Ab welchem alter kann ich Dusty kastrieren?

  • Ich kann deinen Gedankengang zwar verstehen, stimme den anderen aber zu. Warte erstmal ab, ich hatte ein sehr ähnliches Problem mit Jeppe, als hier viele Hündinnen läufig waren. Da ging auch nichts mehr. Jetzt ist er ein paar Monate älter und so langsam wirds besser. Klar, läufige Hündinnen sind noch immer super toll, aber er tickt nicht mehr so aus wie noch vor ein paar Monaten. Ich habe ihn in der Zeit nur noch an der Schleppleine geführt und bin mal andere Strecken gegangen, auf denen wir nicht sooo viele Hunde trafen. Mittlerweile wird es auch besser, wenn wir eine Hündin kurz vor oder nach der Läufigkeit treffen, ihn dann abzurufen. Es klappt noch nicht immer, aber es wird. Hab Geduld, noch ist er voll in der Pubertät und weiß noch nicht, wie er mit seiner Männlichkeit umgehen sollte.

  • Zitat

    Ich möchte zu bedenken geben, dass der junge Rüde es auch erst lernen muss, mit den ganzen Hormonen umzugehen. Man denke an menschliche Teenager - die bleiben in ihrem Verhalten auch nicht auf Dauer wie mit 14 ;)


    Cool, genau so. Aber bei uns wird ja gleich immer zum Messer gegriffen. Einen gesunden Hund der noch nicht mal erwachsen geworden ist zu kastrieren ist m. E. unverantwortlich und verstößt auch gegen das Tierschutzgesetz.

    Wenn es nach einigen unserer Tierschultrainer gegangen wäre, wäre unser Hund auch längst kastriert. Jetzt ist er 4,5 Jahre und ein total entspannter Rüde der auch mit läufigen Hündinnen umgehen kann.

    Ich finde es fürchterlich wie manche TH sich das einfach machen und ihren Hund einfach kastrieren lassen.

  • Hei!
    Als 1. Hilfe könnte ich noch vorschlagen, ab sofort die Gassigänge ruckzuck zu erledigen, wenn eine läufige Lady in der Nachbarschaft ist. D.h. ihn nach Möglichkeit überhaupt nicht an den Hündinnen-Pipi-Stellen rumschnüffeln lassen. Das Thema hatten wir auch mal, wobei meiner nicht geschäumt sondern mit den Zähnen geklappert hat. Seit ich meinen kleinen Pappenheimer kenne, und sehe, mit welcher Intensität er sich den Pinkelstellen widmet, heißt das Programm, Geschäftchen erledigt und gar nicht lange überall rumgerochen... Außerdem ihn gut auslasten durch Bewegung und Beschäftigung. (Ich hätt fast gesagt, kalte Duschen und mit den Pfoten über der Bettdecke schlafen :lachtot:)

    Ansonsten finde ich ihn auch noch zu jung um sowas zu entscheiden... es gibt doch auch so einen Hormonchip, mit dem man die Kastration sozusagen testen könnte? Ich kenn mich jetzt nicht damit aber nicht so gut aus, weil das für uns kein Thema ist. Fakt ist mal: Sind die Bömmel erst mal ab, kann man sie nicht mehr drankleben...

    Gruß
    Petra

  • Auch, wenn ich damit nicht in die übliche Kerbe schlage, bin ich der Meinung, dass ICH in so einem Fall auch über eine Kastration nachdenken würde.

    Ich würde versuchen, noch eine gewisse Zeit irgendwie zu "überleben" - um herauszufinden, ob es nur die ersten homonellen Wallungen sind, die sich noch ein wenig bessern können, aber grundsätzlich habe ich durchaus Verständnis dafür, wenn jemand trotz aller gewissenhaften Versuche mit solch einem Hund irgendwann an seine persönlichen Grenzen stößt und den Hund kastrieren läßt.

    So, wie die Situation beschrieben ist, geht das weit über das Maß des "ungezogenen" hormongeplagten Jungrüden hinaus und nicht jeder kann 24 Stunden am Tag damit dafür sorge tragen, dass weder der Hund sich völlig aufreibt, noch die Nachbarn Amok laufen, noch die eigene Familie drauf geht, weil nur noch der Hund im absoluten Mittelpunkt stehen muss...MEINE Leidensfähigkeit in diesen Dingen ist nur begrenzt und spätestens nach mehreren Wochen schlafloser, weil dauerjaulender Hund, Nächte, würde ich in meinem Job Probleme kriegen...

    Es laufen zigtausende von kastrierten Katern und Hengsten durch die Gegend - mir ist immer nicht ganz klar, warum die Kastration ausgerechnet bei Hunden so ein Thema ist, was nicht heißt, dass ich die "wahllose" Kastration propagiere, aber was heißt, dass ich sie in solchen Fällen für absolut vertretbar halte.

    LG, Chris

  • Hi,

    klar es gibt hypersexuelle Rüden, die den ganzen Tag nur an Hündinnen denken und total unter Stress stehen. Bei denen sollte man auch mit einem Chip testen, wie eine Kastration sich auf den Hund auswirken würde.
    Ich würde deinen Hund erstmal noch Erwachsen werden lassen, also noch warten bis er ca 12 Monate ist und wenn sich das Verhalten nicht ändert, mit dem Tierarzt einen Kastrationschip abklären und mal schauen wie stark sich sein verhalten so ändert.

    mfg Egi

  • Zitat

    Auch, wenn ich damit nicht in die übliche Kerbe schlage, bin ich der Meinung, dass ICH in so einem Fall auch über eine Kastration nachdenken würde.

