Diskrepanz in Aussagen über Erziehungsmassnahmen

  • Zitat

    Also ich könnte die Leckerchen-Methode vergessen als Erziehung...
    Meine hört wunderbar wenn es was essbares gibt aber wenn ich darauf aufbauen würde dann hätte ich die A-Karte sobald ich mal nix dabei habe

    Ja, das habe ich schon oft gehört, meine Ausbilderin meinte dazu, wenn der Hund etwas sicher kann, dann sollten Leckerchen nur noch sporadisch und für ihn nicht vorhersehbar gegeben werden, bis sie eines Tages ganz weg fallen.

    Malik hat schon seit Jahren keine Leckerchen mehr bekommen, er bekommt sie jetzt, da Diego bei uns ist und muss auch immer etwas dafür tun. Diego sitzt sehr zuverlässig auf Handzeichen und ich beginne bei "sitz" jetzt schon, die Leckerlies wegzulassen. Mal ja, mal nein, mal nein.... aber immer so, das er noch hofft und eben ab und an überrascht wird. Er soll lernen, Zusammenarbeit lohnt sich und ist toll.

    Viele Grüße
    Sundri

  • Zitat

    Habt Ihr nie den Eindruck, euer Hund befolgt allein aus Sturheit ein Kommando nicht?


    Oh ja, das Gefühl hatte ich schon oft!!!

    Allerdings habe ich dann, wenn ich über die Situation nachgedacht habe, meistens festgestellt, dass es meine Schuld war.

    Beispielsweise: In der Wohnung sinnlos "Komm her" sagen. Oder in einem Augenblick wo er gerade mit was ganz anderem Beschäftigt ist.

    Dann gibts noch die Zeiten, wo er es herausfordert z.B. eben bei einem "Komm her" sich gemütlich hinlegt. Dann muss man halt dranbleiben, sonst hat man verloren.

    Allgemein denke ich muss man die Fehler erst mal bei sich suchen. Ich habe Fehler aus unsicherheit gemacht (wird wahrscheinlich auch in Zukunft noch oft vorkommen), aber ich habe auch auf eine für meinen Hund zu strenge/zu belastende Art geübt. Jetzt übe ich eher unmerklich mit ihm und verbinde das mit Spielen und Superleckerlies (hab lang rumprobiert bis ich herausgefunden habe das er für Hundewienerle alles tut). Zusätztlich beobachte ich genau, ab wann selbst dieses spielerische üben für ihn zu viel wird und beende es beim ersten Anzeichen, weil ich weis es bringt nichts unbedingt "jetzt muss noch weiter geübt werden" durchzudrücken. Natürlich gibt es Dinge die ich streng sage: Sitz wenn es klingelt, aus dem Zimmer rausgehen usw

    Ich habe nicht den ganzen Thread durchgelesen, kann sein das ich etwas wiederhole. Aber als Hundehalter muss man wohl halt sehr an sich selbst arbeiten und sich die Dinge die man tut bewusster machen, als ohne Hund. Man muss auch schauen welche Methode für seinen Hund passt und gleichzeitig muss man auch dazu stehen können, sonst kauft es einen der Hund nicht ab. Tja und dann muss man auch ganz gut aufpassen, das man die Dinge nicht schleifen lässt, weil man denkt jetzt hört er ja. Beispiel: Meiner darf bestimmte Zimmer nicht betreten, das klappt 5 Tage super, ich kann rein gehen er bleibt an der Tür sitzen und schau mir beim aufräumen zu. Am 6.Tag wenn ich also schon garnicht mehr auf in achte, schleicht er sich wieder rein. D.h. ich muss immer wieder ein Auge darauf haben, ob er sitzten bleibt und notfalls sofort korregieren. Lass ich es schleifen, kann ich mit dem Üben von vorne Anfangen.

  • Zitat

    In der Wohnung sinnlos "Komm her" sagen. Oder in einem Augenblick wo er gerade mit was ganz anderem Beschäftigt ist.

    Geht es nicht gerade darum, dass er gerade dann die Befehle befolgt?

  • Hi,
    alsobei mir nur SITZ mit Leckerli. Ich brauch keine Gewalt. Es reicht Konsequenz und ein bißchen Körpersprache: auf den Hund einen Schritt zugehen, Handzeichen und evtl. Kommando wiederholen. Meist reicht auch ein Räuspern - sie wissen ja, was gemeint ist, und damit hast Du nicht das Kommando doppelt gegeben. Bevor´s nicht durchgeführt wurde, geht´nicht weiter - z.B. beim Wohnungsverlassen, Hausverlassen, Ausdemautospringenlassen, Andennapfdürfen o.ä.
    Der Hund "bestraft" sich also selbst, indem er länger warten muß, wenn er nicht folgt. Auf Dauer lernt er so bei konsequenter Durchführung, daß es "besser" ist, wenn er´s gleich macht, weil er dann schneller an sein eigenes Ziel kommt.
    LG,
    BieBoss

  • Zitat

    Der Hund "bestraft" sich also selbst, indem er länger warten muß, wenn er nicht folgt.

    Das habe ich schon beim Ziehen probiert, nach einer halben Stunde habe ich (!) es aufgegeben.

  • Zitat

    Der Hund sollte überall gleichgut hören, oder?

    Im Grunde ja.... aber.... von meinem Malik fordere ich das ein, aber ich rufe ihn auch nicht "sinnlos" irgendwo her oder hin. Ich erlebe das mitunter bei Bekannten, die rufen ihren Hund zu sich, wann immer ihnen das so in den Kram passt, und manchmal passiert dann nichts, außer "tätschel" und "fein". Ehrlich, manche Hunde gucken schon so: "hast Du sie noch alle, und dafür rufst Du mich jetzt?" :schockiert:

    Ich will ja nicht der Bestimmer über meinen Hund sein, also rufe ich ihn, wenn es notwendig ist und er kommt, zuverlässig. Grade bei unserem Diego überlege ich oft, ruf ich oder eher nicht, derweil er es ja im Grunde so gar nicht gewohnt ist, gerufen zu werden und schon überhaupt nicht, auch darauf zu hören. Wenn er um mich herum ist, kommt er sowieso nach.... und als ich ihn gestern auf dem Hundplatz im Spiel anrief, da kam er auch angetrabt. Mehr will ich ja überhaupt nicht.

    Fazit für mich, ein Hund sollte kommen, wenn er gerufen wird, bzw. tun, was man ihm sagt; aber der Halter sollte überlegen, was notwendig ist und was nicht.

    Finde ich zumindest
    Sundri

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