Mein Hund hat mir eine Narbe zugefügt

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    Leider wird es zum Teil auch noch super komisch gefunden, wenn die Kleinen sich dann mal wehren. Es gibt genug Videos auf Youtube, in denen sich ein Heidenspaß darauf gemacht wird, wie so ein Yorkie oder Chi sich die Seele aus dem Leib droht und schnappt, weil er sich bedroht wird. Wäre er ein paar Nummern größer, wäre er im Tierheim oder eingeschläfert. Es ist schon wirklich traurig das zu sehen.

    Ja, das finde ich auch :verzweifelt:

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    Leider wird es zum Teil auch noch super komisch gefunden, wenn die Kleinen sich dann mal wehren. Es gibt genug Videos auf Youtube, in denen sich ein Heidenspaß daraus gemacht wird, wie so ein Yorkie oder Chi sich die Seele aus dem Leib droht und schnappt, weil er sich bedroht fühlt. Wäre er ein paar Nummern größer, wäre er im Tierheim oder eingeschläfert. Es ist schon wirklich traurig das zu sehen.

    Deutsch ist heute nicht meine Stärke wie es scheint. Über meine Fehler bitte hinweg sehen *schäm*.

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    Ihr solltet wirklich noch ein bisschen über Hundeverhalten lernen,ihr scheint mir den Hund sehr zu vermenschlichen.
    Ihr wisst dass es eine Bedrohung für den Hund ist sich über ihn herunterzubeugen (tuhen viele oft um Hunde zu streicheln)?
    Ausserdem zählt das Umarmen, das in die Augen schauen,das Lächeln ebenso dazu.

    Dieso Knutscherei dient auch eher der Befriedigung des menschlichen Kuschelbedürfnisses,ich kenn keinen Hund der das sonderlich gerne mag, ebenso gibt es Hunde die ungern angefasst werden.

    Das stimmt so nicht und trifft nicht auf jeden Hund zu. Meine Hunde liebe sowohl ausgedehnte und stundenlange Kuscheleinheiten, als auch Küsse auf die Nase etc.
    Auch Umarmungen mögen sie. Meine Große steckt ihren Kopf so tief in meine Armbeuge, dass ich sie praktisch "im Schwitzkasten" habe, und sie genießt diese "Umarmung" absolut. Sie liebt Küsschen, Streicheln etc. und ist dabei glückselig. Dabei wird sie keinesfalls vermenschlicht, sie braucht diese Nähe und Liebkosungen genauso, wie jeder Mensch.
    Mein Hund imitiert sogar das menschliche Lächeln, wenn er sich wohl fühlt.

    Ich würde sagen: Ein Hund, der seinem HH vertraut, beißt in so einem Moment nicht zu. Wenn ihm etwas unangenehm ist, mag er knurren oder weggehen. Aber er wird niemals nach vorne gehen und zubeißen.
    Ich bin der Meinung, dass entweder etwas in der Beziehung Hund-Halter nicht stimmt, wenn ein Hund auf diese Weise grundlos zubeißt (das war ja sicher nicht das erste Bussi, dass er bekam), oder dass der Hund vielleich krank ist, eine Gehirnschädigung o.ä. hat.

  • Ich bin auch der Meinung, dass ein Hund grundsätzlich nicht feste zubeißen sollte, wenn es ihm mal zu viel Nähe ist, er sollte schon eine hohe Reizschwelle haben, aber:
    Wie Falbala schon geschrieben hat, vielleicht wurden die Zeichen beim Hund bislang gar nicht wahrgenommen und übersehen, weil es ein kleiner Hund ist?
    Wer weiß, wie oft der Hund sich das schon gefallen gelassen hat trotz Warnung, die nicht ernst genommen oder wahrgenommen wurde?
    Keiner von uns war dabei.
    Irgendwann einmal verliert jeder Hund dann die Fassung.
    Oder, wenn ich da an meinen denke, der gibt so "zarte" Zeichen, wenn ihm was nicht passt, das merken die meisten gar nicht, aber dennoch zeigt er es.
    Das Kopf wegdrehen und schmatzen und gähnen wird von fast allen nicht ernst genommen.
    "Wenn ihm was nicht passt, kann er ja weg gehen", bekomme ich dann zu hören.
    Er würde dann auch nicht gleich zubeißen, wenn man weitermacht, aber wenn das zu oft vorkommt weiß ich es nicht.

