Es gibt im Internet sehr interessante Berichte zum Thema Hunde und Stärke. Einfach Mal googeln und informieren.
Im Internet werden eher Meinungen als Informationen gehandelt
Wer ein Produkt ohne KH verkaufen will, findet mit Sicherheit viele Studien von "Experten", die bestätigen, wie schädlich Getreide für den Hund ist. Wer ein Produkt mit Getreide verkauft, findet ebenso "Experten", die genau das Gegenteil behaupten.
Das Internet ist tückisch und Wissenschaft irrtumsanfällig.
Dies "Good Carbs - Bad Carbs" Diskussion wurde zu Barfzeiten schon sehr ausführlich und emotional geführt. Grundlegend war damals das viele Getreide im Trockenfutter. Ja.....das war schrottig und hat sicher vielen Hunden nicht gut getan. Kritische Tierarztstimmen haben den Mythos vom "bösen" Getreide noch bestärkt.
Natürlich sind Extreme zu vermeiden. Egal ob es sich um Fleisch oder Nudeln, Reis, Kartoffeln und Co. handelt. Verdauungsbeschwerden können sowohl als auch auftreten. Ich möchte nicht wissen, wie viele Hunde aufgrund einer fleischlastigen Ernährung in den Tierarztpraxen vorstellig wurden.
Wer für seinen Hund kocht, hat mit Ernährungstrends eigentlich "nix am Hut". Selbstgemachte Futterrationen sind in der Regel individuell auf den Bedarf und die Verträglichkeit des jeweiligen Hundes abgestimmt. Der eine Hund braucht seine Nudeln und Kartoffeln und der andere eher nicht.
Als Koch habe ich direkten Einfluss auf Qualität und Menge der zugeführten KH und kann gezielt so füttern, wie es letztlich für meinen Hund passt.
Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich mir das nicht alleine zutraue.
Wer "natürlich" ergänzen will, kann das auch mit sog. "Superfoods" machen. Mal abgesehen vom Marketingbegriff, sind das (frische) Lebensmittel mit einer besonders hohen Nährststoffdichte. Damit kann man das Spektrum der verwendeten Nahrungsmittel erweitern und das Potenzial der Menüs maximieren.
Als "natürliche" Nahrungsergänzung kommt bei mir neben Probiotika ( Kefir, Natur-oder Ziegenjoghurt, Tworog) auch regelmäßig Hanf-oder Chiasamen/Leinsamenschrot als Präbiotika in den Napf.
Weil ich keine Knochen füttere, ergänze ich mit Eierschale oder Knochenmehl aus dem Handel, um den Mehrbedarf an Kalzium zu decken. Früher auch mit Algenkalk.
Wer seine eigene Öl-Kombi herstellen möchte, kann das auch leicht tun. Die ideale Kombi essentieller FS liefert ein sog. EFA-Öl ( essential fatty acids) aus 8 Teilen Hanföl, 1 Teil Leinöl und ein Teil Kürbiskernöl.
Wer diesen Weg gehen möchte, sollte sich ein wenig mit Ernährungsgrundlagen auskennen. Manchmal lohnt auch ein Blick in die Näpfe anderer Kulturen. Da staunt man als westlich geprägter Präzisionsfütterer, was alles möglich ist, um Hunde gesund zu ernähren
Hier spazierte grade ein Stück Leberkäse ins Raptormäulchen. Das muss irgendwie aus der Pfanne entwichen sein
Leider habe ich hier öfters mal mit getürmter Bratwurst und anderem geflüchteten Brutzelwerk zu tun. Denke, ich muss meine Sicherheitsvorkehrungen gegen Raptorenblicke verschärfen
Im Napf gabs heute einen Eintopf mit Hackfleisch und grüne Bohnen + Ziegenjoghurt.
Hanföl gilt ja als das "gesündeste" Öl. Es hat den niedrigsten Gehalt an gesättigten Fetten und den höchsten Gehalt an essentiellen FS und es enthält zusätzlich noch GLA( Gamma-Linolensäure), welches auch in Nachtkerzenöl vorhanden ist.
Leinöl ist vom Geschmack her sehr intensiv und es schmeckt leider auch schnell bitter. Viele Hunde mögen es nicht. Wenn man jetzt seine Öle selbst zusammenstellt, wäre ein hochwertiges Walnussöl vielleicht eine Alternative.
