Welche Methoden zur Appetenz-Steigerung
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Danke, Uli
so hatte ich Appetenz auch in Erinnerung und hatte mich gefragt, wie instinktives, genetisch vorprogrammiertes Verhalten "antrainiert" werden soll.
Gaby und ihre schweren Jungs
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Balto: Und wo ist jetzt da der Unterschied, zu dem, was ich meine? Wortklauberei - du sagst es.... es ist manchmal etwas mühsam hier............................wobei ich hauptsächlich die Art und Weise bei Manchen mühsam finde und nicht die Diskussion an sich. Worum geht es Dir? Wirklich drum, mir zu helfen, eine Antwort auf meine Frage der Förderung von Appetenzverhalten zu finden? Oder um was genau? Um Wortklauberei um den Begriff Appetenzverhalten? Mir nachzuweisen, dass ich vorhabe, meinen Hund mal richtig zu quälen oder aus ihm eine Terrortöle zu machen?
Auch geht es mir nicht um meinen Hund im Speziellen, sondern um die Theorie. Danke.
ZitatSicher kann auch sozialer Kontakt ein gewünschtes Ziel sein, das Appetenzverhalten auslöst, dazu müsste man aber, wenn ich das richtig verstanden habe, vorher diese Instinktbewegung länger nicht zulassen.
Also z.B. die Kontaktaufnahme zu Dir massiv einschränken
Und warum ich jetzt den Sozialkontakt einschränken soll, das zu verstehen, dafür bin ich jetzt wiederum zu blond!Das mit Phase 1 und Phase 2 habe ich verstanden - aber darum geht es hier nicht.
Kucke - Zitat des Autors aus dem Heft:
ZitatAus dem anfänglich ziellosen Suchen und Umherstreifen (Appetenzverhalten) nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, weitere Wahrnehmungen und Erfahrungen zu machen und diese in ihrer Bedeutung zu bewerten und einzuordnen. So gehen aus dem naturgegebenen Drang des Suchens zahlreiche Lebensaktivitäten hervor, die im Weiteren wichtige Wege des Lernens eröffnen.
Also, wenn Du mir helfen magst (mir geht es um die Sache an sich) - gerne! Wenn nicht.... dann ist mir meine Zeit zu schade zum Rechtfertigen.
ZitatGaby:
Danke, Uli
so hatte ich Appetenz auch in Erinnerung und hatte mich gefragt, wie instinktives, genetisch vorprogrammiertes Verhalten "antrainiert" werden soll.Gaby und ihre schweren Jungs
Stecke einen Hund in einen dunklen Verschlag. Nimm einen anderen mit denselben genetischen Anlagen (ist illusorisch, denn das gibt es nicht) und fördere ihn (und darum geht es mir) und dann schau Dir die beiden Hunde an. Gleiche genetische Anlagen, völlig verschiedener Hund.
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Appetenz beschreibt doch aber instintives Verhalten.
Steck einen Hund in einen dunklen Verschlag und gib ihm 2 Tage nichts zu fressen.
Fördere einen Hund zu selbständigem Handeln , gib ihm 2 Tage nichts zu fressen.
Dann stelle beiden Futter hin, was passiert wohl?
Gaby und ihre schweren Jungs
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Gaby: Gutes Beispiel. Da gibt es keinen Unterschied - beide stürzen sich drauf.
Mir geht es aber darum, wann der Hund bereit ist, neue Wege zu suchen:
Wenn Du das Futter nun versteckst, wird eher der Geförderte sich auf die Suche machen, als der, der immer im Verschlag war. Denn die Motivation (aus gemachten Erfahrungen, selbst, wenn es nicht dieselben waren) ist grösser, obwohl die Genetik (Theoriemodell) die gleiche ist.
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Zitat
Balto: Und wo ist jetzt da der Unterschied, zu dem, was ich meine? Wortklauberei - du sagst es.... es ist manchmal etwas mühsam hier............................wobei ich hauptsächlich die Art und Weise bei Manchen mühsam finde und nicht die Diskussion an sich. Worum geht es Dir? Wirklich drum, mir zu helfen, eine Antwort auf meine Frage der Förderung von Appetenzverhalten zu finden? Oder um was genau? Um Wortklauberei um den Begriff Appetenzverhalten? Mir nachzuweisen, dass ich vorhabe, meinen Hund mal richtig zu quälen oder aus ihm eine Terrortöle zu machen?
