HD Untersuchung rein aus Prophylaxe???

  • Zitat

    Würdet ihr ne HD-Untersuchung einfach so machen lassen?

    Ich halts für ziemlich sinnvoll.

    In dem Rassehundeverband in dem ich Mitglied bin, ist eine HD und eine ED Untersuchung aber eh obligatorisch. Was nicht so schlecht ist, da ich beim letzten mal noch ne kostenlose Wirbelsäulen-Aufnahme abgreifen konnte :gut: Die waren an der betr. Uni nämlich gerade an einer Studie und brauchten Datenmaterial.....hehehehehe


    Zitat


    Ich weiß leider nicht wirklich, ob größere Hunde automatisch eher betroffen sind bzw. ob man sich bei Mischlingen auch Sorgen machen muss, deswegen die Frage.

    Ich war letzte Woche aus beruflichen Gründen bei einem Seminar bei einem großen Tierversicherer. Belastbare Zahlen aus deren Bestand (relativ auf die versicherten Tiere) ist die Top4 der HD-Belasteten "Rassen" (die genauen %-Zahlen müsst ich nachgucken) wie folgt:

    Mit weitem Abstand auf Platz 1: Golden Retriever
    Platz 2: Labrador Retriever
    Platz 3: Mischlinge
    Platz 4: Deutsche Schäferhunde

    den Rest hab ich vergessen.

    Das bezieht sich auf alle diagnostizierten HD-Fälle von leichten (ohne Behandlungsbedarf) bis schwere Formen. Und lediglich auf deren Versichertenbestand des Jahres 2008.

    Zitat


    Aber ne Narkose nur um sich selbst zu beruhigen, sollte man das machen? Hat man in jungem Alter denn überhaupt Anzeichen, wenn ne HD vorliegt, oder sieht man es dem Hund erst an, wenn diese fortgeschritten ist?

    Es kommt auf den Schweregrad der HD an. Hat der Hund eine schwere Form, sollte man dies bei Aktivitäten (z. B. Hundesport) unbedingt berücksichtigen, sonst kann dies schon in relativ jungen Jahren hässlich werden.

    Deswegen bin ich absolut PRO röntgen.

  • Wir haben am Freitag Termin wg. Zahnstein und Blutabnahme. Da dies alles eh in Vollnarkose erfolgt habe ich den Termin erweitert zum röntgen da er ab und an mal wegknickt und die Hinterläufe bissi nachzieht. Kommt nachmittags häufiger vor bei ca. 3-4 KM 7-8x Außerdem läuft er manchmal mit so nem runden Rücken, sehr oft wenn er nass wird, das kläre ich aber am Freitag direkt mit dem TA was wir da machen wenn er eh schläft.
    Ich denke Vorsorge sollte auch bei Hunden sein. Wenn ich jetzt mal alles mache lasse habe ich wenigstens Anhaltspunkte für später wenn wirklich mal was sein sollte.

  • Zitat

    Belastbare Zahlen aus deren Bestand (relativ auf die versicherten Tiere) ist die Top4 der HD-Belasteten "Rassen" (die genauen %-Zahlen müsst ich nachgucken) wie folgt:

    Mit weitem Abstand auf Platz 1: Golden Retriever
    Platz 2: Labrador Retriever
    Platz 3: Mischlinge
    Platz 4: Deutsche Schäferhunde

    den Rest hab ich vergessen.

    Das bezieht sich auf alle diagnostizierten HD-Fälle von leichten (ohne Behandlungsbedarf) bis schwere Formen. Und lediglich auf deren Versichertenbestand des Jahres 2008.

    Da Mein Hund auf den Plätzen 2 bis 4 dort vertreten ist, und ich über ev. HD Geschichten seiner Eltern nichts weiss, werde ich sicherlich mit 15 monaten röntgen lassen, um sicher zu sein, und zu wissen, was auf mich zukommt.

  • hallo Rebecca,

    Anton wurde letzte Woche komplett durchgeröntgt. Mit einem Jahr zwar noch etwas früh, aber er ist ja zeitweise viel zu schnell gewachsen und hat immer mal auf verschiedenen Läufen gehumpelt.

    Ich bin froh dass es gemacht wurde. Ich wollte Anton das Toben mit anderen Hunden nicht vorenthalten, aber ein gutes Gefühl hatte ich dabei nicht immer. Bällchen habe ich nicht geworfen und bei jedem Sprung hab ich ne Krise gekriegt.

    Jetzt weiß ich dass alles in Ordnung ist und kann den Bewegungsdrang von Anton viel gelassener sehen.

    Unsere Tä meinte übrigens, sie hat den Eindruck dass HD rückläufig ist, dafür nimmt aber ED enorm zu.

    Gruss Liane

  • Nun, ob ich einen Hund auf HD röntgen lassen würde... schwierige Frage.

    Habe ich einen Rassehund stet das auf Grund der einschlägigen Bestimmungen nicht zur Debatte.

