Welche Methoden zur Hundeerziehung "toleriert" ihr

  • Hallo,

    Schlagen und Sprayhalsbänder gehen natürlich GAR NICHT!
    Und auch die anderen, von dir aufgezählten Verhaltensweisen, VORALLEM beim Agilitytraining :schockiert:

    Ich arbeite vorwiegend über positive Bestärkung, jedoch setze ich Kommandos immer durch (soweit das möglich ist).

    Jedoch ist es für mich ein Unterschied, ob es um für den Alltag wichtige Dinge geht (z.B. nicht einfach selbständig ein Kommando aufzuheben) oder ob es um Agility auf dem Hundesportplatz geht... :/

    Liebe Grüße

  • kann echt nicht alles aufzählen, aber kurz gesagt ist tollerierbar das, was Hund weder einschüchtert noch Schmerzen zufügt und bei dem man mit fröhlichem Hund an der Erziehung feilen kann


    achja, und Agility = Spring-Spaß für den Hund und alles, wo aus Spaß Zwang wird, ist für mcih eenfalls unverständlich

  • Unsere Hündin wird auch in Richtung Wattebausch erzogen - mit Positivbestärkung (Spiel/Leckerchen), aufzeigen von Alternativhandlungen. Wie auch schon jemand vor mir schrieb, scheue ich mich dennoch nicht, ins Geschirr zu greifen, wenn sie doch nochmal bei jemandem aufdringlich wird, Emily in ihrer gerade renitenten Junghundphase die Ohren auf Durchzug hat und dieser Jemand die Situation nicht regeln kann - z.B. den Hund abzublocken, wenn er springt o.ä. Laut werde ich nicht, eher dunkel und leise oder mal "zischend" (aussssssss :D ) Ich arbeite über Körpersprache, wenn sie z.B. das Kommando "auf Deinen Platz" ignoriert oder wenn sie auf "runter" nicht die Couch verlässt. Und ja: ich mache mich auch zum Kasper, damit mein Hund Spaß hat und gerne mit mir lernt.

    Die von Dir geschilderten Methoden kann ich allesamt nicht nachvollziehen. Und ob mir da Agility noch Spaß machen würde? Ich würde da nicht mehr hingehen - wäre mit meiner lauten Klappe und meinen Unmutsäußerungen wohl eh schon gegangen worden...

  • Ganz ehrlich, ich wünde niemals irgendwo trainieren wo so etwas von den Trainern toleriert wird. Meiner Meinung nach ist ein Trainer der so etwas in seiner Schule toleriert unfähig und macht sich der Beihilfe zur Tierquälerei schuldig. :| Natürlich bekommt mein Hund auch mal ein schärferes "nein" wenn er etwas macht was er nicht soll, aber schlagen, Leine schmeissen, Sprayhalsbänder, Strom, minutenlang auf den Boden drücken und was du da noch aufzählst, dass sind Sachen die nur total unfähige Leute machen die ihre Hunde durch Vermeidungsverhalten erziehen müssen weil sie zu blöde sind es vernünftig zu machen. Ich mache viel durch Belohnung, sei es durch Leckerlies, Lob oder Spielzeug. "Falsches" Verhalten wird ignoriert oder mit einem "NEIN" unterbrochen.

  • Gewalt gibt es bei mir nicht und würde ich nie dulden, auch nicht als Zuschauer.

    Was ich bei meinen Hunden durchgehen lasse, oder wo ich einschreite, hängt sehr von der Situation ab und ob es sinnvoll ist, die Hunde das selbst regeln zu lassen, oder nicht.

    Aber ich muß gestehen das ich schon mal den ein oder anderen Brüller loslasse, wenn sich z.B. Madame auf einen Hund stürzen will. Den Überraschungsmoment kann ich dann gut nutzen, um ihr ein anderes Kommando zu geben, oder sie abzuholen.

  • Zitat

    Ganz ehrlich, ich wünde niemals irgendwo trainieren wo so etwas von den Trainern toleriert wird. Meiner Meinung nach ist ein Trainer der so etwas in seiner Schule toleriert unfähig und macht sich der Beihilfe zur Tierquälerei schuldig.


    Das war die Trainerin selber, die sich diesen Hund genschnappt hat und die Meinung vertritt, dass zu lernen habe, dass er sich unterwerfen solle.
    Hund auf den Rücken, Kopf und Kehle auf den Boden drücken und wareten bis der Hund sich nicht mehr rührt. Hat einige Minuten gedauert.
    Nachgeholfen wurde damit, dass man sich den Hund zwischen die Beine klemmt, damit er auf dem Rücken liegen bleibt.


    Was mich erstaunt, dass die allgemeine Meinung auf diesem Platz einheitlich ist.
    Man befürwortet solche Methoden und ähnliche.
    Und man ist so unglaublich resistent dagegen, dass man evtl. falsch mit diesen Erziehungsmethoden liegen könnte.

    Ich bin ein ziemlicher Exot mit meiner Erziehungsmethode.
    Und das bringt mich zum Nachdenken.
    Ich dachte eigentlich immer, dass die Leute unterdessen etwas besser informiert sind. Gerade solche, die mit ihrem Hund einen Sport betreiben.
    Und ihrem Hunden zu liebe gewisse Methoden halt nicht anwenden.

    Und damit meine ich nicht, dass man sich den Hund mal am Geschirr krallt oder am Halsband.
    Auch nicht, dass ein lautes Wort den Hund umbringt.
    Obwohl ich bei meinen noch nichteinmal das anwende, ausser im absoluten Notfall.
    Wattebäuschchen halt. :???:

    Hier im Forum sind die Meinungen gewissen Methoden gegenüber scheinbar relativ einheitlich.
    Woran liegt das?
    Dass die meisten Menschen, die in einem solchen Forum posten, sich besser informieren über die heutige Hundehaltung? :???:

  • Hi,
    nichts ist schneller "out" als die Zeitung von gestern und manchmal habe ich das Gefühl, bei der Hundeerziehung läuft es ähnlich. Trainingsmethoden, Expertenrat und Erziehungstrends wechseln alle paar Jahre die Richtung und der "normale" HH fragt sich langsam, wem oder was man noch vertrauen und glauben kann :???: Lange Zeit galt die autoritäre Erziehung inklusive Gewalt und Starkzwang als die richtige Methode, dann kamen die " Wattebauschjahre" mit Lob, Leckerlis und Quietschestimme und nun wechselt alles wieder in die autoritäre Richtung ( nachzulesen in der aktuellen "Der Hund" ), zwar ohne Brutalität, aber mit konsequenten Verbieten von unerwünschten Verhalten inklusive Leinenruck, Genick- und Schnauzgriff :roll: Von jahrelang fehlkonditionierten Hunden ist plötzlich die Rede und alles, was bisher als gut und richtig galt, steht mal wieder zu Diskussion.
    Mir geht es eigentlich, wie vielen hier.....ich habe meine eigene Methode, die ich immer auf den jeweiligen Charakter des zu erziehenden Hundes abstimme. Nach 12 Jahren mit einem Wächter-Typ habe ich nun einen jagdambitionierten Junghund, dem ich die Spielregeln des menschlichen Miteinanders erklären muß. Ich setze dabei auf meine Erfahrung und meinen gesunden Menschenverstand und distanziere mich in der Regel von den gängigen Erziehungsmodellen, denn ich finde, daß viel zu schnell vom Problemhund gesprochen wird, wenn es um "hundliches" Verhalten wie knurren, schnappen, aufreiten o.ä. geht und oft mit "Kanonen auf Spatzen geschossen" wird.

  • Zitat


    Das war die Trainerin selber, die sich diesen Hund genschnappt hat und die Meinung vertritt, dass zu lernen habe, dass er sich unterwerfen solle.
    Hund auf den Rücken, Kopf und Kehle auf den Boden drücken und wareten bis der Hund sich nicht mehr rührt. Hat einige Minuten gedauert.
    Nachgeholfen wurde damit, dass man sich den Hund zwischen die Beine klemmt, damit er auf dem Rücken liegen bleibt.

    Massregele sie doch auch mal so bei unakzeptablem Verhalten :veg:

  • Zitat

    Hi,
    ... denn ich finde, daß viel zu schnell vom Problemhund gesprochen wird, wenn es um "hundliches" Verhalten wie knurren, schnappen, aufreiten o.ä. geht und oft mit "Kanonen auf Spatzen geschossen" wird.

    Absolute Zustimmung. Was hat man uns nicht alles eingeredet, von wegen aggresiv und Du musst den Hund auf den Rücken legen ...

    Fakt ist/war das unserer ein Spätzünder war. Er hat 3 Jahre gebraucht. Und jetzt ist das ein super Hund

  • Zitat


    Massregele sie doch auch mal so bei unakzeptablem Verhalten :veg:

    Ich habe versucht mit ihr zu reden.
    Als Frage formuliert, habe ich mich erkundigt, ob sie sich sicher wäre, dass das was sie mit dem Hund gemacht hat irgendwas, ausser Angst bringen sollte.

    Danach wurde mir lange und breit erklärt, dass das genau das Richtige wäre.
    Der Hund lerne so, dass alles wieder gut sei, sobald er sich unterwirft.
    Soll ihrer Meinung nach auch bei der nächsten Hundebegegnung helfen und der Hund könne es da anwenden.
    Sich selber unterwerfen oder eben beim nächsten Mal ablassen, wenn der andere sich unterwirft.

    Auf meine Frage hin, ob sie sich sicher wäre, dass der Hund zwischen diesem Erlebnis und der vorhergehenden Rauferei irgendeinen Zusammenhang herstelle, meinte sie, dass das ganz sicher so sei.

    Hunde würden ja auch noch nach Stunden wissen, wenn der Besitzer nach seiner Abwesenheit nach Hause komme, und sie etwas in der Wohnung angestellt hätten.

    Darauf habe ich eingewendet, dass das evtl. mehr eine Reaktion auf die ärgerliche Haltung, des nach Hause kehrenden Besitzers wäre, wenn dieser entdeckt, was der Hund angestellt habe.

    Dem sei nicht so, Hunde wären nicht so dumm. :???:

    Was bleibt mir da noch zu sagen... :/

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