Welche Methoden zur Appetenz-Steigerung
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Da kann ich mich nur anschließen.
Es ist nicht immer einfach einen selbständig tätigen Hund zu haben. Vor allem, wenn seine Anlagen sagen, alles muß aus dem Wasser raus.
Da wird schon mal unter Protest ein Angler mit Kahn, ein Mann mit Luftmatratze, ein Kind mit Schwimmring "gerettet".
In besonderen Fällen werden Kinder erst gar nicht ans Wasser gelassen, selbst, wenn es nur ein aufblasbares Planschbecken ist.Was war ich stolz auf meinen Woody, der bei seinem ersten Wasserarbeitstraining, nur durch zuschauen, alles richtig machte. Und da er ein so guter Beobachter ist, sieht er genau wann und wo ich im Wald abgelenkt bin und macht sich auf den Weg zum Wasser. Selbständig.
Ich fänd´s anbetracht oben geschilderten Ereignisse nicht verkehrt, wenn meine Hunde auf ein Zeichen von mir gewartet hätten

Gaby und ihre schweren Jungs
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Balto: vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung. Jetzt hab ichs kapiert *klick*

FarmCollie: Ich würde Bindung auch so interpretieren, als "Draht zu jemanden haben"
Dragon: danke für den Link. Was Deine Erklärung von Appetenzverhalten angeht, würd ich mich an Arnies Frage anhängen.
Sandschiffchen: in deinem letzten Post erklärst Du nach meiner Meinung sehr gut, warum Nachmachen so schwer ist und welcher Weg dahin führt. Das meinte ich und sehe es ebenso.
Terriers4me: wie schon gesagt, mir ist schon klar, dass dies nicht ganz "ungefährlich" ist. So wie von Dir beschrieben, arbeiten ja auch alle professionellen Suchhunde etc. und ich weiss natürlich noch nicht, ob ich auf meine alten Tage das noch managen kann und vor allem will. Und ja, Schosshunde haben eine "scheinbar" hilflosere Art - aber ich denke mir oft, dass mein Hündchen ein echt raffiniertes Fräulein ist. Meistens fall ich nicht drauf rein

