Welpen vom Vermehrer
-
-
Unfallwürfe kann es mal geben, gut. Aber den eigenen Hund "mal decken" zu lassen, das ist doch völlig unsinnig. Vor allem auch sehr egoistisch. Zum einen weiß man nicht, was man da vermehrt. Zum anderen bedeutet eine Trächtigkeit auch immer ein Risiko für die Hündin. Warum soll man sie dem aussetzen?
Ich kann mal kurz erzählen, dass ich auch "ups-Oma" bin. Mein Rüde Paco hat vor einigen Jahren auf einer Hundewiese eine angeblich kastrierte Hündin gedeckt. Ich hatte wohl bemerkt, dass er Interesse an ihr zeigte. Auf meine Frage hin, ob die Hündin läufig sei, hieß es jedoch, sie wäre kastriert. Und ehe ich mich recht versah, hingen sie auch schon
. Irgendwann erzählte mir dann eine Bekannte, die Hündin sei offenkundig hoch trächtig, die Besitzerin würde dies allerdings verneinen. Und schließlich erfuhr ich, dass die Hündin 3 Welpen geworfen hatte. Die Besitzerin war weder beim Tierarzt, noch war sie geistig und finanziell in der Lage, die Welpen vernünftig groß zu ziehen etc. Sie hatte gegenüber Dritten auch bereits geäußert, dass sie sie entweder vor dem Tierheim aussetzen oder "mal eben" verkaufen wolle. Also nahm ich Kontakt auf und kümmerte mich fortan um alles inkl. Vermittlung. Allein die Aufzucht hat mich eine Menge Geld gekostet, von dem ganzen Streß mit der Hündinnenbesitzerin mal ganz abgesehen. Ich habe der Frau ständig Geld gegeben, damit sie nur ja die Welpen bei der Mutter ließ und nicht auf der Straße verkloppte. Ich stand ständig auf der Matte, um die Lebensbedingungen der Hunde zu kontrollieren und für vernünftige Fütterung und die notwendigen TA-Besuche zu sorgen. Die Vermittlung war ein riesen Zeitaufwand, weil ich das sehr genau genommen habe. Nun gut, alles klappte letztlich irgendwie. Die Welpen wurden mit Schutzvertrag in tolle Familien abgegeben und haben sich alle zu prima Hunden entwickelt. Aber damit war es nicht vorbei. Ein Rüde kam mit 4 Jahren wieder zurück, weil es Probleme in der Familie gab. Ich hätte mich nicht kümmern müssen, sah es aber als meine Pflicht an. Ich nahm ihn also in Pflege und suchte eine neue Familie für ihn. Und das ist eben letztlich auch ein Punkt, über den viele nicht nachdenken: Was ist, wenn einer oder mehrere Welpen wieder abgegeben werden sollen? Ist man bereit, sie dann auch zurück zu nehmen oder will man sie ihrem Schicksal überlassen? - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Zitat
Na dann lass die Hunde beide auf Erbkrankheiten und alles andere checken und vergiss nicht vorher von jemandem der sich auskennt die Linien checken zu lassen, trotzdem biste n Vermehrer denn Du vermehrst HundeDas beide Hunde sind ohne Krankheiten:)
-
Zitat
...und so ganz unkontrolliert ist es ja nicht. Beide Elterntiere hätten Papiere und sind reinrassig!
Betrifft Dich jetzt nicht - aber: bei den ganzen :zensur: die z.B. merle x merle verpaaren weil sie 0 Ahnung haben, sind die Hunde auch 1. mit Papieren und dadurch 2. natürlich reinrassig -> sonst hätten sie ja 1. keine Papiere.
Und trotzdem wird vermehrt statt gezüchtet. Nur weil zwei Hunde Papiere haben ist es noch lange keine Zucht -
ZitatAlles anzeigen
Ich steh' auf Mischlinge, also habe ich eigentlich ein Problem. Denn die gibt es nicht vom "seriösen" Züchter.
Ich kann die Meinungen gegen die Vermehrer voll und ganz verstehen und unterstütze sie auch. Profit durch Ausbeutung ist weder bei Menschen noch bei Tieren in Ordnung. Denkt daran, wenn ihr das nächste mal einkaufen geht.
Im Prinzip ist ein vernünftiger, DF-abgenommener Hund also nur der Hund, der Papiere und einen langen Stammbaum hat, der von einem "seriösen" Züchter oder zumindest aus dem TS kommt, wo er vor dem sicheren Tod im Ausland bewahrt wurde.Lies mal bitte, was ich auf Seite 2 geschrieben habe.
Was ist ein DF-abgenommener Hund? Meine Rassehunde sind vom Zuchtwart des zuständigen Vereines abgenommen worden. Mischlinge mag ich auch. Die, die im Tierheim gelandet sind. Allerdings keine aus dem Ausland hier her gekarrten.
