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Beiträge von Sundri

    Moin,


    was für eine schlimme Situation, für Dich, Deinen Hund und den anderen Hund....


    Verteufele Deinen Hund nicht, da wir wenig über seine Vergangenheit wissen, nur das er nicht gut sozialisiert wurde und das er nicht gut gelebt hat, kann es einfach sein, dass sei Handeln für ihn einen Sinn gemacht hat.... er ist nicht böse - er ist unsozialisiert, unerfahren und hat nichts gelernt.


    Möglicherweise sah Dein Versuch, den Kleinen zu verjagen, für ihn so aus, das e meinte, Dich zu unterstützen und das Problem zu erledigen - aus seiner Sicht heraus vielleicht notwendig? Er war ja nixht allein beteiligt, das andere Hund hat sich offensichtlich auch nicht gut sozialisiert benommen.


    Natürlich brauchts jetzt einen Maulkorb und eine gute Sicherung, natürlich Trainerstunden und Arbeit, aber Du hast keinen Teufel an der Leine. Wenn sich keiner meldet, mach keine Pferde scheu.... als versuch schon, den Kontakt zu den Haltern her zu stellen, hör zu, was sie sagen - aber alles andere lass laufen.


    Und, manchmalmgeht es sooo schnell - das man nicht anders handeln konnte. Kein Vergleich, ich will das auch nicht so verstanden wissen, aber mei Lucas hat an der kurzen Leine Mäuse gefangen und getötet, sowas von fix - das ich es nicht unterbinden konnte.


    Sundri

    Mein Lucas


    Nun bist Du schon 7 Wochen nicht mehr bei mir und Du fehlst mir jeden Tag, mein Herz ist schwer…. Es tut weh und weint. Weißt Du noch wie wir uns trafen?


    Wir holten Dich in Berlin ab, ein weiter Weg und irgendwann bist Du mir auf den Schoß gekrabbelt, so ein großer Hund…..ich wusste nicht was tun, ich kannte Dich nicht, konnte Dich gar nicht einschätzen – ich fand es ein bisschen unheimlich, aber dort bist Du geblieben, auf meinem Schoß, in meinem Herzen.


    Weißt Du noch, wie, ja doch – liebevoll Du Dich um meinen alten Malik gekümmert hast? Du hast ihm immer vier, fünf Bröckchen Trockenfutter übrig gelassen und zugesehen, wie er es Dir „klaute“. Wenn er sich in der Wohnung verlief, hast Du ihn geholt. Und wenn er einen richtig schlechten Tag hatte, hast Du Dich vor ihn gestellt und niemanden an ihn heran gelassen. Das waren die einzigen Male, in denen ich Dich zähnefletschend erlebt habe. Als Malik von uns ging, lagst Du neben ihm….lange. Du hast auf ihn aufgepasst.


    Du hast den Umzug mitgemacht, unser zu Hause mit uns verloren, warst für mich da, neben mir im Alltag, hattest keine Probleme mit dem neuen zu Hause, vom ersten Tag an, war zu sehen, „hier ist es gut.“ Hier wirst Du bleiben, Tränende Herzen wachsen über Dir….


    Du warst so unglaublich sanftmütig, so geduldig mit mir und doch so autark, von Dir habe ich Geduld gelernt, Vertrauen und so viel über mich selbst, über Kontrolle, Gehorsam und Liebe. Denn du hast mich geliebt. Weißt Du noch, wenn ich einmal ein paar Tage fort war, musstest Du immer auf meinen Schoß und kuscheln….ich vermisse Dich so.


    Ich habe mi Dir geredet und oft gehört, „der versteht nie, was Du von ihm willst, wenn Du ganze Sätze sprichst,“ aber genau das wusstest Du immer, Du warst einfach eine besondere Seele.


    Weißt Du noch mein Hund, wie sehr Du Schweden geliebt hast?, Deine Freude, wenn wir in „unseren“ Weg einbogen und ich die Fenster öffnete, Dein Beben und Dein „lass mich raus….jetzt, gleich, ich komm schon nach Hause.“ Deine Ausflüge allein und Deine Spaziergänge ohne mich, nein – die hab ich nie geliebt, Dein mäuseln auf dem Feld und Dein Blick wenn ich Dich rief? „Ich seh Dich doch, was ist los?“ Aber ich hab Dir diese Ausflüge von Herzen gegönnt….im Nachhinein. Nach Hause kommst Du immer…Schweden ohne Dich ist noch unvorstellbar.