Ich bin gespalten: einerseits sehe ich die Vorteile von Clickern, mag es aber nicht. Es wäre mir lieber, wir könnten uns so leise verständigen und bräuchten weder Leckerli noch Clicker - mal abgesehen von ultrawichtigen Sachen wie Abruf und Notfall-"Steh!", wo es sicher besser ist, die Clicker-Methode anzuwenden. Andererseits ist mir klar, dass dies eine leichtere Methode ist, um das "freie Lernen" ohne Konditionierung "in enen Rahmen zu fassen". Will heissen: Hund weiss, er kann zwar selbstständig sein, aber am Ende macht er doch, was ich will - ganz einfach gesagt.
Seht ihr das auch so?
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Zitat
Genau dieses Try und Error meine ich
. Manche Hunde können nicht mal "Try". Wie kann man das forcieren?
Das ist genau das, was durch freies shapen gefördert wird. Das wird dem Clickern ja oft vorgeworfen, dass es zu unpersönlich sei - weil der Hund beim shapen eben selbständiges Problemlösen lernt. Der Mensch fungiert in dem Fall nicht als Sozialpartner, sondern als "Umweltantwort".Hunde, die sehr stark auf Gehorsam und Kooperation getrimmt sind, tun sich da oft schwer mit dem Trial (Versuch), sondern versuchen sich beim Menschen Hinweise auf die gewünschte Aktion zu holen.
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Zitat
Das Startsignal ist bei uns eigentlich, wenn ich den Clicker in die Hand nehme, da ist sie schon wie wild drauf. Was ist euer Startsignal, Uli?
Ich nehme den Clicker, zeig ihn Balto und sage "Los geht's!"
ZitatEs macht unglaublich viel Spaß zu sehen, wie viel Mühe sich die Mäuse geben und was ihnen alles für Blödsinn einfällt :-) und ich glaub auch, dass sie total kreativ werden, keine Scheu haben was auszuprobieren und nicht nur "auswendig" lernen. Ich kenn das ja von mir, wenn ich was verstanden hab, bleibt es drin, wenn ich es auswendig lernen muss, dann vergess ich das gern schnell wieder.
Genau so geht es mir auch. Als Balto das erste Mal "von sich aus" Blödsinn gezeigt hat, konnte ich vor Freude kaum an mich halten (erzählen darf man es fast nicht, aber er hat sich eine Schinkenverpackung aus dem gelben Sack geklaut, während ich daneben stand und ganz glänzige Augen gekriegt hab
)Eben weil er durch das Clickern aus sich raus kam, mal Aktionen gezeigt hat, begann, nachzudenken...
Und auch den zweiten Teil mit dem "verstehen" kann ich voll so unterschreiben! Manche Tricks, die wir eeeeewig nicht mehr gemacht haben, klappen immer noch auf Anhieb. Da denke ich eben auch, war der Weg sie zu erarbeiten sehr sehr wichtig!ABER- jetzt kommt's: mein Hund hatte eben ganz andere Voraussetzungen, als wir ihn bekamen.
Ob ich einen aufgeweckten, quirligen und neugierigen Hund auch noch auf Ideen bringen wollen würde???
Ich weiß es nicht!Gaby:
So kann es eben auch gehen!
Deshalb wäre ich eben mit manchen Wünschen vorsichtig^^ -
Deine Fragen waren:
1. Was genau fördert letzteres Appetenzverhalten? Was in welchem Alter? Oder ist es irgendwann zu spät?2. Frage: schaden bei dieser Art des Lernens/der Förderung Leckerli oder nicht? Manche sagen "Ja!", manche "Nein!". Wie seht ihr das und warum?
Wie gesagt, die Fachbegriffe lass ich mal außen vor.
meine persönliche, wissenschaftlich unbelegte Meinung:
zu eins: Ich fördere, in dem ich dem Hund immer wieder Aufgaben stelle, die er lösen kann; und ich glaube ja; je weniger ein Hund selbstständig agieren darf (immer im Kommando stehen muss, die "Kommandos" über Manipulation gelehrt werden) und je älter er damit wird, desto mehr Probleme hat er mit selbstständigem Problemlösen.
zu zwei: irgendeine Motivation braucht der Hund doch...
Und ich brauch doch den Klicker nur, um den Lernprozess zu "optimieren". Wenn der Hund weiß, was ich meine, verständigen wir uns ganz leise

VG
arnie -
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Zitat
Ich bin gespalten: einerseits sehe ich die Vorteile von Clickern, mag es aber nicht. Es wäre mir lieber, wir könnten uns so leise verständigen und bräuchten weder Leckerli noch Clicker - mal abgesehen von ultrawichtigen Sachen wie Abruf und Notfall-"Steh!", wo es sicher besser ist, die Clicker-Methode anzuwenden. Andererseits ist mir klar, dass dies eine leichtere Methode ist, um das "freie Lernen" ohne Konditionierung "in enen Rahmen zu fassen". Will heissen: Hund weiss, er kann zwar selbstständig sein, aber am Ende macht er doch, was ich will - ganz einfach gesagt.Seht ihr das auch so?
Ganz ehrlich? Wenn Du das Clickern nicht magst, lass es!
Meine Erfahrung zeigt, dass je mehr ich mich über Baltos Aktionen gefreut habe, umso besser und lieber führt er genau diese Dinge aus! Klar nimmt er den Keks/Käs/was auch immer auch gern, aber ich bin dabei ein nicht zu vernachlässigender Punkt!
Es ist eben nicht nur Click+Keks, sondern durchaus auch das gemeinsame, freudige Lernen. Das kann man aber doch (gerade mit einem Welpen) auch ohne Clicker oder Leckerchen erreichen
Und ich kann mir darüber hinaus beim besten Willen nicht vorstellen, dass Du aus einem neugierigen, freundlichen Welpen-Bündel einen verdummten Dödelhund machen würdest, nur weil Du nicht clickerst!
@arnie