Algenöl liefert EPA/DHA. Riecht und schmeckt aber auch sehr fischig. Fetter Kaltwasser-Meeresfisch( Lachs, Hering, Makrele oder Sardelle) schmeckt ggf. dem Hund besser.
Das einzige Öl, was die Gräte wirklich gerne schlabbert, ist Kürbiskernöl Das ist jetzt nicht der super tolle Omega-3 Lieferant, aber ein paar Tropfen davon "übertünchen" ggf. den Geschmack von anderen Ölen, die nicht schmecken
Heute Nachmittag gabs ne Portion Graupen pur zum Probieren. Hab die kurz mit etwas Veggie-Schmalz und Hanfsamen angeröstet und mit nix anderem der Gräte so angeboten.
Wenn ihr was nicht schmeckt, dreht sie den Kopf weg und muss niesen
Hm....das ist schon ziemlich Omega-6-lastig durch das Distelöl. Ich persönlich würde da Hanföl vorziehen. In der täglichen Fleischration steckt ja auch schon relativ viel Omega-6
Hier gabs heute mal ein Veggie-Menü mit Makkaroni/Graupen-Mix, Kurkuma-Kräuter-Omelett, grüne Bohnen (Dose), Apfel, Rapsöl
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Neu in meiner Hundeküche sind Graupen im Kochbeutel. Die sind in 15 fertig gekocht. So richtig schmecken die aber nicht, also wird geschmacklich ein bisschen gezaubert
Man kann die weichen Graupen in der Pfanne leicht anbraten und ( je nach Vorlieben des Hundes) mit Veggie-Schmalz, Erdnussbutter, Sardellenpaste, Nussmus, Schmand u.a. "verfeinern".
Eine kontinuierliche Zufuhr von Omega-3 und Omega-6 ist schon notwendig, damit die Speicher gefüllt bleiben. DHA/EPA gebe ich nicht als Zusatz. Da reichen 2 Fischmenüs in der Woche, um den Bedarf zu decken.
Trotzdem würde ich auch schauen, welche Ölmengen der Hund überhaupt verträgt. Manche Hunde reagieren schon bei kleinen Mengen mit Verdauungsbeschwerden, wie Erbrechen und/oder Durchfall. Tagesbedarf und Dosierung würde ich wohl immer individuell ausloten.
Für Hunde sind 2 FS essentiell: Alpha-Linolensäure ( Omega-3-FS) und Linolsäure ( Omega-6-FS). Die muss man liefern. Allerdings gibt es bei Hunden keine einheitlichen Empfehlungen zum Bedarf.
Aufgrund der Konkurrenz um das gleiche Enzymsystem kommt es dabei auf das Verhältnis der FS zueinander an, aber auch auf die aufgenommenen Mengen. Ein Zuviel an Omega-6 kann z.B. die Aufnahme von EPA/DHA hemmen, während eine hohe Konzentration von Omega-3 die Katalyse zu Arachidonsäure unterdrückt.
Einfach erklärt: Sind alle Enzyme mit Omega-6 "besetzt", kann der Körper kein Omega-3 aufnehmen und umgekehrt.
Arachidonsäure kriegt in der Ernährung immer "Kloppe" als "böse" Ursache für Entzündungen, aber auch sie ist essentiell und erfüllt im Körper wichtige Aufgaben.
All in one Öl von Futtermedicus hier. Distelöl, Leinöl, Lachsöl Mix
Wie hoch ist denn der Anteil an Distelöl im "All in one" Öl?
Arachidonsäure ist überwiegend in den Fetten von Masttieren vorhanden und auch in einigen Pflanzenölen wie eben Distelöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl u.a.
Die Öle sollte man sparsam verwenden, aber man kippt ja eigentlich auch nicht literweise davon in den Hund.
Natürlich kann man sich auch individuell einen Mix aus allen wichtigen FS zusammenstellen. Das ist gar nicht so schwer.
Ich mach das so:
Omega-3 liefern Lein-bzw. Rapsöl, EPA/DHA Fisch ( Makrele, Sardelle, Hering) 1-2x in der Woche
Omega 6 liefern durchwachsenes Fleisch vom Geflügel, Rind, manchmal Schwein, Kürbiskernöl in kleinen Mengen.
Hin und wieder Hanföl mit einem ausgeglichenen Anteil beider FS.