Rückruf - das ewige Thema... :(
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Wenn Maja dich sogar ansieht und dann losstartet, ist das ja ein deutliches: "Ich hab zwar verstanden, aber da ich weiß, du kannst mich gerade nicht erreichen, kannst du mich jetzt mal!"
Damit hast du immerhin "den" Moment, in dem etwas Unerwartetes passieren sollte: den nächsten, den, in dem sie sich abdreht und startet. Ich glaube, wenn mein erwachsener Hund da so dreist wäre, hätte ich nicht mal ein Problem damit, wenn ich ihn dabei am Hintern erwischen würde...
Aber bevor ich hier als Tierquäler überkomme: So ist das natürlich nicht gemeint. Es geht wirklich darum, die Aktion des Hundes über diese Irritation abzubrechen, die Aufmerksamkeit zu bekommen und die sofort auszunutzen - also das vertraute, verfestigte Muster "ich bin frei - ich kann konsequenzlos abhauen" zu knacken.
Vielleicht findest wirklich am besten jemanden, der dir das mal zeigt, wenn du dich da selbst nicht drantraust. Wie gesagt: Es geht nicht ums Schmerzzufügen, sondern ums Verblüffen, um etwas das der Hund absolut nicht erwartet hat. Wobei er übrigens auch sehr schnell lernt, daß Schleppleine ab nicht etwa automatisch heißt: Ich bin unerreichbar, also...
Ich wünsch euch jedenfalls viel Erfolg beim Trainieren und als Resultat möglichst viel leinenlose Freiheit!
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14. Dezember 2010 um 16:37
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Rückruf - das ewige Thema... :( - Vor einem Moment
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Anja, ich habe auch immer ein schlechtes Gewissen wenn sie die ganze Zeit über an der Schleppleine ist. Zumal sie sich bei den jetzigen Temperaturen dann ja gar nicht richtig warmlaufen kann...
Was bei Maja übrigens damals der Schlüssel zum Erfolg war, war verstecken. Sobald sie meinen Rückruf ignoriert hat habe ich mich mit Cleo (die war damals an der Schleppe) im Gebüsch versteckt und sie ist in helle Panik verfallen weil wir plötzlich weg waren. Zweimal musste ich das machen, danach kam sie fast immer
Cleo hingegen merkt nach 20 Minuten noch gar nicht, dass Maja und ich weg sind 
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Also dieses Verblüffen kann doch aber auch nicht richtig sein.
Ich arbeite auch mit variabler Bestärkung, mal ein Spiel mal Leckerli, trotzdem hat mein Hund sehr schnell ein Muster durchschaut.
Wenn ich immer wieder neu verblüffe, heißt das ich denke mir ständig neue Sachen aus, was dann passiert.
Aber das Zielt muss doch sein: Mein Hund kommt auf mein Pfeifen zu mir, und zwar nicht weil ihn wirklich jedesmal zu 100% irgendwas spannendes erwartet, oder sehe ich das falsch? Kann man nur so einen garantierten Rückruf erreichen?
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terriers4me, Cleo weiß genau wo lang der Hase läuft! Teilweise guckt sie sogar zu mir - zum Hund - zu mir - zum Hund und entscheidet sich dann für den Hund :zensur:
Ich habe auch schon drüber nachgedacht sie mal eine Woche lange komplett zu ignorieren damit sie meine Aufmerksamkeit wieder mehr zu schätzen weiß. Meint ihr das würde was bringen?
Zitatdas vertraute, verfestigte Muster "ich bin frei - ich kann konsequenzlos abhauen" zu knacken.
Ja, ich glaube das ist genau der Punkt den ich erreichen muss! -
Jetzt kommt mal ein super unpopuläres Posting.... rote Bömmel zu mir

Mein Hund war perfekt auf Superpfiff konditioniert ... wir haben uns versteckt und nach 30 x war das Thema durch.