Also eigentlich ging es mir durchaus darum, zu helfen, ja.
Dass Du darauf so reagierst, entsetzt mich grade total, ehrlich gesagt.
Wie Du da jetzt plötzlich auf Tierquälerei kommst, ich verstehe grad die Welt nicht mehr, sitze hier mit offenem Mund...
Ich wollte doch nur wissen, worum es DIR geht, deshalb habe ich nachgefragt.Denn dazu, wie Du Deinen Hund anregen kannst, verschiedene Problemlösestrategien zu entwickeln, kreativ zu handeln, ja DAZU könnte ich Dir vielleicht wirklich Tipps geben.
Soll es um das reine Appetenzverhalten gehen, wie ich es in Verhaltenskunde verstanden habe, klinke ich mich hier aus, dazu bin ich verhaltensbiologisch dann leider für Dich nicht gebildet genug.
DAS war der Grund der Erläuterungen, ob Du Appetenz SO meinst, wie ich es verstehe, oder ob Du eher an Problemlösen und der Förderung selbstständigen Handelns interessiert bist.
Da war ich mir, Deinen Erläuterungen zufolge, nämlich einfach nicht sicher.Zitat
Und warum ich jetzt den Sozialkontakt einschränken soll, das zu verstehen, dafür bin ich jetzt wiederum zu blond!
Weil es bei der Appetenz (so wie ich sie kenne) eben darum geht! Irgendwas fehlt, z.B. Fressen, Wasser, Sexualpartner, DANN beginnt die "Suche". Bist Du als Sozialkontakt ständig präsent WARUM in aller Welt sollte der Hund Dich oder Deine Nähe suchen???
Der Geschichte folgt ja das Prinzip mit "nicht den Hund zutexten" und "ignorieren" zum Beispiel.ZitatAlso, wenn Du mir helfen magst (mir geht es um die Sache an sich) - gerne! Wenn nicht.... dann ist mir meine Zeit zu schade zum Rechtfertigen.
Und genau deshalb hatte ich auch eigentlich nach einem Beispiel von Dir gefragt, damit ich mir vorstellen kann, was genau Du meintestZitatAuch geht es mir nicht um meinen Hund im Speziellen, sondern um die Theorie. Danke.
Dann bin ich hier raus, abgesehen davon, dass ich mir wirklich keiner Schuld bewusst bin, mich so angehen lassen brauche ich von keinem hier! -
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Falbala, es wurde doch schon mehrmals gesagt, was zur Steigerung der Fähigkeit selbstständigen Problemlösens dient: Free Shaping!
Da gibts eigentlich gar nix weiter zu diskutieren.
Danke Uli für den schön erklärten theoretischen Diskurs

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Zitat
Gaby: Gutes Beispiel. Da gibt es keinen Unterschied - beide stürzen sich drauf.
Mir geht es aber darum, wann der Hund bereit ist, neue Wege zu suchen:
Wenn Du das Futter nun versteckst, wird eher der Geförderte sich auf die Suche machen, als der, der immer im Verschlag war. Denn die Motivation (aus gemachten Erfahrungen, selbst, wenn es nicht dieselben waren) ist grösser, obwohl die Genetik (Theoriemodell) die gleiche ist.
Katrin, ich will dich nicht ärgern oder provozieren, ich verstehe ja was Du meinst.
Beide Hunde werden suchen, denn der Hunger treibt sie und ihr Geruchsinn führt sie auf den richtigen Weg.
Hast Du nun dem geförderten Hund das Futter in einem Topf mit Deckel hin gestellt, wird der vielleicht das Problem lösen, in dem er zart den Deckel abhebt und frißt.
Der aus dem dunklen Verschlag wird wahrscheinlich den Topf umkreisen, um schmeissen und sich dann auf´s Futter stürzen.
Ergebnis ist im Prinzip das Gleiche. Hund ist satt

Gaby und ihre schweren Jungs
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ZitatAlles anzeigen
Katrin, ich will dich nicht ärgern oder provozieren, ich verstehe ja was Du meinst.
Beide Hunde werden suchen, denn der Hunger treibt sie und ihr Geruchsinn führt sie auf den richtigen Weg.
