Diskrepanz in Aussagen über Erziehungsmassnahmen

  • Zitat

    Also locker 90% meiner Hier-Rufe sind "grundlose" Trainingseinheiten. Heute morgen kam es drauf an, da hat er in 200m Entfernung seinen Hundekumpel gesehen. Sämtliche Hiers und Neins waren ihm egal, er ist hingelaufen und hat mich völlig ignoriert.

    Das is ne Situation wo ich nicht rufe, weil ich weiß, dass er nicht kommen würde. Ich rufe oder befehle etwas, wenn ich zu 80% sagen kann, ja er führt das Kommando aus

  • Yap, so halte ich das auch..... er hört mich nämlich und tut nur nicht das, was ich will und spürt hinterher, das es keine, für ihn ersichtliche und verständliche, Konsequenz gab.

    Wenn Diego sichtlich durcheinander ist rufe ich ihn einfach nicht, sondern gehe eher zu ihm. Ich will ihm ja helfen, die Dinge zu tun, die ich von ihm möchte. Zudem hört er momentan mein "hier" bzw. "komm" aber auch nur in dem Augenblick, indem er auf mich zuläuft, ansonsten rufe ich ihn bei seinem Namen. Eben weil er da noch nicht sicher ist.

    Malik hingegen hebt seinen Kopf wenn ich seinen Namen rufe und wartet eindeutig auf das was da kommen soll..... nur auf "Malik" kommt der nicht, da schaut er nur und genau das soll er auch.

    Und zu der Leckerliefrage, ja, am Anfang immer eines geben, bis man sicher ist, das alles sitzt, dann nur noch sporadisch, um die Spannung zu halten und später nur noch liebeln und loben. Und bei Rückschritten kann man ja wieder sporadisch zu Leckerlies greifen.

    Sundri

  • Ich halte es auch nach dem "Spielautomatenprinzip" Sitz habe ich ebenfalls so gelernt, dass das leckerli hingehalten wurde, so dass er nicht drankommt. Irgendwann wird sich der Hund setzen, um es zu fixieren, dann hab' ich sitz gesagt und ihm das gegeben. Nach 2x hatte er es drin. Eine Freundin hat die Methode mit "sanftem Druck auf den Hintern" angewendet (seit ca. 4 Wochen) und er hat es immer noch nicht zuverlässig drin, und brauchte ca. eine Woche bis er das erste Mal von selbst Sitz gemacht hat. also ich bin für Pro Leckerli. Sobald ich sicher bin, dass er das Kommando versteht, gibts nicht mehr bei jedem Ausführen Leckerli, sondern nur jedes 2-3 Mal, oder wenn ich mal keins dabei habe auch gar keins, dafür dann wieder ein paar Mal nach jedem Sitz, so kann sich keine Routine einschleichen. Also ich bin auch Pro Leckerli, zumindest bis der Hund das Kommando kennt. Dann langsam abbauen.. Da meiner noch nicht in der Flegelphase ist, weiss ich noch nicht ob ich dann später mein Kommando mit leichtem Druck oder "Chef-Geste" durchsetzen muss. Mal sehn :-)

  • Zitat

    Geht es nicht gerade darum, dass er gerade dann die Befehle befolgt?

    Kommst du immer SOFORT, wenn man dich ruft?

    Stell du dir mal vor du sitzt am Computer und im 30 sek Takt ruft deine Freundin "Hieer" - springst du dann immer auf, obwohl du weißt, dass sie dich nur verbal lobt und dich dann wieder wegschickt?
    Würdest du kommen, wenn sie den Befehl jedesmal durchsetzen würde (du weißt du hast keine Chance es zu umgehen ;) ) und dich - dann angekommen - mit was tollem belohnt?

    Gut, menschl. gesehen Nein, aber aus Hundesicht würde es sich lohnen zu deiner Freundin zu kommen ;)


    LG Jana

  • Zitat

    Geht es nicht gerade darum, dass er gerade dann die Befehle befolgt?

    doch, das ist das ziel.

    um dieses ziel ohne rückschläge zu erreichen, übt man z. b. das kommando "komm" solange OHNE ablenkung, bis es sitzt. das kann auch mal zwei wochen oder länger dauern, kommt auf den hund an. danach steigert man die ablenkung LANGSAM. erst wenn das KOMM auch bei leichter ablenkung perfekt sitzt, kann ich mit starker ablenkung (z.b. andere hunde) üben. aber auch hier anfangs ABGESICHERT durch eine schleppleine

  • Zitat

    [danach steigert man die ablenkung LANGSAM. erst wenn das KOMM auch bei leichter ablenkung perfekt sitzt, kann ich mit starker ablenkung (z.b. andere hunde) üben. aber auch hier anfangs ABGESICHERT durch eine schleppleine

    Kürzlich hat die Kommando-Befolgung unglaublicherweise sogar mit einer Eichhörnchen-Ablenkung geklappt. Heute morgen ist er ausgeflippt, als er einen befreundeten Hund gesehen hat.

    Ein Steigerungstraining mit Ablenkungen wäre somit schlecht möglich.

  • Zitat

    Kürzlich hat die Kommando-Befolgung unglaublicherweise sogar mit einer Eichhörnchen-Ablenkung geklappt. Heute morgen ist er ausgeflippt, als er einen befreundeten Hund gesehen hat.

    Ein Steigerungstraining mit Ablenkungen wäre somit schlecht möglich.

    Anscheinend ist der Hund eine größere Ablenkung als das Eichhörnchen. Oder war es zumindest in dem Moment.

  • Zitat

    Du obliegst einem Fehler, der hier sehr verbreitet ist; Du vermenschlichst den Hund.


    das wirst du auch müssen!

    Kein Hund gibt dem anderen Hund Kommandos. Weder "Komm, Sitz, Platz, Fuß" usw..

    Das gehört nicht in das normale Hundedenken bzw. Hundeleben. Darum muss dieses Konditioniert werden, wenn man irgendwann auf eine Ausführung bestehen will.

    Und damit wird dem Hund immer die Tätigkeit, die er gerade aufgenommen hat, immer wichtiger sein als ein Kommando zu befolgen. Und dies oft auch nicht ausführen weil er gerade mal keine Lust hat.

    Lernt der Mensch allerdings mit Hund zu kommunizieren, die Welt mit den Augen des Hundes kennen und damit das, was auch dem Hund wichtig ist, kann er dieses nutzen und damit arbeiten.

    Dann erübrigt sich in vielen Fällen ein Kommando.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!