    Was ich mir bei dieser Sache nur überlege ist folgende:

    Wir gehen das Risiko, die eine Vollnarkose nunmal mitsichbringt, ein um etwas festzustellen das a) uns entweder beruhigt oder b) uns etwas bestätigt was wir definitiv nicht ändern können.
    Im Falle von "b" gehen wir dann plötzlich anders mit dem Hund um? Das macht mich ehrlich gesagt stutzig. Wir achten schon seit Welpen an auf entsprechende Ernährung, Bewegung und Muskelaufbau... genau das würde man im Fall einer HD ja auch machen. Hat nun der Hund eine HD, wird sich das in dieser Phase entweder bemerkbar machen oder aber auch nicht. Macht es sich nicht bemerkbar, dann stimmt der physiologische Apsekt, macht sich die HD allerdings bemerkbar, dann hätte sie sich trotz Röntgenbild genauso entwickelt. Allerdings hätten wir mit Wissen durch das Röntgenbild womöglich eine voreingenommene Haltung gegenüber dem Hund gehabt und hätten wir dann den physiologischen Teil richtiger gemacht? Ich weiß es nicht.
    Zudem kommt der Fakt, dass egal ob für den eigenen Gebrauch oder für die Verwendung in der Zucht die Qualität des Röntgenbildes hervorragend sein muss und deshalb unter Vollnarkose gemacht werden muss. Da führt eigentlich kein Weg daran vorbei, da die Auswertung des Röntgenbildes und somit die Feststellung von HD gar nicht so einfach ist wie es erscheint. Es gibt nämlich ähnliche Störungen im Bewegunsapperat die ausgeschlossen werden müssen um eine Missinterpretation zu vermeiden.

    Was in meinen Augen eine viel wichtigere und sinnvollere Untersuchung wäre, ist die Feststellung von HD über eine Genanalyse. Hier ist die Uni Gießen dran und es wurden auch schon erste Erfolge erzielt. Bis das wohl aber von den Zuchtverbänden angenommen wird, as wird erfahrungsgemäß dauern.
    Die Vorteile lägen klar auf der Hand, keine Narkose, Feststellung direkt durch das Erbgut.

    Es ist abzuwarten wie sich das weiterentwickelt. Bis dahin wird man, zumindest beim Rassehund, nicht über ein Röntgenbild unter Vollnarkose rumkommen.

  • @Jocks:
    Eigentlich wird aber keine "echte" Vollnarkose gegeben, sondern eine leichte Schlafnarkose.

    Und ja, ich persönlich denke schon, dass ich anders mit meinem Hund umgehe, wenn ich weiß, dass bestimmte Belastungen vermieden werden sollten. Bei uns ist es nicht HD, aber ein Rückenproblem. Ich habe natürlich immer schon darauf geachtet, dass sie nicht viel Treppen steigt usw. Aber seit ich das mit dem Rücken weiß, achte cih noch mehr darauf, dass sie nirgendwo runterspringt, dass sie nicht stark beschleunigt (Bällchen spielen war auch vorher shcon tabu, aber selbst Abrufen, bei dem sie lossprintet, Apports, bei denen sie beschleunigt und abbremst, all das kann man noch extremer runterfahren), dass sie nicht ins Auto "hüpft" usw. Ich denke schon, dass man, wenn man weiß, dass der Hund etwas "hat", ihn noch mehr schont, ich merke es ja selbst. Sachen, die bei einem gesunden Hund kein Problem wären, sind es bei einem "kranken" Hund. Ich weiß, wie sehr ich Maja momentan "einschränke", ihr viele Sachen gestrichen habe, an denen sie Spaß hatte/immernoch hätte und mir dafür Alternativen überlegen musste, die ich ihr anbieten konnte, die weniger anstrengend sind.

    LG, Henrike

  • Nur so am Rande,

    es kam das argument auf, ob wir das bei uns Menschen auch machen würden.....DAS LIEGT AN UNS SELBST, WIE WICHTIG UNS UNSER KÖRPER IST.

    Im Gegensatz zu den Tieren können wir selbst bestimmen, etwas zu tun, wenn es schmerzt oder eben auch schon vorher.

    Ein Hund ( in diesem Fall ) kann das nicht und ist stets aus Instinkt bemüht, Defizite auszugleichen und Schmerzen zeigen die wenigsten unserer Hunde ( zumindestens nicht so , dass wir es verstehen und viele Menschen scheinen es nicht sehen zu wollen !!!

    Wir haben eine Verantwortung für unsere Tiere also ist es auch unsere Pflicht auf sie zu achten.

    Aussagen wie, er zeigt keine Anzeichen und wenn ich keinen Sport mache brauch ich das nicht.....finde ich bedenklich.

    Wenn ich mir das Gangwerk der Hunde so mancher Menschen mit dieser Meinung ansehe, wird mir oft übel !!!!

    Wenn man bei sich selbst wegschaut, ist das eine Sache, aber hat man die Verantwortung für ein anderes Lebewesen übernommen, dann ist das für mich eine andere Sache.

    Auch eine gute Muskulatur ( was wir selbst meist garnicht wirklich richtig beurteilen können - der Mensch neigt zum SCHÖNREDEN :-/ ) kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass unsere Tiere dennoch Schmerzen haben und Schonhaltungen einnehmen und wir finden das dann normal. Die Folgen dieser Schonhaltungen sind dann langfristig auch nicht ohne..

    Das nur mal als kritische Anmerkung.

    Meine älteste Hündin würde auch noch mit gebrochenem Bein OHNE Schmerz verzerrtes Gesicht weiter an den Schafen arbeiten und NIEMAND würde was merken !!!!!! TRIEB..... ( so passiert mit äußerst schmerzhafter Knochenhautentzündung und gebrochener Zehe )

    Da sind wir Menschen doch ganz anders und meinen, wenn man äußerlich keine Schmerzregung erkennt, ist auch nix.......

    Nachdenkliche Grüße
    Alexandra

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