Kind überfällt mein Hund, was soll das?

  • Hi, ich finde es doof Hundi zum Schuhkauf mitzuschleppen. Bin ja auch schon 100 ;)
    Wenn es dann doch sein muß und sich solch eine Situation ergibt, dann würde Eddi das klären. Er ist über 50cm hoch und im Zahnwechsel. Bei "Eiiiaistdersüüüß" geht er richtig ab :D
    Ich müßte mit den jungen Damen um seine Fangzähne feilschen. Die stecken in ihren Klamotten und mein Kästchen für die Kinderlocken bliebe leer.

  • Mein Hund lässt sich gar nicht von fremden anfassen und versteckt sich dann gleich hinter mir...Ist ihr nicht geheuer...Aber sie würde keinem Kind etwas antun...Klar, gibt es da immer ein Rest Risko...Aber ich versuche alles so zu lenken, dass das nie hervor tritt. Sie hat auch genug Kontakt mit Kindern und da gab es nie Probleme....Dem Kind meiner Freundin will sie immer die Füsse ablecken...Findet sie ganz toll den Kleinen...Aber natürlich alles nur unter strenger Aufsicht :)
    Doch auf Grund des Restrisikos versuche ich den Kontakt mit Kindern zu vermeiden in dem ich freundlich bitte sie nicht anzufassen, da sie das nicht mag.
    Denke aufregen hilft da nichts, denn 1. stellt sich die Gegenseite so erst recht auf stur (Kenne ich von mir ;) ) und 2. hilft das dem nächsten Hundehalte auch nicht. Also, am besten ganz ruhig bleiben und ganz sachlich erklären warum das vielleicht nicht so eine tolle Idee ist :)
    Achja, und kurz in ein Geschäft nehme ich meinen Hund auch mit, zwar nicht zu shoppen, aber für kurze Besorgungen sehe ich da gar kein Problem. Dauert dann zwar immer etwas länger, weil man immer ein wachsames Auge auf Hund und Umgebung werfen soll, aber solange beide Spaß dabei haben :) Obwohl die Idee letztens mitten im Deichmann spielen zu wollen, dann doch unterbunden wurde :)

  • Ich bin da inzwischen zwiegespalten.
    Dusty wurde als Junghund mal von Kindern die mit ihrem Kindergarten unterwegs waren, mit Stöckern beworfen, gemacht haben die Erzieherinnen nichts.

    Ich habe auf Nachfrage geduldet, daß meine Hunde angefaßt werden und frage selbst nach, wenn ein Kind total happy wegen der Hunde ist.

    Einmal hatte ich leider Pech, der Kleine hat dermaßen am Fell gezogen, daß es mir schon wehtat. Das habe ich dann abgebrochen, weil die Mutter nichts gesagt hat.
    Ich habe den Lütten auch gefragt, ob es ihm wehtun würde, wenn man so an ihm zieht, da hat er mich nur groß angeguckt und weiter gemacht, erst da ist die Mutter eingeschritten.

    Ich muss sagen, meine Hunde kommen oft mit in die Stadt, Bibo nicht mehr, aber Dusty, weil es immer eine Spur andere Welt ist und das möchte ich auch in den Alltag integrieren, da ich eben Vollzeit arbeite und die Hunde danach nicht wieder allein lassen möchte.
    Es klappt gut, denn die Beiden sind nicht besonders klein und wenn Bibo den MK auf hatte, dann hatte ich prima Platz in der City :p

    Ich habe jetzt zwei Ömis, bei einem Welpen würde ich wohl anders reagieren, aber man weiß es nicht.

    Auf jeden Fall kann ich die TS gut verstehen, denn die Eltern hätten in meinen Augen eingreifen müssen. Nicht jeder Hund, der so extrem bedrängt wird, bleibt ruhig. Meine hätten wohl versucht aufzustehen, um der Situation aus dem Weg zu gehen.