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Ich mochte das Clickern auch überhaupt nicht und sooooooooo oft machen wir das nicht, aber ich hab mich darauf eingelassen, wegen Emmas sch*** Bellerei an der Leine und siehe da - es funktioniert, nach etlichen Versuchen anderes auszuprobieren.
Und ja, es könnte vielleicht "gefährlich" werden. Emma ist ein aufgeweckter Hund und kommt auf jeden unmöglichen Blödsinn, aber sie weiß eben auch ganz genau, wann wir clickern, d.h. sie darf da selbst entscheiden (bzw. entscheiden tu ich ja ich, ob es ok war oder nicht), also nenne ich es lieber probieren und wann wir draußen sind, wo sie eben schauen soll, was ich gern hätte.
Und auch die Sache mit der leisen Verständigung find ich auch extrem super und das klappt bei uns (trotz clickern) auch sehr gut. Emma ist ein Hund, der immer beobachtet und der viel Wert auf Körpersprache legt.
Wenn ich was von ihr will, z.B. ein Spieli, dann muss ich es oft nur anschauen, also via Blickkontakt vermitteln, was ich will. Auch Handzeichen wie "sitz" oder "platz" gehen besser als gesprochen. Und das "Zeigen und Benennen" hat sie fast von sich aus gemacht, ich musste es nur n bissl fördern.
Belohnen muss bei uns nicht immer Lecker sein, ich spiele und variiere da ja auch hin und her, so bleibts spannend und meist ist es bei uns so, dass sie mehr begeistert ist, wenn ich mich freue und sie bestätige, wie einfach nur ein Lecker zu geben :-)Aber ich denke, das ist wie mit vielem, das muss man abhängig vom Hund und den persönlichen Interessen machen.
Arnie:

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Ich könnte mir vorstellen, es liegt an "meiner" Rasse, warum ich so denke (hab keine Vergleiche zu anderen Rassen) und "Atze und die Pilone" bestätigt mir das auch. Im Gegensatz zu Terriers JRT und Gabys Neufis gelten Pudel als "führerbezogen" und das kann ich so voll bestätigen. Meiner Kleinen sind Leckerli wurscht, Clicker macht sie mit, aber mein Lob und die Party sind ihr tausendmal wichtiger und sie kann sich wahnsinnig drüber freuen. Sie ist ziemlich auf mich fixiert. Anders wird das sicherlich, wenn der Grosse Jagdtrieb hat - dann wird es wohl eine Mischung werden und dementsprechend muss dann auch das freie Lernen nicht so gefördert werden wie bei Zookie, die kaum Jagdtrieb hat.
Kann ich vielleicht so sagen? Je triebiger der Hund, desto vorsichtiger umgehen mit der Selbstständigkeit?
Erst, wenn ein Hund wirklich Probleme hat, sei es durch Deprivation, Überbemutterung etc., sollte man in die Vollen gehen mit dem Versuch, die Selbstständigkeit auszubauen?
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Katrin, ich würde abwarten wie der Große vom Wesen ist, was er anbietet und zeigt.
Schau, Quebec war zum Beispiel total auf mich fixiert, ihm mußte ich ein Stückchen Selbständigkeit zeigen, sonst hätte er nur an meiner Seite geklebt.
Die meisten meiner Neufundländer dagegen, mußten in ihrer sebständigen Handlungsweise gebremst werden.
Gaby und ihre schweren Jungs
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Also Falbala,
sorry
, aber den Zahn muss ich dir ziehen.Das Gegenteil ist der Fall: je triebiger der Hund ist - (und ich meine Beutetrieb, Verfressenheit, ich meine nicht den Jagdtrieb) desto leichter tu ich mir mit dem erziehen und Ausbilden.
Atze hat mit 2 3/4 Jahren seinen Jagdtrieb entwickelt (ja er ist ein Spätzünder); hätte ich nun was, was er toll findet, Futter, Beute usw. wäre es leichter ihn "umzuorientieren".
So muss ich alles Soziale in die Waagschale werfen, und im Vergleich zu einem lecker Häschen..., naja, ich muss mich anstrengen.

Ich würde mir diesbezüglich einen triebigeren Hund wünschen (aber nur diesbezüglich!!!)
Eine Trainerin sagte mal zu mir, weil ich neidisch einem Herder bei der UO zugesehen hab: Bei diesem Hund könnte der Führer auch Hörner haben, hauptsache, er hat die Beißwurst. Ich kenne wenig Hunde, die sich so freuen, wie Deiner, nur weil man mit ihnen läuft und springt. Naja, hat alles Vor- und Nachteile.
Ich denke, dein künftiger GP wird perfekt zu euch passen; mach dir nicht so viel Gedanken. Ich schätze, du hasts auch so drauf

VG
arnie - Vor einem Moment
- Neu
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