Trotzdem gab es Momente in seinem Leben, wo er uns ausgetestet hat und wo er uns ziemlich dumm hat dastehen lassen, weil er dachte, dass es nun lustig wäre wegzulaufen, wenn ich möchte das er kommt.
Ich bin dann hinter ihm hergelatscht (emotionslos aber mit aufrechter Körperhaltung) ... immer im selben Rhytmus .. nicht sonderlich schnell .. nicht sonderlich langsam ... wenn ich in seine Nähe kam, dann habe ich die Leine nach ihm geworfen (mit dem Ziel ihn zu treffen ...ja es war Absicht). Dann hat er gedacht "die dumme Kuh" und ist wieder weggelaufen. Das Spiel haben wir 1 x 45 Minuten lang getrieben. Ich habe nix gesagt ... bin einfach nur immer hinter ihm her. Dann hat er geschnallt, dass ich das durchaus ernst meine und das wir hier nicht fangen spielen und das es keine Belohnung gibt und das ich das auch nicht lustig finde und das er absolut nichts damit erreicht ... und dann kam er zu mir. Da habe ich ihn einmal über die Seite gestrichen, hab ihn eingeklingt und wir sind ganz normal weitergegangen.
Das Spiel haben wir dann nochmal für 10 Minuten wiederholt und danach hat der Rückruf perfekt funktioniert. Er wußte, dass er nix dafür kriegt, dass er kommt, er wußte nur, dass es ihm auch absolut nix bringt nicht zu kommen, da ich schon erst meinte was ich sage und das er das bitte zu befolgen hat.
Beim Rückruf gibt es bei mir kein "heute hab ich keine Lust" der MUSS sitzen, weil er zu wichtig ist, deshalb auch mal ganz unpopuläre Vorgehensweisen
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Fantasmita ich finde dein Posting gut, gerade weils keine 0815 Anleitung ist, die man überall liest.
Genau das meine ich: Dem Hund muss klar werden, dass der Pfiff oder Ruf heißt, komm er und zwar sofort und wenn nicht dann gibts Stress.
Ich habe leider eine Mischung aus Ängstlichem und selbstständigen Hund, d.h. einerseits hat sie Angst vor zu harten Worten=Meideverhalten, bin ich zu weichm gehts ihr am A... vorbei. Toll oder

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Ich schließ mich Fantasmita da auch nochmal an. Das ist doch mal eine wirklich verblüffende Aktion - und zeigt mal wieder, wie schnell Hund die richtigen Schlüsse ziehen kann, wenn er punktgenau merkt, daß unerwünscht wirklich unerwünscht und eben nicht nicht nur eine vage Diskussionsgrundlage ist!
Rather ripped: Wenn du Maja jetzt eine Woche ignorierst, WAS soll sie denn da in Bezug auf den Rückruf schlußfolgern?
Ganz ehrlich, sowas fände ich überdies für so ein Kontakttier wie einen Hund auch viel, viel grausamer als einen kurzen Knall zur rechten Zeit, nach dem dann alles wieder gut ist. Meinen Hund würde langes Ignorieren vermutlich eher dazu bewegen, schleunigst zu Artgenossen durchzustarten - die verhalten sich wenigstens auf eine Weise, die er verstehen kann!Ich würde das, was du von Maja beschreibst, also dieses Dich-taxieren und dann sozusagen achselzuckend ihrer Wege gehen, ganz klar auch als Machtprobe sehen, und ich würde versuchen, die auch genau da zu gewinnen ,wo sie sie stattfinden läßt. Sprich: Den Moment abpassen, wo sie diese Durchstarterei mal schön dicht bei mir versucht, und dann flöge was...siehe obere Postings.
Ich habe einfach immer wieder die Erfahrung gemacht, daß es der einfachste Weg ist, auf Unerwünschtes möglichst punktgenau, schnell und konsequent damit zu reagieren, daß ich dem Hund unmißerständlich wissen lasse, daß GENAU DIES jetzt unerwünscht war. Nicht er selbst - das wäre eher der Eindruck, den ewiges Ignorieren überbringen würde - sondern nur diese eine Aktion.
Daß dabei die Alternativen parallel möglichst verlockend gemacht werden, versteht sich von selbst. Aber die meisten Hunde, vor allem die Klügeren, möchten einfach irgendwann mal wissen, was eigentlich passiert, wenn sie dich jetzt mal ignorieren. Daß sowas unangenehme Folgen haben kann, mache ich ihnen notfalls deutlich klar. Das ist wirklich nur erstaunlich selten nötig.
Und jetzt geb ich dir noch einen ganz banalen Rat, verzeih, wenn er zu banal ist: Wenn du was von deinem Hund verlangst, mußt du SICHER sein, daß du das auch möchtest (und notfalls durchsetzen wirst/kannst). Also nicht dieses zweifelnde: "Sch***, schon wieder ein Hund, jetzt krieg ich sie ja wieder nicht.", sondern eher: "Maja, hier ran - und zwar pronto, oder ich hol dich!" - dann kommst du auch viel überzeugender über. Wenn du das nicht schaffst, also nicht klar hinter dem stehst, was du willst, werden auch alle Tricks wenig nützen - Hunde haben da leider SEHR feine Antennen!
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Hi,
für mich liest es sich ein wenig so,
also ob Deine Cleo eine ziemlich schlaue Hündin ist,
und Du so nebenbei ziemlich unkonsequent warst, und es eventuell sogar immer noch bist.Möglich,
daß Du bei Deiner Maja viel konsequenter warst,
darum hört sie in dieser Hinsicht viel besser, als Deine Cleo.Deine Cleo ist ja nicht dumm,
sie hatte schon mitbekommen, daß sie sozusagen "Narrenfreiheiten" gehabt hatte, eventuell sogar immer noch hat, auch wenn Du es eigentlich ändern willst.Ich könnte mir auch vorstellen,
daß Du bei der "Bestrafung" von der Cleo immer ins gleiche Muster fällst,
so daß Deine Cleo es nicht ernst nimmt, bzw. ernst nehmen kann.
Bzw. sie weiß, daß sie einfach nur "abwarten" muß, bis sie wieder alles machen kann, wozu sie Lust hat.Vielleicht solltest Du sie etwas länger an der Schlepp lassen?
Auch wenn sie grad wieder so gut hört?
Vielleicht auch die Schlepp langsam (sonst noch langsamer, eher schleppend und in Stufen) abbauen?
Solche Sachen halt?Viel Erfolg beim Training,
ich bin mir sicher, daß packst Du schon!
Immerhin hat es ja bei der Maja auch geklappt!
Nur nicht den Mut verlieren!Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Wurde sie nur über "nett" konditioniert oder auch mal über "Du musst"?
Es gibt Hunde, denen Futter sch*egal ist, wenn Hund etc. besser ist. Da kannst Du Dich verstecken, mit Würstchen wedeln wie Du willst.
Ich habe bei meinem (beutegeilen) Hund den Rückruf bzw. das Kommando "Du kommst sofort" über Leinezuppeln abgesichert, d.h. Hund hatte gelernt mich anzusehen und vor mir her zu traben - Kommando - zuppeln - Jackpot.
Stufe 2 bestand dann darin den Hund, der kommen wollte, daran zu hindern, d.h. Leine um Zaunpfahl - Schlaufe in der Hand - Hund rufen - Hund kann nicht - energisch rufen (ernst meinen) - wenn Hund fast außer sich ist vor "ICH WILL" - Leine locker - Jakckpot.
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Ich kann nur meine Meinung dazu anmerken.
Es gibt eben Hunde mit denen es pos nicht weitergeht und der aversive Reiz mit ins Training integriert werden muss wenn man nicht von seinem Ziel absehen will, dass der Hund eben mal frei laufen kann.
So such Dir einen Trainer, der sich gut mit Schleppleinentraining auskennt.
Aversiv muss kein Leinenruck bedeuten......... - Vor einem Moment
- Neu
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