    Gruß
    Bianca

  • hallo,

    ja das war bestimmt eine scheiss situation und ich denke man atment einfach auf das nichts passiert ist. und klar hätte man die situation verhindern können, aber es ist nun passiert und ich denke wir können leider unsere hundis auch nicht vor allem schütze, sonst müssten wir sie 24 std im haus halten und kein besuch bekommen. und ich denke das wollen wir auch nicht.

    aber was passiert eben genau, wenn es im eigenen reich passiert, denn genau das ist uns passiert. mein hund hat leider ein kind in unserem haus geschnappt bzw. ein schnauzengriff angewand.

    ich hatte eine vorführung( kerzen) bei mir im haus und meine beste freundin war auch dabei. sie hatte ihre beide kinder dabei im alter von 8 und 13 jahren. die kinder gehen bei uns ein und aus und kennen die hundis super gut. am anfang lief alles gut und ich sagte, leider nicht zum ersten mal, dass wenn die hundis im körbchen sind, sie sie in ruhe lassen sollen.

    der abend nahm also ihren lauf, wir im wohnzimmer und mein mann und sohn in der küche, die hundis im blick. der 8 jährige kam irgendwann zu meinen mann und fragt ob sie unsere grosse streicheln darf. mein mann sagte nein, weil sie liegt im körbchen und schläft. gut ca. 3 min. später frägte er mein sohn, wieder die antwort nein, sie schläft. kurz drauf sah mein mann wie der 8 jährige sich dem körbchen näher will und er sagt ihm klipp und klar, das er sie bitte in ruhe lassen soll, sie schläft und könnte sich erschrecken und sie ist ein tier und hat zähne im mund.

    nun müsste es kommen wie es gekommen ist, mein mann auf den klo und mein sohn wollte sich eine scheibe brot holen und musste kurz dem körbchen den rücken kehren. der 8 jährige legte sich zu meinem hund ins körbchen und sie erschrack und machte wie schon geschrieben den schnauzengriff. da war das geschrei gross.

    es ist gott sei dank nichts passiert, er hatte eine leichte schramm auf der backe und am ohr, aber es hätte schlimm ausgehen können. ich weis wenn mein hund beissen wollte, wäre schlimmeres passiert und ich weis das sie sich einfach nur erschrocken hat.

    ich habe mir lange zeit vorwürfe gemacht, wobei die mami von dem kleinen mir immer wieder sagte, dass sie weis das meine grosse erschrocken ist und das sich ihr kind auch nicht richtig verhalten hat, aber es nagte und nagt irgendwie immer noch an mir.

    wir haben nun die lehre daraus gezogen, dass ich mein büro für die hundis geräumt habe und und meine hundis in einen seperaten zimmer ihren körbchen stehen haben und somit ihre rückzugmöglichkeiten. das zimmer ist auch abglegen, so das man wirklich genau in dieses zimmer will, wenn man sich dort aufhält und sorry wenn ich das so grass sage, ich dem kleinen ganz klar gesagt, solltest du in diesem zimmer sein und einer meiner hundis packt dich, bekommst von mir noch den hintern versohlt.

    meine hundis lagen früher gerne in ihren körbchen und sahen mir einfach zu wenn ich in der küche was gemacht habe (also sie lagen nicht in der küche sondern im hausflur der recht gross ist) und nun können sie es leider nicht mehr. viele sagten bestrafst du nun nicht deine hundis und meine antwort ist dann immer nein ich beschütze sie.

    boh nun ist es aber lange geworden, aber irgendwie tat es auch gut es mal aufzuschreiben, denn es belastet mich doch noch immer und ich merke, dass ich nun noch mehr aufpasse und eigentlich nicht fair gegenüber meine hundis, dass ich ihnen doch irgendwie misstraue, wobei sie eigentlich nur das gemacht hat was ihr natural ist, wenn ein welpe in meinem rudel mich nervt, zeige ich dem welpen das ganz klar, nur leider war es ein kind. auch grübel ich immer noch nach, was hätten wir anders machen können. vielelicht sagen vieles und vielleicht habt ihr recht, aber können wir wirkich alles vorher sehen?

    danke fürs zuhören bzw. lesen

    lg

    melanie

  • Zitat

    Ich finde es nicht so furchtbar, wenn in meiner Anwesenheit mein Hund gestreichelt wird oder meine Kinder angesprochen werden.
    Die Betonung liegt auf Anwesenheit, denn dann kann ich handeln wie ich es für richtig halte und muss nicht von meinen Mitmenschen jene Perfektheit erwarten, die ich mir gerade vorstelle, denn damit kann ich nur scheitern.

    Ich finde das auch nicht furchtbar, ich neige eher dazu, mich zu freuen, wenn jemand einen meiner Hunde toll findet.