    Ich würde versuchen, noch eine gewisse Zeit irgendwie zu "überleben" - um herauszufinden, ob es nur die ersten homonellen Wallungen sind, die sich noch ein wenig bessern können, aber grundsätzlich habe ich durchaus Verständnis dafür, wenn jemand trotz aller gewissenhaften Versuche mit solch einem Hund irgendwann an seine persönlichen Grenzen stößt und den Hund kastrieren läßt.

    So, wie die Situation beschrieben ist, geht das weit über das Maß des "ungezogenen" hormongeplagten Jungrüden hinaus und nicht jeder kann 24 Stunden am Tag damit dafür sorge tragen, dass weder der Hund sich völlig aufreibt, noch die Nachbarn Amok laufen, noch die eigene Familie drauf geht, weil nur noch der Hund im absoluten Mittelpunkt stehen muss...MEINE Leidensfähigkeit in diesen Dingen ist nur begrenzt und spätestens nach mehreren Wochen schlafloser, weil dauerjaulender Hund, Nächte, würde ich in meinem Job Probleme kriegen...

    Es laufen zigtausende von kastrierten Katern und Hengsten durch die Gegend - mir ist immer nicht ganz klar, warum die Kastration ausgerechnet bei Hunden so ein Thema ist, was nicht heißt, dass ich die "wahllose" Kastration propagiere, aber was heißt, dass ich sie in solchen Fällen für absolut vertretbar halte.

    LG, Chris

    Dem kann ich mich absolut anschließen! :gut:

  • Hallo,

    ich finde auch, dass man aus der Entfernung nicht beurteilen kann wie sehr der jeweilige Rüde unter den Hormonen leidet.
    Hier dann gleich zu schreiben der Hund müsse nur erzogen werden finde ich auch etwas daneben.

    Wenn es wirklich so schlimm ist, dann würde ich auch noch etwas abwarten und dann den Chip ausprobieren.
    So bleiben die Eierchen erstmal erhalten und man kann schauen wie sich der Hund verändert.
    Ist es positiv, dann kann man immer noch kastrieren.
    Ist es negativ, dann geht der Zustand vorbei, da der Chip ja nur 6 Monate anhält.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Dusty ist jetzt 9,5 Monate alt und ich schätze mal, es ist die erste Läufigkeit, die er bewußt erlebt....

    Genau das würd ich im Auge haben, er hat grad erst geschnallt, wie sich das denn in der Hundewelt mit den Bienchen und Blümchen verhält und was er ist.

    Also würd ich erstmal abwarten und schauen, wie sich das bei den Läufigkeitswellen verhält, denn er muss sich zurecht finden... Mit sich selbst aber auch, wann es sich lohnt dem weiblichen Hunderock hinterher zu schauen und wann nicht.

    Und genau die Zeit würde ich ihm lassen.

    Liebe Grüsse,

    Die Abessinierin

  • Zitat

    Hallo Nicole,

    ich würde bei Deinem TA nach einem Chip fragen.


    Weißt du, welche Auswirkungen der Chip auf einen mitten in der körperlichen Entwicklung stehenden Hund hat !?

  • Zitat


    Weißt du, welche Auswirkungen der Chip auf einen mitten in der körperlichen Entwicklung stehenden Hund hat !?

    Ähnliches ging mir auch im Kopf rum.....

    Zumal, wenn ich das lese...:

    Code
    Der GnRH-Agonist Deslorelin entfaltet seine Wirkung durch Suppression der Funktion der Hypophysen-Gonaden-Achse, wenn er kontinuierlich in niedriger
    Dosis verabreicht wird. Diese Suppression führt dazu, dass behandelte Tiere das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH),
    die für die Aufrechterhaltung der Fruchtbarkeit verantwortlich sind, nicht mehr bilden und/oder ausschütten können.
    Die kontinuierliche Abgabe einer niedrigen Dosis Deslorelin setzt die Funktion der männlichen Fortpflanzungsorgane, die Libido und die Spermatogenese ab
    4 – 6 Wochen nach der Implantation herab und senkt die Plasmatestosteronspiegel. Unmittelbar nach der Implantation kann es zu einem kurzen vorübergehenden
    Anstieg des Plasmatestosterons kommen. Die Messung der Testosteronplasmakonzentrationen hat die anhaltende pharmakologische Wirkung der
    kontinuierlichen Abgabe von Deslorelin in den Blutkreislauf über mindestens sechs Monate nach der Verabreichung des Tierarzneimittels bestätigt.
    Angaben zur Pharmakokinetik
    Es wurde gezeigt, dass maximale Deslorelinspiegel im Plasma 7 – 35 Tage nach dem Einpflanzen eines Implantats mit 5 mg radioaktiv markiertem Deslorelin
    erreicht werden. Die Substanz kann bis etwa 2,5 Monate nach der Implantation direkt im Plasma gemessen werden. Deslorelin wird rasch metabolisiert.

    Quelle:http://www.pharmazie.com/graphic/A/17/8-90117.pdf

    Die Abessinerin

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