  • Ohne dem TS zu Nahe treten zu wollen - aber noch viel ungeschickter hätte man sich nicht anstellen können, aus hündischer Sicht. Ich finde wirklich nicht, dass man dem Hund da einen Vorwurf machen kann.
    Irgendwann ist das Fass eben voll und wenn die ganze Palette an Warnungen ungehört bleibt, sogar noch das Gegenteil getan wird... ja nu, was hätte der Hund denn machen sollen?
    Weggegangen, sich in sein Körbchen zurückgezogen, war er schon.
    Und der Hund ist schon drei Jahre alt; wer weiß, wie oft das schon so unangenehm für ihn gelaufen war?

    Was ich immer merkwürdig finde - würdet ihr auch bei einer Katze so besorgt sein?
    Ich erinnere mich mittlerweile sogar mit einem Lächeln, wie klein Lisa, sechs Jahre alt, unbedingt mit dem Kater schmusen wollte. Klar, man hatte mir gesagt, bedräng die Katze nicht. Geht sie weg, lass sie weg gehen.
    Aber ich wollte ja uuuunbedingt, also habe ich ihn festgehalten, am Hinterbein.
    Tja, Katerchen drehte sich um und verpasste mir die Prügel meines Lebens.
    Zerkratzt und zerbissen, erst Mal zum Arzt, dann auch noch ein großer Anschiss von meinen Eltern.
    Völlig zu Recht ;)
    Und Katerchen und ich wurden danach noch richtig dicke Freunde.

    Tiere sind eben keine atmenden Plüschis, die jede Lust, die wir gerade haben, kommentarlos wegstecken müssen.
    Sie können sich auch nicht mit uns an einen Tisch setzen, um uns lang und breit zu erklären, warum sie das jetzt nicht wollen.
    Sie haben ihre Sprache und ja, ich bin der Meinung, jeder, der mit ihnen zusammenlebt, sollte in der Lage sein, sie zu verstehen und die Grenzen zu akzeptieren - ansonsten: Selber Schuld und das gilt für Kinder ab einem gewissen Alter auch.
    Dabei beziehe ich mich natürlich nur auf Hunde, die in einem angemessenen Rahmen agieren und das sehe ich hier.

    Wenn ich nicht die Mühe und die Impulskontrolle aufbringen kann, mich damit auseinander zu setzen, wie es meinem Hund gerade geht und darauf einzugehen, woher nehme ich dann die Legitimation, von meinem Hund zu erwarten, dass er jede meiner Launen ohne Reaktion hinnimmt?

    PocoLoco

    Wenn der TS und der Hund Nase an Nase lagen, wohin hätte der Hund denn da abschnappen sollen?
    Steht jemand Stirn an Stirn direkt vor mir, bleibt mir eben nur die Kopfnuss :ka:

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    Tiere sind eben keine atmenden Plüschis, die jede Lust, die wir gerade haben, kommentarlos wegstecken müssen.

    Nein, das sind sie nicht. Aber ein gewisses Sozialverhalten gehört für mich dazu. Und dazu gehört eben auch, dass ein Hund nicht wild und kräftig um sich beißt, wenn ihm etwas nicht passt.
    Wie oft kommt es bei Hundebegegnungen draußen dazu, dass sich ein Hund bedrängt fühlt? Meine Große mag es z.B. nicht, wenn andere Hunde an ihr riechen. Sollte sie dann gleich zubeißen?
    Ich fühle mich auch manchmal von meinem Hund bedrängt, wenn er um Streicheleinheiten bettelt. Ich schlage dann aber auch nicht auf ihn ein, wenn er mein erstes "Nein" ignoriert hat. Wie oft muss ich als Mensch mich manchmal wiederholen, bis meine Hunde meine Grenzen respektieren? Würde ich gleich nach der ersten "Verwarnung" aggressiv und gewalttätig werden ... Was wäre das für ein Miteinander?