    Und in der hier beschriebenen Situation hätte ich mich eben auf Socken zu Hund und Kind begeben, um einzugreifen - umarmen finden meine beiden nämlich auch nicht so super klasse. Allerdings würden die wohl eher nicht zubeißen, sondern sich aus der Umarmung winden und weggehen (und damit mein Platz-Kommando in einer solchen Situation gepflegt missachten ;) ).

    Von der Vorstellung, dass andere Leute sich bei der Begegnung mit mir und meinen Hunden so verhalten, wie ich mir das wünsche, habe ich mich schon lange verabschiedet. Ist auch sinnlos, man ärgert sich nur. Also passe ich auf, dass die Hunde sich so verhalten, wie ich das möchte, und greife im Fall des Falles rechtzeitig ein. Sage dem Kind, dass es den Hund nicht umarmen darf, aber ihm ein Leckerchen geben, dass ich dem Kind dann gebe. Und nehme den Hund dann mit zur Kasse, dann kann ich ihn selber im Auge behalten.

    Sind die Schuhe wenigstens gut?

    Gruß,
    Johanna

  • Moin,

    umarmen ist für Hunde ein wirklicher Fauxpas, und solche, die nicht gut auf Menschen geprägt sind neigen in diesen Situationen einfach dazu, sich zu wehren. Und das kann sehr ungut ausgehen.

    Umarmen ist unter Menschen eine Geste der Zuneigung und Hunden eine Geste des Angriffs. Das ist Instinkt und nichts kann Instinkte halten, außer eine besonders gute Prägung.

    Achtet mal auf Hunde wenn diese umarmt werden, die allerwenigsten sehen dabei glücklich aus, sie lassen es sich gefallen, das ja.... die meisten wohl mit dem Gedanken "was solls, ist Cheffe wieder durchgeknallt......" *tiefseuftz* aber was sie sich von uns gefallen lassen, stehen sie noch lange nicht anderen Menschen zu. Da würde ich auch Eltern aufklären, sachlich und ruhig und wenn das alles nichts hilft?

    Für mich ist das dann ein absolutes no go..... geht gar nicht, da streichle ich dann schon mal die Leute selbst "oh, so eine nette kleine Frau.... wie nieeeedlich...." dann lassen sie das meist sehr schnell oder aber "Vorsicht, der hat Flöhe....." kann auch Wunder wirken. :D ebenso wie ein freundliches "könnt sein er beißt, sei mal vorsichtig."

    Ich will doch meinen Hund nicht in die Situation bringen, das er etwas tut, das keiner will, weil er im Gegensatz zu den Menschen, nicht anders kann.

    Unser Diego, seit April aus Spanien bei uns, mag Männer nicht..... er liebt meinen, wie verrückt, akzeptiert Besuch oder unsere Postboten, die immer Leckerlies bei sich haben - aber den Freund meiner Tchter gestern, ein wenig südländisch vom Typ - der reichte ihm Leckerlies, nutzte aber nichts.... er hat ihn verbellt (voller Furcht, das konnte man sehen) und lag anschließend vor ihrer Zimmertür und knurrte vor sich hin..... erst gegen Abend, da ging es dann.... wenn der ihn nun aber angefasst hätte oder gar umarmt, ich hätte für nichts garantiert, aber auch für gar nichts....

    Viele Grüße
    Sundri

  • Zitat

    Von der Vorstellung, dass andere Leute sich bei der Begegnung mit mir und meinen Hunden so verhalten, wie ich mir das wünsche, habe ich mich schon lange verabschiedet. Ist auch sinnlos, man ärgert sich nur. Also passe ich auf, dass die Hunde sich so verhalten, wie ich das möchte, und greife im Fall des Falles rechtzeitig ein. Sage dem Kind, dass es den Hund nicht umarmen darf, aber ihm ein Leckerchen geben, dass ich dem Kind dann gebe. Und nehme den Hund dann mit zur Kasse, dann kann ich ihn selber im Auge behalten.

    Danke dass das mal jemand sagt! Ich finde hier im Forum wird viel über das Verhalten anderer ständig gewettert (z.B. andere müssen ihre Hunde 100% im Griff haben und dürfen sich dann nicht wundern wenn ich trete, beleidige usw. wenn er ankommt) anstatt alles mal etwas entspannter zu sehen und zu versuchen den Hund Alltagstauglich wie möglich zu machen. Nicht umsonst gibt es auch z.B. für Pferde die Gelassenheitsprüfung, weil sie eben möglichst relaxt mit ungewohnten Situationen umgehen müssen. Überraschungen wird es IMMER geben.

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