    Weißt Du noch, als der kleine Findus zu uns kam? Wie Du auf ihn aufgepasst hast und er Dich tröstete, wenn es Dir schlecht ging, oder er mich holte, wenn Du einen Anfall hattest? Dann lag er neben Dir, eine Pfote auf der Deinen und blieb, bis es vorbei war. Er ist noch hier und er ist genauso traurig wie Du, er verliert zunehmend seine Sicherheit. Die hatte er von Dir, das wird es jetzt immer klarer.


    Stunden lagst Du neben mir im Garten, ich hab gelesen, Du hast aufgepasst – hier zu Hause, wie in Schweden. Oder auf dem Sofa, neben mir…. Oder zu meinen Füßen. Ach Lucs, hätte ich nur um Deine letzten Tage gewusst.


    Du hast meine Familie in Dein Herz geschlossen, meine Kinder vermisst – als sie ausgezogen sind, Dich gefreut, wenn sie heim kamen – Du bist Menschen mit Hundeangst so freundlich begegnet, hast Ihnen die Angst genommen, auf eine so ruhige Art – das sie heute um Dich weinen.


    Weißt Du noch, die kleine Frieda – als sie einmal, voller Angst davon lief, in heller Panik und Du mich angestupst hast? Wir haben uns verstanden, ich hab Dich von der Leine gemacht und Du bist ihr nach und hast sie so zu mir gebracht, dass ich sie wieder anleinen konnte. Du warst so aufmerksam und wusstest was zu tun war… wir haben uns verstanden weil wir uns nah warwn, nie zuvor habe ich gewusst, wie nah sich Mensch und Hund sein können.


    Weißt Du noch, Deine lange Krankheit – das Suchen nach einer Ursache – Deine Müdigkeit, Dein Blick nach “hilf mir doch“ und dann endlich, nach langer Zeit die Diagnose, es ging Dir wieder gut, munter, lebhaft, so voll Freude, wir hatten noch so viel vor – nun war es nicht Morbus Addison, der Dich das Leben kostete, sondern ein Milztumor. Es ging so schnell…..und es gab keinen einzigen Tag mehr für uns Nur die Fahrt nach Hauss, für immer.


    Nun kommt bald ein neuer Hund zu mir, weil alle sagen „Mama braucht wieder einen Hund. Ich fürchte mich davor und alle sagen „Du wirst ihn lieben, wie jeden Deiner Hunde, warte nur – Du bist einfach so, er wird Dich aufmuntern", möglich, wahrscheinlich, ich liebe alle Hunde in unserer Familie, irgendwie, …. - aber nur Du und ich, wir wissen „er ist nicht Du“ - es wird nie wieder so sein, wie es war. Er wird dem kleinen Findus gut tun, ganz bestimmt und doch, Lucas, weißt Du noch….. es tut nicht weniger weh, nicht ein winziges bisschen, weißt Du noch…


    Sundri

    .... Labradore sind Jagdhunde, zumindest irgendwann einmal gewesen und zwar Spezialisten für die Arbeit nach dem Schuss. Der Hund hat getan, was er eigentlich tun soll, Beute packen und lebend/unversehrt apportieren.... das ist ihm vermutlich angeboren.


    Fremde Tiere auf meinem Grundstück die zu Schaden kommen - "Preis der Freiheitr" - sagt der Nachbar ja nun selbst auch, so what?


    Und ja, das kann man in den Griff bekommen, ihm abtrainieren, aber auch die Hühner wissen iegendwann, das es gut wäre "Dem" nicht zu begegnen und lernen, die Biege zu machen. Im Grunde nichts schlimmes, nur vielleicht, ein Schreckmoment und ein Trainingsansatz für Apportieren und aus geben. Nur dran denken, das ist seinJob - seit Zuchtbeginn selektiertes Verhalten.


    Sundri


    P.S. ich wäre glatt stolz auf meinen Hund gewesen, beim ersten Mal.... alles richtig gemacht, tolles Potential. :nicken:

    Moin,


    am Ende ist es eben nicht das gleiche.... der Jagdhund übt ja irgendwann an Wild, läuft Fährten mit Schweiß, läuft längere Strecken, als im klassischen Dummytraining draußen, lernt Tragen von Wild, auch über Gewicht (muss also Muskulatur aufbauen) und leent irgendwann Krankwitterungen zu folgen - frei und auch "Verloren bringen" - Wild, das er tot findef, aufnehmen und apportieren. Oder auch töten, im Notfall, selbstständig - kein Reh nafürlich, aber Kleines Wild und es dann bringen.


