Welche Methoden zur Appetenz-Steigerung
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*autsch* Danke fürs Zahnziehen

Ich bin ja jetzt mit Zookie schon manchmal neidisch auf verfressene Hunde....
(nicht wirklich
) Und ja, ist alles graue Theorie. War mir trotzdem sehr wichtig, das hier auch theoretisch zu klären. Dankeschön! - Vor einem Moment
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Hallo,
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ich gestehe das ich diese Appetenz noch immer nicht ganz verstanden habe. Aber wenn es um selbstständiges Handeln geht steht mein Jung an vorderster Front.
Im zarten alter von 4 Monaten hat er sich selbstständig einen Stuhl vor das Fenster geschoben um raus zu schauen. Alle Formen von Sperrriegeln kann er öffnen. Nach kurzem anschauen hat er das "System" durchschaut. Sei es Schnappriegel, Schieberiegel, Klappriegel.....keine Sorge, Jordan kann sie nach kurzer Zeit öffnen.
Als er 1,5 Jahre alt war bin ich mit ihm in ein gerodetes Waldstück geraten. Ich dachte mir nichts dabei durchzulaufen bis ich vor lauter querliegenden Tannen anlangte. Ich hab Jordan vorgeschickt und ihm durch zurufen gezeigt wo er durch konnte. Wir hangelten uns so von Stamm zu Stamm. Wenn er stecken blieb hat er gewartet bis ich sein Bein befreit hatte und ist dann meinen Anweisungen weiter gefolgt. Zum Schluß sah ich keinen Weg mehr und sagte zu Jordan: du mußt jetzt suchen, ich seh nichts mehr.
Er schaute sich um, umging zwei Stämme und stand auf einmal auf dem Rand über mir. Ich bin seinem Weg gefolgt und konnte mich auch endlich "befreien".
Ich war mächtig Stolz auf ihn denn wir hatten sowas noch nie geübt. Er kannte kein Rechts und Links...er hat einmal auf meine Anzeige geschaut und wußte was es heißt.
Wenn diese Selbstständigkeit mit Appetenz gemeint ist, bin ich froh, das mein Kleiner das hat. Ich seh auch keinerlei Probleme in seiner Selbstständigkeit, ganz im Gegenteil, ich finde es toll das er selbst Lösungen findet und darin kann er sehr kreativ sein.
Wir haben nie geklickert, nie mit Leckerchen gearbeitet.....nur über Lob und Ansage.
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Auf einen möglichst verfressenen Welpen zu achten, ist sicher kein Fehler - das macht das Leben eindeutig leichter.
Meine alte JR-Hündin war das Cleverste und Eigensinnigste, was hier bisher rumgelaufen ist, mit Druck ging nix und Futterbelohnungen waren ihr schlicht scheißegal. Nahm sie nicht. Das machte es - vorsichtig gesagt - oft nicht gerade einfach, sie überhaupt zu beeinflussen.
Die Züchterin ihrer Nachfolgerin hat sich folglich schlappgelacht, als ic h-zigmal besorgt gefragt habe, ob der Welpe auch WIRKLICH richtig schön verfressen ist - aber ich bin nach zehn Jahren mit einer "Unbestechlichen" wirklich heiß dankbar dafür.
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Shivalein: Wow!
Sehr bemerkenswert, Dein Jordan! Und wie ist er so im Gehorsam? Klappt das dann trotzdem?Terriers4me: das glaub ich Dir! Aber da kommt ja auch eindeutig die Rassedisposition dazu. Wir haben in der Nachbarschaft jetzt einen JRT-Rüden bekommen, der dem Sohn geschenkt wurde zur Belustigung
... ich hab dann schon mal Material zum Abdichten des unteren Zauns gekauft.
Der mag nämlich keine anderen Hunde.Während das, was Shivalein beschreibt, ist ja mehr oder weniger rasseunabhängig und eher das, was ich meine.
Ich habe übrigens noch keinen einzigen verfressenen Pudel kennen gelernt.... aber sehr viele "sozial Bestechliche" - zumindest Herrchen/Frauchen gegenüber.
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Mich irritiert das Wort Appetenz in dem Zusammenhang auch etwas, meist wird es im Zusammenhang mit zielgerichtetem Suchverhalten gebraucht, der hungrige Fuchs sucht Beute, usw.
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Zitat
Mich irritiert das Wort Appetenz in dem Zusammenhang auch etwas
Dito.
Und es ist eben die genetische Veranlagung. Es gibt Hunde, die können vor Hunger tot umfallen, die würden nie auf Jagdtour gehen....
Hier geht es doch eher darum, welche Lösungsstrategien der Hund im Zusammenleben mit seinem Mensch gelernt hat. Wenn er immer wieder vor Aufgaben gestellt wird, die für ihn nicht lösbar sind, dann wird seine Strategie sein, es nicht zu versuchen.
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Zitat
Shivalein: Wow!
Sehr bemerkenswert, Dein Jordan! Und wie ist er so im Gehorsam? Klappt das dann trotzdem? Jordan ist von all meinen Schäferhunden der gelehrigste. Er war quasi mit einem Jahr schon "perfekt". Das hat bei meinen anderen wesentlich länger gedauert. Und er reißt sich quasi täglich drum neues zu lernen und mir zu zeigen was für ein toller Kerl er doch ist.

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Zitat
Jordan ist von all meinen Schäferhunden der gelehrigste. Er war quasi mit einem Jahr schon "perfekt". Das hat bei meinen anderen wesentlich länger gedauert. Und er reißt sich quasi täglich drum neues zu lernen und mir zu zeigen was für ein toller Kerl er doch ist.

:o0: Na, das ist ja fast schon zu schön, um wahr zu sein.... Toll, echt!

Ihr beiden Anderen, Corinna und Susanna: ich suche das mal nachher, hab grad keine Zeit, wie der Autor das interpretiert. Ihr wisst ja eh, wie ich das meine, oder?
Zitat
Hier geht es doch eher darum, welche Lösungsstrategien der Hund im Zusammenleben mit seinem Mensch gelernt hat. Wenn er immer wieder vor Aufgaben gestellt wird, die für ihn nicht lösbar sind, dann wird seine Strategie sein, es nicht zu versuchen.Oder es ihm von Haus aus immer aus Überbetüddelung z.B. abgenommen wurde.
Da ist eben die Frage: er kann ja nicht alle Situationen der Welt gelernt haben, sondern es geht um den Willen bzw. die Bereitschaft, Dinge zu lösen, die unlösbar scheinen. Also im Prinzip, dass er "Appetit" hat, das Leben auch mit Hindernissen anzugehen und diese zu überwinden.
Ich glaube auch, das ist "Typfrage" bzw. genetisch bedingt (?). Aber ich könnte mir trotzdem vorstellen, dass man das in der allerersten Zeit fördern kann (oder eben komplett blockieren): Dinge in den Weg stellen z.B.
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Hier ist eine gute Erklärung des Begriffes Appetenzverhalten:
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Sei mir nicht böse, aber das hat mMn damit
Zitatwas das Appetenzverhalten von Welpen, Junghunden, erwachsenen Hunden angeht - also die Motivation zum selbstbestimmten Problemlösen und Lernen.
trotzdem nichts zu tun.
Ich sagte es ja schon, ich war nur noch verwirrter nach dem Nachlesen einer Definition, deshalb hab ich mal meine Bio-LK Sachen rausgesucht
Der Begriff stammt aus der Instinkttheorie und beschreibt schon eine Motivation bzw. Handlungsbereitschaft, aber für eine (genetisch) festgelegte Instinkthandlung!
Also Beute finden/jagen/fressen, Sexualpartner finden/wählen/ *piep*

Grade die auch in dem von Dir erwähnten Link aufgeführte Unterteilung in ungerichtete und gerichtete Phase ist dabei wichtig.
Bsp.: Die Kröte hat Hunger, also eine hohe Handlungsbereitschaft, z.B. ihr Versteck zu verlassen.
Das ist die ungerichtete Appetenz, die aktive Suche nach einem Schlüsselreiz. Sieht sie eine Fliege kommt es zum gerichteten Appetenzverhalten, also die Ausrichtung auf einen Schlüsselreiz (die Fliege) hin.
Nach dem angeborenen Auslösemechanismus auf diesen Schlüsselreiz kommt es zur Endhandlung, die eine Instinkthandlung darstellt.
Also Zunge raus, schnalzen lassen, Fliege fangen, fressen.Sorry, ich bin nur ungern wortklauberisch, aber DAS meinst Du doch nicht wirklich, oder?
Ich hatte Dich nämlich schon eher so verstanden, dass Du die (von Dir) unabhängige Problemlösekompetenz/ -bereitschaft und die (kreative) Selbstständigkeit Deines Hundes fördern willst?
Und da wäre es doch unsinnig, sich nur auf Instinkthandlungen wie Fressen und Sexualtrieb zu beschränken?
Vor allem, wenn Du nicht über Leckerli arbeiten willst
Sicher kann auch sozialer Kontakt ein gewünschtes Ziel sein, das Appetenzverhalten auslöst, dazu müsste man aber, wenn ich das richtig verstanden habe, vorher diese Instinktbewegung länger nicht zulassen.
Also z.B. die Kontaktaufnahme zu Dir massiv einschränkenJetzt bin ich noch verwirrter :lookwrong: , hättest Du nicht für mich (innerlich TOTAL blond) ein Beispiel, was Du gerne von Deinem Hund hättest bzw. welche Ansprüche Du diesbezüglich an ihn stellst?
Entschuldigende Grüße,
Uli - Vor einem Moment
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