Beiträge von Audrey II

    fehlende Ballaststoffe.

    Ah..ok. :smile:

    Viele Ballaststoffe befinden sich z.B. in Vollkorngetreide, Getreideflocken oder Leinsamen-Weizen oder Haferkleie. Letztere verstopfen aber auch schnell. Bei mir gab es regelmäßig Roggenbrot ins Futter, also bevorzugt Pumpernickel ohne Hefe, Sirup oder Backtriebmittel. Nur aus Roggen, Wasser und Salz. Gibts z.B. im Bioladen und schmeckt wesentlich besser als Futterzellulose;)

    Hier eine kleine Liste von Nahrungsmitteln mit Ballaststoffen. Man muss natürlich die Mengen an den Bedarf des Hundes anpassen.

    https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ballaststoffe148.pdf

    Weiß jemand von euch einen Rat oder hat Erfahrungen, wenn Hund gar kein Gemüse/Obst anrührt?

    Hunde sind Geruchsfresser und Gemüse einfach in den Topf geworfen ist für viele Hunde nicht besonders attraktiv. Es riecht und schmeckt einfach nicht gut;)

    Natürlich kann ein Hund auch bestimmte Vorlieben und Abneigungen entwickeln. Nicht jeder Hund mag Fenchel oder Spinat und nicht jeder Hund verträgt Lauch oder Tomaten.

    Meine Hündin mochte meine Gemüseküche eigentlich immer sehr gern. Es gab überwiegend Zucchini, Wurzelgemüse, Paprika oder auch mal Kohl. Gekocht wurde in Hühnerbrühe oder Gänseschmalz und "verfeinert" mit Kokosmilch, Erdnussbutter, Veggieschmalz, Sardellenpaste, Nussmus. Mascarpone, geröstete Hanfsamen, Kräuter und Gewürze. Dazu kamen dann oft noch 1-2 Löffel weich gekochte Hülsenfrüchte aus der Dose wie Linsen oder Erbsen und ein paar Apfelstückchen.

    Püriert habe ich nix, aber klein geschnitten. Maulgerecht für den großen Hund:D


    Gemüse diente in meiner Hundeküche nicht als "Beilage" oder "Magenfüller", sondern als vollwertiger nährstoffeicher Bestandteil der Hauptmenüs. Tierisches Protein/Fett wurde nur moderat vertragen. Insofern musste also nicht nur mehr Geschmack ins Grünzeug, sondern auch mehr Kalorien.

    Anregungen gibts auch reichlich in den veganen Kochbüchern:smile:

    Jetzt koche ich aber nicht ausschließlich vegan für ihn, sondern auch mit Fleisch und Milchprodukten / Eiern. Kann ich das trotzdem als Zusatz geben, oder bekommt er dann zu viel von irgendwas weil es auf vegane Mahlzeiten ausgelegt ist?

    In der Regel enthalten die Zusätze für vegane Hundeernährung 2-3 Aminosäuren mehr, die bei den pflanzlichen Menüs fehlen.

    Wenn du abwechslungsreich fütterst und dein Hund ein recht breites Spektrum an Nahrung erhält, ist ein spezieller veganer Zusatz eigentlich nicht notwendig. Das von dir verwendete Produkt enthält neben Kalzium noch die üblichen (synthetischen) Vitamine, Mineralstoffe/Spurenelemente.

    Die sind auch im Fertigfutter reichlich vorhanden, denn die wissenschaftlichen Versorgungsempfehlungen werden in der Praxis von den Herstellern deutlich überschritten. Auch wenn du nicht die gesamte Tagesration vom Köbers fütterst, erhält dein Hund durch die einkalkulierten Sicherheitszuschläge noch immer eine hohe Konzentration an Nährstoffen.

    Insofern wäre ich persönlich mit weiteren Zusätzen sparsam:smile:

    :winken:



    Wie macht ihr das mit dem Fett? Gebt ihr was dazu, und wenn ja, welches?

    Ich habe eigentlich immer versucht, Fleisch mit einem mittleren Fettgehalt zu füttern und habe dann mit einem hochwertigen pflanzlichen Öl ergänzt. Rinderfett enthält wenige ungesättigte FS und ist für sensible Mägen ggf. schwer verdaulich. Wenn das Fleisch zu mager war, habe ich mit Gänsefett ergänzt.

    Na ja.......für die Gourmetschnute gabs auch öfters mal `nen Löffel Erdnussbutter übers Gemüse:D

    untypisch war, dass sie starke und übelriechende Blähungen hatte. Hatte sie bei den letzten Giardien nicht

    Bei Blähungen würde ich auch an Clostridien denken. Ob sich da mehr im Dickdarm tummeln als erlaubt, wird das Kotprofil zeigen. Mit Probiotika ist es dann allein nicht getan. Bifido und Co. wollen ja auch aktiviert und in ihrem Wachstum gefördert werden.Dazu gehören Ballaststoffe, also Präbiotika.

    Falls also eine erhöhte Anzahl von Clostridien nachgewiesen wird, dann empfiehlt sich eher ein Kombipräparat (Symbiotika).


    Auch eine Ernährungsumstellung bzw. Korrektur der bisherigen Futterzusammenstellung kann dann ggf. sinnvoll sein.

    Clostridien "lieben" Fleisch und können sich bei zu proteinreicher Ernährung stark vermehren. Ashley hatte die Biester auch und bei mir gab es dann weniger Fleisch mit hohem Bindegewebeanteil und Fett, dafür mehr Gemüse mit natürlichen Ballaststoffanteilen, KH, Naturjoghurt und speziellen Gewürzen aus dem "Clostridien-Verschwinde-Kabinett", wie z.B. Kurkuma. Muss nicht lebenslang gefüttert werden. Geht auch als Kur:smile:

    Kennt jemand das Themengebiet?