    Frei im Revier arbeiten sollte immer abgesprochen werden und es kommt hier (Niedersachsen) wie überall anders auch, aud die Menschen an, da gibt`s solche und solche. Mein Malik durfte auch in der Brut- und Setzzeit in angrenzenden Revieren frei laufen, einfach weil man uns kannte und wusste, das er zu 98,5 % abrufbar war und ich ihn gar nicht so weit von mir weg gelassen hab, das er er auf dumme Gedanken gekommen wäre.


    Hier wo ich lebe, hab ich in den drei Jahren nichrs und niemanden im Wald getroffen, außer mal nen Bauern mit Trecker, vom Feld kommend..... aber der Wildbestand ist hoch und meine Jungs liefen immer an der Leine. Ich hab keinen ausgebildeten Hund mehr, erwarte keine Perfektion mehr im apportieren, ist mir nicht mehr wichtig.


    Das Privatleute Jagdhunde ausbilden, jagdlich führen - das allerdings will man aus vielerlei Gründen nicht. Unser Hegering ließ Privatleute mit Jagdhunden auch nicht an den Aausbildungen teilhaben, gab hin und wieder Ärger, abed wie soll ein Jagdhund denn Erfahrungen sammeln, ohne Jagd? Macht ja auch keinen Sinn.


    Sundri

    Ich bin ganz ehrlich, ich war viele Jahre immer dagegen, einen Hund aus dem Ausland zu holen, meiner Meinung nach, löste dass das Problem nicht und, unsere Tierheime haben genug Hunde.


    Und dann brachten meine Kinder unseren ersten Spanier sozusagen direkt aus dem Papaurlaub mit, ich war unbegeistert. Das brachte neben einem Überraschungspaket (über Diego steht hier das ein oder andere) auch meine Meinung ins wanken. Abgesehen von spöttischen Bemerkungen "ausgerechnet Du?" habe ich meine Meinung überdacht.


    Viele Hunde hier, sitzen im Tierheim, weil ihre Menschen es nicht geschafft haben, sie zu sozialisieren, viele sind schwierig - in Spanien (als Beispiel) sind sie im Tierheim, einfach weil sie Hunde sind. Meine Patenhunde sind als Welpen ins Tierheim gekommen, haben nie ein zu Hause gehabt und als ich die Patenschaft übernahm, waren sie 14 und 15....


    Ich suche mir meine Orga gut aus, ich möchte kein weiter reichen von Hunden, sondern nachhaltigen Schutz vor Ort. Ich möctfe wissen, woher sie kommen und eine gute Orga hat dazu Informationen, oft auch Bilder. Ich kann Kimba besuchen und sollte ich je in Andalusien sein, werde ich das auch tun.


    Sundri

    Das war ein pures Gedankenspiel und was ist daran diskriminierend wenn man sagt jemand verhält sich unsozial? Damit meinte ich tatsächlich nur die welche bewusst anecken, nicht etwa Alkoholiker und eventuell sogar Drogenabhängige.

    Meine Kindheit war auch nicht rosig und ich habe schlechte Erfahrungen machen müssen trotzdem würde ich das nie als Ausrede nutzen um mich schlecht zu verhalten.

    Aha. Für mich verhältst du dich unsozial und "schlecht", indem du andere als Assis bezeichnest.

    Na dafür heißt es ja auch "Fragen die man sich nicht zu stellen traut" ein Gegenangriff lässt wenig Raum für Diskussionen. :fear:

    Irgendetwas hat diese Menschen dazu gebracht, so zu sein - sich nicht mehr sozial verhalten zu wollen oder können....sie haben aufgegeben, nicht nur sich selbst sondern auch die Gesellschaft, unsere Gesellschaft.


    Ich finde das nicht assi, sondern zutiefst traurig.


    Der Ort in dem ich lange gelebt habe, hatte ein Brennpunktgebiet, Bewerbunge von vielen Jugendlichen um einen Ausbildungsplatz aus diesem Gebiet wurden vielfach ungeöffnet auf den Stapel "absagen" gereicht. Nur ein kleines Beispiel.


    Sundri

    Ich finde das jetzt schon ein bisschen diskriminierend, wir wissen nichts darüber, wie diese Menschen aufgewachsen sind, was sie erlebt haben . Ob sie je eine Chance gehabt haben, nicht so zu werden, wie sie sind?


    Ob sie nicht Hilfe gesucht haben und sie nicht bekommen haben, ob unsere Vorurteile nicht zu dem beigetragen haben, was uns heute auf der Straße begegnet?


    Sundri

    Moin,


    der Tierschutz? Ganz klar nicht!!!


    Einzelne Orgas und Menschen schon. Ich hab ja Hunde aus Spanien und es kommt demnächst auch ein Neuer. Es gibt Orgas, die schützen auch vor Ort, kastrieren etwa wilde Katzen, vermittlen nicht jeden Hund - einfach weil nicht jeder Hund vermittelbar ist oder resozialisiert werden kann. Retten nicht um jeden Preis sondern entscheiden sich im Härtefall auch für ein würdiges Beenden. Beschreiben ihre Tiere, kennen sie... können sie einschätzen, haben Gassigänger und schauen genau hin.


    Und andere schüren Mitleid - sie musste mit ansehen, wie ihre Mama starb - sie wünscht sich nichts sehnlicher als ein liebevolles zu Hause - ihren Menschen zu finden ist ihr höchstes Glück. - armes Seelchen möchte Dich beglücken - wenn ich sowas lese, wird mir übel....und dann werden oft genug Mischlinge verharmlost indem man sie anpasst. Viele Herdenschutzhunemixe werden zu Retrievern oder sonst was gemacht und der neue Besitzer bekommt ein Paket, das manchen überfordert.


    Und auch in den Pflegestellen wird gemauschelt, da werden manch Eigenheiten nicht erwähnt, wenn nicht nachgefragt wird, nicht gesehen - weil man nicht viel Ahnung hat. Mein Findus ist ein gutes Beispiel, er ging an der Leine extrem ängstlich..... "er ist noch so schüchtern" hieß es, nix schüchtern; der kleine Kerl hatte Leinenangst.... der ging nicht mal drüber, wenn sie auf dem Boden lag.... und dann war er an der Schlepp, immer zwische Resignation und Panik - aber schüchtern....


    Und ja, ich hab viel Achtung vor den Rettern, mir ist klar, das Riesentierheime all das nicht leisten können, was kleinere schaffen, ein Auge auf jeden Hund zu haben.... aber ist das noch Tierschutz? Oder kippt es da schon?


    Und dann frag ich mich, ob unsere Tierheime Hunde aus dem Ausland holen sollten, um sie zu vermitteln? Ernsthaft? Oder der eine Verein in Spanien, den meine Orga unterstützt hat, er vermittelt jetzt russische Hunde; gib es in Spanien nicht genug Hunde, die Hilfe brauchen? Möchte ich einen russischen Hund, wenn ich bei einer spanische Orga suche?


    Und die, die im Namen des Tierschutzes handeln um sich zu bereichern, die gibts ja auch noch.... meist Einzelhundevermittler, ist einem Bekannten passiert, "wenn sie ihn nicht nehmen, dann muss er morgen ins Tierheim, aber ich muss mich jezt um meine Mutter kümmern." Undurchsichtig, weil er in der Anzeige als private Pflegestelle stand.


    Oder der Hund, den meine Tochter bekam und wieder abgab, der kam in einer Wohnung einfach nicht klar.... er hätte nie vermittlet werden dürfen. Sprang völlig blind nach fliegenden Vögeln, auch gegen Fenster - ungut im dritten Stock, wenn die Spatzen unterm Dach wohnen und ständig am Fenster sind. Aber er war ja soooo lieb.


    Vermitteln um jeden Preis macht viel kaputt. Falsche Vorstellungen auch, Hunde sind nicht dankbar und wünschen sich ein zu Hause - das ist kein Deal "Ich geb Dir ein zu Hause und Du bist nett und lieb" aber das wird viel zu oft komuniziert, in beide Richtungen.


    Gestern hab ich zufällig zwei iberische Wolfshunde in der Vermittlung gefunden, mal abgesehen, wie jemand so bekloppt sein kann, Wolfshunde zu züchten (mit 25 % Wolfsblut) - gibt ja schon Rassen, da brauchts keine Mischlinge mehr - da stand offen und ehrlich drin, was die Hunde sind, was sie brauchen und was man erwartet. Nur so kann Tierschutz funktionieren.


    Sundri

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