Was machen wir also, wenn der Labbi von nebenan die DSH-Hündin von gegenüber bespringt, also den Unfällen? Keine Papiere, da Mischling, also nicht DF-abgenommen, also Hund 2. Klasse? Rechtzeitig abtreiben? Da wird auch wieder jemand aufschreien. Das sind einfach Unfälle, die passieren und diese Besitzer sollte man nicht auf eine Stufe mit den Vermehrern stellen. Dann schon eher die Hundebesitzer, die eine "Hobbyzucht" betreiben. Denn Leute, die nebenbei ihre Urlaubskasse damit aufbessern, sind keinen Deut besser als die Vermehrermafia. Eher noch schlimmer.
Nochmal, sieh was ich auf Seite 2 geschrieben habe. Miemand sieht Hunde ohne Papiere als zweitklassig an.
Ich fordere jetzt mal zuerst alle Privatbesitzer eines noch nicht kastrierten Rüden auf, ihren Hund umgehend kastrieren zu lassen. Geht beim Rüden einfacher als bei einer Hündin und ist auch nicht so teuer. Dann können wir evtl. schon mal die Ups-Würfe ausschließen.
Nur leider fürchte ich, wird dieser Aufforderung nicht jeder Rüdenbesitzer nachkommen.Was dind Privatbesitzer?
Ich halte seit fast 30 Jahren unkastrierte Hunde. Zeitweilig einen Rüden und zwei Hündinnen. Jetzt gerade wieder drei unkastrierte Rüden. In all den Jahren gab es keinen Nachwuchs. Weder unter meinem Dach, noch außerhalb. Es gibt, Gott sei Dank, mehr verantwortungsbewußte HH, als "schietegal" Halter.
*advocatusdiabolispiel*
@ Costabunny
Dann reihe dich mal ein in die Vermehrerclique. Du bist keinen Deut besser.
Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
-
@ Costabunny
Aha, in wie weit qualifizieren die Papiere eurer Hunde euch zum Zücher? Weshalb passen eure Hunde (auch genetisch betrachtet) zusammen? Wie sind die Zuchtwerte eurer Hunde? Wie wäre der Zuchtwert, IC, AVK der Welpen? Welche Erwartungen habt ihr bezüglich Arbeitsleistung/Schönheit an die Welpen? Wie schätzt ihr die Ausprägung der rassetypischen Merkmale bei den Welpen ein? Welche genetischen Dispositionen treten in euren Linie verstärkt auf? Wie sind die Nachzuchtergebnisse in euren Linien? Gab es da Auffälligkeiten?LG Eva
-
-
Zitat
Weil ich mich gege ausstellungen sträube.
Ansonsten habe ich auch schon darüber nachgedacht.Warum genau bist du so gegen Ausstellungen?
Viele braucht man ja gar nicht oder?Ohne Krankheiten = ohne Erbkrankheiten?
Habts ihr das alles testen lassen? -
Zitat
Das beide Hunde sind ohne Krankheiten:)
Sind sie auf alles gecheckt? HD? ED? Spondi? etc.pp Mit Auswertung?
-
Beim Retriever muss meine ich auch auf PRA untersucht werden....
@ Costa
Dein Hund ist noch ein Welpe, er KANN gar nicht auf HD & ED untersucht sein. Schon gar nicht von einem ausgebildeten Spezialisten...LG Eva
-
Wenn ich das richtig gelesen habe, nimmt eine TS-Orga den Großvermehrern die Welpen ab, die der Vermehrer nicht an den Mann bringen kann. Dafür zahlt der Vermehrer das Chippen, danach sorgt die Orga dafür, dass die Welpen doch noch ein zu Hause finden. Damit wird der Kreislauf aber nicht durchbrochen, um den es hier ja zu gehen scheint: die Vermehrer auf den Welpen sitzen lassen, damit sie in Zukunft nicht mehr produzieren, als der Markt wirklich braucht. Denn selbst wenn das Chippen noch gezahlt werden muss, dann machen die Vermehrer vermutlich immer noch genug Gewinn, um das Spiel auch dieses Jahr Weihnachten erneut zu spielen und ganze LKW-Ladungen zu bestellen.
-
Ich hab ja übrigens auch keine Züchter-Hunde. Mein Kalle stammt von einem der übelsten Vermehrer. Den habe ich damals mit 7 Monaten aus seiner mittlerweile 2. Familie übernommen, weil niemand mit ihm klar kam. Glücklicherweise ist er gesund und fit. Aber ich hätte ihn sicher nicht bei diesem Vermehrer gekauft. Und Lilo stammt aus dem Labor, genauer gesagt aus der TiHo Hannover. Wenigstens da kann ich sicher sein, dass die nicht wild vermehren, sondern gesunde Hunde züchten. Auch wenn ich natürlich gegen Tierversuche bin.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!