    Na ja.......Leinöl mit Quark ist sicher eine gute Sache, wäre mir persönlich aber für die Krebsprävention beim Hund zu einseitig.

    Ich finde, dass das "Himbeerbuch" für die Krebsernährung beim Hund viele gute Infos liefert. Die Auswahl ist sehr groß und man hat die Möglichkeit abwechslungsreiche Menüs zusammen zu stellen.

    Kein Nahrungsmittel allein enthält alle krebshemmenden Inhaltsstoffe. Insofern halte ich eine vielseitige Ernährung mit Fisch, (Kohl)Gemüse, Kräuter, Gewürze, Nüsse, Beeren, Pflanzenöl u.a. für besser als eine spezielle Öl-Eiweiß Diät:smile:

    An die, die auch Einzelkomponenten statt eines Gesamtpulver füttert: Wo kauft ihr Blutmehl?

    Ich hatte alternativ zum Mineralpulver auch eine Liste der Einzelkomponenten bekommen.Blutmehl war auch dabei. Ist wohl auch sinnvoll, wenn man viel Fisch und helles Fleisch füttert.

    Da Ashley eine Rindunverträglichkeit hatte, habe ich Geflügelblutmehl ( z.B. von Barfers Wellfood) verwendet. Empfohlen wurde mir auch das Fortain vom Schwein von Futtermedicus.

    Bioqualität ist das aber nicht. Bei ca. 10g am Tag fand ich das jetzt aber nicht so schlimm.

    Was macht denn mehr Sinn?

    Wenn man sich nach NRC, Fediaf, Meyer/Zentek oder AAFCO richtet?

    In den USA ist die AAFCO ein ( privates) Beratungsgremium, welches u.a. Standarddefinitionen für Inhaltsstoffe und Nährstoffanforderungen für Tiernahrung festlegt. Die Empfehlungen stehen aber schon lange in der Kritik. Zu ungenau, irreführend und aufgrund fehlender Forschungsergebnisse nicht für eine Langzeitanwendung geeignet.

    Die FEDIAF repräsentiert die Verbände der europäischen Industrien für Heimtiernahrung mit eigenen Richtlinien für Hundefutter. Seit ca. 10 Jahren steht ihr ein "wissenschaftlicher Beirat" zur Seite unter der Leitung von Prof. Zentek. Nach seinen Angaben werden die Nährstoffempfehlungen kontinuierlich neuen Forschungsergebnissen angepasst.

    Quelle:

    https://www.ivh-online.de/file…8_online_Einzelseiten.pdf


    Allgemein ist aber bekannt, dass es keine absolute Sicherheit bei den Nährstoffprofilen gibt. Trotz laufender Forschung bestehen nach wie vor große Wissenslücken. Es gibt große Unterschiede zwischen Maximal-und Minimalwerten und man sollte nicht vergessen, dass die empfohlenen Werte die Qualität von industrieller Tiernahrung sicher stellen sollen.

    Für mich stellt sich nach wie vor die Frage, ob allein die chemische Zusammensetzung Grundlage und Maßstab einer gesunden Hundeernährung sein kann. Festgelegte Standards passen so gar nicht in meine Hundeküche;)


    Ich habe mich auch nicht verrückt gemacht. Ein praxisnaher Futterplan nach dem man kochen kann und dazu eine bedarfsgerechte Nahrungsergänzung ( ggf. angepasst an das Alter des Hundes) finde ich völlig ausreichend.

    Als Zusatz gab es lange Jahre das cd Vet MicroMineral. Wurde damals vom Zentek-Institut auch in meinen Futterplan kritiklos aufgenommen.


    Inzwischen ist der Markt der Nahrungszusätze und -ergänzungen ja unüberschaubar geworden. Welche Richtlinien letztlich "Sinn machen" bleibt wohl immer die eigene persönliche Entscheidung:smile:

    Ich war so in der cushing Diagnose gefangen und bin noch dabei es zu ordnen

    Es ist schwierig, die richtigen tröstenden Worte zu finden. So eine Diagnose muss erst mal verkraftet werden. Das verstehe ich gut:smile:

    Die Wolfsexpertin und Buchautorin Elli H. Radinger hat in ihrem Buch "Die Weisheit alter Hunde" geschrieben.

    Zitat:

    " Bei unseren Hunden erleben wir, wie klaglos sie Leiden akzeptieren und wie sehr sie, trotz der Einschränkungen des Alters und der Krankheit, das Beste aus ihrem Leben herausholen".


    Ich finde das macht Mut auf alles was noch kommt:smile: Du hast eine Diagnose. Dein Hund aber nicht. Er will nicht über Leben und Tod mit dir philosophieren, sondern seine Beinscheibe fressen. Ein Tag mit einer Beinscheibe ist ein guter Tag. Alles andere wird sich ergeben. Wir können viel von den grauen Schnauzen lernen;)


    Was die Ernährung bei Cushing betrifft, so kann ich nicht viel dazu beitragen. In der Regel wird leberschonendes, leicht verdauliches Futter empfohlen. Auch die Stärkung des Immunsystems steht im Vordergrund.


    Alle guten Wünsche weiterhin an dich und deine tapfere Seniorin. Ich freue mich, noch hoffentlich lange von euch zu hören:smile: