwar nicht mittels positiver verstärkung des erwünschten verhaltens haste entweder pos oder neg strafe eingesetzt. du hast ihm also entweder wat entgegen gesetzt, das unangenehm war, und zwar mit korrektem timing, oder du hast ihm wat schönes weggenommen, damit sein verhalten sich positiv ändert.

    an die profis und semi-profis: bitte korrigiert meinen post gern bei inhaltlichen fehlern, weil ich dann natürlich dazu lernen möchte, wenn ich was falsch verstanden oder blöd formuliert haben sollte!

  • Guter post, ich stimme zu, auch wenn ich bei dem "Huch!" Moment beim Hunde antippen nicht glaube dass es unangenehm ist, sondern eben nur "Huch". Unangenehm wäre es aber wiederrum wenn ein Hund eigentlich keine Berührungen zulässt.

  • Zitat

    Guter post, ich stimme zu, auch wenn ich bei dem "Huch!" Moment beim Hunde antippen nicht glaube dass es unangenehm ist, sondern eben nur "Huch". Unangenehm wäre es aber wiederrum wenn ein Hund eigentlich keine Berührungen zulässt.

    lustig, jetzt müssn wa noch unangenehm definieren. also für nen hund, der berührungen nich aushalten kann, wär dat mmn doch weit mehr als unangenehm!

    "Huch", ja sowat meinte ich mit irritation...

  • Zitat

    mental üben wir ja fast alle gewalt aus, indem wir von hunden verlangen, unserem willen zu folgen, auch wenn hund grad wat ganz andres will. das is zwang, auch wenns dazu gehört und viel netter is als starkzwang. ;)

    nope! das ist keine gewalt! mein hund VERLANGT nach führung, dass ich ihr sage, wo es langgeht ... das ist keine gewalt ... das ist führung und sie ist glücklich und zufrieden damit weil sie nicht in der LAGE ist alleine zu entscheiden ...

    gewalt ist etwas, dass du anwendest um mit allen mitteln zum ziel zu gelangen, ein ZWANG ... das ist etwas völlig anderes und das kann ich so nicht stehen lassen sorry. klingt zwar sehr schön recherchiert was du da schreibst aber dem stimme ich nicht zu

  • Zitat

    lustig, jetzt müssn wa noch unangenehm definieren. also für nen hund, der berührungen nich aushalten kann, wär dat mmn doch weit mehr als unangenehm!

    "Huch", ja sowat meinte ich mit irritation...

    Genau, Irritation! =) Das Wort fiel mir auf Deutsch nicht ein :tropf:

  • Zitat

    nope! das ist keine gewalt! mein hund VERLANGT nach führung, dass ich ihr sage, wo es langgeht ... das ist keine gewalt ... das ist führung und sie ist glücklich und zufrieden damit weil sie nicht in der LAGE ist alleine zu entscheiden ...

    gewalt ist etwas, dass du anwendest um mit allen mitteln zum ziel zu gelangen, ein ZWANG ... das ist etwas völlig anderes und das kann ich so nicht stehen lassen sorry. klingt zwar sehr schön recherchiert was du da schreibst aber dem stimme ich nicht zu

    alles paletti. ein sorry is doch nich nötig!

    ich bin davon ausgegangen, dass zwang auch als mentale gewalt angesehen werden kann, wobei ich das "mit allen mitteln zum ziel gelangen" nich berücksichtigt hab und lediglich meinte, dass wir in bestimmten situationen den willen des hundes nicht zulassen und ihn zwingen, das zu tun, was wir (warum auch immer) gerade wolln. oder umgekehrt, dass hund jetzt sofort aufhört das zu tun, was er gerade tut weil ers will, weil wir nich wolln, dass er das (gerade) tut.

    danke für das widersprechen!

  • :smile: alles jut, dafür ist ein forum doch da ... neue erkenntnisse gewinnen und ich meinte das auch nicht so hart wie ich es geschrieben habe ... ich habe mich nur leicht angegriffen gefühlt weil mich das "dem hund den willen aufzwingen" persönlich doch auch stört ... aber so isses nunmal ... ich würde das auch lieber ausdiskutieren ... der hund hat leider nicht die weitsicht "oh da ist ein eichhörchen, lustig renn ich mal hinteher" (und da hinten kommt die straße) :lol:

    aber hier stimme ich dir absolut zu: =)


    Zitat

    wenn n leinenpöbler so richtig abgeht, er das verhalten aber sofort abbricht, wennde antippst oder whatever, dann war das antippen unangenehm genug oder einfach nur irritation ;) genug, um ihn innehalten zu lassen. hast du was getan, damit er aufhört, und zwar nicht mittels positiver verstärkung des erwünschten verhaltens haste entweder pos oder neg strafe eingesetzt. du hast ihm also entweder wat entgegen gesetzt, das unangenehm war, und zwar mit korrektem timing, oder du hast ihm wat schönes weggenommen, damit sein verhalten sich positiv ändert.

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