    Ich bleibe dabei: Ein Hund, der seinem Menschen vertraut beißt auch dann nicht zu, wenn ihm mal etwas unangenehm ist. Manchmal sind auch (lebens)notwendige Prozeduren unangenehm. Spritze geben, Ohren säubern, verletzte Pfoten verarzten usw. Sollte es da normal sein, dass ein Hund einfach mal mit Knurren äußert: "Hey Alte, lass das mal schön sein, das ist mir unangenehm!" und dann zupackt, falls man das Warnen ignoriert?

    Ich will damit nicht sagen, dass man einem Hund seinen Willen aufdrücken und ihn permanent ungewollt belästigen sollte. Aber ein Hund sollte eben lernen, dass er unangenehme Situationen gewaltfrei regelt.

    Ich spüre z.B., dass meine Hunde mir niemals absichtlich wehtun würden. Wenn meine Große beim wilden Spielen mal versehentlich meine Hand erwischt und mir wehtut, und ich rufe "aua", dann kommt sie und leckt meine Hand ab.
    Genauso mach ich es, falls ich ihr versehentlich wehtu. Dann sag ich "Mia aua, armer Hund" (was sie versteht) und ich liebkose sie und streichel sie, und sie weiß dann, dass ich ihr nicht absichtlich wehgetan habe.

    Was ich damit sagen will: Meine Hunde wissen so sehr, dass sie über alles geliebt und von mir geschützt werden, dass sie niemals nie nicht zubeißen würden. Sie würden sich anders äußern, wenn sie sich unwohl fühlen.

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    Wenn der TS und der Hund Nase an Nase lagen, wohin hätte der Hund denn da abschnappen sollen?
    Steht jemand Stirn an Stirn direkt vor mir, bleibt mir eben nur die Kopfnuss :ka:

    Ich will ja nicht kleinlich sein, aber ein Hund, dem das unangenehm ist, dreht sich weg, erst mit dem Kopf, dann mit dem Körper. Dann, wenn das nicht hilft und man ihn festhält und er nicht auskann, schnappt er nebendran. Erst danach kommt das Fixieren, nach-vorne-Gehen.

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    Ich will ja nicht kleinlich sein, aber ein Hund, dem das unangenehm ist, dreht sich weg, erst mit dem Kopf, dann mit dem Körper. Dann, wenn das nicht hilft und man ihn festhält und er nicht auskann, schnappt er nebendran. Erst danach kommt das Fixieren, nach-vorne-Gehen.

    Genau :gut:

  • @La_Bella: Schön geschrieben, ich sehe das genauso wie Du :-) Ich knutsche meine Kröte auch oft und knuddel sie so richtig durch und sie mag das total, weil sie gelernt hat, dass ich ihr damit meine Zuneigung zeige. Wir genießen unsere Kuschelstunden sehr.

    Ich kann aber das Zubeißen nach entsprechenden Warnsignalen dann verstehen, wenn es Hunde tun, die eben regelmäßig zu etwas gezwungen werden, was sie nicht mögen. Es ist ja tatsächlich so, dass kleine Hunde als "kleiner Plüsch-Wuschel-Hund" einfach nie ernst genommen und wie ein Stofftier behandelt werden. Ich kenne einige solcher Hunde - ständig werden sie hochgehoben, gedrückt, gequetscht, geknutscht- eben wie ein Stofftier. Und Knurren ist auch noch "süß". Ich finde das schon beim Zuschauen unangenehm!

    LG

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