Hast Du nun dem geförderten Hund das Futter in einem Topf mit Deckel hin gestellt, wird der vielleicht das Problem lösen, in dem er zart den Deckel abhebt und frißt.
Der aus dem dunklen Verschlag wird wahrscheinlich den Topf umkreisen, um schmeissen und sich dann auf´s Futter stürzen.
Ergebnis ist im Prinzip das Gleiche. Hund ist satt

Gaby und ihre schweren Jungs
Und wenn man jetzt das, was weiter vorne steht, macht: Fressen irgendwo drunter legen und mit ner Schnur befestigen? Kommen dann auch beide ans Ziel? -
ZitatAlles anzeigen
Katrin, ich will dich nicht ärgern oder provozieren, ich verstehe ja was Du meinst.
Beide Hunde werden suchen, denn der Hunger treibt sie und ihr Geruchsinn führt sie auf den richtigen Weg.
Hast Du nun dem geförderten Hund das Futter in einem Topf mit Deckel hin gestellt, wird der vielleicht das Problem lösen, in dem er zart den Deckel abhebt und frißt.
Der aus dem dunklen Verschlag wird wahrscheinlich den Topf umkreisen, um schmeissen und sich dann auf´s Futter stürzen.
Ergebnis ist im Prinzip das Gleiche. Hund ist satt

Gaby und ihre schweren Jungs
Eben! Und genau um das zielgerichtete "Deckel heben" geht es mir! Im Gegensatz zum "ick hau dir um" des ungeförderten Hundes.
Balto: wenn ich zu "temperamentvoll" war, tut es mir leid. Hab Dir ne PN geschrieben!
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Komm wieder runter, Falbala, niemand will dir einen Karren ans Bein fahren, es ist bloss der Begriff "Appetenzverhalten" für das, was du wissen möchtest nicht wirklich passend.
Zitat
Beispiel: Hundzi steht vor verschlossener Terrassen-Glastür und sieht Frauchen, oder ne Wurst, oder irgendein anderes Objekt der Begierde. Jetzt gibt es Hunde, die davor stehen bleiben, bis sie versauern. Dann gibt es Hunde, die sich ihren eigenen Weg suchen - eine andere, offene Tür z.B. auf der anderen Seite des Hauses.Das ist ja nicht unbedingt eine Frage der Intelligenz, sondern auch einfach, ob dem Hund der Weg eröffnet wurde, sich selbstständig was zu überlegen.
Was genau fördert letzteres (Appetenzverhalten) selbständiges Problemlöseverhalten? Was in welchem Alter? Oder ist es irgendwann zu spät?
Ich hab jetzt einfach mal den strittigen Begriff ersetzt. Freies Shapen wurde schon mehrfach genannt als antwort auf deine Frage, leider bist du darauf nicht eingegangen. Nun clickerst du nicht gerne, aber das ist kein Problem - der Clicker ist ja nur ein Werkzeug, das es dem Hund einfacher macht. Es geht auch ohne Clicker oder Markerwort. Denn was passiert beim shapen? Der Hund lernt, selbständig Lösungsvorschläge zu suchen. Weil er dabei schon bei den kleinsten richtigen Ansätzen Bestätigung erfährt, kann er schrittweise so auch komplexere Probleme lösen. Der Mensch setzt dabei sehr kleine und erreichbare Zwischenziele, und der Hund lernt und wächst am Erfolg.Man kann das aber auch andersrum angehen, indem man die Probleme klein genug hält, dass der Hund sie ohne Zwischenschritte selbständig lösen kann. Genau das habe ich gesehen bei Welpen aus der Blindenhundezucht von Allschwil (eine Bekannte betreut immer angehende Führhunde im ersten Lebensjahr). Mit diesen Hunden wird nicht geclickert. Die Welpen werden schon sehr früh mit so kleinen Problemchen wie Hindernis umlaufen, um zu einem Objekt/Person hinter dem Hindernis zu kommen konfrontiert. War das Hindernis/Zaun anfänglich sehr kurz, wird es immer länger und komplexer. Ich habe nicht schlecht gestaunt, wie souverän dann so ein dreimonatiger Welpe Umwege läuft und Lücken sucht, um das Ziel zu erreichen - manch erwachsener Hund wäre da nie drauf gekommen! Es ist dasselbe Prinzip wie beim shapen: die Schritte klein und lösbar machen, so dass das Tier zum Erfolg kommt.
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